Die Zerstörung von REZO (Folge 36 vorab)

Dem kann ich nur zustimmen. Bin ja selbst aktiv bei den Linken und so viele Positionen erachte ich da auch als falsch. Aber ich habe dort auch die meisten Schnittmengen gegenüber anderen Parteien. Ich habe 2 Jahre versucht auf kommunaler Ebene ein Umdenken zu erreichen. Aber auch innerhalb der Parteien gibts einfach Flügel und Kämpfe. Selbst in der Basis. Da hast du “jung” gegen “alt”. “Konservativ” gegen “lieberal” udn “links” usw. Egal ob das CDU, SPD und so weiter ist.

Macht halt keinen großen unterschied. Ich könnte dir jetzt 1000 Euro anrechnen für Autosteuern. Oder 1000 Euro für Autoinstandhaltungs abgabe. Am ende würde dir das ergebnis ähnlich wenig gefallen^^ Die Gebühren wurde halt nicht wirklich ageschafft. Es wurde nur unbenannt und die Unis haben freiheit bekommen andere abgaben für das ganze zu berechnen. Das fällt zum glück meistens nicht sehr hoch aus. Aber einige Unis nutzen es natürlich auch aus.

In Sachsen duerfen FHs und Unis fuer Langzeit- und Zweitstudium Studiengebueren erheben IIRC.

Du brauchst auch kein Auto, wenn du es dir nicht leisten kannst, als Grund zum Jammern das es einem ja so schlecht ginge ziehen Luxusgegenstände nicht. Ich habe deshalb auch keins. Ich bin selbst Arbeiterkind und kann nur lachen, wenn einer mit diesem uralten Juso-Argument kommt. Die Unis sind voll von Leuten die überall was zu suchen haben, außer in einem Hörsaal. Jeder der WILL, kann in diesem Land studieren. Das es die mit mehr Geld leichter haben, ist klar, aber Spoiler: Das ist normal.

Der Vorwurf oder Einwurf ist ja, dass nicht jeder studieren könnte, wenn er wollte. Angesichts von Hilfsleistungen wie BaföG und Co. ist das aber wirklich absolut lächerlich. Man muss halt etwas dafür tun, und ja, vielleicht auch mehr als Johann-Justus aus dem Villenviertel. Aber das ist doch kein Argument!

Ja, Langzeitstudiengebühren zahle ich auch. Deshalb arbeite ich neben dem Studium. :wink:

Bin kein Langzeitstudent und es ist auch kein Zweitstudium.
Erststudium als Fernstudium an der FH.

Also private Hochschule? Die hab ich natürlich ausgeklammert in meiner Aussage.

Das gute alte Bafög das hinter und vorne nicht reicht und Spoiler bei mir sogar weggestrichen wurde da meine Schwester auch Bafög bekommt weswegen ich jetzt einen Studienkritid habe^^ Bafög ist wirklich so eine Sache…

nein staatliche wie ich schon schrieb.

Ja richtig, ich schrieb auch Eingangs, dass ich polemisch werde. Aber genau die einfachen klaren Worte treffen am besten und wie man sehen kann, erreichen Sie auch Dich. In dem Fall also alles richtig gemacht. Warum muss ich erst lange Diskussionen führen, wenn am Ende doch nichts passiert ?

Ich rede einfach nur Klartext und das war auch voll beabsichtigt

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autsch das nächste Eigentor:)
https://bildblog.de/110891/cdu-und-faz-widersprechen-rezo-mit-falschen-fakten/

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Fraktur hieß das früher bei Massengeschmack! :wink:

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Nein, sie sorgen eigentlich dafür das ich dich weniger ernst nehme, weil du deinen Worten keine Taten folgen lässt. Schlau schnacken an Stammtischen kann jeder. Die politische Realität ist eine andere, aber das lernt man nicht bei der Exegese von youtube-Videos, oder auf Freitagsdemos. Sondern nur innerhalb des demokratischen Systems. Und genau das habe ich kritisiert, die aktuelle Situation führt dazu das viele junge Menschen „politischen Diskurs“ mit dem in die Welt brüllen von unhaltbaren Maximalforderungen missverstehen.

Und ab einem gewissen Punkt bin ich auch ganz ehrlich und sage ganz arrogant, wenn das so einfach wäre wie du hier tust, dann Arsch hoch und politisch einbringen. Wenn man so tut, als wäre die perfekte Welt nur die eine wahre Antwort entfernt und alle anderen Menschen nur zu dumm, diese wahre Antwort zu sehen - was ist dann die Ausrede dafür, es nicht selbst besser machen zu wollen? Und ja, das ist einfach Faulheit. Jeder, egal ob Juso, JUler oder SDSler, selbst Kevin Kühnert und andere, der sich politisch engagiert, muss sich vom Stammtisch und solchen wohlfeinen Herren und Damen kübelweise Hass überziehen lassen. Als politisch aktiver Mensch bist du heute schon der Abschaum der Gesellschaft, keiner nimmt das wahr oder ernst und jeder denkt du bist nur auf einen Karriereposten aus. Und nein, das lasse ich nicht so auf mir sitzen. Wer meint er könnte das alles besser, soll in die Partei seiner Wahl eintreten und es beweisen. Punkt.

Es ist nur eine Unterschrift entfernt, nicht nur „zu reden, sondern auch zu machen“!

Das sind so gesehen aber meist keine Studiengebüren, sondern ÖPNV-Tickets + Verwaltungskosten, Unterstützung der Inis, Asta etc. Ich muss z.Zt. ca 300€ pro Semester bezahlen, davon sind aber ca 200 € Semesterticket. Zum Vergleich: Jahresticket mit geringerem Geltungsbereich kostet >1000€
Die Studienbeiträge lassen sich übrigens auch rückwirkend auf bis zu 2Jahre von der Steuer absetzen.
Richtige Gebühren wie in den USA oder UK, Japan und wo sonst nicht noch alles sind das also nicht

Da bittersweet mir gerade einen Screen geschickt hat, muss ich dir widersprechen. Wusste ich aber auch nicht, dass es die tatsächlich noch in bestimmten Situationen gibt.

Gut, das kannte ich dann auch bisher noch nicht. Auch in meinem Bekanntenkreis sind nämlich die Studienbeiträge so ähnlich aufgebaut, und wegen dem Ticket zahle ich da auch am meisten.

@bulletinmyback hat auch recht. Das mit dem studieren ist komplex und wie gesagt da hier jede Uni und FH machen und regeln kann was und wie sie es will ist es kompliziert.
Ich könnte nun auch sagen, dass ich ja an ne andere Fakultät hätte gehen können, aber diese ist halt für das was ich mache / machen möchte sehr sehr gut. Zudem kann ich mir das mehr oder weniger leisten.
Bei meiner Freundin ist es an der TU Dresden aber auch so, dass darin “Verwaltungskosten” und die Fahrkarte mit drin ist. Sie zahlt glaube 410 pro Semester.

Wir schweifen aber etwas ab.

Nur gibt es noch nicht die Partei, mit der ich mich ernsthaft beschäftigen würde.

Ich nehme aber Deine Aussagen zur Kenntnis. Du interpretierst das als Stammtisch, ich sehe das sicher anders. So ist das eben und sicher werden wir uns da auch nicht weiter annähern.

Du hast in einigen Punkten auch sicher recht, aber ich muss auch nicht gleich selbst mit anpacken. Ich darf aber die Politiker wählen, die genau diese Aufgabe an sich erfüllen sollen. Denn wozu gehe ich sonst wählen ? Damit ich selbst den Arsch hoch bekomme ? Das kann ja kaum das Ziel einer Wahl sein.

Ich erwarte, dass die Politiker meine Interessen vertreten. Das tun sie aber nur, wenn sie sich zur Wahl stellen. Ich habe also nicht vor, den Arsch hochzubekommen, eher sollte man den Politikern in genau diesen treten

Tritt bei den Linken mit ein. Wir werden zwar nicht gewählt aber zumindest können wir viel oposition arbeit leisten. Egal wie man es dreht und wendet. In den zeigefinger auf die wunde liegen, sind unsere Vertretungen an besten. Insbesondere Gysi;)

Ach deshalb dieses übereifrige Loben der thüringischen Bildungspolitik :smiley: Du betreibst hier sozusagen Parteiarbeit. Gut, dass ich das nun auch richtig einordnen kann :smiley:

Nein natürlich nicht. Aber dann lass doch bitte das Stammtischgerede. Dieses „Da muss doch nur mal einer Durchgreifen und das machen“ kenne ich zu genüge. Nennt sich Diktatur, geht immer Scheiße aus. Demokratie ist langwierig, oft langweilig und Kompromisse sind immer dafür da, um am Ende niemanden zufrieden zu stellen. Aber so ist das halt, wenn das zunehmend nicht mehr gewünscht ist, dann muss man auf der politischen Ebene irgendwann aber wirklich die Systemfrage Demokratie stellen. Denn: Ich fürchte Demokratie ist eine in Summe so perfekte, so wohlstand schaffende Form der Regierung, sodass sie sich in letzter Konsequenz immer selbst abschafft.

Da ich Demokratie sehr geil finde, aber nur ein Bruchteil der Menschen an ihr wirklich abseits von Internetdebatten und Facebook-Shitstorms ernsthaft auf eine Weise partizipiert, die auch Folgen für die Politik vor Ort hat, reagiere ich sehr allergisch darauf, wenn man auf der einen Seite so viel Mist über politisch engagierte Menschen erzählt und sie alle für dumm hält und bei der Konfrontation, warum man das nicht besser macht, dann immer gute Ausreden haben. Das ist für mich etwas, was man im Norden „schnacken“ nennt.

Ja, vielleicht müssen Parteien moderner werden, damit mehr Menschen daran partizipieren wollen. Vielleicht ist nicht jeder masochistisch veranlagt sich in staubigen Mehrzweckhallen das gelaber von Parteibonzen anzuhören. Aber ein wenig Investment darf ich meiner Meinung nach schon erwarten, in einer Welt, in der alle Möglichkeiten offen stehen, sich jederzeit und überall einbringen zu können. Deshalb: schnacken kann man viel. Aber wenn man selbst sagt man solle „nicht zu viel reden und mal machen“, kann man das auch einfach mal zurückspielen :wink: