Die Zerstörung von REZO (Folge 36 vorab)

Nicht für Thüringen, das war mir zu gemäßigte Politik. Aber ja verkünde Ich hir eigentlich immer sehr offen. Habe mich schon früh für Politik interessiert und dann relativ schnell gemerkt, dass die CDU/SPD beide nicht wirklich in meinen Interesse handeln. Ich bin der überzeugung, dass ein leichter Linksruck Europa gut tun würde, insbesondere nachdem alles eher nahc Recht rückt;)

ps: Klausi ist übrigens mitglieder der jungen Union. Damit ihr das auch einordnen könnt.

ps2: Folglich werden wir uns auch nie einig werden. Das ist wie Feuer und Wasser.
Das Feuer der Leidenschaft gegen das Wasser der Stagnation;)

Den Gysi mag ich sehr, aber das war es dann auch schon wieder. Nein sorry, aber die Linken überzeugen mich genauso wenig in ihrer politischen Arbeit wie der Rest der Parteienlandschaft. Ich glaube, meine Einstellung ist sicher schwer nachvollziehbar, aber ich sehe keinen aktuell, der in der Lage ist, das Land vernünftig zu führen.

Vielleicht bin ich zu alt, aber mir fehlt einer wie Helmut Schmidt, einer wie Herbert Wehner und auch manchmal Strauss oder Kohl. Irgendwie die alten Herren, die noch mächtig Dampf gemacht haben, auch wenn sie ( wie Kohl und Strauss ) Dreck am Strecken hatten.

Politik heute und Politik damals, was für ein krasser Unterschied

Und jahrelang gar nix reformiert haben. Das war damals wirklich politischer Stillstand. Dagegen haben wir heute geradezu Reformfreude in der Politik.

Ich möchte nur mal anmerken, dass die Bildungsarbeit nicht durch „links“ soooooo überragend ist.
Tatsächlich sind die neuen Bundesländer in der Bildung besser aufgestellt und belegen alle einen der vorderen Plätze. Da können nur Bayern und BaWü mithalten. Sachsen ist seit der Wiedervereinigung in der Hand der CDU, aber selbst ich als Mitglied der Linkspartei sage da hat die CDU nichts verschlechtert. Das Bildungsniveau hier ist weiterhin sehr hoch. Sicherlich unter einer Linken Regierung noch besser :stuck_out_tongue:
Spaß Beiseite.

Das Problem ist aber, dass du nicht die Politiker wählst, sondern nur die Partei die dann nach Liste geht (wenn wir jetzt von der EU reden). Das heißt da sitzt nicht unbedingt jemand drinnen den „du“ haben willst und der „deine“ Interessen vertritt sondern jemand der in der Partei Karriere gemacht hat, Macht und Einfluss in der Partei hat, oder aber einfach nur Glück hatte.

Es wäre schön wenn man wirklich die Abgeordneten wählen könnte.
@Fernsehkritiker übrigens ist das auch der Punkt warum ich dir bei Länderübergreifendem Wahlrecht massiv widerspreche. Wenn mir zum Beispiel eine Partei in Griechenland von Inhalten und Zielen besser gefällt als meine eigene möchte ich doch diese wählen und eben nicht aus den Parteien die vllt. nur zu 70% abdecken was ich mir Wünsche.

Ich verstehe bis heute nicht warum ich einen aus meinem Umfeld wählen muss, wenn dessen Ziele 0 zu mir passen. Kannst du mir das bitte erklären? Wenn es länderübergreifende Wahlmöglichkeiten gibt kannst du ja gern deine „regionale“ bzw. nationale Partei wählen. Ich möchte dies nicht. Ich möchte mich in Europa frei entscheiden welcher Partei ich meine Stimme gebe.

Achso, klar, falls das jemanden bei den Aussagen „meiner Union“ oder „wir“ als es um die CDU geht noch nicht deutlich genug geworden ist, Disclaimer zur Fairness:

Bin Mitglied der Jungen Union (Stv. Kreisvorsitzender, Landesvorstandsmitglied, Bundeskommission Digitales + Kampagne), CDU-Mitglied (Kreisvorstand), RCDS-Mitglied (ehemaliger Stv Landesvorsitzender).

Ich denke gerade explizit in dieser Diskussion sollte ich aber nicht in den Verdacht gekommen sein, die CDU übermäßig in Schutz zu nehmen.

Die guten alten Sozis fehlen halt. Meine Traumvorstellung wäre SPD/Linke eventuell + Grüne Regierung. Das hatten wir noch nicht und würde eventuell neuen Wind bringen.
Aber leider hat die SPD sich sehr weit von ihren “S” entfernt. Solange da Nasen wie Nahles das sagen haben, sehe Ich da schwarz für die Partei.
Kühnert ist das fast noch ein hoffnungsschimmer, da es zeigt, dass zumindest noch ein paar Soziale Träumer übrig sind.

Das kann man so sehen. Ich verstehe allerdings das EU-Parlament als repräsentativ für die EU-Mitgliedsstaaten. Jedes Land schickt anteilig entsprechende Abgeordnete dorthin. Ob eine Abkehr davon sinnvoll ist, darüber müsste ich mir erstmal Gedanken machen.

Merkel kann ja tatsächlich sehr sprunghaft sein, wenn sie sich sorgen um ihre Stimmen macht. Da passiert es dann tatsächlich das sie endgegen vieler Mitglieder ihrer Partei menschlich handelt und geflüchtete menschen hinein lässt. Oder Spontan sich dazu entscheidet doch nein zu Atomkraft zu sagen, nachdem in Japan ein Unfall passiert;)

Länderübergreifendes Wahlrecht hat die schwäche, dass man für partein stimmen könnte, mit dessen folgen man nicht leben muss. (sehe Türkei).
Partein die über Ländergrenzen hinaus Politik machen, sowie es bei Volt die Idee ist. Halte Ich in der Zukunft aber tatsächlich für einen guten ansatz. Und Ich würde das nicht nur auf die Eu beziehen, ich würde das auf langer sicht vielleicht sogar gut für die Nato finden.

wer Kühnert als Hoffnungsschimmer sieht, das ist doch eher ein vergifteter stiller Wunsch das er die Partei endlich endgültig zugrunde richtet damit die SPD-Linken zur Linkspartei kommen :smiley:

Und öffentlich geäusserte Meinungen sowie Demonstrationen sind kein Teil der Demokratie?

Schwer umsetzbare Maximalforderungen aufzustellen ist das Privileg der Jugend, meine ich

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Das ist halt genau die Kernfrage. Vereinigtes Europa oder eben weiter Souveränität der einzelnen Staaten (möchte ich nicht).
Ich bin für mehr Europa und möchte zu offenen Grenzen auch offene Wahlen (Übergreifend) und einheitliche Standards (Mindeststeuersätze, etc.).

Nicht meine Aussagen verdrehen. Ja, sie sind Teil der Demokratie. Aber das ist oder sollte nicht der einzige Modus sein, in dem politisch agiert wird. „Früher“ als die Demos noch stark von den parlamentarischen Oppositionsparteien begründet wurden, ist da ja auch nicht Sackgasse gewesen. Demonstrationen sind ein sehr grobschlächtiges Werkzeug im OP-Besteck der Demokratie - aber allein ist es wirkungslos.

Was man eben nicht lernt, wenn man Maximalforderungen gemeinsam mit Gleichgesinnten brüllt, ist Kompromiss. Und darauf wollte ich hinaus.

Dann ist das aber auch so zu bewerten und eben in letzter Konsequenz auch nichts, wofür man Parteien kritisieren könnte, wenn sie es nicht all zu ernst nehmen.

Als ich angefangen habe mit Studieren wurden 250€ Studiengebühren und etwa nochmal so viel an Ticket und Semesterbeitrag fällig. Später ist dann die Studiengebühr abgeschafft worden und nur noch Ticket und Semesterbeitrag fällig gewesen. Als ich dann für kurze Zeit an der FU Hagen studierte habe ich 20€ Pro Semester und 140€ für das Kursmaterial bezahlt.

Nur das wenn man die Klima ziele nicht langsam mal ernster angeht, es ernste folgen für die Welt hat. Da kann man garnicht genug maixmalisieren;)

Ja, genauso wie der Wald gestorben ist, wie es die Grünen vor zwanzig Jahren schon fantasiert haben. :roll_eyes:

Wir könnten morgen den CO2-Ausstoß erheblich reduzieren. Wir müssten nur unsere völlig verkopfte Einstellung zur Atomkraft ändern. Oder ihr erklärt den Leuten mit euren Forderungen dann, warum Strom so unfassbar teuer geworden ist, sodass ihn sich nur noch reiche leisten können. Diesen ideologischen Limbotanz würde ich fast zu gerne sehen.

Viel schlimmer ist ja, dass man eine Expertenkommission herbeigerufen hat zum Beispiel bei der Kohle und dann aber genau das Gegenteil macht oder alles nur halbherzig.
Ich sag nur Tempolimit. Da sagt die Kommission das würde helfen und wäre schnell umsetzbar und zack stellt sich ein Politiker hin und sagt “gegen jeden Menschenverstand”.
Ich fahre unheimlich gern 240-260 auf der freien Autobahn, hätte aber absolut kein Problem 130 fahren zu müssen.

Damals hat man halt etwas gemacht um das Wald sterben zu verhindern… mit erfolg!

Man könnte den Leuten in 100 <Jahren halt auch mal erklären, warum die Welt kaputt gegangen ist und dann sagen: “Ja sonst wären die Strompreise zu teuer gewesen, da konnten wir nichts machen.”^^

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Nö, es war einfach nur grüne Panikmache. So wie heute auch… nur ein strategisches Mittel zum Wählerfang.

Ein Linker der will, dass das Leben nicht mehr finanzierbar ist. Das ich das noch erleben darf :smiley:

Der Kompromiss der gefunden wurde, ist doch afaik ein Kompromiss, mit dem auch das Potsdam Institut leben konnte, neben weiteren Umweltorganisationen. Natürlich ist da keiner mit zufrieden, aber das haben Kompromisse so an sich.

Es gab auch mal eine länderübergreifende ausserparlamentarische Oppostion, aber das nur am Rande. Zur Sache: Du hast recht damit, dass Demokratie zu einem grossen Teil aus Abwägen und Verhandeln besteht. Die Demokratie ist eine Staatsform, die dem Einzelnen relativ viel abverlangt, aber sie ist diese Anstrengung grundsätzlich wert. Ich denke, bis hierhin sind wir einer Meinung. Wenn allerdings Leute konkrete Änderungsvorschläge (keine Maximalforderungen) bringen und diese nicht einmal irgendwo zur Debatte gelangen, dann ist es nur verständlich, wenn diese Leute nachher frustriert sind.

Wegen der EEG-Umlage :wink:
Eigentlich sollten da ja nur die 1.000 energieintensive Unternehmen drin landen. Leider hat die CDU / CSU /SPD vergessen das wirklich zu deckeln sodass da nun auch Betriebe wie Wiesenhof nichts mehr zahlen müssen. Das wird ja nun auf „uns“ umgelegt und wir bezahlen irrsinnig viele sinnfreie Betriebe.
2017 sind es übrigens 2.092 Unternehmen gewesen, welche befreit wurden.

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