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TRIP Folge 1: Wie funktioniert ein Krematorium?


#61

Richtig gut! Hätte vorher nicht gedacht, dass ich mir einen Beitrag über Ascheherstellung bis zum Schluss anschauen würde. Klasse gemacht, Thomas! Und nächstes Mal was über Panzer, ja? :smiley:


#62

Schon Frank Zander sang: “Tu doch meine Asche in die Eieruhr.”


#63

Sanduhr… geniale Produktidee. Es werden ja bereits Produkte aus der Asche gefertigt (zumindest in Holland, in Deutschland ist das glaube ich nicht möglich). Nämlich Diamanten oder Schmuck-Anhänger, in die Asche gefüllt wird. Warum also nicht auch eine Sanduhr!? Bei einer Bestattung in Holland kannst Du auf jeden Fall an die Asche kommen.

Bzgl. nicht öffnen dürfen… da hätte ich keine Skrupel. Es gibt Möglichkeiten.


#64

Damit meinte ich, dass es einfach nur mein Körper und das was ich an ihm trage verbrannt wird und nicht noch 20 kg Holz.


#65

Rundum tolle Sendung! Bin selbst nicht so technikaffin, aber es ging auch nicht nur um die Technik sondern auch um das drumherum, was mich sehr gefreut hat.
Sehr informativ! Top! Freue mich auf die nächste Sendung.
Aber ja: auch ich muss die Kamera kritisieren, die war mir zu wackelig.

Gibt es schon Ausblicke auf kommende Themen?

Ich hätte einen Vorschlag: Hier bei mir in der Nähe (genau: in Mülheim-Kärlich bei Koblenz/Neuwied) wurde vor kurzem begonnen ein Atomkraftwerk abzubauen. Wäre das nicht was? Die brauchen da auch noch eine ganze Weile für.


#66

Ah ok.

Und wie stellst du dir vor soll das gehen?


#67

Keine Ahnung, deswegen stellte ich ja die Frage. Körper liegt auf einer Art übergroßes Grillrost oder so … vor allem wäre ja dann auch die Frage: Wie viel bleibt von dem Körper an Masse noch übrig wenn das Holz abgezogen wird. Nachher ist es kaum was und die Sanduhr wird zu klein.


#68

Das ist in Deutschland so oder so nicht möglich, da hier der sogenannte Friedhofszwang gilt!


#69

Also du würdest z.B. die Überreste durch ein Rost auf eine “Auffangschale” fallen lassen wollen? Weil alles andere was mir grade einfällt führt immer dazu das die Überreste nicht mehr vom Brennmaterial zu trennen sind, abgesehen von eventuellen Öfen deren Brennkammer indirekt “geheizt” wird. Wobei dies wiederum vermutlich eine unfassbar schlechte Energiebilanz hätte.

Rein “rechtlich” sehe ich keinen Grund der dagegen sprechen sollte. Ich meine warum wird im Sarg verbrannt? Die Antwort ist doch schlicht, weil es eben üblich ist Tote in Särge zu stecken, nen anderen Grund hat das doch nicht.

@Micki verflixt dann is das mit der Sanduhr ja “gestorben”. Wobei, man könnte sie ja woanders herstellen lassen und dann importieren…


#70

Ja genau, so würde das vermutlich funktionieren - falls das Krematorium sowas hat und es auch machen würde.

Die Frage wäre ja wirklich ob sowas im Ausland möglich wäre und auch ob das was du da im Ausland machst auch irgendwie wieder nach Deutschland zu bekommen ist. Grundsätzlich ist eine Sanduhr ja erstmal nur ne Sanduhr, wer soll schon darauf kommen, dass dort Asche vom Menschen drin ist?

Gibt bestimmt, wie immer, Mittel und Wege.


#71

Wer das wirklich möchte, kann eine Einäscherung im Ausland vornehmen lassen. Ich weiß nicht, ob man die komplette Asche ausgehändigt bekommt, aber zumindest kenne ich jemanden, der ein Schmuckstück mit einem Teil der Asche bekommen hat. Und damit kann er machen was er will. Ich persönlich, das sage ich ganz ehrlich, würde auf die deutschen Gesetzte scheißen. Ich hätte auch keine Skrupel, eine Urne “auszutauschen”. Es ist schließlich kein ethisches Problem, sondern ein Problem deutscher Behördenscheißerei.


#72

Doch, eben der eben von mir genannte Friedhofszwang, der Teil des Bestattungsgesetzes :wink: (Bezogen auf die Sanduhr!!!) Ansonsten ist der Sarg bei der Verbrennung auch ein wesentlicher Teil der Energielieferant, der den gleichmäßigen Einäscherungsprozess zu gewährleisten. Wenige Krematorien akzeptieren als Feuerbestattungssarg als Material Pappe oder pappeähnlich. Würde man anstelle des Holzes einen dünneren Stoff nehmen, verbrennt der Sarg binnen Sekunden, der Verstorbene wird aber dadurch nicht eingeäschert. Ebenfalls steigen die Energiewerte und CO2-Ausstöße des Krematoriums, dies führt zu Einschränkungen bei zukünftigen Feuerbestattungen. Daher benötigt man in jedem Fall einen Sarg aus Holz, hier kann man aber auf ein günstiges Modell zurückgreifen.


#73

Micki scheint nicht so ganz up to date zu sein. Wiki sagt zu dem Thema folgendes:

In Bremen wurde zum 1. Januar 2015 der Friedhofszwang mit der Änderung des Bestattungsgesetzes unter einigen Beschränkungen de facto abgeschafft. In Nordrhein-Westfalen ist es erlaubt Asche außerhalb von Friedhöfen zu verstreuen, lediglich der Beisetzungsort muss nach Angaben des Gesundheitsministeriums zumindest zu bestimmten Zeiten „dauerhaft öffentlich zugänglich“ bleiben

Insofern wäre es (ohne das ich dem jetzt wirklich auf den Grund gegangen bin) anscheinend zumindest in Bremen und NRW möglich.

Nein Micki der “Sarg” kommt nicht durch das Gesetz, das ist schlicht nur christliche Tradition. Darum ging es ja. Das es energietechnisch usw. teilweise sogar sinnvol ist im Holzsarg zu verbrennen stand ja ausser Frage.


#74

Ja ja, alles scheiss Gesetze. Der nächste will dann seine Oma ausstopfen und in den Flur stellen… eifach auf die Gesetze scheissen…


#75

Klar es gibt Bestrebungen dieses Gesetz zu lockern, aber bis das in allen Bundesländern gilt werden noch viele Jahre vergehen :wink:

Die einzige Möglichkeit ist das Verbringen des Toten ins Ausland und dort dann einäschern lassen um dann die Asche wieder nach Deutschland zu bringen. Kann kein Mensch kontrollieren…

EDIT

Habe ich nie behauptet und nein es ist nicht nur die christliche Tradition, sondern wie erwähnt ist er ein wichtiger Energielieferant für die Verbrennung…Jo ich habe es bemerkt, mein Beitrag war dahingehend nicht ganz klar und habs mal editiert :wink:


#76

Ach Leute, ihr redet hier über Feuer, Asche und kalte Technik.

Dabei es gibt es so wundervoll romantische Methoden, an denen nicht einmal knallharte Ökofaschisten Anstoß nehmen dürften. Schaut doch mal:

So stelle ich mir einen würdigen Umgang mit Leichen vor.


#77

Ja genau. In den USA stehen überall ausgestopfte Leichen in Privathäusern (und Motels)…

Ich kann auch konkreter werden. In meiner Stadt wird begonnen, Gräber, die abgelaufen sind, umzugraben. Und zwar ohne die Option, noch einmal zu verlängern. Es wir getan, egal ob man es möchte oder nicht. Für mich ist das Grabschändung. Ehe das passiert, entwende ich lieber die Urne meines verstorbenen Vaters, so sie noch nicht zersetzt ist. Meine Großmutter ist in einer Urnenkammer bestattet, da ist es noch einfacher. Zwei Schrauben lösen, fertig. Es gibt nur wenige Situationen, in denen ich „scheiß auf Gesetzte“ sage, aber das ist definitiv so ein Fall. Der einzige Grund für diesen Friedhofszwang ist Abkassieren!! Immer weniger entscheiden sich für eine Gruft bzw. klassische Bestattung in einem Sarg und immer mehr für eine Urnenbestattung. Was glaubst Du, wie gerne man auch noch diese Einnahmequelle verlieren würde?


#78

Hmmm, weiß nicht so recht was ich von der Baumidee halte. Ich mein klar, der Gedanke ist ja klar, aber irgendwie überzeugt es mich halt nicht bzw. bin ich nicht sicher das es sinnvoll ist.

Ist es nicht auch so das ein Baum gar nicht so davon profitiert so eine organische Quelle zu haben? Weiß da snicht so genau, aber wenn es “sinnvoll” wäre mit “Fleisch” zu düngen, warum machen wirs dann nicht?


#79

Ich sage “romantisch” und du “vielleicht nicht sinnvoll”. Mir geht es um Verlust und Gedenken und im weiteren Sinne um Liebe, dir um möglichst effektive Abfallverwertung. Im Grunde kann ich jetzt nichts mehr erwidern, ohne wie ein Frauenklischee aus einer alten Filmklamotte zu klingen, also lass ich das mal so stehen, anstatt dir eine Szene zu machen. ^^


#80

Aber…Schatz, liebst du mich nicht mehr? Sprich doch mit mir…

Das ich hier auf der rein technischen Ebene diskutiere sollte dir eigentlich schon länger aufgefallen sein. Wie gesagt, mich interessiert die Fragestellung und die Implikationen.

Aber eventuell hilft dir dies zu erkennen das ich eigentlich ein hoffnungsloser Fall bin: Wenn du mal überlegst in welche Richtung meine Fragen/Argumente zielen, dann sollte dir auffallen das es am “Schluss” immer darum geht die Menscheit zu “retten” bzw. dafür zu sorgen das sie möglichst lange überlebt. Mit anderen Worten, ich arbeite daran das sich Menschen noch möglichst lange lieben können. :wink: