Schlechte Musik- was ist das für euch?

Ich hoffe bei diesen beiden Beispielen kommen die Kontrastunterschiede nocheinmal zum Vorschein.

Die Unterschiede sind mir bewusst, da eindeutig. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Wenn es nicht gerade zu einem Missverständnis kommt, weil jemand vom einen spricht, ein anderer aber glaubt, das jeweils andere sei gemeint, macht es nicht den Unterschied, ob es nun das ist, als was es bezeichnet wird.
Im speziellen Fall ist es aber eindeutig, welche Musik gemeint ist, da es auch näher beschrieben wird.

(Die meisten Menschen haben etwa bei Zeichentrickserien den Gedanken „Ach, das ist nur für Kinder“ im Kopf. Ist es deswegen richtig? Die meisten Menschen haben ein horrormäßige Bild von Behinderten Mnschen im Kopf, dass diese sich nicht zurechtfinden würden usw. Ist es deswegen richtig?)

Der Unterschied ist aber, dass hierbei eine Wertung auf den Fan der Gattung geschieht. Wenn ich sage „Ich spiele gern Ego-Shooter“ und jemand denkt, ich würde bestimmt demnächst Amok laufen, weil „Killerspielspieler“ ja so sind, dann hat er höchstwahrscheinlich die richtigen Spiele im Kopf, nämlich die, die ich wirklich Spiele. Seine Wertung ist trotz der Assoziation mit den richtigen Spielen kompletter Schwachsinn. Das Problem in diesem wie auch in deinem Beispiel ist also nicht etwa der falsche Begriff (in meinem Beispiel ist er ja richtig), sondern das Klischee.
Wenn ich demnach bei Volksmusik an volkstümlichen Schlager denke und mein Gegenüber diese Musik gemeint hat, als er sagte „Ich mag Volksmusik“, dann ist das nicht das Problem. Das Problem beginnt erst, wenn ich mein Gegenüber nun für grenzdebil halte.

Es ist auch keine Genre-Kleinlichkeit, wenn irgendwelche Nasen behaupten, dass Gabba, Progressive House, Uplifting Trance, Goa und Eurodance das Gleiche sei, da ja alles Uffta Uffta-Techno ist. Aber irgendwann wird man erwachsen und dann ist es einem irgendwie egal was die anderen sagen.

Wie bereits schon gesagt wurde:
Musik ist im allgemeinen subjektiv PUNKT.
Wobei man Musik auch in einer gewissen Hinsicht, objektiv betrachten kann. Dies geht aber nur, wenn man sich mit der Materie befasst (in dem Fall: Sich mit der entsprechenden Musikrichtung bewasst)
Ich zu meiner Person höre die Elektronische Tanzmusik [angefangen von Trance über House bis auch manchmal zu Minimal, Techo (und damit ich wirklich Techno und nicht wie die meisten Techno mit Handsup verwechseln!) und auch selten Hardstyle) aber natürlich auch Interpreten wie Mike Oldfield, Genesis, Jean Michael Jarre etc., dennoch speziel die Musikrichtung Progressiv House.
Wenn ich mir ein Lied anhöre befasse ich mich mit dem Lied.
Für mich hat gute Musik (wobei es immer noch auf den persönlichen Geschmack darauf ankommt!) wenn sie gewisse wiedererkennungswerte hat. Und das ganze kann man auf allle Musikrichtungen übertragen. Deswegen verurteile ich auch Leute nicht wenn diese Schlager hören (was für mich persönlich meine absolute Hassmusik ist) oder sonst was komisches sich anhören. Aber nun mal back to the Topic:

Was ist für mich schlechte Musik? :smt017
Schlechte Musik ist dies wenn sich das was mir höre immer wieder ziemlich exakt gleich anhört als das was ich schon kenne und diese Musik den Zweck erfüllt den Mainstream zu bespaßen
Beispiel:
David Guetta:
Früher hat er Musik gemacht die wirklich klasse war. Heute macht er fast ausschließlich Lieder, die für den Mainstream gedacht sind (natürlich gibts das eine oder andere Lied was halt fast niemand kennt, was er Produziert hat ,was sich wirklich noch gut anhört :D)

Naja, Guetta ist immer noch besser als Paris Hilton. Es ist unglaublich, wie sie wirklich jeden Übergang versaut. :mrgreen:

Für mich ist Musik gut, wenn Melodie und Inhalt des Textes (wenn vorhanden) A: eine Einheit bilden und B: mir unabhängig voneinander gefallen. Wobei teilweise mehr die Melodie und teilweise mehr der Text im Vordergrund steht.

Die Liste von Musik, welche mich nicht anspricht ist in der Folge lang:
Jegliche Musik, dessen Texte mir absolut gegen den Strich gehen (z.B. Rechtsrock, solche “Ich hab letzte Nacht zu viel getrunken. Geil! - Mucke”, usw.) / Rechteck-Musik, welche quasi komplett aus dem Computer gedudelt wird. Da kann mich dann auch eine gute Sängerin nicht überzeugen. Vorallem dieses Dubstep-Zeug halte ich für echte Geschmaklosigkeit :smt011 / Verlogene Musik, welche offensichtlich nur auf Profit aus ist. Was soll ein 12jähriger auch über Liebe singen?! Das können ja nicht mal die Erwachsenen richtig :roll: . / Und der ganze Rest den ich hier nicht aufzählen mag.

Bei Schlager und deren gleiche liegt mir der Anspruch in erster Linie zu tief. Musik muss nicht aufwändig gespielt sein. Der Text muss nicht vor Eloquenz platzen, aber einen gesunden Enthusiasmus erwarte ich dann doch. Volksmusik ist in diesem Bereich einfach grottig.Langweiliges Gedüdel und lyrischer Einheitsbrei à la “Wir kommem vom Lande und mögens rustikal!” und “Ach, Schatz du bist so imaginär und ich liebe dich…” ist viel zu anspruchslos. :smt015

Ich weiss, dass ich hier ganz verwerflich viele kreative Künstler verunglimpfe und über einen Kamm schere, deren harte Arbeit missbillige und sowieso der musikalischen Vielfalt keinen Respekt zolle, aber dass verlangt der Thread ja nicht. :smt025

@ Caeshijque: Es gibt so viele besser DJs und Produzenten als Guetta. Sander van Doorn, Alesso, Axwell, Swedish House Mafia,…
Ich finde die Musik zum Party machen ganz nett oder mal wenn man einfach in der Stimmung für gute Laune-Musik ist, warum nicht. :ugly

Vorallem dieses Dubstep-Zeug halte ich für echte Geschmaklosigkeit

Finde ich zum Beispiel gar nicht, ich finde das ziemlich klasse was für abgefahrene Melodien man damit zusammenbasteln kann :shock:

Langweiliges Gedüdel und lyrischer Einheitsbrei à la „Wir kommem vom Lande und mögens rustikal!“ und „Ach, Schatz du bist so imaginär und ich liebe dich…“

Da geht es auch nur um Geschlechtsverkehr… :smt025

Vorallem dieses Dubstep-Zeug halte ich für echte Geschmaklosigkeit :smt011 / Verlogene Musik, welche offensichtlich nur auf Profit aus ist.

Die meisten Leute meinen gar nicht Dubstep wen sie „Dubstep“ sagen. Amerikanischer Dubstep („Brostep“) ist zu ziemlich das aurale Gegenteil vom britischen Dubstep, der ist nämlich ziemlich… geil. Ein bekannter Dubstep-Song heißt ironischerweise Archangel, von Burial.

@ExtraKlaus & Nakkinak

Ich glaub euch das ohne Zweifel und ihr dürft gerne eure Freude an dieser Art Musik haben. Ich hab sie nicht und ich hab auch keine Ahnung vom länderspezifischen Unterschied zwischen den verschiedenen Dubstep-Richtungen. Wie ich bereits gesagt habe:

Ich weiss, dass ich hier ganz verwerflich viele kreative Künstler verunglimpfe und über einen Kamm schere, deren harte Arbeit missbillige und sowieso der musikalischen Vielfalt keinen Respekt zolle, aber dass verlangt der Thread ja nicht. :smt025

Hörs dir trotzdem an. Das ist wirklich ein unterschied wie Tag und Nacht, und mit dem Wissen kannst du die ganzen Pseudo-Dubstepper kaputtmachen :smiley:

[…]Guetta Hilton[…]

Beides ziemlich nervtötende Personen, eine schlimmer als die andere.

Und bei Dubstep sollte man wirklich sehr viel ausmisten. Was uns heute an jeder Ecke als „Dubstep“ verkauft wird, ist in Wahrheit eher eine Mischung aus Techno, drum ‚n‘ bass und ein wenig -step. Dazu kommen noch die bereits genannten Punkte.

Frag mal einen “Dubstep”-Fan was Dub ist. Wenn man das weiß, kann man nämlich nur lachen wenn einer Skrillex als Dubstep verkauft.

Hörs dir trotzdem an. Das ist wirklich ein unterschied wie Tag und Nacht, und mit dem Wissen kannst du die ganzen Pseudo-Dubstepper kaputtmachen :smiley:

Ich hab mir das Lied, dessen Titel offensichtlich von mir geklaut wurde :ugly angehört. Naja, trifft immer noch nicht so richtig meinen Geschmack. Besser als das was ich bisher unter „Dubstep“ verstanden habe ist es allemal. Da muss ich an meinen Ansichten wohl noch ein bisschen schrauben :mrgreen:

Ich finde Dubstep wie den Archangel Song total scheiße, es passiert einfach gar nichts und die Stimme darauf ist auch noch Müll. Bähhh. Also entweder es geht ordentlich ab oder ich habe Musik mit Substanz oder nen Partysong und keine mega-extended Versionen auf denen ein 8 Beat langer Loop 10 Minuten gerodelt wird damit man das ganze schön Underground/Pseudointellektuell bezeichnen kann.

Dann lieber sowas, voll egal was für ne Musikrichtung das sein soll. :smt023

Ich kann mit dem Amerikanischen Dubstep auch nix anfangen, und finde es befremdlich das dieser sich doch sehr deutlich von (frühen) britischen deutlich unterschiedet, der eine ist minimalistisch, der andere bis zum geht nicht mehr aufgebläht…

Early Skream mag ich sehr gerne:
http://www.youtube.com/watch?v=BJM96Y5EE3M

Dieser Künstler nahm den Minimalismus etwas zu ernst, aber es klingt dennoch sehr schön
http://www.youtube.com/watch?v=55F5dpN_dkY

Den Archangel Song würde ich aber auch so nicht in die Dubstep Ecke stecken, er ist dafür zu weich, einer der Merkmale von Dubstep ist der tiefe Bass, entweder ist er zu tief für meine Kopfhörer oder nicht vorhanden, allgemein klingt der Song einfach mehr nach einen Elektro Mischmasch (was nicht heißt das er schlecht ist)…

Im Grunde gibt es keine schlechte Musik da alles Geschmackssache ist.

Als schlecht würde ich viele Popsongs beschreiben da dort unglaublich viel Fake ist. Da wird dann solange an der Stimme und am Ton rumgeschraubt bis es anhörbar ist.

Rein geschmacklich empfinde ich Schlager auch nicht sonderlich gut da es mir zu einfach,eintönig und immer das gleiche ist (ähnlich wie bei Popsongs), dennoch das was ich bisher davon mitbekommen habe sind die mit viel mehr Herz dabei und sind fachlich sowie von der Stimme her wesentlich besser.

Rap, HipHop oder ähnliches (manche werden mich jetzt hauen das ich das in einen Topf werfe) kann ich mir auch manchmal anhören aber meistens beschränkt sich das nicht auf einen Künstler sondern eher auf ein einzelnes Lied.

Könnte jetzt zu jeder Richtung was schreiben :slight_smile: aber zusammengefasst würde ich schlechte Musik als „Wir drehen jetzt mal die Knöpfe solange bis es sich gut anhört“ beschreiben.

By the Way: DubStep mag ich sogar sehr gerne :wink: Liegt aber wohl auch daran das ich nur zu Industrial tanzen kann was ja auch teilweise sehr brachial ist.

Ich würde Burial jetzt ja auch nicht als den prototypischen Dubstep-Künstler bezeichnen. Der kocht doch eher sein eigenes Süppchen. Das hier ist für mich ein ganz klassischer Dubstep-Track, der ganz tief runter geht und viel Raum bietet, aber eben auch die schweren Drops drin hat (die’s ja z.B. bei Burial so eher nicht gibt). Und auch die berüchtigten Wobble-Basslines und Sägezahn-Synthies gibt’s nicht nur in den USA und nicht nur in Scheiße – sowas oder sowas kann ich schon auch mal vertragen.

Aber das verschwimmt ja eh alles zunehmend. Ich mag die jüngere Generation an UK Bass super gerne – allen voran Pearson Sound. Shackleton hat sich mehr und mehr in seine eigene Ecke entwickelt und ist einer meiner absoluten Favs. Und Scuba hat ja mittlerweile allen Anspruch auf Deepness abgelegt und produziert einen schamlosen Banger nach dem anderen. :smiley: Oder man hört gleich Shed, dem eh scheißegal ist, welches Genre er gerade bespielt.

Was das vieldiskutierte Dubstep angeht, ich muss sagen zum Feiern kann ich es mir mal hören. Finde es aber auch nicht so berauschend und tiefgreifend und ultimativ wie einige immer gerne tun. Was ich dem Dubstep aber lassen muss: nach langer Zeit hat es mal wieder, endlich, was neues in den Clubs gegeben. Einerseits schon eine Erfrischung, auch wenn es nicht ganz meinen Geschmack trifft. Schade nur dass mal wieder JEDER gleich auf den Zug aufspringt. Dubstep hier Dubstep da, Dubstep ist so wunderbar. Wir machen gerne eine Runde durch verschiedene Clubs an einem Abend, mittlerweile schauen wir vorher wo KEIN Dubstep läuft. Uns passierte es nur all zu oft dass wir nacheinander in Dubstep-Parties landeten - da es einfach überall läuft.
Das wird doch langsam öde, Mööönsch, haha.

Was ansonsten „schlechte“ Musik für mich ist? Mh. Sehr subjektives Thema. Man sagt zwar Musik ist reiner Geschmack, aber in gewisser Weise denke ich schon dass man oft trotzdem von Qualitäts-Unterschiedenen reden kann. Je nachdem was man als Qualität ansieht.
Musikalisch gesehen finde ich einen Musiker der alles selbst schreibt, singt und komponiert wertvoller wie jmd der etwas auf sein Image geschneidert bekommt, es den Massen gefallen muss und ohnehin nur für den Moment gedacht ist bis der nächste Hit erscheint der wieder genau dem Trend entspricht. Diese Musiker sind doch leider manchmal doch nur Menschen deren Beruf Entertainer ist und denen es nicht um die Kunst der Musik geht oder sie denken dass genau das „ich-lebe-Musik“ ist und selbst verblendet durchs Leben rennen.

Hin und wieder funktioniert es und auch mir gefällt mal ein Song dieser Sparte. Selbst höre ich bevorzugt auch anderes, aber nun ja, wenn es mir dann doch mal gefällt, haha. Ich selbst höre eigtl. sehr viele Genres.

Genauso doof: Leute die Dinge sagen wie „oh mein Gott Hip Hop ist so scheiße, du hörst das?“ und selbst nur Musiker aus dem Radio kennen die diesen Klischee-Hip-Hop machen, sich selbst nie damit befasst haben. Was man nicht kennt, das kann man nicht beurteilen.
Nun gut, wer einfach nur sagt, ihm sagt es nicht zu und es nicht gleich verteufelt und verdammt, dem nehme ich es nicht übel. Finde es nur kindisch ein Musikgenre als das Beste und ein anderes komplett als „schlechte“ Musik darzustellen.
„Elektro ist keine Musik, da drückt man nur ein paar Knöpfe, das kann jeder.“ :wink:

Gerade jetzt, wo hier ein (zumindest grober) Konsens über die Unterschiede zwischen amerikanischem und britischem Dubstep erreicht ist, muss ich leider Öl ins Feuer gießen und auf Skrillex’ jüngsten Release “Leaving” verweisen, der nicht schamloser von Burial abgekupfert sein könnte. :shock:

Für mich ist “Gangnam Style” der Beweis dass leute sich nur für Trends interessieren.
Mal ganz ehrlich…ohne das Video würden kaum 100 Leute diesen “Song” kennen.
Jedes mal wenn ich halbstarke Bengel mit sonnenbrillen zu diesem mist rumhampeln sehe,steht ich kurz vor 10 jahren Haft.

@vertov
Oh Gott. Also noch deutlicher hätte er sich echt nicht “inspirieren” lassen können…