Politischer Smalltalk 3.0

Ich hab keine ahnung wie das genau funktioniert.

Soll das bedeuten es werden auf die Listen immer absichtlich zuerst alle Männer geschrieben und dann alle Frauen und wieso ist die Reihenfolge wichtig?

Mein Gedanke war einfach grade nur: Ist es nicht sexistisch allein vom Geschlecht her zu definieren wer wie auf welche Liste in welcher Reihenfolge kommt und sollte es nicht nach Fähigkeit gehen und das Geschlecht keine Rolle spielen und es kann doch nicht rechtens sein das irgendwas anhand eines Geschlechts definiert wird usw.

Demnächst wird noch die sexuelle Orientierung, die Hautfarbe und die Religion quotiert… absoluter Bullshit.

Weil die zugeteilten Mandate auf der Liste bei 1 anfangen. Wenn eine Partei 50 Sitze für die Zweitstimme erhält, ziehen die Listenplätze 1 bis 50 ins Parlament ein. Wenn das nur Männer sind… bei alternierender Besetzung wären es 25 Frauen und 25 Männer.

Deswegen kritiseren ja so viele eine Quotierung.

Die geilsten sind da die Piraten, die in Brandenburg dagegen geklagt haben, weil das dritte Geschlecht nicht vertreten ist. Das ist schon Trollen auf ganz hohem Niveau.

Doch da beginnt die Grüne Diskriminierung bereits im Ansatz, denn dieses dritte Geschlecht muss sich zur Männer- oder Frauenliste bekennen, anstatt ebenfalls gerecht und gleichberechtigt wieder zufinden!

Ok, also war mein Gedanke quasi richtig. Diese Quote zu fordern die allein auf Geschlecht basiert ist sexistisch und er kann keine Begründung dafür liefern die nicht auf Sexismuss hinausläuft und es gibt eigentlich garkein „Problem“ denn momentan landen die Leute auf den Listen die „fähig“ sind bzw. gewählt wurden, unabhängig davon ob Frau oder Mann und dies entspricht genau dem Gleichstellungsgebot bzw. dem Grundgesetz?

Mein Güte… Haben die Grünen nicht sogar eine Frauenquote von 50+x, (also wenn die Anzahl der Stellen ungerade ist oder nur eine Stelle) MUSS eine Frau eingesetzt werden? Meine mich an sowas zu erinnern… DAS wäre ja tatsächlich diskriminierend. (vermutlich „gerechtfertigt“ als Ausgleich für die Unterdrückung in der Gesellschaft…)

Die Befürworter schwafeln meist von „struktureller Diskriminierung“, also das Männer es leichter hätten in solche Positionen zu kommen und manchmal sogar unfähigere Männer gegenüber fähigeren Frauen bevorzugt würden…

Es wäre unter anderem deswegen unfair, da sich weit weniger Frauen als Männer politisch engagieren. Niemand hindert sie daran, sie wollen es einfach nicht. Ihnen trotzdem 50% Quote zu garantieren, obwohl sie überwiegend kein Interesse haben, ist relativ ungerecht in meinen Augen.

Ja gut, da kann man ja auch tatsächlich drüber diskutieren, das mag es geben (übrigens in beide Richtungen), schlicht aufgrund der gewachsenen Strukturen usw. aber das ändert ja nichts und darf in keinem Fall zu Quoten die sexistisch sind führen.

Die Ideologie hinter solchen Quoten sieht das ja als korrigierendes Mittel vor. Soll heissen dass Engagement soll mit der Quote steigen.

Was die korrigieren sollten wäre eher mal der Anteil der Juristen. 10% Juristen maximal. der Rest verteilt auf Geisteswissenschaftler, Naturwissenschaftler, Unternehmer, Arbeitsnehmer.

Ist natürlich Quark, aber wäre immernoch sinnvoller als nach dem zwischen den Schenkeln zu gehen…

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Da bin ich auch dafür. Viel zu viele Juristen überall vertreten und ganz generell viel zu viele Theoretiker, keine Praktiker.

Ich stehe dem Berufsbild des „Berufspolitikers“ eh sehr skeptisch gegenüber und würde andere Systeme bevorzugen.

In einem Land wie Deutschland kannst du aber nicht mal eben ehrenamtlich Bundestagsabgeordneter sein. Die haben eine 70h-Woche.

So meinte ich das auch nicht.

Ich denke eher in eine Richtung ala “begrenzter Zeit”. Jetzt sehr sehr simpel ausgedrückt: Man darf insgesamt nur 15 Jahre Politiker sein, oder sowas, oder (völlig illusorisch) nur im Alter von 30-50.

Da stellt sich dann die Frage, ob es sinnvoll ist gerade die diplomatisch und verhandlerisch erfahrenen auszusortieren. gerade junge Politiker neigen dazu sich zu überschätzen und mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Ältere und erfahrenere sind oft umsichtiger und haben mehr Ruhe.

Ich würde sogar das Gegenteil vorschlagen, man muss 1 Legislatur Stadtverordneter sein, bevor man Kreistagsabgeordneter sein darf, dann 1 Legistlatur im KT bevor man in den LT darf und erst wenn man eine Legislatur dort war, darf man in den Bundestag.

Allerdings sind alle diese Vorschläge verfassungsfeindlich :man_shrugging:

edit: und Bundesminister müssen afaik nicht mal MdBs sein , d.h. man könnte die Wartezeit umgehen und sofort Minister werden und sich einfach nicht in den BT wählen lassen…

Ja völlig klar, so ein System (wie auch immer es jetzt genau gestaltet wäre und auf welchen Ebenen der Politik es greifen würde) würde auch wieder Probleme mit sich bringen, allerdings würde es eben auch zum Teil die Festgefahrenheit mindern, die Verkopftheit usw. weißt schon was ich mein.

Ja, sowas könnte es auch geben, das es quasi “Pflichten” gibt was man gewesen sein muss und dies dann noch mit begrenzter Zeit koppeln. Irgendwie sowas eventuell.

Wir bräuchten Politiker, die ausnahmsweise auch mal Ahnung von dem haben, was sie tun. Eine damalige Arbeitsministerin Nahles, die nie einen Tag in ihrem Leben in der wirklichen Welt gearbeitet hat, eine Verteidigungsministerin UVDL, die keine Ahnung hat, wo bei einem Gewehr vorn und hinten ist …ect.

Mal so eine ganz absurde Idee von mir: Warum keinen Ex-General als Verteidigungsminister? Oder einen Handwerker als Arbeitsminister? Ist das dermaßen abwegig? Heute zählt nur noch Parteigehorsam und das ziehen an Strippen für einen Posten. Qualifikation irrelevant, dafür gibts ja Berater, die man mit Steuermitteln einkaufen kann.

Scheiße, da war ja sogar das SED-Politbüro noch realitätsnaher besetzt.

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Das ist es wa sich meinte, zu viele Theoretiker, keine Praktiker.

Ich will jetzt nicht sagen das früher alles besser war und son mist, aber zu Zeiten von Blühm und co. waren da zum Teil Leute in den Spitzenpositionen die ganz normale Berufe z.B. im Handwerk hatten und von „praktischen Dingen“ zumindets ahnung hatten und eben nicht alle snur aus büchern und theoretisch kannten.

Wie gesagt, ein Jurist ist doch kein Mensch in dem Sinn.

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Dass z.B. Dr. med. UVDL als Ärztin nie Gesunheitsministerin war, hat mich schon immer gewundert.

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Bin völlig bei dir. Natürlich unter der Maßgabe das diese Leute auch ahnung haben und sie nicht NUR genommen werden weil „war halt mal beim Militär“ oder „war Bauer“.

Das Ding ist ja das heutige Politiker quasi nurnoch Manager sind, deswegen sind sie auch völlig austauschbar und auf jedes Amt besetzbar. Das ist wie erwähnt ein Problem der Berufspolitik.

Ich weiß garnicht, kann sich noch wer erinnern wer der letzte Minister auf einem Posten war der auch im „realen Leben“ mal wenigstens annähernd was mit dem zu tun hatte was er da nun leitet und ich meine hierbei nicht irgendwas mit Justiz?

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Weil es schlicht ein Posten ohne Prestige und ohne viel Aufmerksamkeit ist. Und Ursel war ja stets auf maximale Außenwirkung bedacht, also fiel das in ihrer Karriereplanung weg. Dass sie nun als vollkommen gescheiterte Verteidigungsministerin ihr Ende findet, ist da schon leicht ironisch, sah sie doch den Posten als Sprungbrett ins Kanzleramt.

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Es gibt immerhin ein Justizministerium UND die entsprechende Ministerin ist Rechtswissenschaftlerin

Was soll eigentlich ein Umweltminister mal gewesen sein? Ein Baum?^^