Politischer Smalltalk 2.0

Darum ging es mir nicht. Ich wollte lediglich herausstellen das nichts von dem von dir Gesagtem auf irgendwas anderem basiert als deiner Meinung/Wahrnehmung, deinem „Glauben“.

Aber im ausgangsbeispiel wurde ja davon gesprochen erstmal die Gesinnung der Eltern zu prüfen. Das erfolgt hier dann ja quasi komplett ohne anlassbezogenheit.

Und dann ist es sehr subjektiv, was als problematische Gesinnung identifiziert wird.

Einer unserer Mitglieder in der JU wurde von seiner Lehrerin als Nazi beschimpft weil er nicht bei ner Antifa-Demo mitlaufen würde. Wir wissen doch alle ganz genau welche Gesinnung der größte Teil der lehrer und Erzieher mittlerweile hat.

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Hast dir zumindest die Mühe gemacht, den Post zu lesen, wo ich das vollständige Fallbeispiel zitiert habe? Oder basiert das alles immer noch auf die Mini-Zitate aus dem Artikel?

Ist wie mit FSF, am Anfang ist es nur die böse AfD und wenn dann keiner hinguckt ist es problematisch sobald der Vater CDU-Kreisvorsitzender ist. Da muss man gleich einen Elternbeirat einberufen damit das Kind nicht sofort zum Protonazi wird.

Baru sagte ja selbst schon das Beispiel sei suboptimal, aber das ist doch auch nicht so wichtig, die Problem bzw. Fragestellung wird ja deutlich.

@ExtraKlaus was ist FSF?

Man müsste das ganze nur mal umdrehen und sich denken, ob man die Argumentation bei politisch rechten Erziehern auch noch für tragbar erachten würde.

Meiner Meinung nach nein.

Ich bin der Meinung, daß Erzieher zumindest mal nachhaken sollten bei extremistischen Eltern. Egal welche Richtung.

Ja aber ist das dann dem Lehrer / Erzieher überlassen ab wann jemand extremistisch ist? Und woran will man das festmachen? An der Linkspartei-/AfD-Mitgliedschaft?

Wenn dann sollte es klare Regeln geben.

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Ja. Nachhaken kann man immer bei Verdacht.

Es geht hier aber nicht um linke Politik. Es geht hier um Grundwerte der Bundesrepublik.

Nur mal ein Beispiel:

Ein Junge weigert sich im Kindergarten einem Mädchen oder der Erzieherin die Hand zu geben. Er beschimpft sogar andere Mädchen als Schlampen und beschimpft andere als Kufr.

Kein Elterngespräch hier? Ist ja Freiheit der Eltern, wenn sie ihre Kinder massiv religiös indoktriniert erziehen?

Und bist du eigentlich dann auch so konsequent und bist gegen ein Verbot von Kopftüchern im Kindergarten?

Find ich schwierig, wenn ich an das von mir benannte Beispiel mit dem Mitglied bei uns denke.

Naja, wie gesagt: Nachhaken finde ich okay, weitere Maßnahmen müssen natürlich reglementiert sein.

Unmöglich

Ich nicht, weil das nicht passieren wird.
Natürlich kann man alles bis ins Absurde überdehnen, aber das wird noch nichtmal angedacht,
CDU-Mitgliedschaft als „problematisch“ zu klassifizieren.
Sollte man natürlich, wird aber nicht gemacht und die Gefahr besteht auch nicht. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Wie war das noch gestern mit dem Schuh, den man sich selbst anzieht?

Ich “wünsche” mir eine AfD-Alleinregierung, nur eine Wahlperiode lang, die am laufenden Band solche Maßnahmen diskutiert und umsetzt. Wenn sich dann ein Kindergartenkind zu den Grünen bekennt, werden die Eltern einbestellt und freundlich darüber aufgeklärt, dass sie damit das körperliche und seelische Wohl ihres Kindes gefährden, da dieses demnächst von den anderen Kindern und der einen oder anderen Erzieherin zivilcouragiert eins in die Fresse bekommt und in den Keller gesperrt wird, wenn es nicht die Klappe hält und sich fügt.

Scumdog sagt: “Ist doch eine tolle Idee und greift ja nur im Extremfall. Niemand hat vor, eine SPD-Mitgliedschaft zu problematisieren.”

Baru sagt: “Keine Frage, da muss man eingreifen. Der Zweck heiligt die Mittel und mit Freiheitsrechten hat das alles nichts zu tun. Wer das nicht auch so sieht und Kinder hat, möge schleunigst vor dem Prüfungskommando antreten.”

Oder eben nicht, da die beiden Herren vor Doppelmoral quieken. Aber das ist ja nichts neues.

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Wenig intelligente Gleichsetzung, die so tut, als gäbe es keine allgemeinen Grundwerte, die von Grün bis CDU allgemein und eigentlich ohne große Diskussion vertreten werden.

Na, wie hoch ist denn dein Doppelmoralindex?

Bist du gegen ein Kopftuchverbot in Kindergarten und Grundschule? Würdest du nicht die Eltern eines islamischen Jungen einladen, wenn der Junge andere als Ungläubige beleidigt, sich jedem Kontakt mit Mädchen verweigert und ein Händeschütteln mit der Erzieherin verweigert und diese als Schlampe beschimpft?

Könntest du da mal konkreter werden oder wirfst du einfach nur mit Schlagworten um dich?

Was?!? Dabei steht doch in den Forenbedingungen ganz klar, dass man mit der Registrierung seine Intelligenz in eine Dose packt und am Eingang ablegen muss! :smiley:

Das ist erschreckenderweise oft der Fall. Wir (meine Frau und ich) bieten den Lehrern unserer Kinder beim ersten Gespräch immer an, dass diese mit uns über Probleme mit unseren Kindern im Unterrichtsalltag reden können und wir gern zusammen mit Ihnen Lösungen eruieren und mit ihnen von zuhause aus zuarbeiten.

Die Meisten sind jedes Mal aufs neue erstaunt

Lustige Geschichte übrigens, das wissen die meisten glaube ich gar nicht: Als Eltern hat man zwar so Dinge wie ein Sorgerecht, aber auch eine Fürsorgepflicht. Die Kinder selbst haben zum Beispiel ein Recht auf freie geistige Entwicklung, eine eigene Meinung und (im Rahmen ihrer Fähigkeiten) auch ein Recht darauf, eigenständig Entscheidungen zu treffen.

D.h. indoktrinieren von Weltbildern jeglicher Art, egal ob vegan, proteinreich, religiös, national, kommunistisch usw. , ist damit eigentlich per se nicht in Ordnung, weder vom Kindergarten, noch von den Eltern - damit greift man schlussendlich in das Recht auf geistige Entwicklung ein.

Daher halte ich es durchaus für richtig, bei Kindergartenkindern ein Gespräch mit den Eltern zu arrangieren, um auf die Problematik jeglicher Einflussnahme in die geistige Entwicklung hinzuweisen.

Und um die Frage vorweg zu nehmen: Würde eines meiner Kinder sich plötzlich für eine vegane Ernährungsweise entscheiden, würde ich zwar nicht meine ganze Küche umstellen, aber ich würde diese Entscheidung respektieren und diesen Wunsch versuchen, irgendwie berücksichtigen. Ich indoktriniere meinen Kindern auch nicht, was ich in der Politik für richtig oder falsch halte, genauso wenig im Glauben. Falls diese Themen aufkommen, erkläre ich zwar meine Standpunkte, aber ich fordere meine Kinder dazu auf, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Mein wichtigstes Ziel ist vor allem, meinen Kindern einen gesunden Verstand entwickeln zu lassen. Das ist für uns ein elementarer Bestandteil unserer Erziehung.

P.S.: Falls sich jemand schlau machen möchte, wie es rechtlich um unsere Kinder steht: Link

Man sollte einfach, wenn das geliebte Herrchen so nach und nach Scheiterhaufen für die Bösen und deren Brut aufhäuft, bedenken, dass auch mal ein anderes Herrchen kommen könnte, das man vielleicht nicht so lieb hat.

Hat man der Repression einmal zugestimmt, weil es einem politisch in den Kram passte, wird man sie nicht nur nie wieder los, sondern macht es auch schwieriger, gegen weitere Verschärfungen zu argumentieren.

Wenn man euch nur lange genug mit dem Buhmann droht, nehmt ihr totalitäre Maßnahmen als alternativlos wahr und gebt nichts lieber preis als die Freiheit anderer Leute. Selbst habt ihr ja nichts zu befürchten, da ihr auf der richtigen Seite steht.

Das Muster ist immer wieder dasselbe.

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