Politischer Smalltalk 2.0

doch habe ich, aber ich fasse gern noch mal zusammen.
Bei heutiger Umstellung auf einen freien Markt:

und danach


:ugly:

Nein, denn es ist egal, ob 100€ zu schützen sind oder 100.000€; jeder hat das Recht auf Eigentum, egal, was die Startvoraussetzungen sind. Auch aus 100€ kann man viel machen mit den richtigen Ideen. Und da der Schutz von Eigentum, egal wem es gehört, neben der Freiheit des Individuums, das höchste Staatsziel wäre, wäre der sog. illegale Eigentumstransfer, sogar noch viel geächteter als heute.

Schaden nicht nur in Anführungszeichen.

Maximal „kriminell“ wäre in Anführungszeichen.

Nee, da es ohne die betroffenen Steuern auch keine Hinterziehung bzw. (mehrfache) Erstattung gibt, entsteht kein Schaden.

Jemand findet einen Weg, dich zu betrügen, ohne dass der Fall von den Gesetzen abgedeckt ist. Das Geld, was er dir so abgezockt hat, würde man allgemeinhin als dein Schaden auffassen.

Das ist aber keine ehrliche Antwort. Deine Idee, dass dann das Internet von kleinen, lokalen Unternehmen geregelt wird und die „Heutige Monopolsituation“ nur durch das bestehende pöse System kommt, ist falsch.

Alleine die Erschließungskosten sind so hoch, dass sich Unternehmen zu Konglomeraten zusammenfinden müssen, um das überhaupt abzubilden. Du hast einfach keine Ahnung davon, was ein ISP eigentlich macht und hast IMMER noch nicht verstanden, das es sich eben nicht nur auf die ISP selbst, sondern auch den Marktzugang bezieht, der dann ebenfalls monopolisiert wird. Damit haben neue Anbieter defacto keine Chance, einen besseren Service anzubieten was somit den freien Markt ad absurdum führt. Da ist das Versagen des Marktes (nicht Markversagen, sondern wirkliches Versagen) vorprogrammiert.

Mal abgesehen von den Implikationen auf Zugang zu Wissen und Information, was erhebliche negative Auswirkungen auf eine freie Gesellschaft hätte. Wenn das dein Ziel ist, dann bist du aber auch nicht libertär, sondern nur marktradikal.

Dann bewerten wir das wohl schlichtweg unterschiedlich.

Nein, du bewertest es falsch, nicht anders, und das habe ich auch ausführlich begründet.

Warum gibt es eigentlich so viele Parteien in Deutschland? Die CDU und die, die alles falsch bewerten. Unterschiedliche Meinungen? Abwegig

Es hat mit Meinungen nichts zu tun, wenn schon die Faktenlage falsch ist. Und du auf bestimmte Fragestellungen einfach keine Antwort hast außer but muh Marktradikalismus.

Wenn du gegen Netzneutralität bist musst du dir aber auch den Vorwurf gefallen lassen, dass du nicht liberal/Libertär bist, sondern nur wirtschaftsradikal. Denn das beißt sich richtig.

Ist ja auch nicht so, dass wir die Erfahrungen mit unregulierter Erschließung von Infrastruktur schon vor 200 Jahren gemacht hätten…

Mit dem Ausbau der Eisenbahnstrecken stieg der Einfluss der Eisenbahnen und der Eisenbahnunternehmen im Gilded Age stark an. Der Wettbewerb wurde von den Eigentümern der großen Eisenbahngesellschaften wie E. H. Harriman (IC, UP), James J. Hill (NP, GN) und Cornelius Vanderbilt (NYC) bestimmt. Die Eisenbahnmagnaten versuchten, ihren jeweiligen Konkurrenten mit allen Mitteln auszustechen. Man kaufte Verbindungs- und Konkurrenzstrecken oder baute Linien, um dem Gegner entsprechende Möglichkeiten zur Erweiterung zu erschweren. […]

Da manche Gesellschaften in bestimmten Regionen des mittleren Westens über das Transportmonopol verfügten, nutzten sie dieses weidlich aus. Sie bestimmten die Tarife bzw. gewährten nur ausgewählten Verladern Rabatte.

:thinking: Wirtschaftsradikalität und Libertarismus schließen sich nicht aus, sie bedingen sich gegenseitig. Ja, ich bin „wirtschaftsradikal“, eine erzwungene Neutralität grenzt einen freien Markt ein. Einen Libertarismus (im eigentlichen Sinne des Anarcho-Kapitalismus) ohne den kompletten Staat aber MIT Netzneutralität, na ganz so stellt man sich das nicht vor. Das liegt nicht im Sinne des Erfinders und auch keinem seiner Anhänger. Auch im Rahmen von Minarchismus habe ich den Wunsch nach Netzneutralität eher noch nicht gehört. Es also so hinzustellen, dass Netzneutralität zwingend zum Libertarismus hinzugehöre, ist BS. Du hast lediglich die Meinung, es wäre besser mit, aber der bin ich eben einfach nicht. (Surprise, mit dem BGE hätte auch jeder erstmal eine vermeintlich höhere finanzielle Freiheit, deswegen wird es dadurch nicht libertär.)

Der Zugang zu Wissen kann durch Verträge geregelt werden. Heute besteht auch ein beschränkter Zugang zu Information; und zwar solange bis der Staat jedem Bürger einen kostenlosen Internetzugang zur Verfügung stellt. Ist aber nicht, man muss diesen auch erst bezahlen. Im unregulierten Markt, ist das Angebot nur individueller gefächert,

Also unter den gegebenen Bedingungen ist Netzneutralität die Voraussetzung dafür, dass es Konkurrenz geben kann, da sie verhindert, dass diejenigen, denen die Leitungen gehören, anderen Anbietern deren Nutzung erschweren. Andernfalls wäre es in etwa so, als würde man den Bahnverkehr komplett privatisieren, aber von Konkurrenten der DB de facto erwarten, eigene Schienennetze zu legen.

Und Libertas ist eigentlich nur im Prinzip dagegen, weil er generell gegen staatliche Einflussnahme auf Unternehmen ist, und stört sich daran, dass sie in diesem Fall nötig ist, weil sich kein Urzustand mehr herstellen lässt, in dem noch keine Schienen liegen.

Habe ich das richtig verstanden?

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Kommt hin.

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Immerhin gestehst du schonmal unterschiedliche Startbedingungen zu.
Soviel zur Fairness :wink:

Natürlich müsste man dann das Eigentum als höchstes Gut klassifizieren - je seltener ein Gut, desto wertvoller ist es schliesslich.
Deshalb muss gelten: Ein Laib Brot geklaut - Hand ab!!!

Am Anfang dieser Debatte steht auch keine scharfe Absage deinerseits an die Netzneutralität, sondern nur deine Feststellung, dass du dich nicht gegen sie aussprichst, aber auch nicht besonders an ihr hängst.

Anschließend entspann sich über knapp hundert Beiträge hinweg eine Grundsatzdebatte, deren einziger erkennbarer Sinn darin bestand, mir zu erklären, was Netzneutralität ist. Ich wusste das nämlich gar nicht, da ich mich mit dem Thema noch nie befasst hatte.

In diesem Sinne: Danke. :grinning:

Absolut beschämend, wie es mittlerweile (wieder) in vielen Teilen Europas aussieht.

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Ein Satz wie

könnte auch in einer beliebigen bürgerlichen Zeitung aus den frühen 30er Jahren stehen. Die Ignoranz stinkt zum Himmel. Dabei kann man der „Welt“ schon dankbar sein, dass sie über solche Vorfälle überhaupt berichtet.

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Du bist gegen eine freie Gesellschaft, ergo bist du auch nicht libertär.

Nein, es ist obligatorisch, dass du das infrage stellst heißt immer noch das du den Begriff nicht verstanden hast. Du reduzierst es immer nur auf einen rein wirtschaftlichen Aspekt, aber das ist Unfug.

Nein, es ist keine Meinung, es ist ein Fakt, dass ohne Netzneutralität keine freie digitale Gesellschaft möglich ist.

Bullshit.

Außerdem weichst du offensichtlich aus und antwortest nur sehr selektiv, gehst auf bestimmte Aspekte gar nicht ein, weil du keine Antwort auf sie hast. Das ist offensichtlich. Ansonsten erinnere ich nochmal an folgenden Aspekt:

Alleine die Erschließungskosten sind so hoch, dass sich Unternehmen zu Konglomeraten zusammenfinden müssen, um das überhaupt abzubilden.

das es sich eben nicht nur auf die ISP selbst, sondern auch den Marktzugang bezieht, der dann ebenfalls monopolisiert wird.

Damit haben neue Anbieter defacto keine Chance, einen besseren Service anzubieten was somit den freien Markt ad absurdum führt. Da ist das Versagen des Marktes (nicht Markversagen, sondern wirkliches Versagen) vorprogrammiert.

Darauf hast du immer noch keine zufriedenstellenden Antworten

Ich halte Erbschaft nicht für anrüchig. Mein Eigentum gehört mir nicht nur während meines Lebens, sondern erfüllt auch nach meinem Tod noch meine Interessen, indem es meinen Nachkommen zugute kommt.

ja, so ist das hier eben leider manchmal. Man könnte sie als hier und heute notwendiges Übel bezeichnen, aber die Idee selbst widerspricht meiner Grundüberzeugung zur Vertragsfreiheit und staatlich geförderten Monopolen eben diametral.

Ich ignoriere diese halbseidenen Unterstellungen ab sofort.

lässt sich anders lösen. Wer einen Anschluss möchte, muss sich mit den Menschen in seiner Umgebung zusammenschließen, um eine Infrastruktur in Auftrag zu geben. Gleiches gälte auch bei privatisierten Straßen.

nein, aber wenn ich nochmal grüne Wiese schreiben muss, kotze ich (ab jetzt^^)

heute klar, das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Die Sache wurde von Anfang an falsch begonnen. Du kommst mir immer mit „Wir haben doch alles so schön runtergewirtschaftet und wegreguliert, das kann man nur schwer wieder umkehren!!11!“… well Duh?!

Du redest wirres Zeug. Du hast keine Lösung wenn Monopole auf Infrastruktur entstehen .