Politischer Smalltalk 2.0

Natürlich. Und? Das tut jeder Staat. Warum verbieten wir Wucherpreise aber nicht das Rauchen? Beides schadet den Kunden. Ich ziehe eine in meinen Augen sinnvolle Grenze für das gesellschaftliche Zusammenleben in einem Staat. Aber grundsätzlich halte ich jeden Schritt weg vor Regulierung für positiv.

Und wieder, das System ist scheiße, deswegen müssen wir es behalten.

Aus den jetzigen Zuständen, geht dies vermutlich nicht ohne Zerschlagung/Entflechtung. Schön ist das nicht.

Der viel mehr Menschen auf der Strecke lässt, als das gegenwärtige System.

Du willst ein System schaffen, in dem der wirtschaftlich Stärkere seine Macht ohne Einschränkungen zu Lasten aller anderen ausleben darf.

Und das Einzige, dass dieses Konstrukt am Leben erhält, ist die Vollbeschäftigung (andernfalls diktiert der Arbeitgeber die Bedingungen und niemand sonst), die dir aber niemand garantieren kann - in keinem System (außer der Planwirtschaft, aber wie das Experiment ausging, haben die Älteren unter uns ja noch live miterleben „dürfen“)

Du vertraust auf die unsichtbare Hand des Marktes, die (unreguliert) erwiesenermaßen in eine degenerierte Gesellschaft, scharf getrennt nach Arm und Reich ohne Übergänge, führt.

So kinners, macht mal eben ohne mich weiter, ich muss ins Bett.

Darf. morgen. arbeiten. :confused:

nein, mit Einschränkungen darf er das :kissing_heart:

Wann und wo erwiesen? Es gibt wie du weißt, keine realen Beispiele.

Ich auch, wollte schon seit einer Stunde im Bett sein, aber man weiß ja wie das ist.

Gut’s Nächtle.

Unqualifizierter Kommentar. Hast du dich nichtmal gefragt, wie denn diese drei Großen so Groß werden konnten? Bevor ich mir die Mühe mache lasse ich das Wikipedia erklären. Die Erklärung stimmt aber soweit.

Als natürliches Monopol wird in der Mikroökonomie eine Situation bezeichnet, in der sich aufgrund hoher Fixkosten und niedriger Grenzkosten[1] besonders ausgeprägte steigende Skalenerträge ergeben (Subadditivität).[2] In diesem Fall sind also die Gesamtkosten zur Bereitstellung eines Gutes deutlich niedriger, wenn nur ein Unternehmen und nicht mehrere konkurrierende Unternehmen den Markt versorgt.[3][4]
In der Theorie werden vor allem öffentliche Versorgungsunternehmen, bei denen sehr hohe Fixkosten für den Aufbau eines Netzes (z. B. Verkehrswege, Telefon-, Post-, Energie- und Wasserversorgungsnetze) vergleichsweise geringen Betriebskosten gegenüberstehen, als Beispiel für natürliche Monopole genannt.

Anmerkung dazu: Aufgrund des technischen Fortschritts in der Logistikbranche und dem gleichzeitigen Bedeutungsverlust der Briefpost ist die Post Heutzutage kein natürliches Monopol mehr.

Außerdem ist das Wasserversorgungsnetz das einzige, bei dem Netz und Betrieb nicht getrennt werden können.

He, der ist gut!
Das ist auch von dem:

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Das ist für die Richtigkeit der Aussage aber doch völlig irrelevant.

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Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Die hohen Fixkosten für den Aufbau der Infrastruktur haben auch die privaten Unternehmer in einer unregulierten Marktwirtschaft. Du kommst nicht an dem Umstand vorbei, dass die der größte Hemmer für KMU sind, als „echte“ Mitbewerber in den Markt einzusteigen.

Die Infrastruktur der deutschen Post ist strukturell schon ein wenig anders geartet als die Infrastruktur der Bahn oder der Telekom, findest du nicht? Ich meine, die Post muss weder deutschlandweit Kabel verbuddeln und alle paar Hundert Meter Hochleistungstechnik aufbauen, noch muss sie im großen Stil eine Schieneninfrastruktur hochziehen…

Woran hier niemand vorbei schauen kann: Sowohl bei der Telekom, als auch bei der Bahn, als auch bei den Stromunternehmen gibt es einen Wettbewerb überhaupt erst, seitdem diese Märkte reguliert wurden und die Eigentümer gezwungen sind, ihre Infrastruktur den schwächeren Marktteilnehmern fast zum Selbstkostenpreis zur Verfügung zu stellen. Das wäre in einem unregulierten Markt nicht möglich.

Wer, wenn nicht der Staat, könnte ein Bahnunternehmen zwingen, seine Schienen auch anderen Unternehmen anzubieten und somit Konkurrenz überhaupt erst zu ermöglichen? Es muss doch nun wirklich jedem einleuchten, dass es keinen Sinn ergibt, wenn jeder Anbieter identische Infrastruktur am gleichen Ort hochziehen muss, um überhaupt anbieten zu können.

Warum sollte deine Idealvorstellung eines Marktes besser performen als jede andere Wirtschaft? Du willst doch ebenfalls einige Dinge regulieren - und wie du ja schon treffend einschränkend anmerkst: Deine Theorie funktioniert nur in einem völlig unregulierten Markt. Vorher kann man (nach deinem eigenen Bekunden) keinerlei positiven Effekte im Vergleich zu einer normalen Sozialwirtschaft feststellen.

Also kann man nie positive Effekte im Vergleich zu heute feststellen.

Alledgedly.

Meine Güte, kannst du grade stehen bei der Menge Schlaf? :smile:

Sei Staat.
Definiere Markt.
Von mir genannte staatliche Säulen sind nicht Element Markt.
Alles, was Element Markt ist, soll frei sein.

Eine komplett isolierte Branche (z.B. Polizeiwesen) hat keinen negative Auswirkungen auf den übrigen Markt. Im Gegenteil, sie dient dessen Schutz.

Wie ich bereits zugab, ja, an dieser Stelle ziehen Minarchisten willkürlich Grenzen. Weil dies aus unserer Sicht besser funktionieren würde als der Anarcho-Kapitalismus, für den es eigene Vertreter gibt. Ich weiß, nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich bin keiner :wink:

Ich kenne aus meinem persönlichen Umfeld tatsächlich einen Anarcho-Kapitalisten, der auch Justiz Polizei und Armee privatisieren möchte. Hab lange drüber nachgedacht und bin zum einzig richtigen Schluss gekommen: wer weniger fordert als ich ist Sozialist, wer mehr fordert als ich ist Anarchist, warum versteht das keiner? :smile::wink:

Der Schutz des Marktes gehört afaik nicht zu den Polizeiaufgaben :smirk:

Natürlich, sie verhindern gewaltsame Übergriffe und klären z.B. Diebstähle auf, Der Schutz von Leben und Eigentum ist Grundlage für einen funktionierenden Markt

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Ja, vor allem Schutz von Eigentum und Leben der Reichen vor dem nicht unwesentlich großen, von deinem System benachteiligten Teil der Bevölkerung. :smile:

Beschwer dich bei den Verbrechern. Die sind doch ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, die Armen zu diskriminieren. Wenn du kein eigenes Haus und kein neuwertiges Auto hast und das Geld schon Mitte des Monats knapp wird, interessieren sich diese Kapitalistenschweine gar nicht erst für dich.

Tu ich doch. Also bei den Konzernen und Reichen.

Schaden durch Diebstahl und ■■■■■■: 3 Milliarden.
Schaden durch Cum-Ex: 55 Milliarden

Nur nach heutiger Definition.

Nö, gleiches Recht für alle. Aber natürlich sind, wie Samt bereits anmerkte, Wohlhabende natürlich häufiger Opfer von Eigentumsdelikten,

Komisch, irgendwie hat Libertas immer noch nicht beschrieben, wie er verhindern will das sich extreme e-Commerce Monopole ausbilden, die der Markt nicht mehr regulieren kann, wenn Infrastruktur monopolisiert wurde. Wie also auch kleine und neue Marktteilnehmer sich gegen die “Vertragsfreiheit” durchsetzen soll, und warum es angeblich plötzlich so viel freier für jeden Nutzer ist, wenn man die böse illiberale Netzneutralität verhindert.

Schon bewundernswert, wie die sich selbstlos aufopfern und das Risiko auf sich nehmen!
Naja, ich muss glaube ich nicht ausführen, wie eine weit ausgeklappte Arm-Reich-Schere illegalen Eigentumtransfer moralisch weit weniger verwerflich macht und daß ein solches System von den Reichen für die Reichen eventuell in gewissen Maße für die Zustände verantwortlich wäre ^^