Politischer Smalltalk 2.0

Er hat halt wieder mal bewiesen, was er für ein ********* ist. Gauland hätte sich das nicht erlauben dürfen, aber Tauber genießt offensichtlich Narrenfreiheit.

1 „Gefällt mir“

Na ja, bald sind Wahlen. Und nächstes Jahr gehts für die CDU im Osten um alles oder nichts, da muss mal wieder zeitweise der Anschein von Konservativismus erweckt werden. Darauf freue ich mich sowieso schon, denn gerade in meinem Bundesland dürfte sie zwar stärkste Kraft werden, muss dann aber eine Notfallkoalition aus CDU/SPD/FDP und Grünen zusammenkleben, da CDU-Moring eine Zusammenarbeit mit Linken und AFD ausgeschlossen hat, die aber mittlerweile zusammen knapp 45% der Wähler stellen. DAS wird sicher spaßig!

Ich weiß nicht, ob es von Konservatismus zeugt, einen prominenten Nazischergen zu betrauern, dessen Aufgabe es war, die Ausweitung des Holocausts auf Palästina zu ermöglichen. Ernst Röhm ist auch kein Widerstandskämpfer, nur weil er einer Intrige zum Opfer fiel.

Ach, die LINKE macht bestimmt gerne mit. Ihre Basis schluckt jede Kröte, wenn man ihr weismacht, andernfalls drohe die Wiederauferstehung Hitlers. Dass sich die CDU nicht einmal mehr zutraut, bissige kleinere Parteien mittels Koalition zu kastrieren und an die Leine zu nehmen, ist ungewöhnlich, aber was soll man machen? Gibt es halt demnächst Blau und Grün statt Schwarz und Rot.

Schau an. Wenn ein CDU-Mann dem Herrn Rommel nachweint, fragt Springer nicht nach dem Geisteszustand des CDU-Manns, sondern stößt eine Debatte darüber an, ob Hitlers geliebter Generalfeldmarschall womöglich doch als guter Kerl einzustufen sei, weil er nicht nachweislich ein Kriegsverbrecher und möglicherweise nicht mehr zu 100% treu war, als der Krieg nicht mehr gewonnen werden konnte.

2 „Gefällt mir“

Ist die Quelle Zufall oder bist du aus meiner alten Heimat Fulda?

Mit dem Rommel-Gedenken kann man sich halt bei allen anbiedern, die mal in der BRD gedient haben. Und im zweiten Tweet kann man dann noch alle Linken bashen. Wie immer gilt die Definition Linke = Kritiker.

Nein, die Quelle war nur eine von vielen. :slightly_smiling_face:

Das wäre… ja, was wäre das? Gab es so etwas schon mal?

Die FDP hat bei den Landtagswahlen in Niederbayern etwas mehr als 60.000 Stimmen eingefahren, das entspricht auf Bayern umgerechnet fast einem halben Prozentpunkt. Die FDP holte am Wahlsonntag 5,1 Prozent und war ganz knapp ins Maximilianeum eingezogen

hab das jetzt mehrmals im Kopf durchgerechnet und komme nicht auf 4,9% :smiley:

edit: wobei, ist ungenau definiert

worauf umgerechnet? Gesamtbevölkerung, Wahlberechtigte oder Wähler?

Die FDP kam in Niederbayern auf 60.634 Stimmen, davon 30.744 Erststimmen (Quelle). In ganz Bayern kam sie auf 687.842 Stimmen, davon 352.613 Erststimmen (Quelle). In ganz Bayern wurden insgesamt 13.549.111 (gültige) Stimmen abgegeben, davon 6.789.308 Erststimmen (Quelle).

Anhand dieser Zahlen und der Formulierung würde ich davon ausgehen, dass man den Anteil der insgesamt in Niederbayern für die FDP abgegebenen Stimmen (60.634) mit der Anzahl der insgesamt in Bayern für alle Parteien abgegebenen Stimmen (13.549.111) verrechnet hat. Dort käme ich auf einen Anteil von 0,45 %. Dies entspricht auch der Zahl, die der Spiegel nennt (Quelle).

Die FDP hat 687.842 der 13.549.111 gültigen abgegebenen Stimmen erreicht, das entspricht 5,0766… %

Abgezogen deiner 0,45%, bleiben noch 4,63 % übrig… das wäre natürlich katastrophal für die Freien und würde die Bayernkoalition stärken. Ich frage mich, ob die Aberkennung durch das Gericht vor der konstituierenden Sitzung geschehen muss. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein konstituiertes Parlament von einem Zivilgericht gekippt werden kann.

Ja. Wenn man die 60.634 auch von der Gesamtzahl der gültigen Stimmen abzieht, landet man bei 4,65 %.

Etwas detaillierter werden die Hintergründe übrigens hier beschrieben.

ja, das habe ich übersehen, danke. bleibt aber deutlich unter 5 %

Vielleicht kommen die Liberalen mit einem blauen Auge davon. Ähnliche Fälle gab es bereits in Sachsen und Thüringen. Dort entschieden die Richter erst nach einigen Jahren – nach Ablauf der Wahlperiode.

:smiley: das ist so sinnbildlich für Deutschland

1 „Gefällt mir“

Das war’s dann für die Freien Wähler, aber immerhin müssen die Grünpopulisten in der Opposition bleiben.

Laut der neuesten Wahlumfrage für Hessen erwartet die ehemaligen Volksparteien der nächste Nackenschlag. Die Union fällt von 38% auf 26%, die SPD kracht von 30% auf 20%. Gewinnen können wieder die Grünen, die von 11% auf 22% steigen. FDP und Linke steigen beide von jeweils 5% auf 8%, die AFD kommt mit 12% auch in den Landtag.

Mir schwant, dass es nach dieser Wahl bei SPD und Union ordentlich scheppern wird, sollte sich dies hier am Wahlabend bestätigen.

1 „Gefällt mir“

SPD -10%, Grüne +11%?

Es ist also wahr: Auch die hessischen Unionswähler strömen in Scharen zu den Grünen.

Bin gespannt, ob „Genosse Günther“ (A. Dobrindt) von der schleswig-holsteinischen CDU auch diesmal Rücktritte fordert oder ob er das nur dann für angemessen hält, wenn die CSU die absolute Mehrheit verfehlt.

1 „Gefällt mir“

Ja, mittlerweile kann man es wohl kaum noch bestreiten, dass die Grünen fast ausschließlich die SPD zur Ader lassen und mit ihr wohl langfristig die Rollen tauschen werden. Ob sich das Momentum bis nächstes Jahr halten wird, dürfte aber spannend werden, denn dass die Grünen zur Zeit als “saubere” Alternative für Deutschland kräftig hochgejubelt werden, steht außer Zweifel. Bis zur Europawahl Ende Mai ist es aber noch lange hin, und im Osten sind sie traditionell sowieso ziemlich schwach. .

hoffentlich werden es 19, die Zahl vorne ist entscheidend und ich will Nahles Kopf rollen sehen.

wenn dann verläuft es sich hoffentlich ins übrige Parteiensprektrum und nicht zurück zu den Sozialversagern

Ich auch, aber Olaf Scholz steht schon in den Startlöchern, um die Fackel der Sozialdemokratie noch näher an den Abgrund zu tragen. :grinning:

Die Grünen sind i.d.R. umso stärker, je reicher, privilegierter und versnobter die Wahlberechtigten sind. Sie könnten also den Keim zur Selbstverzwergung bereits in sich tragen.

1 „Gefällt mir“