Lachen mit dem Landgericht

[QUOTE=egon shelby;354086]Daraus lernen wir,dass man Zahlungen nicht erst auf den letzten Drücker leistet. (…)

Was grösste Rätsel für mich ist aber wieso dann gesagt wird „:Ja wir wollen aber verhandeln“. und der Termin stattfindet.
Ich dachte die Frage wäre nur noch ob die Zeugen es gesagt haben ja oder nein und sonst alles klar wäre.
Also so undurchdacht kann das Gericht doch nicht sein.[/QUOTE]

Dein ganzer Post hätte von mir sein können. Einen Tag früher überwiesen und es wäre vermutlich nicht soweit gekommen.

Der dickste Hund ist aber in der Tat, dass die Verhandlung nicht abgesagt wurde.

Ich rekonstruiere mal chronologisch und füge Vermutungen hinzu:

Dienstag, 15. April: Abbuchung Holgers Konto
Mittwoch, 16. April: Geldeingang auf Konto des Gerichts
Freitag, 18. April - Montag, 21. April: Osterfeiertage!
Dienstag, 22. April: Ist entweder das Buchungsdatum oder sogar Valutadatum auf dem Kontoauszug des Gerichts.
Bis zum 29. April hat wegen Osterurlaub niemand bei Gericht den Sachverhalt gebucht und somit konnte zum Aktenzeichen bei Nachfrage keine positive Auskunft gegeben werden.

Dass die Abfrage erst am 29. April stattfand, kann man wohlwollend betrachten, da man sicherlich Erfahrung hat, dass die Kollegen Urlaub machen. :slight_smile:

Mittwoch, 30. April: Verbuchung des Geldeingangs auf den 22. (siehe oben)

Dann erfolgte erst am 05. Mai, nach dem vergnügungssteuerpflichtigen verlängertem Wochenende (Brückentag 2. Mai), die Beauftragung der Gerichtsvollzieherin, der natürlich nicht mehr ausreichend Zeit zur Verfügung stand, die Angelegenheit zu koordinieren.

Haben wir jetzt einfach mal Verständnis für alle, ob der vielen Feiertage. Reiten wir jetzt nicht weiter darauf herum, dass Holger natürlich auch einen Tag früher hätte überweisen können und dass bei Gericht natürlich doch etwas zeitnaher hätte gebucht werden können und dass der Richter natürlich die Verhandlung hätte verschieben müssen.

Gehen wir also davon aus, dass die Verantwortlichen die Lage ähnlich sehen wie ich und die Sache damit eben nun nur aufgeschoben - aber nicht aufgehoben oder zu Ungunsten Holgers entschieden wäre.

Der dickste Hund ist aber in der Tat, dass die Verhandlung nicht abgesagt wurde.

Wenn der zuständige Richter nicht weiß, dass das Geld gezahlt, aber nicht gebucht wurde: Wieso soll er die Verhandlung absagen? Er hatte wahrscheinlich vor, Holger im Termin zu verurteilen, weil der Vorschuss für die Zeugenladung nicht da war - und hat davon Abstand genommen, um nach dem, was besprochen wurde noch mal zu klären, was es mit der Zahlung auf sich hat. Völlig normaler Vorgang.

Übrigens geht der Richter nicht täglich zur Bank, um zu schauen, ob Geld auf dem Konto ist. Üblicherweise geht die Zahlung an die Gerichtskasse, die unterrichtet (schriftlich) die Geschäftsstelle, die unterrichtet wiederum die Richter. Gerade über die Feiertage und bei der derzeitigen Sparpolitik der Landesregierung, durch die ohnehin überall Personal fehlt, geht sowas eben nicht von jetzt auf gleich.

Der dickste Hund ist, das Holger hier auf Kosten seiner von ihm falsch oder überhaupt nicht informierten Fans einen aussichtslosen Prozess führt und hier Leute, die er ja angeblich mal schützen wollte, aus irgendwelchen Rachegelüsten zwangsweise vor Gericht zerren lassen will, obwohl deren Aussage ohnehin schon für die Tonne ist. Klassischer Fall von Projektion, würde ich sagen…

[QUOTE=Kalkofen;354461]Er hatte wahrscheinlich vor, Holger im Termin zu verurteilen, weil der Vorschuss für die Zeugenladung nicht da war[/QUOTE]

Das macht Sinn - danke!

[QUOTE=Kalkofen;354461]Der dickste Hund ist, das Holger hier auf Kosten seiner von ihm falsch oder überhaupt nicht informierten Fans einen aussichtslosen Prozess führt und hier Leute, die er ja angeblich mal schützen wollte, aus irgendwelchen Rachegelüsten zwangsweise vor Gericht zerren lassen will, obwohl deren Aussage ohnehin schon für die Tonne ist. [/QUOTE]

Hier muss ich Dir insofern widersprechen, als dass es hier um die Glaubwürdigkeit und Sinnhaftigkeit des Formats “Fernsehkritik.tv” geht. Wenn Du hier den Vorwurf von Rachegelüsten einwirfst, so sei mir doch die Frage an Dich gestattet, wie Holger von Anfang an hätte reagieren sollen? Welche Optionen gab es Deiner Meinung nach und welche hättest Du gewählt?

Wurde den Zeugen eigentlich ein Ordnungsgeld aufgebrummt? Wie sieht es mit den 2000 Euro Kosten für die Vorführung aus sowie dem verschobenen Gerichtstermin (dem letzten, nicht diesem), werden den Zeugen diese Kosten in Rechnung gestellt werden? Ich bin da ja zwiegespalten. Einerseits ist es die verdammte Pflicht zu erscheinen, wenn man vor Gericht vorgeladen wird. Aber irgendwie tun mir diese Leute, die vielleicht einfach verängstigt sind / nichts mit der Justiz zu tun haben wollen auch Leid. Und ich glaube auch nicht, dass von denen noch etwas im Sinne des Prozesses zu erwarten ist. :?

Und ich denke dass sie die Aussage verweigern könnten, da sie sich ja sehr wohl selbst belasten würden. Immerhin haben die Zeugen damals möglicherweise die Aussagen getätigt, für die Holger jetzt vor Gericht steht, oder sehe ich das falsch?

Ich seh’s schon kommen, das wird noch das Oberlandesgericht beschäftigen. Und dann ist eine großzügige Spende meinerseits sicher.

Harald, das hast du sehr gut erklärt und macht absolut Sinn. Nur darf man nicht erwarten oder voraussetzten daß der Normalbürger (also Holger) weiß wie die Gerichtsangelegenheiten laufen. Er hat fristgerecht, wenn auch etwas knapp gezahlt.

Der dickste Hund ist, das Holger hier auf Kosten seiner von ihm falsch oder überhaupt nicht informierten Fans einen aussichtslosen Prozess führt

Holger führt den Prozess nicht, er ist ja der Angeklagte, er hat kein Interesse einen Prozess zu führen. Oder verstehe ich was falsch?

Du verstehst etwas falsch: Ein Prozess erfordert Kläger und Beklagten: Klagt der Kläger nicht - gibt es keinen Prozess. Erkennt der Beklagte die Klage an, aber auch nicht mehr…

Wie sieht es mit den 2000 Euro Kosten für die Vorführung aus sowie dem verschobenen Gerichtstermin (dem letzten, nicht diesem), werden den Zeugen diese Kosten in Rechnung gestellt werden?

Ja, die werden den Zeugen „aufgebrummt“, das hatten wir schon. Man dürfte nur davon ausgehen, dass die Zeugen das nicht bezahlten können und werden…

[QUOTE=Kalkofen;354504]Du verstehst etwas falsch: Ein Prozess erfordert Kläger und Beklagten: Klagt der Kläger nicht - gibt es keinen Prozess. Erkennt der Beklagte die Klage an, aber auch nicht mehr…[/QUOTE]

Ich kann also einfach tun und lassen, was ich will, und wenn ich verklagt werde, sage ich einfach “ich erkenne die Klage nicht an” und das wars?

Ich bin zwar kein Jurist, aber ich glaube nicht, dass so Justiz funktioniert.

@k16:

[quote=kalkofen;354504]erkennt der beklagte die klage an, [/quote]≠

Hups, da hab ich mich verlesen, in der Tat. Aber wenn der Beklagte die Klage anerkennt, darf er auch noch kräftig blechen. Zumal die Klage in diesem Fall nicht gerechtfertigt zu sein scheint.

[QUOTE=Kalkofen;354461]Leute, die er ja angeblich mal schützen wollte, aus irgendwelchen Rachegelüsten zwangsweise vor Gericht zerren lassen will, obwohl deren Aussage ohnehin schon für die Tonne ist.[/QUOTE]

Die Agonie will schliesslich gleichberechtigt verteilt sein, das muss hier nicht alles zwangsläufig im Widerspruch stehen !
Schliesslich ist der Beklagte kein Opportunist, -wie er unlängst wieder beteuerte-, wenn er die Zeugen zwangsweise vorladen lässt, aber selber nicht verklagt werden will und sich darüber, -auch wenn selbstverschuldet-, weinerlich auslässt und trotz anderweitiger vorherig grosskehliger Bekundungen wieder Spenden sammelt.

Nein, Nein, ein Opportunist ist etwas völlig anderes.

[QUOTE=Kalkofen;354504]Du verstehst etwas falsch: Ein Prozess erfordert Kläger und Beklagten: Klagt der Kläger nicht - gibt es keinen Prozess. Erkennt der Beklagte die Klage an, aber auch nicht mehr… [/QUOTE]

Interessante Logik - entweder hätte ich also diesen wichtigen Beitrag, der eine riesige Schweinerei hinter den Kulissen einer TV-Show aufdeckt, gar nicht erst machen dürfen. Oder ich hätte die Klage von Saalfrank (die ich längst gewonnen hätte, wenn diese Zeugen sich anders verhalten würden) akzeptieren sollen, indem ich den Beitrag aus dem Netz nehme?

[QUOTE=Kalkofen;354504]Du verstehst etwas falsch: Ein Prozess erfordert Kläger und Beklagten: Klagt der Kläger nicht - gibt es keinen Prozess. Erkennt der Beklagte die Klage an, aber auch nicht mehr…[/QUOTE]

Zum Vergewaltigen gehören schließlich auch immer zwei Personen oder?

[QUOTE=Fernsehkritiker;354650]Interessante Logik - entweder hätte ich also diesen wichtigen Beitrag, der eine riesige Schweinerei hinter den Kulissen einer TV-Show aufdeckt, gar nicht erst machen dürfen. Oder ich hätte die Klage von Saalfrank (die ich längst gewonnen hätte, wenn diese Zeugen sich anders verhalten würden) akzeptieren sollen, indem ich den Beitrag aus dem Netz nehme?[/QUOTE]

Stell Dich doch nicht dümmer, als Du bist, Du weißt doch genau, was ich meine: Du hättest, als das Landgericht Dir per "sehr einseitigem) Vergleichsvorschlag klargemacht hat, dass Du keine Chance hast, einpacken können und zumindest noch eine Menge Geld gespart. Stattdessen sammelst Du hier das Geld Deiner Fans, um auf deren Kosten die Zeugen vorführen zu lassen, deren Aussage (was Du selbst weißt) nichts mehr ändern wird.

Ich habe nie gesagt, dass Du das Verfahren von Anfang an hättest abschenken sollen. Das kann ich aus zwei Gründen nicht: Erstens hast Du bis heute nicht klar gemacht, worum es eigentlich genau geht (und sämtliche Fragen dazu ignoriert) und zweiten hätte ich auch keine Lust, mich in meiner Freizeit in presserechtliche Fragestellungen einzuarbeiten - die lassen sich nämlich meist eben nicht ad hoc beantworten.

Aber spätestens, seit Du von dem Vergleichsvorschlag berichtet hast und hier Geld sammelst, um die Zeugen vorführen zu lassen, hast Du aus meiner Sicht die Maske fallen lassen: Dir geht es nicht um irgendwelche Kritik, Dir geht es nicht darum, unbedarfte Menschen davor zu schützen, vor der Kamera lächerlich gemacht zu werden: Dir geht es nur um Dein Ego, und das befriedigst Du hier aus Kosten Deiner Fans, die Deiner GmbH Deinen Rechtsstreit finanzieren, und auf Kosten der Zeugen, die Du dafür verantwortlich machst, dass Du wieder mal einen Prozess verlierst.

Ist Dir jemals in den Sinn gekommen, dass die Zeugen vielleicht einfach nur panische Angst davor haben könnten, selbst verklagt zu werden? Dass die Zeugen weder einen Anwalt hinter sich haben, der sie darüber berät, wie sie sich verhalten sollten, noch eine Fanbase, die ihnen etwaige Prozesse noch und nöcher finanziert? Es gibt Menschen, für die spielt Geld eben eine Rolle.

Ps: Welche riesige Schweinerei hast Du überhaupt aufgedeckt? Antworte besser nicht darauf…

[QUOTE=Kalkofen;354663]
Ps: Welche riesige Schweinerei hast Du überhaupt aufgedeckt? Antworte besser nicht darauf…[/QUOTE]

Kann es sein, das du den Beitrag immer noch nicht gesehen hast?

[QUOTE=Icetwo;354664]Kann es sein, das du den Beitrag immer noch nicht gesehen hast?[/QUOTE]

Nein

[QUOTE=Kalkofen;354663]Stell Dich doch nicht dümmer, als Du bist, Du weißt doch genau, was ich meine: Du hättest, als das Landgericht Dir per "sehr einseitigem) Vergleichsvorschlag klargemacht hat, dass Du keine Chance hast, einpacken können und zumindest noch eine Menge Geld gespart. Stattdessen sammelst Du hier das Geld Deiner Fans, um auf deren Kosten die Zeugen vorführen zu lassen, deren Aussage (was Du selbst weißt) nichts mehr ändern wird. [/QUOTE]

Das ist nun so bescheuert (gepaart mit peinlichem Unwissen), dass ich darauf nichts mehr zu sagen habe. In der Tat sollte hier tatsächlich der Spruch von Dieter Nuhr komme, ich erspare uns das.

Wie kannst Du Dir sicher sein, dass deren Aussagen was bringen? Ich meine, dass die ewig nicht kommen und per Zwang aussagen müssen, macht deren Glaubwürdigkeit jetzt auch nict irgendwie größer.

Sie kommen ja nicht deswegen nicht, weil sie ein schlechtes Gewissen haben oder gelogen hätten oder sonstwas - sondern weil sie sich der Verpflichtung, als Zeugen aussagen zu müssen, offenbar nicht bewusst sind. Sie möchten mit der Angelegenheit abschließen und wollen darüber nicht mehr reden. Ich verstehe das sogar - kann da aber leider keine Rücksicht mehr drauf nehmen.

Jennifers Mutter Roswitha hat sich übrigens im November kurz über Twitter geäußert (was ich bis zum Prozesstag gar nicht wusste):


mla schauen ob der twitter acoount denn nicht gefaked ist?