Folge 84: Neverforgetniki näher beleuchtet, Bennos Project im Interview

Da dein Beitrag völlig an meiner Frage vorbei geht, kann ich dazu leider nicht viel sagen. Ich hab Niki allerdings auch nicht aufmerksam genug zugehört, um mich an Aussagen wie „Alle Ausländer sind…“ zu erinnern. Soweit ich ihn verstanden habe, geht es ihm hauptsächlich um Systemkritik: Gescheiterte Integrationspolitik, passives oder völlig überfordertes Lehrpersonal, keine konsequenten Sanktionen bei Fehlverhalten, geschönte Berichterstattung im „Staatsfunk“ usw.

Ist nicht als Verteidigung von Nikis Standpunkten gedacht. Mir geht es einfach nur um die entsprechende Einordnung. Grundsätzlich sehe ich auch, dass dieses Kerlchen sich die Welt so malt wie sie ihm gefällt und sein Kanal keine wirklich ernstzunehmende Informationsquelle ist.

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Tut er nicht, aber vielleicht wird’s deutlicher, wenn man einen Satz voranstellt:
„Natürlich kann man auf erwiesene Tatsachen hinweisen.“*.
Das „aber“ kannste dann ja nochmal selbst nachlesen.

Dann schau’s nochmal und weise mich anschliessend darauf hin, daß er die guten Ausländer ja gar nicht gemeint hat ^^

*So sie denn erwiesen sind

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Nee, das schau ich mir bestimmt kein zweites Mal an. :sweat_smile: :hot_face: Ich gehe einfach mal ganz bequem davon aus, dass du als erfahrener Nazijäger mit deiner Analyse richtig liegst.

Immer schön den Experten vertrauen! pleased1

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Also ich bin ja kein Nazi, aber… - so, jetzt habe ich schonmal die entsprechende Aufmerksamkeit. :rofl:
Ich fand den Beitrag über „Neverforgetniki“ super recherchiert und interessant, @Fernsehkritiker - auch wenn ich nun weiter oben lesen musste, dass das „Klassenfoto“ gar keines war. Das ist dann doof, weil Du Dich angreifbar machst für Anschuldigungen aus Neverforgetnikis Fanclub, dass Du „Lügen“ verbreiten würdest. :thinking:

Das sehe ich auch so und ist ziemlich wichtig, finde ich.
Ich war bis zu meinem Abi 2004 auf einem Gymnasium in Hanau (das durch den schrecklichen, rassistischen Anschlag traurige Berühmtheit erlangte) und habe dort leider sehr viele negative Erfahrungen mit Migranten oder - wahrscheinlich eher - Menschen mit Miggrationshintergrund gemacht. Bei jeglichen „Trouble“ an den ich mich in meiner Schulzeit erinnern kann, waren dabei Menschen mit Migrationshintergrund beteiligt, dabei ging es meistens darum auf die Fresse zu kriegen oder „abgerippt zu werden“.
Wir hatten sogar eine Schülerdiskussionsrunde mit den entsprechenden Schülern (von Real- und Hauptschule), wobei diese uns (vom Gymnasium) ausgelacht haben und es eher noch witzig fanden, wenn kürzlich verprügelte Schüler ihre Geschichte erzählten. Lehrer und Direktor wirtken völlig machtlos.
Jemand aus meinem Jahrgang wurde auf dem Pausenhof krankenhausreif geschlagen und als er Anzeige erstatten wollte, riet ihm die Polizei davon ab, da sonst die Familie des Prügelnden „ggf. ins Krankenhaus zu Besuch käme…“. Und das sind jetzt keine „hab ich Mal irgendwo gehört“-Geschichten, sondern aus meinem direken, persönlichen Erfahrungen.
Ich kann also zumindest nachvollziehen, dass man durch bestimmte negative Erfahrungen und ggf. noch den Verkehr mit den falschen Kreisen zu solch rassistischen Schlüssen komm.
Aber es kann eben auch anders laufen - ich jedenfalls würde mich eher im politisch mittigen bis linken Spekrtum einordnen.
Dass aber wegen mangelnder Integration (auch Versagen der deutschen Politik) und kultureller Unterschiede Brennpunkte an Schulen entstehen, die sehr einseitig oder gar nicht berücksichtigt werden, kann man in unserer Gesellschaft tatsächlich nur schwer diskutieren, weil man dabei schnell in die rechte Ecke gerückt wird.

Auch in Hanau wurde ja übrigens nie darüber disktuiert, was ggf. die Ursachen für fremdenfeindliche Tendezne sind (und damit meine ich nicht „die Ausländr sind Schuld“, sondern z.B. mangelnde Verständigung untereinander, schlechte Integration, Ausgrenzung, usw.) sondern es hieß einfach „Hanau steht zusammen“. Das tut es zwar eigentlich nicht, weil es nach wie vor eine Parallelgesellschaft gibt, von Migranten und Deutschen, aber die Politik tut halt einfach so. Damit werden Probleme auch nicht gelöst.

Achso, und zum Abschluss: „Neverforgetniki“ find ich ebenfalls kacke. Nur, dass das klar ist. :sweat_smile:

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Ich wiederum habe viele Freunde mit „Migrationshintergrund“ und das sind die nettesten Menschen wo gibt.
Anekdotische Evidenz ist also völlig irrelevant. :wink:

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Ich wiederum habe gar keine Freunde und hasse alle Menschen, wäre aber gerne ein Blümelein.

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Es gibt tatsächlich immer noch Leute, die glauben, Probleme würden verschwinden, indem man einfach nicht drüber redet und so tut, als würden sie nicht existieren. Wie ein Kleinkind, das sich die Augen zuhält, um unsichtbar zu werden. :face_with_hand_over_mouth:

Und genau damit lässt sich dann wohl auch der Erfolg von Gestalten wie Niki erklären: Sie reden über Themen, die einem großen Teil unserer Bevölkerung im Alltag (z.B. an Schulen) zwar täglich begegnen, über die aber dennoch gern und oft der Mantel des Schweigens ausgebreitet wird. Leider einer der schwerwiegendsten Denkfehler der selbsternannten „Nazijäger“ und Möchtegern-Antifaschisten: Sie überlassen bestimmte Themen allein dem rechten Rand und wundern sich dann, dass dieser stetig anwächst.

Dass sich Probleme wie die im folgenden Beitrag beschriebenen aber nicht einfach nur weggrinsen oder wegmemen lassen, scheinen diese Leute selbst im Angesicht des rasanten Aufstiegs von AfD & Co. einfach nicht begreifen zu wollen: Umfrage - Immer mehr muslimischer Antisemitismus an Schulen (Archiv)

Für die Schrangs, Nikis und Grells dieses Landes ist diese anhaltende Wegschau- und Weghörmentalität wiederum ein nahezu paradiesischer Zustand.

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„Rethorische Antwort:“ :wink:
Von der ursprünglichen Bedeutung „rechts“ her: „Nein.“
Aber heutzutage befinden sich Begriffe wie „recht“ und „links“ so oder so nicht mehr in der Waage und werden gerne nach belieben dessen genutzt, der die Worte nutzt.

M. E. kann Rassismus Bestandteil von Rechtsradikalismus sein - kann aber auch nur „banaler“ Fremdenhass oder Mischung aus Beidem sein. Spätestesns im Natuionalsozialismus kommt man aber dann beim Rassismus an.

Es sprach der Pressesprecher von Captain Obvious

Ergänze dazu die Leute, die meinen mit der Umbenennung von Dingen würden Probleme gelöst und wir haben ein eine nette Bevölkerungsgruppe der mental nicht mehr zu Helfen ist. Mir fallen da auch Politiker ein, die… ach lassen wir das.
(Ich wollte ja ursprünglich „Narren“ schreiben - aber diese Berufsgruppe halte ich für intelligenter. :wink:)

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Ich wollte hier auch nicht anhand „Anekdotische Evidend“ beweisen, dass Migranten wirklich ganz ganz schlimm sind, sondenr lediglich erläutern, dass ich die Ursachen für Rassismus auf diese Art nachvollziehen kann, aber damit trotzdem nicht rechtfertigen oder gutheißen will.

Ich habe auch sehr positive Erfahrungen mit Menschen mit Migerationshintergrund gemacht und einige meiner besten Freunde haben ebenfalls zwei Staatsbürgerschaften, und das ist auch gut so! :raised_hands: :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Stimmt, an der Aufarbeitung dieses Phänomens werden künftige Generationen von Soziologen und Psychoanalytikern noch ihre helle Freude haben. :blush:

Was ist eigentlich die aktuelle Sprachregelung für die Bezeichnung von Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe? Mein letzter Stand war, dass es respektvoller ist, „people of color“ zu sagen statt „colored people“ oder „black people“. Aus Gründen. Seitdem dürfen sich diese Menschen auf das Kürzel „PoC“ zusammmendampfen lassen (bitte nicht mit „PoS“ verwechseln :grimacing:), was inzwischen wohl auch unter deutschen Neusprechlern die Bezeichnung „Farbige“ oder „Schwarze“ ersetzt hat.

Meine Prognose ist, dass die Zusammendampfung und Abstrahierung auch hier bald in den Gipfel links-intellektueller Hochkultur münden wird: Das Sternchen (*) für alles! Dann braucht man nicht mal mehr drei Buchstaben fürs Hautfarben-Labeling. Dieses Zaubersternchen tut den permanent Getriggerten anscheinend am wenigsten weh und erinnert so wunderbar an ein zart glitzerndes Schneeflöckchen. :face_with_hand_over_mouth: Deshalb definitiv universell neusprechkonform.

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Mein Vorschlag für den nächsten Live-Kommentar:
Holger schaut Videos von Neverforgetniki und muss jedesmal einen Kurzen trinken, wenn er „Mainstream“ oder „Migranten“ sagt.
Wär, glaub ich, ne heitere Geschichte und würde dem Gefasel dieses gut frisierten Bürschchens doch noch einen gewissen Mehrwert verleihen.

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Stimmt, die Rassisten verschwinden so nicht einfach.

Was ist eigentlich die aktuelle Sprachregelung für die Bezeichnung von Menschen, die Menschen mit nicht-weisser Hautfarbe nicht mögen?
Mein letzter Stand war „rechtskonservativ“ oder „besorgter Bürger“, „Nazi“ darf man ja nicht mehr sagen, sonst triggert man die rechten Schneeflöckchen ja.

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Da Niki selbst von bösen „Migrantenkindern“ spricht und nicht von Kindern mit Migrationshintergrund bleibt es trotzdem richtig. Ich hätte wiederum das Wort Migrationshintergrund nicht verwenden dürfen, das kann in der Tat verwirren. Zumal Niki sich ja auch auf Kinder mit islamistischem Hintergrund bezieht und diese allgemein zu „Migranten“ macht, also etwa russische oder polnische Kinder nach seiner Logik gar nicht dazu gehören.

Zum „Klassenfoto“: Ja, es sind die Sieger eines Wettbewerbs - allerdings alle auf dem Foto sind Schülerinnen und Schüler des Hohenstaufen-Gymnasiums. Nun könnte man höchstens behaupten, Migrantenkinder seien zu doof, um solche Wettbewerbe zu gewinnen und sind deshalb nicht auf dem Foto. Aber ich denke es ist trotzdem klar, dass Nikis Horrorgeschichten um deutsche Kinder, die nur eine Minderheit in der Klasse sind, Blödsinn sind.

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Klar, darfst du das. Du trägst damit zwar dazu bei, Begriffe wie „Nazi“ stark zu verwässern und zu verniedlichen - wenn es dir jedoch so schwer fällt, differenziert zu denken, darfst du natürlich gern alles unter einem Sammelbegriff zusammenfassen (vielleicht könnte man für „Nazis“ ein Negativsternchen einführen). Sowas kann die Gegenseite ja auch ganz gut mit Phrasen wie „linksgrün versifftes Gesocks“. Aber hey, wenn du das machst, ist es natürlich viel clevererererererer als bei denen. :wink:

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Lieber Benno, mich hast du auch auf jeden Fall auch als Fan gewonnen! Hoffentlich kannst du deine Kreativität auch bald wieder am Theater ausleben! Ich selber sitze auch - „corona-bedingt“ - zu Hause, da die gastronomischen Betriebe hier in Kiel auch noch geschlossen haben. Deine Videos sind sicher eine (zusätzliche) gute Möglichkeit, mich bei Laune zu halten, solange ich noch nicht wieder arbeiten kann.

Danke Holger für dieses interessante Interview!

Zum Thema „rechte Blogger/Youtuber/Bewegungen etc.“:
Überall dort, wo Unfähigkeit und Unwillen zur gesellschaftspolitischen (Weiter-)Bildung herrschen und der Wunsch nach einfachen Lösungen für komplexe Sachverhalte besteht, wird jede Äußerung von neverforgetniki & Co natürlich dankbar aufgenommen. Da muss das Gesagte nicht mal der Wahrheit entsprechen. - Wäre ja auch noch schöner, wenn die Behauptungen, einmal auf den Prüfstand gestallt, sich doch mal als falsch herausstellen sollten! - Auch die Absage von Interview-Anfragen lassen sich durchaus entsprechen interpretieren. Auf der anderen Seite hat auch die Medienlandschaft hier in Deutschland, einen nicht unerheblichen Anteil Am Entstehen eben derartiger, zweifelhafter Formate. Den hier angesprochenen Tatort mit Frau Furtwängler habe ich auch gesehen und muss der hier geäußerten Kritik zustimmen: Nach einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema „rechte Bewegungen“ sah das auch für mich auf keinen Fall aus. Meine bereits in den ersten Minuten aufkeimende Vermutung, die „junge Bewegung“ würde irgendwie in den Mordfall verwickelt sein, sah ich zum Ende hin bestätigt. (Das im Beitrag gezeigte Gespräch zwischen den Kommissarinnen fand ich auch sehr plakativ. - Sorry, Frau Furtwängler.)
Hier liegt ganz klar eine Art „politische Schlieflage“ vor, die eine wertneutrale Auseinandersetzung mit sozialen Themen unserer Zeit (die zweifelsohne wichtig ist) verhindert. Da sollte wirklich mal „nachjustiert“ werden.

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Jau, auch so eine rechte Standard-Ausrede.
Am besten gar nicht mehr benutzen, das Wort.
Ausser Hitler persönlich gab und gibt es ja überhaupt keine Nazis.
Und selbst das ist umstritten, oder?

Ich lachte dich aus.

Jupp - also das, was du gerade denkst, aber aus taktischen Gründen nicht hinschreibst.

Wenn ich Rassisten als Rassisten bezeichne, ist das nicht sonderlich clever.
Okay, verglichen mit denen, die komplett rassismusblind sind schon.

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Bevor du dich komplett in Strohmännchen und Whataboutismen vergallopierst, mach ich’s kurz: Jede deiner vier bedeutungsschwanger untereinander aufgereihten Aussagen ist mit „Nein“ zu beantworten.

Was deine Vermutung zu meiner Taktik betrifft, muss ich dich enttäuschen. Deine Jägernase scheint arg verschnupft zu sein. Jetzt bist du von Whataboutismen über Strohmann bereits zu Argumentum ad hominem geschliddert. Da dein Diskussionsrepertoire damit nun abermals vollständig ausgereizt ist, muss ich auch hierbei wieder an die Auffrischung deiner wohl etwas verkümmerten Jagdinstinkte appellieren. Man sollte das bisschen Schrot, das man in der Flinte hat, nicht allzu hastig verballern, auch wenn einem permanent der Schaft juckt. :innocent:

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Ist nicht passiert, Schätzchen.

Zu einer Diskussion gehören immer mindestens zwei und du lieferst ja nicht.

Hier eine schöne Rezension der Serie „Deutscher“:

Kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.

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