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Folge 4: In der Elbphilharmonie


#1

Hier kann darüber diskutiert werden!


#2

Sehr informativ und beiden merkt man die Liebe für Technik an. Dass in der Elbphilharmonie so viel drin steckt, hätte ich wahrlich nicht gedacht. War jemand von euch schon mal bei einem Konzert und kann die Hörerlebnisse möglicherweise mit herkömmlichen Häusern vergleichen?


#3

Ich finde die Kameraarbeit immernoch ungünstig gestaltet. Mehrmals währen der Sendung wollte ich etwas sehen, was nicht gezeigt wurde. Zum Beispiel wenn von den “mundgeblasenen Lampen” oder den Orgelpfeifen gesprochen wurde, und die Kamera trotzdem auf dem Gesicht es Redners verweilt. Warum mach man das? Es ist unglaublich unbefriedigend wenn zwei Leute da stehen und auf etwas zeigen, über etwas sprechen, was der Zuaschauer in dem Moment NICHT gezeigt bekommt.
Da kann man doch Bilder der Dinge, über die gesprochen wird zeigen und den Ton im off weiterlaufen lassen. Stattdessen: fast dauerhafte Gallileo-Style-Wackelkamera auf die Gesichter der Redner.


#4

Die Folge war sehr interessant und wieder gut umgesetzt!
Einziger kleiner Verbesserungspunkt wäre das, was BenVegas angesprochen hat.

Konnte mir bisher leider nur die Terrasse anschauen.


#5

Also, diese beiden Beispiele sind nun aber leider etwas unglücklich. Denn sowohl die mundgeblasenen Lampen als auch die Orgelpfeifen werden in dem Moment gezeigt. :thinking:


#6

Ja stimmt, die waren wirklich zu sehen. Aber rein zufällig ist mir das bei der Stelle auch aufgefallen - ich glaube, das Gefühl kommt dadurch zustande, dass der Ausschnitt zuerst zu sehen ist und dann noch Details zur Fertigung genannt werden. Wenn er dann erzählt, dass die Kugeln mundgeblasen sind, aber trotzdem das Glas unten nicht dicker ist, hat man natürlich das Bedürfnis, sich die Kugel nochmal genau anzusehen… Aber ich fands jetzt nicht tragisch :wink:


#7

Tolle Folge. Ich bin ein Fan der Elbphilharmonie. Leider habe ich bislang nie Karten bekommen für die Konzerte, die mich interessiert haben. Wünsche dem Laden weiterhin diesen Erfolg, aber der Egoist sagt in mir… “etwas weniger Nachfrage darf es sein”… damit man auch mal an Karten kommt. Ein GRANDIOSES Bauwerk, das sich architektonisch perfekt in die Hafenszene einfügt. Ein echtes Wahrzeichen der Stadt Hamburg. Ich wage zu bezweifeln, dass man ähnlich über den Flughafen BER sprechen wird, sollte er mal fertig werden. Dieser ist architektonisch eine Katastrophe.


#8

Das hätte ich den Interviewpartner gerne noch gefragt: Wie kommt es, dass die Elhpi erst so spät und für soviel mehr Geld als ursprünglich veranschlagt fertig geworden ist? Und warum haben die Hamburger am Ende doch noch die Kurve gekriegt, während der BER immer noch nicht fertig ist? Dazu müsste der Experte als Techniker sicher einiges zu sagen haben.


#9

Jürgen Lauber hat darüber mal im Aufwachen Podcast referiert.

Zu finden bspw. bei YouTube (allerdings nur mit Schwarzbild)


TC 3:52:03

#10

Tolles Fundstück mit vielen Hintergrundinfos, danke dafür!

Die Ausschnitte aus den ZDF-Sendungen sind aber zu sehen.


#11

Weil es ein staatliches Projekt war.

Weil Berlin eine Bananenrepublik ist.

Das liegt doch auf der Hand.


#12

Wie wäre es mit einer Kategorie “Zuschauerfragen”? Dort erwartet man dann natürlich auch eher die polemischen Fragen, aber gerade auf diese hätte er ja sicher genau die richtigen Antworten gewusst!


#13

Geht es eigentlich nur mir so oder wirkt es auf andere auch etwas wie “Schülerfernsehen”?

Der Punkt welcher von Ben angesprochen wurde verstärkt diesen Eindruck glaube ich bzw. ruft ihn hervor. Man ist es von “normalen” “Dokus” gewohnt das der Ton aus dem Off kommt während gezeigt wird worüber geredet wird bzw. es öfters Zwischenschnitte gibt.

Im Normalfall würde man entweder mit 2 Kameras dort sein (wobei die eine immer die Zwischenschnitte macht), oder wenn nur mit einer Kamera dann müßte “nachgearbeitet” ( @Chris_MG , warum so wenig Zwischenschnitte, zu viel Aufwand?) werden. Auch ist mir aufgefallen das es scheinbar kein Funkmikro für den Interviewpartner gibt. Das würde man ja normalerweise auch anders machen. Wenn die Technik nicht vorhanden ist, dann muss man anders strukturieren damit es nicht zu Nuschelton oder kaum hörbaren Ton kommt.

Ich frage mich ob schlicht in beiden Fällen (Kameras und Mikros) die Technik nicht vorhanden ist oder nicht soviel Aufwand getrieben werden will, oder ob einfach nicht dran gedacht wurde?

Von diesen Dingen abgesehen, durchaus informative Folge. :slight_smile:


#14

Ich denke das sehen alle so. Nur ist man als Stammzuschauer mit MG gnädiger als man es mit anderen “Sendern” wäre. Objektiv betrachtet wäre das von der Machart her bei einem TV-Sender mit Gewinnerzielungsabsicht oberhalb der center.tv-Kategorie nicht sendefähig. Aber das zu kritisieren habe ich mir abgewöhnt. Für mich reichts, für 3000 andere auch, für 30.000 eher nicht. Aber darüber müssen sich andere Gedanken machen.


#15

Nanu, was ist denn hier los? Die Kritik kann ich nur bedingt so stehen lassen. Zu Allem was Herr Just erwähnt hat gibt es Schnittbilder (Orgel, Lampen, Träger, Technikraum im großen Saal, Brandschutztechnik etc.). Das diese anders getimed hätten eingebracht werden können nehm ich sehr wohl als Kritik fürs nächste mal mit.

Die Sache mit den Funkmikros finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen, seit Jahren benutzen wir für sämtliche externen mobilen Drehs das Kabelhandmikro, wie auch in allen drei bisherigen TRIP-Folgen zu sehen. Wieso fällt einem da “plötzlich” auf, dass es kein Funkmikro gibt?

Wir leisten, was wir personell und finanziell schaffen. Wir sind hier leider nicht bei ProSieben und können mal eben z.B. 20 Tage in die Postproduktion einer Folge investieren (wie bei Thilo Mischke Uncovered).


#16

Ich habe mir ‘Trip’ #4 nun auch angesehen und muss zustimmen, dass die Zwischenschnitte zu kurz und an den falschen Stellen platziert waren. Schön wären natürlich auch detaillierte Aufnahmen gewesen, wenn von speziellen Glühbirnen etc. die Rede ist.

Zuschauerfragen einzubinden finde ich hingegen unnötig. Da ist der Vorlauf sicherlich zu groß, da ja rechtzeitig die Produktion einer neuen Ausgabe bei… angekündigt werden muss. Da vertraue ich ganz auf Thomas.


#17

Nun ja, ihr habt doch Funkmikros, oder sehe ich das falsch? Daher die Frage, da es in der Folge halt öfter mal vorkam das Thomas den Ton nicht gut abnehmen konnte.

Jo, ich schätze das is der Punkt der auffällig ist. Da die Sehgewohnheit vom Timing her anders ist, eben nicht im “anschluss” sondern “währenddessen”.

Das insgesamt nicht ein riesen Aufwand betrieben werden kann ist ja klar, aber würde z.B. EIN weiterer Drehtag (bzw. Zeit für Off Aufnahmen, Zwischenschnitte) den Kohl so fett machen das es problematisch wird, oder eine zweite Kamera bzw. Kameramann?


#18

Die Funkmikros haben Empfänger, die leider auf 230V Steckdosen basieren. Demnach schlecht für eine Reportage, die sich ständig am bewegen ist und andere Orte zeigt. Gleichzeitig ist das Handkabelmikro ein Stilmittel.

Ich stelle Fragen, die mich interessieren. Von daher möchte ich Technik sehen und keine politischen Fragen. Wieso die Elphi so lange gebraucht hat, ist mir ehrlich gesagt egal, vor allem weil die jetzt fertig ist. Zusätzlich möchte ich auch, dass der Interviewgast selber die Chance hat, interessante Orte auszusuchen, nach dem Motto, dass er wohl die besten und coolsten Tipps hat. Dies hat Herr Just auch sehr genossen, dass es so locker und ohne konkreten Drehplan ablief, seine Erfahrungen mit z.B. dem NDR waren, dass ständig Sachen wiederholt wurden, damit das Bild passt (“Könnten Sie nochmal an dem Regler spielen, damit es so aussieht, ob Sie gerade was machen?”) und das möchte ich eben nicht.

Zwei Drehtage? :joy: Kein Ort hat so viel Zeit für ein kleines Online Studio, um den Betrieb bzw. den Mitarbeiter so lange aus dem Verkehr zu ziehen. Ebenfalls klingt ein zweiter Kameramann zwar toll, aber viele Bereiche sind einfach nicht für eine Filmcrew ausgelegt bzw. der Mehrwert ist zu gering.
Dass wir in der Elphi überhaupt so viel sehen und drehen durften, ist fast ein Wunder.

Eventuell können die Schnitte besser gemacht werden, aber das macht Chris schon, da vertrau ich ihm. Aber konzentriert euch auch auf den Inhalt. So eine Reportage, wo nichts gefaket wird und der Gast mit seiner Firma/Aufgabengebiet im Mittelpunkt steht, wo auch kein Offsprecher im Nachhinein noch etwas erklärt, was aus den Händen des Gastes liegt, gibts afaik nicht.


#19

Danke für die ausführlichen Erläuterungen. Ist im Hause ja nicht immer der Fall :smiley: .


#20

Das ich zB an anderer Stelle ausdrücklich gelobt habe. Ich mag den Analogstil, der damit vermittelt wird. Verstehe auch nicht, warum Funk besser sein soll, nur weils Funk ist… Aber gewisse User haben sich halt auf “ganz nett, aber… [lange, aber belanglose Liste]” spezialisiert