Folge 348: Fünf Filme für Morrison - u.a. Blow, Juice, Bully

Pantoffelkino Folge 348. Hier kann darüber diskutiert werden!

Mario, Christian und Holger erfüllen heute einen Lebemann-Wunsch von Geburtstagskind Morrison. Der hat sich fünf Filme gewünscht, die sehr viel mit Crime und Drogen zu tun haben. So begegnen wir gleich zweimal Johnny Depp, aber auch Tupac Shakur und einem ehemaligen Football-Spieler, der sich als Schauspieler versuchte.

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hey, erstmal alles gute zum geburtstag und viel glück, liebe und das ganze gedöhns dennis!..
ich liebe fear and loathing in las vegas…diesen film habe bestimmt 30 mal gesehen…
ach ja, AdrenoChrom ;-)…
danke an euch für die schöne sendung und ein super wochenende euch allen da draussen
#Fledermausland :wink:
ach ja, kennt oder hat sogar jemand das original „Blast – Wo die Büffel röhren“? mit bill murray …ich suche die deutsche fassung…

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Steht da diesmal Morrison statt Dennis, damit ich die Schuld für die schlechte Filmauswahl nicht wieder auf dandee schiebe?

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Taggst du mich neuerdings nicht mehr, weil du Angst hast, es könnte mich nerven? Ich habe ein Kurzzeitgedächtnis, was Leute und Dispute hier angeht … Morrison sagt mir nichts, die Filmauswahl ist aber gut.

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Vielleicht liegt´s nicht an der Filmauswahl, sondern an der Zuschauerauswahl? :crazy_face:

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Es schien ihn sehr zu belasten, mit dir verwechselt worden zu sein. Wer möchte es ihm auch verübeln…

Habe Fear and Loathing in Las Vegas vor Jahren mal gesehen und war begeistert!
Ich finde den Film schräg und super witzig - aber auch Mario hat einen Punkt: nach einiger Zeit wird es anstrengend und lang.

Wie haben den Film routinemäßig nach der Disco reingeworfen. Keiner war je in der Lage zu sagen, worum es in dem Film geht! :smile:

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Die Stunts und Actionszenen in Stone Cold habe ich auch noch in guter Erinnerung. Die waren recht ordentlich. Der Film ist aber auch ein typisches Beispiel für den Fall, wenn ein Stuntman Regisseur wird. Action hui, alles andere eher mau.

Ich mag den auch sehr! Interessant, dass Mario und Holger nix mit dem anfangen können. Ist halt Geschmacksache. Vor ca. 10 Jahren sah ich den auch gleich mehrmals. Depp und del Toro sind hier großartig! Allein die Art wie die sich bewegen und dass denen so vollkommen egal ist, wie die Leute um sie herum auf sie reagieren. Finde allein schon lustig, wenn er durch die Menschenmenge geht und an seinem Tuch schnüffelt. :slight_smile:
Das Überdrehte und dass das wie ein einziger verfilmter Trip ist, stört mich in diesem Film gar nicht. Auch dass alles etwas „drüber“ wirkt, find ich hier ok. Aber ok, wohl Geschmacksache. :slight_smile:

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Um mal ein paar geldwerte Zitate rauszupicken:

(Holger über Tobey Maguire) „Das ist einer der wenigen lustigen Momente des Films“ – sehr schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Humor ist. Die Szene fand ich amüsant, aber recht belanglos und ich bin mir nicht sicher, ob die Protagonisten die Szene ähnlich gewürdigt hätten, wäre der Typ nicht später Spiderman geworden oder hätte zuvor bei Great Scott! mitgespielt. Vielleicht interpretiere ich da zu viel rein, aber wäre das irgendein anderer Depp, der nicht Depp heißt, hätte seine Schauspielkunst, schätze ich, keine Erwähnung gefunden.

Was schade ist, da das restliche Ensemble ebenfalls Höchstleistungen vollbringt. Man nehme nur die Szene mit dem Bullenkongress und Dr. L. Ron Bumquist: Eine unfassbar großartige Parodie auf den American War Of Drugs. Schauspieltechnisch ebenso wie vom Buch, der Regie, der Kameraführung und der Nachbearbeitung her. Auf youtube kommt das aufgrund bildlicher Kastration leider nicht zur Geltung, aber einen ersten Eindruck vermittelt: Erkenne den Rauschgift abhängigen - YouTube

Interessant übrigens für die MASH-Fans, dass hier auf Potters Synchronstimme die von Klinger folgt. Ansonsten immer dran denken: „Erkenne den Rauschgiftabhängigen. Das kann Dir Dein Leben retten. Man kann wahrscheinlich seinen Augenausdruck nicht erkennen, weil er eine Sonnenbrille trägt. Aber seine Handknöchel sind weiß vor innerer Anspannung und seine Hosen sind verkrustet von Samenflecken, denn er onaniert ständig – es sei denn, er findet eine Frau, die er vergewaltigen kann.“

Ehrlich, besser kann man die Drogenaufklärungsfilme der 50er Jahre nicht persiflieren.

Christian: „Johnny Depp und Benicio del Toro spielen sich hier die Seele aus dem Leib.“

In der Tat. Abgesehen von der Hingabe mit dem Zwei-Millionen-Kilo-Anfuttern von del Toro hatte ich da vor einiger Zeit auch eine Diskussion mit einem Freund, der meinte, Johnny Depp sei ja eigentlich schauspielerisch schlecht, da er immer nur abgedrehte Charaktere spiele. Dem möchte ich mal kurz entgegenhalten, daß es ziemlich schwer ist, 20 abgedrehte Charaktere komplett unterschiedlich zu spielen und hier läuft er, vielleicht auch aufgrund seiner langjährigen Freundschaft zu Hunter S, zur Höchstleistung auf. Beiden, und auch dem Rest des Ensembles, nimmt man die jeweilige Rolle komplett ab; da ist kein Störfaktor, kein Bruch, nichts, aber auch gar nichts, was einen aus der Filmwelt herausreißt.

Christian: „Ich hab den ganzen Film über nur gelacht“ – Ich in der Tat auch und das sogar bevor ich mich an bewusstseinsverändernden Substanzen versucht habe. Was meiner Meinung nach aber auch mit der sehr gelungenen Synchronversion zusammenhängt. Das Dialogbuch ist erstklassig, David Nathan passt mit seiner hier sehr lakonisch angelegten Stimme sowohl zum OFF-Erzähler als auch zum Charakter und die Abmischung ist mindestens überdurchschnittlich. Das abgesehen davon, daß die Originaltexte in ihrer Beiläufigkeit Gold sind.

Christian: „…der auch nicht den großen erhobenen Zeigefinger bei den Drogen hat“ – Holger: „Ja nee, das hat er nun wirklich nicht“.

Auch wenn Holgers Einwurf mehr lustig gemeint war, so ist das aber auch, finde ich, ein wesentlicher Punkt. Ich kenne keinen einzigen guten Film, der mit erhobenem Zeigefinger agiert. South Park mit dem früheren „wisst ihr, ich habe heute etwas gelernt“ sei davon explizit ausgenommen; die haben ihre eigene unaufdringliche Möglichkeit gefunden, eine moralische Botschaft zu senden und gleichzeitig zu parodieren. Wenn ich einen Film sehen will, will ich nicht „erzogen“ werden, sondern im besten Fall in eine Welt eintauchen, die mich, auf egal welche Weise, möglichst lange fesselt.

Mario: „Also daß der Teppichfußboden auf einmal seine Beine hochklettert, das fand ich auch gut gemacht und so, aber der is mir auch ganz einfach zu lang.“

Das war das Zitat, bei dem ich echt herzhaft lachen musste, da es schön so absurd ist und fast in einer Loriot-Szene Platz finden könnte. „Ja, wie die Maden dann die verwesenden Körper in Greifarme umgewandelt haben, das hat mir schon ganz gut gefallen, aber ich musste doch so dringend auf‘s Klo!“

Holger: „Das ist so der „Hey [sic!], wo ist mein Auto“-Humor, ne?“

Uff. Also einen Humor nicht zu teilen ist ja völlig okay, aber man sollte die unterschiedlichen HumorARTEN vielleicht doch wenigstens halbwegs zuordnen können. Da hätte ich von Holger zumindest erwartet, daß er versteht, daß sich der Unterschied dazwischen im Bereich von Buster Keaton vs. Two And A Half Men, Seinfeld vs. Die Dreisten Drei oder Scrubs vs. Achtung Kontrolle bewegt.

Holger: „Da wollte Terry Gilliam wohl ganz bewusst einen Kultfilm drehen.“

Das ist übrigens auch etwas, was ich hochgradig bezweifle. Abgesehen davon, daß vermutlich kein Regisseur mit der Einstellung reingeht „So, jetzt machen wir in den nächsten 17 Tagen mal nen Kultfilm und anschließend gibt‘s Saumagen mit Leberknödeln“ ist das einfach seine Handschrift. Würde man sowas über Kubrick sagen, der immer sehr bildgewaltig gearbeitet hat? Über Welles, der mit allem experimentiert und ein Achtel zum Abschluss gebracht hat? Über Wilder, den eine Frau nach einer Vorpremiere seines Kultfilms „Boulevard der Dämmerung“ gefragt hat „Haben Sie schon jemals einen solchen Schwachsinn gesehen?“? Ich glaube, sogar diese Frau ging nicht davon aus, daß er einen Kultfilm schaffen wollte, sie fand nur einfach- oh, moment, nächstes Zitat:

Holger: „Man muß nicht zu allem einen Zugang finden“

Das ist der Punkt. Ebenso, wie mir James Bond gelinde gesagt am Arsch vorbeigeht (genau wie Big Bang Theory, Unsere Kleine Farm, Akte X, Flipper, Picket Fences, Bärenbrüder, X-Men 1 bis alle, Fast And Furious, Dumm Und Unfassbar Dumm, Triple X usw.) hat eben jeder seine eigene Vorstellung von einem guten Film (oder einer Serie), aus welchen Gründen auch immer.

Ich schalte beispielsweise immer sofort ab, wenn ich mal wieder einen dieser markigen Sprüche höre, wie sie bei LA Law, Recht und Gesetz: Besondere Opfer Einheit, Sieh es ein Las Vegas/Miami/NewYork/DenTäternAufDerSpur etc. an der Tagesordnung sind. Oder wenn man bei Diagnose: Mord oder Hart aber Herzlich mal wieder merkt, daß eigentlich nur Stoff für 20 Minuten da war, aber die Folge eben eine Dreiviertelstunde dauern muss, weswegen alle Charaktere komplett unnatürlich handeln.

Und genauso verstehe ich auch gut, daß man mit Fear and Loathing nichts anfangen kann. Es gibt prinzipiell keine Story, keinen wirklichen Spannungsbogen und keine Bösen, die abgeschlachtet werden müssen, um die Welt, wenn nicht gar das ganze Universum zu retten. Keine saubere Gut-und-Böse Trennung, nichts, worauf der Zuschauer geistig hinfiebern kann und niemanden, der besiegt werden muss, damit wir zum millionsten Mal sehen, wie im Bruchteil der allerletzten Sekunde -damit konnte doch nun wirklich niemand mehr rechnen!- dem Bösen doch noch ein Schnippchen geschlagen wird.

Es einfach nur eine Erzählung. Eine belanglose Erzählung, die neben ihrer visuellen Darstellung unter anderem durch die Wortgewalt lebt. Für Sprachfetischisten ein gefundenes Fressen.

Was mich aber (ich habe Pantoffelkino gerade zum ersten Mal gesehen) auch wundert: Was habt ihr denn alle mit der Filmlänge? Der Diskussion entnehme ich, daß das irgendwie ein Dauerthema zu sein scheint. Also wenn ich einen Film herausragend finde, dann wünsche ich mir doch, daß der so lang wie möglich ist (Ein Grund, weswegen ich hauptsächlich Serien anschaue). Etwas, das mich auch immer wieder bei Artikeln irritiert – ab und an steht dann in den Kommentaren so was wie „Ja man hast echt recht stimme voll zu jo aber warum so lang du vollspast hab dann aufgehört zu lessen“. Vermutlich hat ja jeder so ein oder drei Filme, die er öfter mal anschaut. Würdet ihr euch da nicht wünschen, die wären länger? Wie man sich auch bei Lieblingsserien (Titus, Duckman, Outer Limits) wünscht, sie wären nicht abgesetzt worden?

Aber, zum Thema „es kann ja nicht jedem alles gefallen“ – ich bin insgesamt durchaus ein Massengeschmack-Fan, nur Pantoffelkino verstehe ich (nach dem heutigen erstmaligen anschauen) einfach nicht. Da wird in 7 Minuten ein Film abgehandelt und eigentlich wird ja gar nichts darüber gesagt. Klar, eine Zusammenfassung samt Trailer ist da, die beste und irgendwie auch einzige Anekdote stammt von Christian mit Benitios Donuts, aber ansonsten kommt da ja nichts. Nach der Einführung verbleiben etwa 4 Minuten „Diskussions“zeit. Zwei Leute sagen, daß sie den scheiße finden, einer sagt ‚mir gefällt er‘ und das war‘s. Der eine, dem der Film gefällt, sagt dann auf „ich fand‘s irgendwann anstrengend“ nur „ja natürlich“, aber irgendwie ist das nicht Fisch und nicht Fleisch. Man bekommt so den Eindruck, Christian mag den Film durchaus, Mario hat ihn einmal gesehen und Holger weiß gar nicht, wovon gerade geredet wird. Daher verbleiben von den 4 Minuten auch eher noch drei, da man sich in Diskussionen zu ‚12 Monkeys’ und ‚Hassfilme‘ verstiefelt. Mich lässt das etwas ratlos zurück, aber es gibt ja genug andere tolle Formate hier.

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Dieser Kommentar erinnert mich an die Geschichte vom Kaiser und seinen neuen Kleidern…
Dein Eindruck ist nicht falsch und das liegt daran, dass Holger und vor allem Mario keine Filmkritiker sind sondern einfach nur als Otto-Durchschnittsgucker ihre Meinung zum Film kundtun. Das macht aber für viele Stammzuschauer den Reiz aus.
Bei diesem Format sind auch häufig Volker und Anna dabei, und die beiden würde ich als fundierte Filmkritiker bezeichnen. Schau dir zum Vergleich mal eine Ausgabe mit diesen beiden aus der Stammcrew an. Da wirst du deutlich substantiiertere Kritiken wahrnehmen können…

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Ich werde sicher noch mal eine andere Folge anschauen, aber einer meiner Hauptkritikpunkte wäre die Länge. Ich bezweifle einen echten Erkenntnisgewinn in drei Minuten.

Auch glaube ich, damit sowas spannend wird, braucht es einen gewissen Bezug zum Film. Entweder muss man ihn lieben oder hassen. Alles darunter wird ziemlich schnell banal.

Vielem aus deinem Roman hier ( :slight_smile: ) stimme ich voll zu! Ja, auch ich möchte, wenn mich ein Film fesselt, diesen am liebsten ohne Ende schauen… :wink:

Wichtiger Punkt! So sehe ich das auch. Das von dir Beschriebene nimmt mich noch mehr für den Film ein! Vor allem werden nicht irgendwelche Leute -so nebenbei quasi- abgeknallt, weil da einer voll auf Droge ist und nicht mehr weiß, was er tut. Das bleibt aus. Gut so!

Was das Schauspiel von Depp angeht. Egal, ob das nun gut oder ehr schlecht ist, er spielt hier einen Typen, der sich sehr eigenwillig bewegt und verhält (im Grunde den ganzen Film über). Ich kann mich da wegschmeißen… Aber Humor ist ja usw… :slight_smile:

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Ok, das ist nach meinem vorherigen Lob nun doch so eine Sache, wo ich nicht mit dir übereinstimme. Da ist aber jemand, nun ja, etwas empfindlich und kleinlich, finde ich, sorry… Ich mein, wenn man schon die Minuten zählt, in denen etwas passiert, was einem nicht zusagt…
Also ich mag die Runde bei Pantoffelkino und freue mich darüber, dass die Damen und Herren dort so über Filme sprechen, wie sie das tun. Dann scheint das wohl einfach nicht ganz dein Format/Sendung zu sein. Muss man sich ja nicht anschauen… :slight_smile:

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Volker hätte, soweit ich ihn verstanden habe, auch kein gutes Haar an dem Film gelassen. Und bei Anna glaube ich auch nicht, dass das ein Film für sie ist.

Interessant übrigens, dass einem immer dann die Fähigkeit als Filmkritiker abgesprochen wird, wenn man es wagt, eine andere Meinung zu einem Film zu haben. :laughing: :pleading_face:

Das habe ich schon seit Jahren, lieber Holger :rofl:

Filmkritiker hin oder her. Natürlich seid ihr das ALLE! Punkt! :slight_smile:
Obwohl ich diesem Herrn, der sich den Namen der Hauptfigur aus dem Film gegeben hat, inhaltlich weitgehend zustimme, also was den Film selbst betrifft… Ich finde es etwas sehr unangebracht und merkwürdig, hier „Erbsen zu zählen“ und mit der Stoppuhr herausarbeiten zu wollen, wer wann das Falsche oder zu wenig gesagt hat…