Folge 202: Sport und Medien - Funk analytisch betrachtet

Es gibt übrigens noch die Untersuchung vor 1½ Jahren, dass die ARD-Jung- und Nachwuchsjournis (resp. Volontäre), die sich zumeist in den FUNK-Formaten austoben, zu 92% links-grün sind.

Diese Umfrage hat Dean einfach so verschwiegen.

Dabei kommt es auf die Menschen an, die FUNK machen - und nicht, wieviele Videos in einem bestimmten Zeitraum doch gar nicht links oder woke waren.

Link (leider Paywall, aber Umfrageergebnis ist sichtbar):

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Dean hat nichts verschwiegen, sondern seine EIGENE Untersuchung gemacht. Nicht einfach nur stumpf wiederholt, was alle andere Journalisten schreiben. Ja, die Umfrage darf definitiv angeführt werden, aber sie ist auf keinen Fall ausreichend, um eine These zu bestätigen. Bei gesellschaftspolitischen Theorien braucht es deutlich mehr Beweise als nur eine kleine Umfrage. Der Fokus in Deans Reportage war aber nun einen unabhängigen Eindruck zu funk zu vermitteln. Bei der Auswertung und der Einordnung hat diese Umfrage (oder irgendeine andere Quelle!) daher überhaupt nichts zu suchen. Allein schon ihre Anführung relativiert das Ergebnis, aber die neue journalistische Recherche sollte erst einmal für sich selbst stehen.

Du kannst gerne selber ein Video drehen/einen Text schreiben und Deans unabhängige Untersuchung mit der anderen Umfrage in einen Kontext stehen. Aber Deans Ansatz war wirklich einwandfrei und es fehlte nichts!

Verbesserungsvorschläge zur konkreten Methode und zur Interpretation der Ergebnisse habe ich übrigens weiter oben schon gemacht.

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Seltsame Vorgehensweise deinerseits: Du kritisierst EINEN Kritikpunkt, den jemand an Deans Analyse gebracht hat als „nicht ausreichend“, während die Analyse selbst ja offenbar vollkommen unvollständig und keineswegs hinreichend ist.

Das ist als ob jemand einen faktischen Fehler in einer Dissertation findet und du entgegnest ihm, dass die Aufzeigung des Fehlers nicht ausreichend für eine eigene Abhandlung ist. lol

Ok offenbar geht es hier nicht um Fakten sondern um deine eigene Meinung. Dann argumentiere aber bitte nicht mit wissenschaftlichen Vorgehensweisen. Das ist nun wirklich unglaubwürdig, sorry…

Wissenschaftliche Methodik bedeutet nicht „solange mir das Ergebnis gefällt ist es einwand- und fehlerfrei“.

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Das sehe ich anders: Die Anzahl der Videos heranzuziehen - statt die Personen, die Funk machen, halte ich für einen methodischer Fehler.

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Ich empfehle Prioritäten im Geschichtsunterricht.

Ich meine, die Dinge rund um RAF und den sogenannten Deutschen Herbst 1977 haben in der Geschichte hohe Priorität.

Ich finde es ist eine „interessante“ Entscheidung in eine Analyse zum Thema wie viele Linke Themen es bei Funk gibt auch die unpolitischen Kanäle mit hinein zu nehmen nur um dann immer wieder darauf hinzuweisen, dass es auch haufenweise Kanäle gibt die komplett unpolitisch sind.
Die Aussagekraft dieses Beitrages geht somit gegen 0.
Sehr schwach wie ich finde. : (

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Ich kritisiere, dass stammi behauptet hat, man müsse diese Umfrage anführen. Wie soll man „verschweigen“ denn sonst verstehen, außer als Vorwurf? Ich finde es absolut bescheuert, ihm daraus einen Vorwurf zu stricken. Denn sein Beitrag, der mit voller Absicht vollkommen unabhängig von allen anderen Berichten zu Funk ist, steht für sich selbst.

Ich habe nie behauptet, dass seine Analyse vollständig ist. Im Gegenteil habe ich vorher positive Kritik an der konkreten Methode geübt. Das entwertet aber seine Arbeit nicht, denn hätte er es so gemacht wie ich gesagt hätte, dann hätte irgendjemand gewollt, dass er es so macht, wie er es jetzt gemacht hat. Doch alles vollumfänglich zu untersuchen sprengt den Rahmen eines solchen Videos.

Zu sagen, es ist ein faktischer Fehler, die Umfrage nicht anzuführen, ist absolut lächerlich. Ich habe das Gefühl, es geht dir nur ums Bashing. Bitte überzeuge mich, dass dem nicht so ist.

Doch. „einwandfrei“ bedeutet, dass es frei von Einwänden wie z.B. dem Hinweis der „Unvollständigkeit“ ist. So genau wollen wir dann schon sein.

„Mir“? Also meinst du explizit mich? Wo habe ich Dean „gebasht“? Ich hab ihn z.T. gelobt aber seine Vorgehensweise kritisiert. Würde ich jetzt nicht als klassisches „Bashing“ sehen. Ich finde Dean sehr sympatisch und respektiere auch, dass er seinen eigenen Stil und seine eigene Vorgehensweise hat.

Aber wie gesagt: Wenn man immer eine krude Prämisse braucht um seine eigene Analyse beweisen zu können, dann ist das ein methodischer Fehler. Ich wüsste nicht wie man das anderes benennen soll.

Ich kann auch (überspitzt gesagt) eine unabhängige Analyse machen ob alle FUNK-Kanäle von Echsenmenschen unterwandert sind und dann analysieren wie oft in einem FUNK-Video Echsen gelobt und als beste Haustiere aller Zeiten angepriesen werden. Die Analyse würde natürlich zu dem Schluss kommen, dass FUNK eben NICHT von Echsenmenschen unterwandert ist, aber wen würde diese Analyse etwas bringen?

Man kann jede (wissenschaftliche) Hypothese bereits im vorraus so formulieren, dass sie nur richtig oder falsch sein kann. Aber der Erkenntnisgewinn ist dabei oft gleich null. Das ist in der Wissenschaftlichen Arbeit ein großes Problem. Ich wüsste nicht, warum Journalisten hier eine Art „Freibrief“ haben sollten? Auch Journalisten sollten mMn saubere Thesen formulieren müssen und ihre Analysen daran ausrichten. Sonst sind wir ja gerade bei den unsauberen Vorgehensweisen von FUNK.

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Meine Güte, in meinem ersten Post ist das Wort „einwandfrei“ schon dadurch relativiert, weil direkt im nächsten Satz auf die möglichen Verbesserungen verwiesen wird. Also so viel Zeit zum Lesen bis zum nächsten Satz sollte schon sein…

Also:
Einwandfrei bezog sich auf seinen ANSATZ, nicht seine Methode. Sowohl die Methode, die ich vorschlage, als auch Deans Methode im Beitrag können nie einwandfrei sein. So funktioniert praktische Wissenschaft nicht. Aber der Ansatz ist gut genug, dass man mit seine Ergebnisse (in Videoform) in Zukunft in Diskussionen über Funk einbringen kann. In dem Sinne ist sein Video ein Beispiel von einem einwandfreien Diskussionsbeitrag, der nicht unnötigerweise mit früheren Diskussionsbeiträgen verwässert werden muss.

Das Gefühl, dass es nur ums Bashing ging, bekomme ich dadurch, dass du 1. stammis Einwurf als Aufdecken eines faktischen Fehlers lobst (was eine maßlose Übertreibung ist), 2. polemisch gegen Dean wirst und 3. (leicht) polemisch gegen mich wirst.

Ich habe versucht meine Beiträge eben nicht als eigene Meinung zu formulieren, sondern habe über die Anwendung von Prinzipien laut wissenschaftlichen und journalistischen Standards erörtert. Und ich kam daher zu dem Schluss, dass das Video ein guter Beitrag zur Diskussion ist, unabhängig zum Ergebnis.

Hier ist jetzt meine Meinung:
Die Hypothese von Dean war nicht im Voraus so formuliert, dass das Ergebnis feststeht und der Erkenntnisgewinn durch seine Hypothese hat sich als wertvoll herausgestellt. Der Meinung bist du nicht, aber da brauchst du schon stärkere Argumente als absurderweise Deans Hypothese die Echsenmenschen-Hypothese gegenüberzustellen. Denn ich sehe hier absolut keine Überschneidung. Auch die Behauptung, dass seine Hypothese politisch motiviert war befindet sich auf dünnem Eis, dient hauptsächlich dazu seine Ergebnisse zu diskreditieren und hat (so ohne Nachweise) nichts in diesem Forum verloren. Leute können ja gerne negativ sein, dann sollen sie mir aber den objektiven Grund dafür aufzeigen.

Naja… Mein Punkt ist, dass FUNK von Menschen gemacht wird, und deshalb diese näher betrachtet werden müssen - und nicht die Anzahl der Videos mit/ohne/welcher Politikausrichtung.
Deshalb gehört m.E. die Umfrage der Volontäre unbedingt rein, das hätte @DeanStag als guter Medienjournalist nicht übersehen dürfen.
Mit Sicherheit will ich Dean nicht bashen. Vieles von dem, was er bei MG macht, finde ich super - nur eben diesen Beitrag - genauer gesagt, die Methodik - nicht.

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Hey Stammi,

ich hatte Skabus gemeint. So einmal ein Gegenargument anbringen halte ich nicht gleich für Bashen. Ich wollte dir vorhin ja lediglich nur mitteilen, dass ich eben nicht glaube, dass diese Umfrage in Deans Beitrag relevant war. In anderen Beiträgen über Funk ist er es.

Übrigens spekuliere ich in Folge 202: Sport und Medien - Funk analytisch betrachtet - #20 von eandersen.de selber über die Personen hinter funk. Da wir keinen Einblick hinter die Kulissen bekommen (und die Umfrage ändert daran auch nichts) sollte man derartige Spekulationen aber nicht explizit in einem Beitrag erwähnen. Die Gefahr ist groß, dass man den betroffenen Leuten damit unrecht tut.

Hmm… die Funk-Macher - Moderatoren, Redakteure, Autoren - sind ja bekannt, und viele machen aus ihrer politischen Haltung kein Geheimnis.
Einige Kanäle wie Game Two produzieren auch Videos „hinter den Kulissen“. Z.B. „Darum gendern wir“.
Um eben nicht zu spekulieren, wer welche politische Meinung hat, sind solche Umfragen wichtig, das ist schon ein kleiner (und anonymisierter) Einblick hinter die Kulissen.

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Vielleicht hilft es viel eher, wenn du als absolut zu verstehende Worte wie „einwandfrei“ weglässt? Wie dein letzter Satz das „einwandfrei“ relativieren soll, verstehe ich zudem nicht. Aber Hauptsache wieder den Internet-Klassiker ausgepackt, man würde es nicht (richtig) gelesen haben. :roll_eyes:

Du hast dich hier schlicht unklar und wiedersprüchlich ausgedrückt. Punkt.

Dem stimme ich zu. Klingt für mich aber ein wenig nach vergiftetem Lob. Als Diskussionsbeitrag kann alles dienen. Auch etwas mit methodischen Fehlern. Sogar Polemik und unsachliche Meinungen können(und sind!) Grundlage für eine Diskussion sein. Ich weiß jetzt nur nicht ob das der Anspruch ist an dem wir uns orrientieren wollen? :confused:

Ich hätte gerne einen Diskussionsbeitrag der sich nicht selber durch seine problematische Prämisse ein Bein stellt. Aber kann auch nur meine Meinung sein. Gebe ich zu.

Moment, zum einen: Wie kann es Bashing von Dean sein, wenn ich einem anderen User zustimme? Ist das nicht ein kleines bisschen absurd? :face_with_raised_eyebrow:

Zum anderen stimmt deine Aussage nicht: Ich habe nicht behauptet, dass die Umfrage oder der Einwurf ein Beweis für einen faktischen Fehler an Dean’s Analyse ist, sondern das es faktisch dazu gehört, wenn man die Frage stellt: „Wie woke/links ist FUNK?“ Man kann ja nicht alles weglassen, was nicht ins eigene Narrativ passt und dann sagen: „Naja das soll ja nur ein unabhängiger Diskussionsbeitrag sein.“ Wenn dann muss man schon auch alle relevanten Elemente dazu nehmen, sonst macht man sich schlicht unglaubwürdig.

Dean hätte ja zu dem Schluss kommen können, dass aus seiner Sicht diese Umfrage NICHT zeigt, dass diese Journalisten überwiegend links sind. Aber sie unter den Tisch fallen zu lassen, wirft Fragen auf und in dem Punkt stimme ich @stammi zu. Sowas gehört dazu. Von „bewussten Weglassen“ würde ich nicht sprechen, weil ich das Dean nicht unterstellen würde.

Aber das Dean gerne mal wichtige Fakten unterschlägt, musste er ja selbst zugeben, als es letzte Woche um J.K. Rowling ging. Da fehlten diverse Fakten zu den Konsequenzen die sie erleiden musste. Ich habe also @stammi’s Hinweis auf fehlende Fakten zum Gesamtbild zugestimmt. Das ist weder maßlos übertrieben noch in irgendeiner Weise „Bashing“, Polemik oder sonstwas.

DIe Tatsache, dass du nix anderes als Gegenargument zu bieten hast, als meine Analogie „absurd“ zu nennen, wäre für mich der Hinweis, dass es gar nicht so absurd sein kann. Es handelt sich hierbei um eine Analogie die nicht in der Sache („Echsenmenschen“) sondern in seiner Struktur ein Argument beinhaltet: Nämlich das Aufzeigen wie eine schlecht gewählte Prämisse eine Analyse in ihrem Erkenntnisgewinn schmälern kann. Es ist vollkommen legitim ein dafür aussagekräftiges Beispiel zu nehmen, um den eigenen Punkt deutlich zu machen. Bei einem zahmeren Beispiel wäre die Gefahr, dass mein Gegenüber nicht versteht, worum es mir geht. Mit bewussten Übertreibungen als Stilmittel haben aber irgendwie sehr viele Menschen Probleme. Ich versteh nicht ganz wieso.

Das du es nicht schaffst, dieses Argument auf der inhaltlichen Ebene anzugreifen sondern nur auf die oberflächliche Nennung von „Echsenmenschen“ eingehst, spricht mMn bereits für sich.

Und nur fürs Protokoll: Nein, ich habe nicht Deans Analyse der Analyse von Echsenmenschen gegenüber gestellt. Das gibt mein Beitrag definitiv NICHT her. Es handelt sich also um eine Falschaussage deinerseits.

Habe ich das getan? Wenn ja, wo genau? Wäre mir jetzt nicht bewusst. Wenn ja würde ich mich entschuldigen bzw. die Sache richtigstellen. Ich wüsste nämlich gar nicht, welche politische Einstellung Dean genau hat, könnte (und wollte) ihn daher auch gar nicht einordnen.

Du verwechselst „negativ“ mit legitimer Kritik. Heutzutage ist halt jede Form von ernst gemeinter Kritk halt direkt Polemik und Bashing. Kennt man ja.

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Habe übrigens gerade den Usernamen „DeanStag“ kapiert. Dachte immer: Warum bezeichnet sich der Mann als Hirsch? Manchmal dauert es eben etwas länger.

[Die Assoziationen waren bis zu diesem Zeitpunkt „stag party“ (Junggesellenabschied) oder „stag film“ (Pornofilm aus der Zeit, als diese noch illegal waren).]

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hahahaha ich fass es nicht. ich habs gestern zum ersten mal kapiert. ich hab irgendwie immer an stacks gedacht und mich gefragt ob er gerne sachen stapelt wie in videospielen oder so. oder ob das n nachnahme ist. :rofl: :rofl:

Das ist keine „Untersuchung“ gewesen. Zur Einordnung vielleicht auch mal sowas lesen:

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Warum macht man eigentlich keine „seriöse Erhebung“? Das könnte dann doch alle Probleme in dieser Richtung klären oder nicht?

„Reporter ohne Grenzen“ haben btw. ebenso in ihrem Report angemerkt, dass die Pressevielfalt in Deutschland zurückgeht, aufgrund einseitiger Medienangebote. Sind diese auch unseriös?

Besonders interessant war dabei das Detail, dass fast alle Medien „Reporter ohne Grenzen“ zitiert haben, wenn es um Angriffe auf Journalisten ging(korrekterweise). Das aber die Medienvielfalt aus ihrer Sicht in Deutschland abnimmt das hat es in kein Mainstream-Format geschafft. Ein Schelm wer da böses denkt.

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Ich kann da nur einen Passus zum Sterben von Regionalzeitungen finden, nichts zu einer beklagten politischen Einseitigkeit:

„Die publizistische Vielfalt nimmt währenddessen vor allem in den Regionen weiter ab. Im Mai 2021 übernahmen die Badischen Neuesten Nachrichten (Karlsruhe) das bislang eigenständige Badische Tagblatt (Baden-Baden). Die Verbreitungsgebiete der beiden Nachbarzeitungen überschneiden sich und bieten viele Fusionsmöglichkeiten, die eigenständige überregionale Berichterstattung des Badischen Tagblatts soll aber „vorerst” erhalten bleiben. Im Januar 2022 kündigte der Verlag von Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung an, rund 50 redaktionelle Stellen abzubauen . Das entspricht etwa 20 Prozent der gesamten Redaktion und betrifft sowohl Mantel- als auch Regional- und Lokalredaktionen.“

Richtig und der Zusammenhang besteht hier ja darin, dass durch das vermehrte Wegfallen der Regionalzeitungen sich eine Art Franchise-Betrieb entwickelt, bei dem Zeitungen voneinander abschreiben bzw. Pressemitteilungen von zentralen Presse-Registern kommt, die dann natürlich so sie denn einseitig geprägt sind, mehr Macht erhalten, wenn die Vielfalt der kleineren, unabhängigen Zeitungen abnehmen und eine größere Zahl anfängt aus Zeit- und Kostengründen einfach Pressemitteilungen zu übernehmen, dann nimmt die Vielfalt ab, weil dann einzelne wenige Ersteller von Pressemmitteilungen die Deutungshoheit erlangen.

Und das es offenbar einseitig geprägte Zeitungen und Pressestellen gibt, bestreitest du doch nicht, oder?

Hier ein Artikel dazu:

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Auch dieser aktuelle Artikel scheint auf eine gewisse Einseitigkeit hinzudeuten:

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