Folge 201: Dean über Cancel Culture - Wie definiert man Kauf? - Wie wissenswert ist Wikipedia?

Nur dass es nicht stimmt. :wink: Sie wird versucht und funktioniert durchaus. Wer dagen argumentiert ist in meinen Augen für die Realität verloren.

Jetzt kannst du wieder nach Beweisen im Internet fragen.

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Du musst ja nicht reagieren. Setzt einfach weiter voraus das es alle hinnehmen.

Und zu deiner Info, Cancelnde sind nur während der Tätigkeit gemeint, danach nicht mehr.

Benutz doch normales Deutsch, dann gibt auch weniger Missverändnisse.

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Gibt es auf diesem Kanal doch zu Hauf!

Ich fand es wirklich wirklich gut, dass sich Dean dieses Mal die Grundprämisse dieses Kampfbegriffes genau angeschaut und überprüft hat. Am Ende zählt nicht die individuelle Betroffenheit von einigen, sondern der gesamte Trend. Und offensichtlich kommt man auch nach einem Skandal (ob überhaupt übertrieben aufgebläht oder nicht ist Ansichtssache in jedem Einzefall) trotzdem wieder auf die Beine. Die Perspektive wurde mir von den Kanälen, die ich sonst ansehe, noch nicht vermittelt. Aber diese Gegenbeispiele zu dem „gefühlten Ungerechtigkeiten“ sind extrem wichtig!

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Etwas existiert nicht, weil etwas keinen Erfolg hat? Also ganz konkret hat es die SPD vor 4 Jahren nicht gegeben? :pikathink:

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Unter „Cancel Culture“ verstehe ich das Gehabe von eben dieser von @DeanStag am Ende erwähnten kleinen, aber sehr lauten Minderheit, die, wie Rowan Atkinson es meiner Meinung nach treffend formuliert hatte, dauernd nach einem neuen Opfer Ausschau halten, um es öffentlich zu canceln.

Darunter verstehe ich NICHT, dass die große Mehrheit jemanden cancelt. Mir fallen auch keine derart gelagerten Beispiele ein.

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Ähm, wenn wir von einer „Kulur“ reden, dann interpretiere ich das schon so, als ob hier stets ein Canceln in der Luft wäre. Ein falscher Schritt, ein falsches Wort - Zack! Wirst du aus der Öffentlichkeit verbannt kannst nie wieder zurück, das verstehe ich unter einer „Kultur“ - und das ist ja, wie Dean sehr schön erklärt hat, nicht der Fall.

Nur weil einzelne Menschen Bestrebungen haben, die Demokratie abzuschaffen und eine Diktatur zu etablieren, heißt dass nicht, dass wir gleich eine Diktatur haben.

Nvm dann verstehen wir völlig verschiedene Dinge unter dem Begriff

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„Cancel Culture“ ist erst mal nur ein geflügeltes Kampfwort das aus den USA zu uns geschwappt ist. Außerdem bedeutet Kultur nicht automatisch und ausschließlich, dass sie von einer ganzen Gesellschaft gepflegt wird.

Wenn du dich so sehr an dem Wort Culture in „Cancel Culture“ aufhängst: Man könnte es als eine Subkultur bezeichnen, der niemand angehören will, wenn man die Menschen danach fragt, manche aber dann im anonymen Raum die digitale Mistgabel aus dem Koffer holen, wenn ihnen irgendetwas nicht passt und sich dann im Kollektiv in einer Weise verhalten, dass sie dafür einen eigenen Begriff verpasst bekommen haben.

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das wärs gewesen !

Ich kann deine Kritik an der deutschen Wikipedia nachvollziehen. Allerdings fällt mir immer wieder auf, dass die Moderation in der englischen Version in einigen Bereichen deutlich schlechter ist als in der deutschen. So kommt es, dass in der englischen Version zum Beispiel werbliche externe Links im Fließtext sind, ohne dass es irgendjemanden zu stören scheint. In der deutschen Version habe ich so etwas noch nicht gesehen.

Hey! Wenn schon, dann „meinen Prüfenden“ oder „meinen Prüfer:innen“ !
Immer schön Haltung zeigen, auch durch Schreib- und Sprechweise.

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Fällt dir auf, dass so krass linksversiffte Leute wie ich das eben nicht korrigieren? QED was Lars oben gesagt hat

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Prüfende sind nur solche, wenn sie gerade jetzt prüfen. Sonst sind sie Prüferinnen oder Prüfer.
Ich bin auch nur Autofahrender, wenn ich jetzt gerade autofahre.

Egal auf die Diskussion hier, @DeanStag , Super Folge wie immer. Auch so schön selbstironisch, sowas mag ich besonders. Freu mich auf die nächste Folge.

Ein Youtube Kanal Tipp den du zu 100% mögen wirst, ist genau dein Thema und Humor

https://www.youtube.com/c/joeybtoonz

Hab den Kanal innerhalb von Tagen komplett durchgeschaut, grossartig.

Kommentiert sarkastisch wie Social Media eine Generation kaputt macht von aufmerksamkeitsgeilen Selbstdarstellern

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In dem Moment in dem Menschen berufliche Restriktionen erfahren, weil sie gesellschaftlich kontroverse Meinungen öffentlich vertreten, nennt man es Cancel Culture.
Dieses Thema rein medial zu betrachten ist ganz nett, letztendlich muss es aber trotzdem ganzheitlich betrachtet werden.

Ob „Cancel Culture“ eine direkte Kultur ist, glaub ich nicht, eine politische Kultur ist es meiner Meinung nach schon. Und die Aussage, dass jeder Betroffene irgendwann, irgendwie wieder offentlich stattfindet, ist schwierig.
Erstens gilt das nicht für alle, in Zeiten Coronas wurden auch Covidimpfskeptiker aus allen Berufsgruppen je nach Stimmung am Arbeitsplatz Restriktionen ausgesetzt.
Das betrifft auch Wissenschaftler.
Zweitens können die beruflichen znd wirtschaftlichen Folgen auch erheblich sein.
Über die heutige Eva Hermann muss man nicht reden, aber selbstverständlich war es für diese Frau damals ein erheblicher wirtschaftlicher Einschnitt. Wahrscheinlich hat dieses Canceling auch zu ihrer Radikalisierung beigetragen.

Meine These:
Es geht letztlich um eine laute Minderheit, denn die Mehrheit cancelt selten.
Das ist auch in den Beispielen so.
Erst nachdem gecancelt wurde, kommen die Gegenstimmen.
Es ist im Zeitalter sozialer Medien zu einfach Druck auf die Instanzen auszuüben.
Diesem müsste man aber standhalten, wenn man unsere pluralistische demokratische Gesellschaft wirklich ernst nimmt.
Und dass es zur Zeit um die Meinungsfreiheit schlecht steht, ist mittlerweile nicht ohne Grund eine Mehrheitsmeinung geworden.

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Nein. Denn der Versuch andere wegen einer unproblematischen Meinung zu entfernen, zeigt ein tief undemokratisches Verständnis von Meinungsfreiheit. Sowas einfach schulterzuckend zu akzeptieren zeugt für mich nur davon, dass man offenbar gar nicht wirklich an einer offenen Welt interesiert ist und das oft einfach nur vorgibt, weils besser klingt oder gerade opportun ist.

Möchtest du in einem Land leben in der zwar der Staat juristisch verpflichtet ist, das Grundgesetz einzuhalten, aber haufenweise Privatpersonen ihre Macht(lies: Geld) dazu einsetzen, selbiges zu untergraben? Vor allem in einem Land in dem Privatpersonen und Unternehmen meistens deutlich mehr Macht haben, als der Staat?

Ich hab noch nie verstanden, warum Leute es okay finden, wenn Privatpersonen offensichtlich gegen das GG und seine Grundsätze handeln. Vor allem wenn diese Privatpersonen keine Personen sind sondern einflussreiche Organisationen und/oder Unternehmen. Welchen Zweck hat die Grundlage unserer Verfassung wenn man sie mit genug privatem Vermögen und/oder unternehmerischer Macht aushebeln kann? Darauf hätte ich wirklich gerne mal eine überzeugende Antwort…

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Das Mallorca Bashing muss aufhören!

Mallorca besteht nicht nur aus Ballermann. Die Insel und ihre Hauptstadt sind sehr schön.
Es gibt nur eine einzige kleine Ecke wo es so abgeht: El Arenal.

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Bei mir ebenfalls.
Meine Güte, was ist mir das egal!
Könnte es etwa sein, dass es mehr Leute gibt, die cool mit dem Thema umgehen, als man so glaubt, wenn man das hier so liest?

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Du bist glaube ich der Erste der „nie wieder zurück“ als notwendige Vorraussetzung für „Cancel Culture“ ansieht. Von daher würde ich vorschlagen, wir halten uns an die Definitionen die gebräuchlich sind und erfinden keine Zusatzvorraussetzungen.

Das führt sonst nur dazu, dass man die Definition so eng schnürt, dass die Sache dann WIRKLICH nicht mehr existiert so alla. „Ein rosaner fliegender Elefant von 10.000 Tonnen Gewicht und dem Umfang einer Sonne!“ :wink:

Das halte ich für eine sinnvolle Definition, danke! :+1:

(Generell großartiger, sachlicher Beitrag! Respekt!)

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Im Gegensatz zu den Kampagnen der ÖR in den sozialen Medien gibt es im echten Leben auch kaum Leute, die Lieder wie Layla verbieten wollen. Gerade auf Facebook gab es immer sehr suggestive Fragestellungen wie „Sollten sexistische Songs wie Layla verboten werden?“.

Das Verbot steckt in der Fragestellung. Man hätte auch „Magst du Lieder wie Layla?“ fragen können - hätte aber das gewünschte Ergebnis (Verbot) nicht direkt auf dem Silbertablett serviert.

Kommen wir zum altbekannten Fazit: das Internet ist halt nicht die Realität.

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Das Problem was ich an der Definition sehe ist:

  1. Die politische Meinung eines Mitarbeites kann durch die verknüpfung in sozialen Medien auf das Unternehmen zurückfallen
  2. Unternehmen geben sich Wertekataloge als Teil der Unternehmensstrategie
  3. Menschen kaufen die Produkte des Unternehmens auch wegen der Unternehmenswerte (Beipspielsweise weil das Unternehmen als Wert hat besonders Nachhaltig zu sein oder oder oder) Die Unternehmenswerte sind als teil des Produktes

Wenn jetzt beispielsweise ein Mitarbeiter auf Facebook sagt: „nachhaltige Produkte sind scheiße“. ist das völlig in Ordnung aus Sicht des Gesetzes. Der hat niemanden beleidigt, keine Volksverhetzung begangen, keine sonstige Straftat. Aber er hat etwas anderes gemacht. Er hat das Produkt seines Arbeitgebers schlecht gemacht denn diese Meinung fällt auf den Arbeitgeber zurück und wenn die nicht reagieren, dann hat der Arbeitgeber möglicherweise Nachteile.

Jetzt könnte man noch sagen: „Dann ist der Arbeitgeber gecancelt worden“. Ja, Aber es ist doch meine freie Entscheidung als Kunde ein Produkt abzulehnen, was mir nicht zusagt. Wenn ein Unternehmen eine geheuchelte Nachhaltigkeit verkauft, dann muss ich deren Produkte nicht kaufen. Wenn mit das Essen in einem Restaurant nicht schmeckt muss ich da nicht hingehen. Wenn das Restaurant mich als Kunden zurück haben will sollen die den Koch feuern und jemand anderes einstellen. Sonst ist das meine Entscheidung da nicht wieder hinzugehen. Das nennt man Freiheit. Ich habe nicht die Pflicht irgendwas zu kaufen irgendwas zu lesen oder auf einem Journalistischen Portal Werbung zu schalten.

Deswegen halte ich das für keine gute Definition.

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