Du genderst nicht, also wird deine Uni-Hausarbeit abgewertet. Selber erlebt ![]()
Oh heftig. Das ist natürlich inakzeptabel. Bist du darüber vorher in Kenntnis gesetzt worden?
Mir ging es auch nicht um Verbote oder Whataboutismen, sondern eher darum, dass alle immer dünnhäutiger werden und sich gleichzeitig darüber beschweren, dass die anderen immer dünnhäutiger werden.
@Riif-Sa nein, bin ich nicht. Wäre ich vor Gericht gegangen hätte ich sicher gewonnen, da es für dieses belastende hoheitliche Entscheidung (Uni ist nunmal öffentliches Recht) keine Rechtsgrundlage gibt.
Da das Gewicht der Note nicht entscheidend war und die Dozentin aus privaten Gründen die Uni wechselte, habe ich von weiteren Schritten abgesehen.
Sorry, das ist Bullshit. Ich höre das immer wieder und bekomme an allen Ecken und Kanten das Gendern aufgezwungen. Wo lebst du eigentlich?
genau!
Tatsächlich? Was meinst du denn mit aufgezwungen? Wenn du damit meinst „Podcast X oder YouTuber Y macht das plötzlich und es gefällt mir nicht also höre/schaue ich nicht mehr“, dann fällt das unter „dünne Haut“ und hat nichts mit aufzwingen zu tun.
Du solltest bei dem was du so aus der Realität mitbekommst wirklich mal überlegen ob du eine Sendung machen solltest in der Themen bewertet werden. Ich weiss echt nicht unter welchem Stein du lebst.
Da würde ich mitgehen, wenn diese Podcasts das freiwillig tun. Oder haben 90 Prozent vielleicht einfach keine Lust auf Shitstorm? Ich denke, dass ist die Realität.
You know, beim Thema Gendern gebe ich dir absolut recht, da war ich super voreingenommen und wollte einfach nur das richtige tun. Jetzt wo ich drüber nachdenke erinnere ich mich sogar dran, dass Alicia Joe in ihrem Gender-Video sogar kurz einen ähnlichen Fall an einer Universität erwähnt hat.
Ich sehe es nur an mir. Ich gendere jetzt seit einem halben Jahr nicht mehr und ich habe 0 Kommentare bekommen, die gesagt haben
…aber in der Zeit in der ich es getan habe, bestand min. 20% der Rückmeldungen zu meiner Sendung aus
was die Ablehnung deutlich zeigt, das akzeptiere ich, aber allein wegen der Art, wie sich jemand entscheidet zu sprechen oder zu schreiben mit der Intention, niemanden ausgrenzen zu wollen - deswegen zu sagen „du redest wie ein geistig Behinderter, deine Argumente sind damit untauglich“ zeigt mir, dass es mit der Diskussionsbereitschaft ja nicht weit her sein kann.
Da verlasse ich mich natürlich auf das Wort der Hosts. Ich kenne genau einen deutschen Podcast, der sich dazu entschieden hat, zu Gendern und die Hosts sagen, dass sie das aus den gleichen Gründen tun, aus denen ich auch gegendert habe (und ich weiß mit absoluter Sicherheit, das nicht wegen irgendeines Drucks oder aus Angst vor einen Shitstorm getan zu haben) und das glaube ich dann auch. Bei welchen Podcasts hast du denn das Gefühl, dass aus Angst vor einen Shitstorm gegendert wird?
Also beruht Dean’s Bachelor-Arbeit im Kern auf einem Missverständnis?
Ja. Solange alle freiwillig handeln und nicht aus welchen Gründen auch immer gezwungen werden bin ich dabei.
Aber dewegen muss sich das ja keiner anhören und man kann das gender genau so sein lassen wenn es jemanden stört wie ich es tolerieren soll.
die Leute wollen es nicht. Die absolute Mehrheit. Also bitte
Dean arbeitet sich an Strohpersonen wie Layla, Mockridge, 90er-Jahre Zombies und anderem Quatsch ab. Verharmlosung pur.
Canceln ist real, es zählt der Fakt des Nicht-Stattfindens.
Wer wann was warum und mit welchen Mitteln verbietet, ist zweitrangig.
Marie-Luise Vollbrecht durfte ihren Vortrag über - nicht zu bezweifelnde - biologische Grundfakten nicht halten.
Dass sie ihn nach vielfachem Protest „nachhalten“ durfte, ändert nichts an der primären Repression.
Puh ähm ja alles cool, ich bin gerade nicht Zuhause aber das sieht leider legit aus, was du da schreibst. Die Unterscheidung der verschiedenen Namensräume ist mir natürlich bekannt und muss das wohl echt Panne übersehen haben. Ich check das nochmal mit meiner Uni, denn denen ist das auch nicht aufgefallen. ![]()
Zum Glück nicht! Das, was ich hier als Beitrag verarbeitet habe umfasst nur eines der vielen Unterkapitel. Von daher im Rahmen der BA wohl nur ein kleiner Fehler, der offenbar auch meinen Prüfern nicht aufgefallen ist? ![]()
Ich hätte echt nicht gedacht, dass hier schon wieder so eine Diskussion losbricht. Im Beitrag rede ich von „Cancelnden“ weil „Cancel Culture“ ein englisches Schlagwort ohne deutsche Übersetzung ist und die Alternative der „Cancler“ mir zu nah am deutschen „Kanzler“ war. In meinem gesamten Leben habe ich schon von „Streamenden“, „Arbeitenden“ etc. gesprochen, ohne jedwede Form von Ideologie und bis vor zwei Jahren hat das auch niemanden gejuckt. Stattdessen muss man hier im Forum gefühlt bei jedem Satz aufpassen, denn wenn dann mal irgendwo ein Hauch sprachlicher Variation stattfindet, diskutieren hier im Forum „Schreibende“ nur noch über dieses Thema.
Ähnlich wie @Riif-Sa ist es mir noch nie untergekommen, dass jemand wegen Nicht-Genderns angegangen wurde. Umgekehrt dafür schon mehrfach, aber das ist natürlich rein anekdotische Evidenz und wenn man eine schlechtere Note in der Uni wegen so etwas bekommt, ist das mega whack, keine Frage. In meinem privaten Umfeld gibt es einige die Gendern, und einige die es nicht tun und man mag es kaum glauben: Wir mögen uns immer noch und fangen nicht jedes Mal aufs neue mit diesem Thema an! Unfassbar oder? ![]()
Kennt ihr noch die „Allwissende Müllhalde“ aus den Fraggles?
Wenn es um Wikipedia geht, muss ich immer an die Allwissende Müllhalde denken.
Wikipedia selbst sagt, dass ich nicht der Einziche mit dieser Assoziation bin.
Das ist wirkliche Allwissenheit ![]()
Du bist neu hier, oder?
Nur weil die Cancel Culture keinen Erfolg hat, heißt es ja nicht, dass es sie nicht gibt. Die Intention dabei ist ja gerade, dass Personen aus der Medialen Welt verschwinden. Es wäre schlimm, wenn es so einfach möglich wäre.
Ich benutze eigentlich schon seit Jahren primär die englischsprachige Wikipedia. Das Niveau der Artikel wie auch die der Moderation ist wesentlich höher.
An der deutschsprachigen Wikipedia krankt es schon seit langem an zwei Punkten:
- Einige wichtigtuerische Admins bestimmen, was als Artikel relevant ist. Es brechen immer wieder Diskussionen darüber und Löschkriege aus.
- Quellen sind nur eine nette Artikeldreingabe, keine Pflicht wie das berühmt „[citation needed]“ der englischsprachigen Wikipedia. Wer sich mal das Seitenende eines englischsprachigen Wikipedia-Artikels ansieht und es anschließend mit dem deutschen Pendant vergleicht, weiß, was ich meine.
I bims, deine Allgemeinen Geschäftsbedingungens!
Zum Thema „Es gibt keine Cancel Culture“ hätte ich ein Gespräch z. B. mit Kay Ray (oder anderen Betroffenen) sinnvoll gefunden.
Doch. Exakt das heißt das.