Massengeschmack-TV Shop

Folge 13: Zurück zur D-Mark?


#82

Und schon wieder ein reines Kontextmassaker. Was das angeht bist du echt ein Serientäter.


#83

Hast recht.


#84

Schade, dass hier schon lange kein Mod reingeschaut hat, der bestimmte User darauf hinweist, “beim Thema” zu bleiben. :roll_eyes:


#85

Hast du es bald mal? Der einzige, der fast ausschließlich am Thema vorbeiredet, bist du


#86

Das System wäre fair, wenn alle die gleiche Chance bekommen würden.
Ich geb dir ein Beispiel konkret von mir das ich bisher nirgends niedergeschrieben habe und für mich der Beweggrund war die “Linke” Haltung einzunehmen.
Als ich die 11. Klasse erreicht habe war meine Mutter (schon seit Jahren alleinerziehend) als Reiseverkehrskauffrau angestellt. Der Chef ist dann mit dem Geld der Firma ins Ausland abgehauen. Insolvenz konnte aber nicht so schnell angemeldet werden. Arbeitslos melden ging aber auch nicht, weil die Insolvenz noch nicht lief und das Jobcenter ihr eine 3-Monatssperre aufgedrückt hätte (Aussage der Sachbearbeiterin). Meine Mutter konnte sich nur arbeitssuchend melden. 3 Monate musste meine Mutter somit jeden Tag 25km einfache Strecke zur Arbeit fahren, wissend das Sie keinen Lohn bekommen würde. Erst nach 3 Monaten setze das Insolvenzverfahren ein. Es war kein Geld in der Kasse. Zu dem Zeitpunkt war ich Stufenbester in meinem Jahrgang und meine Mutter bat mich von der Schule abzugehen weil kein Geld mehr da war und wir nicht einmal die Miete zahlen konnte. Unterhalt von meinem Erzeuger habe ich noch nie bekommen. Sicherungssysteme wie Unterhaltsvorschuss gab es damals nicht. Das musste man selbst einklagen. Ich bin zu meinem Vertrauenslehrer und habe mit ihm alle Instanzen durch. Hartz 4 ging nicht, da meine Mutter unterhaltspflichtig war (Aussage Amt). Ich habe mich dann erfolgreich auf eine Ausbildungsstelle beworben und bin mit 17 ausgezogen. Habe meine Ausbildung abgeschlossen und studiere nun nebenbei über den 2. Bildungsweg. Der aber erst geöffnet wurde als ich 3 Jahre Berufserfahrung nach meiner 3-jährigen Ausbildung (verkürzt auf 2,5) vorweisen konnte. In anderen Bundesländer kann man mit dem Abschluss der Berufsausbildung und dem zusätzlichen Belegen einzelner Fächer (Mathe, Englisch) das direkte Abitur mitmachen (wurde NATÜRLICH in meinem von der CDU regierten Bundesland nicht angeboten).
Die Bildungswege sind theoretisch da, aber stehen weder jedem offen noch sind diese fair.

Die Aussage die Arbeitskraft eines “Lagerarbeiters” sei weniger Wert als die eines “Ingenieurs” sei mit Absicht weniger wert ist totaler quatsch. Das Studium (ich studiere Diplom-Wirtschaftsinformatik) hat mich fachlich nicht weiter qualifiziert. Es hat mir den ein oder anderen Trick verraten, aber nichts was man in 3 Jahren Praxis nicht auch lernen könnte. Zudem kommst du ohne Realschulabschluss + Berufserfahrung oder nachholen eines Abiturs gar nicht erst in die Position zu Studieren.

Ich habe es geschafft in der Zeit von nem einfachen IT-Systemkaufmann ins Controlling zu wandern, ins Consulting und seit 2 Jahren bin ich Produktmanager in leitender Funktion (mein Studium ist immer noch nicht abgeschlossen). Ich hatte aber immer auch Chefs die mein “Potential” erkannt haben und mir ne Chance gegeben haben. Das hat nunmal nicht jeder.

Zudem sitze ich mir meinen Hintern Wund während ein Dachdecker, Lagerarbeiter etc. sich Rücken oder ihre ganze Gesundheit für nen Hungerlohn kaputt machen. Fair? Ich denke nicht. Ja Arbeit sollte sich lohnen aber die Verhältnismäßigkeit ist schon lang nicht mehr gegeben.

Leistung ist eine Frage der Perspektive. Leistung ist schwer vergleichbar wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht und nicht jedem die gleiche Chance bietet. Wer sie nicht nutzen möchte ok. Aber viele würden sehr gerne und können nicht, weil denen wie mir Steine in den Weg gelegt wurden. Ich habe 5 Jahre gebraucht und bin immer noch nicht fertig um das aufzuholen was mir durch 1 Jahr Abbruch der Schule genommen wurde.

Btw.
Der NC ist seit Jahren schon verfassungswidrig, weshalb man auch jederzeit dagegen klagen kann und gewinnt (wenn man das nötige Kleingeld hat). Die Universitäten sollten allen Menschen offen stehen, welche über Praktika, Nachweise und Willen verfügen. Wenn das gegeben wäre, würde ich dir Beipflichten. So jedoch nicht.


#87

Klar, zahlen ja die anderen. :face_vomiting:

BTW: Auch Arbeiterkind einer alleinerziehenden Mutter. Nur mit weniger Tränendrüsendrücken… :roll_eyes:


#88

Zahlt man so oder so

Extraklaus wollte ein Beispiel - ich hab eins geliefert. Ich hab meinen Weg gefunden - also nix rumgeheule. Aber schön wie du alles darauf reduzierst.
Mir gehts darum das Chancengleichheit herrschen soll. Steuern werden woanders mehr verschwendet, das könnten wir uns locker leisten.

Aber man kann auch immer nur das verstehen / rauslesen was man möchte. Respekt dafür!


#89

Eben, deswegen lässt man für die begrenzte Anzahl Studienplätze nur diejenigen zu, die das Studium mit der höchsten Wahrscheinlichkeit abschließen. EinMedizinstudienplatz kostet mal locker einen sechsstelligen Betrag

Herrscht auch weitestgehend. Jeder kann im Prinzip studieren. D.h. natürlich nicht, dass es für alle gleich einfach oder schwer ist. Dennoch ist der Weg niemandem grundsätzlich verbaut. Ich habe während meines Abiturs und Studiums permanent nebenbei gearbeitet, habe kaum ein Wochenende mit meinen Freunden feiern können, Habe noch eine Pflegeausbildung dazwischengeschoben und hasse es, wenn dann Leute behaupten, es wäre unmöglich, seinen Weg zu gehen.

Leute, die nichts erreichen und mir so etwas vorheulen (nicht du bist gemeint), kann ich nicht ernst nehmen. Zu einem erfolgreichen Studium und Lebensweg gehört nun mal auch Willensstärke. Wer diese nicht zeigen kann oder will, darf sich auch nicht beschweren, dass ihm der Staat nicht den Arsch gepudert. Sorry, not sorry.

Ich sehe in solchen Debatten nichts anderes als den Neid auf Kinder reicher Eltern. Das ist so ein bisschen wie stolz auf das eigene Land sein, ein bisschen doof, weil man es eh nicht beeinflussen kann. Außer natürlich man ist Sozialist, dann möchte man natürlich ein System, in dem die „Reichen“ entrechtet (enteignet) werden und der Staat Robin Hood spielt.

Das fand ich schon immer widerlich: den eigenen Vorteil daraus ziehen, dass anderen Menschen etwas weggenommen wird, statt es sich einfach selbst zu erarbeiten. Sticht es bei solchen Gedanken nicht etwas im Hirn an der Stelle, wo der Stolz sitzt?


#90

Deswegen schrieb ich auch nicht jeder möchte. Das ist dann auch in Ordnung aber Leistung bzw Leistungswillen durch Noten oder einen Schuldabschluss zu bewerten finde ich nicht ok. Wenn Leistung für tatsächliche Leistung entlohnt wird hab ich damit kein Problem. Jemand arbeitet mehr und / oder besser (effektiver) dann soll er mehr bekommen. Kein Widerspruch zu dir.
Nur sollte eben jeder die gleichen Chancen haben das zu erreichen und das seh ich eben nicht durch ein Schulsystem das 16 mal verschieden ist und nicht zentralisiert ist. Durch einen NC der seit Jahren verfassungswidrig ist und keiner sich verantwortlich fühlt das mal zu ändern. Egal ob SPD, CDU, Grüne, FDP oder GroKo.


#91

Na, das klingt jetzt aber schon deutlich entschärfter. Als Freund eines Minimalstaates bin ich natürlicher Unterstützer des Föderalismus. Denn jegliche Machtzentralisation ist erst mal grundsätzlich das Böse.

Das Schlimmste, das ich mir vorstellen könnte, wäre ein bundesweites Niveau der Schulen so irgendwo zwischen Bremen und Berlin; am besten noch als Ganztags-Indiktrinations-Version. Und wie das immer so ist mit den Niveaus bei einer Angleichung, dort wo sie gut sind, müssen sie sinken.


#92

Nein (oder wahrscheinlich doch, auch solche Fälle wird’s geben), aber - wie du ja immerhin schon richtig anmerktest - die Anzahl und Höhe der Hürden ist deutlich unterschiedlich und soll also abhängig sein vom Los der Geburt?

Jetzt tust du mir fast leid. Wieviel qualitative Lebenszeit hast du für etwas Geld geopfert?

Definiere “erfolgreich”!

Das ist ein schön simples Weltbild: Das uralte Märchen von “Wer sich nur genug anstrengt, der kann alles schaffen! Tschaka!” Sorry, aber das ist BS und hat mit der realen Welt wenig zu tun. In der ereignen sich nämlich in der Regel unvorhersehbare Dinge, die nicht als Variablen in deiner klinisch bereinigten Weltformel auftauchen.

“Neid” hat immer was mit Mißgunst zu tun. Darum geht es aber nicht, sondern um ausgleichende Gerechtigkeit. Und gerade die Kinder reicher Eltern brauchen einen Scheiss an (Willens-)Stärke und haben schon ab Werk die oben erwähnten gepuderten Ärsche serienmäßig. Wie passt das jetzt in deine Formel?

So wie reich geboren sein?

Reichtum zu horten ist halt asozial und dies ist, so leid es dir tut, ein Sozialstaat.
Ist das nicht der Sinn einer Gemeinschaft, daß der stärkere dem schwächeren hilft? Ausser natürlich, man ist Wirtschaftsliberalismuswichser: “Wäre Scheisse Geld wert, man würde den Armen noch das Arschloch nehmen.”

Das fand ich schon immer widerlich: den eigenen Vorteil daraus ziehen, dass der Kapitalismus die falschen Tugenden entlohnt, was einige Leute bis zum Exzess ausnutzen. Sticht es bei solchen Gedanken nicht etwas an der Stelle, wo das Herz sitzt?


#93

Exakt, so wie die Fähigkeit schnell zu laufen und bei den Bundesjugendspielen eine Siegerurkunde bekommen. That‘s life.

Keine. Hat Spaß gemacht und mir Erfahrungen gebracht. Und jetzt lebe ich auskömmlich. Win - win.

Keine Geldsorgen haben und stolz darauf sein können, es selbst dazu gebracht zu haben. Geld allein macht vielleicht nicht vollends glücklich, aber kein Geld haben, macht unglücklich.

Sehr gut. Wie gesagt, niemand hat gesagt das ist für alle gleich leicht oder schwer wäre. Jeder hat seine Startbedingungen und muss eben das Beste daraus machen.

Das kann man sehen wie man will, auf jeden Fall ist es aber im Sinne der Selbstbestimmung vollkommen legitim.

Korrekt. Ist aber halt in Deutschland nicht der Fall. Niemand hilft jemanden hier freiwillig, sondern wird zum Geldtransfer gezwungen. immerhin wird einem ja vom Staat so viel gestohlen, dass Wohltätigkeit praktisch verdrängt wird. Wohltätigkeit und Diakonie auf freiwilliger Basis, sehr gerne. In Form eines diebischen Staates, nein danke.

Da der Kapitalismus die Tugenden Fleiß, Anstrengung, Willensstärke, Engagement,… entlohnt, kann ich damit leben.


#94

Oder die komplette Unfähigkeit, laufen zu können.
That’s life. Roll with it!
Anderer Leute Probleme, ey… :roll_eyes:

Schön, daß deine Definition von “Spaß” für alle zu gelten hat.
Sonst fällt man ja bei deiner Formel sofort unten durch, jedenfalls wenn man nicht gerade reich geboren ist.

Das gilt wohl auch für diese Definition.
Aber es grenzt schon an einen Rekord, das Wort “Geld” so häufig in die Antwort auf diese Frage unterzubringen: Die ganze Antwort lautet:“Geld”!
Nichts anderes! Die Definition von “erfolgreich” ist “Geld”!
So sehen Prioritäten aus! :smiley:

Denn diese Bedingungen - Geld - ist ebenso gottgegeben, wie die Fähigkeit zu laufen!

Sicher. Man ist nur ein Arsch, wenn man es anders sieht.

Ja, ohne den Zwang würde es den armen viel besser gehen.
Die Reichen geben jetzt nämlich aus reinem Trotz nichts, eigentlich wollen die ihr Geld Containerweise in die Menge schaufeln.
Ick lach mir scheckich.

Schön für DICH.


#95

Ich habe sehr lange überlegt, ob ich mich hier überhaupt anmelden soll, statt wie gehabt, weiterhin stumm mitzulesen, aber nach den letzten Tagen stelle ich fest, das ist hier überhaupt nicht meins. Ihr besprecht überhaupt nicht die Inhalte, sondern kreist lediglich um euch selbst. Das ist alles sehr ernüchternd. Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Leider ist das Thread-übergreifend. Sehr abschreckend. Übles Bild. Schade.


#96

Dann mal halt mit dran rum, wenn’s dir nicht gefällt.


#97

Geht es hier darum? Um verbalen surrealistischen Kubismus? Das ist nicht nur sinnentleert, es pervertiert geradezu den Zweck eines Forums. Außer du heißt Picasso und es geht um Kunst. Und? Ist das so? Geht es hier um Kunst? :thinking:


#98

Hey, du hast behauptet, es gäbe hier ein Bild.
Das Bild mit dem Bild ist von dir, nicht von mir!


#99

Das von mir eingebrachte “üble Bild” war selbstredend sinnbildlich gemeint. Deine Aufforderung, mit dran “rumzumalen” hat diese Tür eigentlich erst aufgestoßen. Aber ich selbst bin jetzt Off-Topic oder wie sich das auch immer nennt und ich verabschiede mich aus dieser Diskussion und überlasse euch wieder euch selbst.


#100

Eben, wir hacken gesunden ja auch nicht ein Bein ab und geben es den Rollstuhlfahrern, damit alle nur eins haben :wink:

Well, duh?!
Deine ist für mich eklig und meine für dich, so isset eben.

In der Quitessenz ist es Glück. Geld ist eben ein wichtiger Faktor dafür.

LOL

Lieber wohlhabender Arsch als armer Idiot.

Hab ich nie behauptet. Sicherlich würde mehr an ihre Eigenverantwortung appelliert und Arno Dübels würden schön auf die Fresse fallen, die wirklich Hilfsbedürftigen würden umso mehr durch Freiwilligkeit und mehr Wohlstand aller erhalten.

Schlecht für dich, wenn du diese Tugenden nicht besitzt :man_shrugging:

Meckern war schon immer erfolgreicher als einfach selbst mit anderem Beispiel vorangehen.
Scummi und ich führen eine Sachdiskussion (mal sachlicher mal weniger, nicht wahr @Scumdog :stuck_out_tongue_winking_eye:) , die mit dem Sendungsthema im weitesten zu tun hat. DU bist es, der vollkommen sachfremde Metadiskussionen provoziert, insofern störst du dich wohl am meisten selbst… :man_shrugging:


#101

Ich habe gar nicht “gemeckert”, wie du es nennst; ich habe lediglich eine Feststellung gemacht. Wenn das so, wie ihr das betreibt, für euch in Ordnung ist, auch in dieser Qualität, dann ist es doch gut. Dann soll das so sein. Ich bin ja erst seit einigen Tagen dabei und das wirkt nun mal alles nicht sehr einladend auf mich. Vom der inhaltlichen Abweichung innerhalb dieses Threads, die du “Sachdiskussion” nennst (gibts dafür nicht andere Threads? Oder ein Telefon?) mal ganz abgesehn. Aber wie gesagt…ich bin hier erstmal raus. Stumm mitlesen war vielleicht doch eher die bessere Wahl. Trotzdem danke für eurer freundliches Willkommen.