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Folge 12: Abtreibung


#361

nasciturus :wink: (Habe es fĂ€lschlicherweise aber ĂŒberall mit e geschrieben, gerade aber nochmal nachgeschaut wie es richtig heißt)


#362

Ist kein Widerspruch. Ne Abtreibung oder ne Entnahme zum Weiterentwickeln in einem zukĂŒnftigen Brutkasten wĂ€re wohl kein großer Unterschied mehr. Die Mutter muss das nicht nicht weiter austragen, womit den Rechten der Mutter genĂŒge getan wird.

Psychische Unversehrtheit habe ich nicht erwÀhnt.


#363

DafĂŒr plĂ€diere ich hier nicht und meines Wissens auch niemand anderes hier.

Sehe ich anders. Gesellschaftlich gesehen sollte unser erstes Interesse dem Fortbestand der eigenen Gesellschaft gelten. Handlungen, die dem zuwider stehen, sind auf jeden Fall nicht wĂŒnschenswert. Ich meine es genauso, wie ich es sage. Ich finde den Kompromiss gut, aber trotzdem ist Abtreibung keine NormalitĂ€t. Und da dies auch noch so ist, ist es auch tabuisiert. Moralisch verwerfliche Handlungen werden selten in der Öffentlichkeit kommuniziert, weil man mit dem gesellschaftlich negativen Feedback in Form eines Korrektivs rechnet.
Diese Form der gegenseitigen Erziehung ĂŒbernimmt aber in unserer zivilisierten Welt ein durch klare Regeln geschaffenes Wertefundament und nicht willkĂŒrliche entscheidungen. Dieses Korrektiv-Verhalten stammt auch aus der Tierwelt, wir haben uns nur irgendwann davon emanzipiert, allein dieses Korrektiv einer “Moral” zu verwenden, die sich schnell Ă€ndern kann, und feste Regelwerke etabliert, die nicht solchen schnellem Wandel unterliegen.


#364

Unser moralisches Regelwerk ist viel flexibler und schnelllebiger geworden. Anstatt Jahrhunderte sind das nun Schwankungen von wenigen Jahrzehnten bis noch kĂŒrzer.


#365

Weil dus nicht 9 Monate austragen muss und oft am Ende alleine das Kind grossziehen musst wennd er Kerl abgehauen ist.Kinder Bedeuten in Deutschland fĂŒr viele inzwischen sozialer Abstieg .Im ĂŒbrigen du eine Frau nicht dazu zwingen kannst dein Gör auf die Welt zu bringen, was Frau vielecht nie wollte. Es gibt genug FĂ€lle wo kerle mitten beim Verkehr , die Kondome abziehen und Munter weiter machen ohne das EinverstĂ€ndnis sie so schwĂ€ngert .Die Frau wird schwanger und will abtreiben somit hat man die Frau sexuell mishandelt weil das gegen ihren Willen war, jetzt zu verlangen das sie es noch austrĂ€gt ? Ich denke nicht.

Rumvögeln und nicht verhĂŒten wĂŒrde ich aber auch als PP bezeichnen ,aber nicht wenn dieser “Unfall” wirklich troz verhĂŒtung passiert ist.Je Frau sollte das Recht haben das nicht austragen zu mĂŒssen.Und ich spreche hier nichtmal von Vergewaltigungen.Hier geht es um das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
FĂŒr MĂ€nner ist es leichter ,Spass haben und gehen ,aber was das fĂŒr uns bedeutet daran denken viele nicht.

Im ĂŒbrigen es ist wirklich bisweilen erschreckend wenn MĂ€nner ĂŒber ein Thema reden, was sie nichtmal im Ansatz nachvollziehen können, euch fehlt etwas ganz entscheidendes
 ne GebĂ€rmutter und Eierstöcke.


#366

OK. Wie dem auch sei, ich wollte es trotzdem nicht unerwÀhnt lassen.

Und wenn wir Abtreibungen komplett legalisieren, stirbt Deiner Meinung nach die Gesellschaft aus? Oder wie soll ich Dein Kommentar verstehen?
Um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern mĂŒssen wir eher Schulen und Kitas fördern, Zukunftsperspektiven schaffen, ExistenzĂ€ngste abbauen 
 und nicht werdenden MĂŒtter erklĂ€ren, wie unmoralisch eine Abtreibung wĂ€re

Und wird es auch nie sein, egal wie die Gesetzgebung aussieht. Abtreibung ist ja nicht vergleichbar mit Brötchen beim BÀcker holen oder welche TÀtigkeiten man auch immer als NormalitÀt versteht.

Die Gesellschaft bildet durch Diskurs einen Konsens. Die Gesellschaft ist aber so individuell, dass Du in der Bevölkerung nicht zu allem ein gemeinsames Regelwerk erarbeiten kannst. Es gibt AuswĂŒchse sowohl in die eine als auch in die andere extreme Richtung. Der Staat gibt die Regeln vor, und kann den Konsens eventuell langfristig steuern (aber auch nur bedingt).
Und wie gesagt, ich wĂ€re dafĂŒr Abtreibung zu legalisieren, um langfristig die Frauen zu entstigmatisieren. Ob das machbar ist weiß ich nicht. Ich wĂŒrde es mir aber wĂŒnschen.

Quatsch! Moralische Werte sind feste oder zumindest schwer zu verrĂŒckende Regeln, je nach Thema und auf welchem Wertefundament man fußt.
Nehmen wir beispielsweise das Christentum. Dort wirst Du nirgends lesen oder hören, dass Abtreibung erlaubt ist. Leben gilt dort von Anfang an als gottgewolltes Leben, das man nicht vorzeitig beenden dĂŒrfe. Das Blöde ist nur, dass die Beseelung des Embryos im Christentum immer weiter nach vorne geschoben wurde. Ich glaube man hat lange die jĂŒdische Glaubenslehre ĂŒbernommen und davon ausgegangen dass dies am 40sten Tag geschieht. Daher ist PID, Abtreibung, etc. innerhalb dieser 40 Tage bei den meisten Juden auch weniger problematisch. Aber die Christen sind irgendwann den biologische Weg gegangen und sind bei der Befruchtung der Eizelle hĂ€ngen geblieben.

Die Moral kennt allerdings nur gut und böse, richtig oder falsch. Wesentlich differenzierter sind da weltliche Philosophen die sich auf die Ethik berufen. Die ethische Betrachtungsweise, die aber kein Dogma kennt, ist in solchen Grundrechtsfragen noch relativ neu, da die ReligiösitÀt der Gesellschaft erst in den letzten Jahrzehnten merklich abgenommen hat. Deshalb ist wohl auch die Rechtsprechung des Verfassungsgerichts innerhalb der Jahrzehnte etwas verworren (hab Eure Diskussion dazu aber nur am Rande verfolgt).


#367

Und was ist wenn die Frau keine Kinder kriegen kann? Darf sie dann auch nicht mitreden?


#368

Ich bin inhaltlich auf deiner Seite, aber auch Frauen dĂŒrfen ĂŒber VĂ€terrechte diskutieren, vice versa.


#369

Hurra, Sexismus, das hat in dieser Debatte sowieso noch gefehlt.


#370

Es gibt da was, das nennt sich “Adoption”. Damit hat die Dame das Kind nicht am Hals, und das Kind hat trotzdem eine Chance. FĂŒr diesen Weg hatte die StudiogĂ€stin mehrfach geworben.


#371

Es gibt etwas, das nennt sich postpartale Depression, ausgelöst durch eine ungewollte Schwangerschaft. Eine Frau zu einer neunmonatigen Odyssee von etwas zu zwingen, was sie nicht möchte, kann zu psychologischen Problemen fĂŒhren. Da ist mir die Gesundheit des voll entwickelten und fĂŒhlenden Menschen wichtiger als die eines Zellklopses.


#372

Da hast du sicher recht, das entscheidende Wort ist “kann”. Den Babyblues können auch Frauen nach einer Wunschschwangerschaft haben, kenne ich aus eigener Familie.
Darum ging es aber gar nicht, sondern um “steht die mit dem Kind alleine da und kann es eventuell kaum versorgen”.
An einer Stelle merkt man, dass es keinen Konsens geben kann: “Zellklops” vs. “ungeborener Mensch”. Das ist m.E. unĂŒberbrĂŒckbar, und auch Kompromisse werden schwierig.


#373

Ja, diese blöde Schwangerschaft

und das nervige Balg
:roll_eyes:

Gehts eigentlich bei dir noch?


#374

Hier geht es nicht um Frauen, die Mutter sein wollen.


#375

Vielleicht sollte Frau das dann mal rechtzeitig beim eigentlichen Akt bedenken.

Vielleicht gibt es ja auch Frauen, die ihr vierjĂ€hriges Kind bei IKEA im SmĂ„land zurĂŒcklassen, weil sie gerade fĂŒr sich beschlossen haben, dass der Staat sie nicht dazu zwingen kann, Mutter zu sein. Das muss doch gefĂ€lligst nach 9 Monaten Schwangerschaft und 4 Jahren Erziehung noch möglich sein



#376

Heißa, die Nachtschicht ist da und fĂ€ngt wieder von vorne an.


#377

Wieso, hast du morgen frĂŒh was vor? :smiley:


#378

FĂ€llt dir beim Vergleich nicht auf, dass man dann das Recht hat, nicht mehr Mutter zu sein und das Kind zur Adoption freizugeben?


#379

Das selbe Recht hat man ĂŒbrigens auch in der 13. Schwangerschaftswoche.


#380

Dann ist es ja wohl nicht so absurd wie du es gerade darstellen wolltest.