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Folge 11: Atomkraft


#81

Die Einheit in der ich rechne sind Cent pro Kilowattstunde Gestehungskosten. Das ist unabhängig von der Größe des Kraftwerks.


#82

Der dann auch mit Windkraft nicht viel am Hut hat. Es sei denn, er meint mit “Naturverbundenheit” nur sich selbst und pfeift sowohl auf die heimischen Wälder und Tierarten als auch auf die Ästhetik der Landschaft.


#83

Danke für’s absichtlich falsch verstehen. Offenbar reicht es ja nicht “Natürlichkeit” zu schreiben.


#84

Dafür hätte ich dann gerne mal eine Quelle, bitte. Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.


#85

Leider steht da Atomkraft nicht drin.


#86

Also ist die Quelle wertlos für den Beleg deiner Aussagen. Toll.


#87

Uranabbau ist keine wirklich saubere Sache. Zudem muss das Zeug angereichert werden. Dafür macht man es zu Pulver, wobei ziemlich große Mengen abgereichertes Uran anfallen. Pulver/Staub ist aber genau das, was man daraus eigentlich nicht machen sollte. In der Form gelangt es nämlich in Luft und Wasser und kann von Organismen aufgenommen werden. Da es ein Alphastrahler ist, ist es außerhalb des Körpers keine große Gefahr, aber in den Körper aufgenommen kann es das Erbgut schädigen. Wenn du mich fragst, dann sollte man es einfach dort lassen wo es ist: Trocken und als fester Körper irgendwo in der Erde.
Besonders pervers kommt ergänzend hinzu, dass man diesen Müll in DU Munition presst und diese fleißig überall auf der Welt in Kriegen verballert. Beim Auftreffen auf ein Ziel verdampft das Zeug dabei und erzeugt ein Aerosol, was dann besonders leicht ins Wasser und die Luft gelangt.


#88

Jeder, der schon mal Glaswolle in der Hand hatte, weiß auch das die Produktion von “sauberen” Energieträgern nicht wirklich sauber ist. Das Zeug hab ich wahrscheinlich heute noch in der Lunge.


#89

War das jetzt auf mich gemünzt?


#90

Jein. Mir gehts nur darum das es irgendwie keine wirklich “saubere” Energieerzeugung gibt.


#91

Nein, natürlich nicht, aber strahlender Müll ist schon eine andere Größenordnung und gerade bei Uran muss man erst gar nicht mit Halbwertszeiten anfangen, denn die sind so absurd lang, dass man sich das auch direkt sparen kann. Man kann halt nur darauf hoffen, dass sich das Zeug irgendwann wieder irgendwo anlagert, wo es halbwegs weit weg ist von irgendwelchen Lebewesen.

Edit: Übrigens gibt es zur Zeit tatsächlich bedeutende Entwicklungen bei der Fusionsenergie. Da fällt zwar auch ein wenig radioaktiver Müll ab, aber von der Größenordnung her ein Witz gegenüber der Atomenergie. Wenn schon irgendwo Kerntechnik, dann sollte man sich doch besser darauf konzentrieren.


#92

12,8 cent Pro kWh.


#93

Gerade durch Zufall drauf gestoßen:

https://www.bund-nrw.de/themen/mensch-umwelt/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohle-und-gesundheit/radioaktivitaet-aus-tagebauen/

Dort beschreibt der BUND was man allgemein beim Bergbau so nebenbei an radioktiven Stoffen mit rausholt am Beispiel von Kohle.


#94

Nachdem der BUND und die BG Niederzier das Thema öffentlich gemacht hatten, hatte NRW-Umweltminister Johannes Remmel einen Expertise zum Thema eingeholt. Danach liege “keine relevante Belastung” der Bevölkerung vor.

Naturschutzbund und Umweltaktivist betreibt Panikmache mit Suggestion. Das ist doch bald schon ein Meme. :roll_eyes:


#95

Und wenn wir schon bei unneutralen Quellen sind, gleichen wir das doch wenigstens aus, damit sich jeder sein eigenes Bild machen kann (bis jemand die Muße hat mit wissenschaftlichen Studien um die Ecke zu kommen):

Wie die meisten Erdschichten, so enthält auch die
Braunkohle in geringem Maße radioaktive Spurstoffe. Doch Untersuchungen haben
ergeben, dass diese nach dem Verbrennen ganz überwiegend in den Aschen
verbleiben.

[Die Belastung durch Radioaktivität] ist im Durchschnitt auch niedriger als im Ackerboden
der Kölner Bucht (Löss). Noch einmal um den Faktor 5 bis 10 niedriger sind die
durchschnittlichen Konzentrationen in der Braunkohle.
Aufgrund der geringen Gehalte in den Grundwasser führenden Schichten
enthalten auch die Sümpfungswässer nur in sehr geringem Umfang radioaktive
Stoffe. Messungen bestätigen dies. Die Werte entsprechen denen von Wasser
aus Trinkwasserbrunnen der Region.


#96

Vielleicht mal den Text lesen. Panikmache ist das nun eher nicht.


#97

“Während die Problematik der Feinstaub-Belastung durch den Tagebau inzwischen erkannt wurde, gehört die Radioaktivität aus den Tagebauen noch immer zu den verschwiegenen Gefahren.

Nee, ist klar. Das ist absolut keine Panikmache durch Suggestion. :thinking:


#98

Weißt du was: Ich lass das direkt. Erstens ging es mir gar nicht so konkret um die Auslegung ob das jetzt dramatisch ist oder nicht, sondern darum, dass Dinge, die vorgeblich sauber erscheinen, das keineswegs sein müssen. So klingt Uranabbau ja auch erstmal harmlos. Wenn man aber den gesamten Prozeß betrachtet, dann ist das eine ziemliche Sauerei. Und bei Kohleabbau denkt eben auch erstmal keiner an Radioaktivität. Ob die Wahrheit irgendwo zwischen RWE und BUND liegt, ist mir dabei vollkommen egal.
Und zweitens habe ich heute echt null Lust auf Kravalldiskussion mit dir. Mach das gerne mit denjenigen hier, die daran Spaß haben. Gibt es ja doch ausreichend.
Also nichts für ungut.


#99

Du hast behauptet, es sei keine Panikmache und ich solle den Text lesen. Ich habe den Text gelesen und habe neben dem Fehlen jeglicher(!) Quellenangaben, die in dem Kontext echt mal sinnvoll gewesen wären (was bei RWE auch der Fall war, aber geschenkt) auch den oben zitierten Ausschnitt entdeckt.

Das ist nun einmal eine Suggestion, das Thema würde (bis heute) totgeschwiegen werden. So totgeschwiegen, dass ich nach 4 Minuten Recherche ein FAQ von RWE gefunden habe. Richtiges Geheimnis :roll_eyes:

Wenn jedes Mal dir widersprechen gleich die Ausrede bei dir bedienen wird, “Krawalldiskussion” zu unterstellen um sich moralisch zu überhöhen, dann habe ich darauf auch keine Lust. Es kann nicht sein, dass du dich damit immunisieren willst.

Ich bin jetzt auch wirklich nicht ausfallend geworden.


#100

Ich empfinde das beim Lesen nicht als Panikmache. Wenn dem so wäre, dann müsste ich ja direkt fluchtartig meine Stadt verlassen, da das erwähnte Neuss direkt nebenan liegt.
Du darfst es aber gerne als Panikmache sehen, nur diskutieren werde ich das nicht mit dir.