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Folge 11: Atomkraft


#1

Hier kann darüber diskutiert werden!


#2

Die Argumente von Herrn Hartmann machen nachdenklich.
An der Energiewende - nur in Deutschland - scheint doch einiges falsch zu laufen.
Sehr interessantes Gespräch!
Lediglich bei der Frage, warum Solaranlagen Wasser brauchen, kam Hartmann ins Schwimmen - das halte ich auch für Unsinn.
Kleine Petitesse am Rande @Holger: unrasiert sieht nicht aus :wink:


#3

Um Kernenergie sicher und immer sicherer zu machen ist Forschung und Entwicklung nötig. Wenn man das kappt, werden die Probleme eher größer als kleiner. Selbst wenn man keine Atomkraftwerke mehr baut, müsste hier sehr viel mehr investiert werden. Man verspielt hier eine große Chance. Was ist neben den angesprochenen Punkten mit den Fragen von Übermorgen, Stichwort “Raumfahrt”? Will man das ohne Kernenergie lösen? Andere werden es offensichtlich nicht ohne tun.

“Transmutation” oder Partitioning ist doch ein hoch spannendes Thema, das hier leider nicht ausreichend besprochen wurde. Es ist politisch nicht gewollt – wie könnte es auch. Es liefert offensichtlich Lösungen für Probleme, die die Hauptargumente der Gegner sind. Ich glaube, wir sind hier weniger von Fakten und Wissenschaft getrieben, sondern zum einen durch Angst (die natürlich auch nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, Stichwort Tschernobyl) und zum anderen mal wieder durch den Mythos '68 und all den daraus erwachsenen subkulturellen Zweigen, zu denen auch die Ökobewegung zählt, die wiederum den politischen Mainstream beeinflusst haben. Wer heute sagt, er sei gegen Atomenergie, der hat doch das Horrorszenario Tschernobyl vor Augen und das medial geprägte Bild von Fukushima. Nur ist das ausreichend, um das Thema sachlich zu diskutieren? Es ist noch nicht so lange her, da hat mir eine Aktivistin noch eine Papiersonnenblume in die Hand gedrückt und mich mit dem selben “Erst wenn der letzte Baum”-Gerede beschallt, wie es vor 35 Jahren gebracht wurde. Meine Fragen sind heute aber ganz andere. Die Bereitschaft, sich ergebnisoffen mit dem Thema zu beschäftigen, ist nicht gegeben. Auch was die Frage der Endlagerung angeht, ist das doch eher eine “bitte nicht in meiner Heimat”-Diskussion, bei der sich Argumente zurecht gebogen werden, wie sie einem in den Kram passen.


#4

Das Hauptptoblem - und da liegt der Hartmann richtig - ist doch, dass die öffentliche Diskussion emotional geführt wird, und nicht rational.
Das betrifft nicht nur das Thema Kernenergie/Energiewende.


#5

Wenn in einem Ein-Parteien-System ein Konsens gefunden wurde, dann wird er auch getragen und niemand protestiert dagegen. China hat ein demokratischeres System als Deutschland, weil es dort 80 % Zustimmung zur Regierung gibt. Wieder was gelernt.


#6

Naja, der Herr hat noch andere lustige Sachen gesagt: Radiaktive Strahlung ist gesund und der GAU in Fukushima hat im Grunde nur gezeigt, wie toll Atomenergie doch ist. Kurz gesagt: Wenn die Atomenergie nur noch solche Fürsprecher hat, wird es für sie sehr, sehr eng.


#7

So kann man das nicht sagen. Das war eher eine Art von ironischer Umkehrlogik. So habe ich das zumindest verstanden.


#8

traditionelle Solarzellen kann man z.B. mit Wasser Kühlen um die Effizienz zu verbessern. Allerdings glaube ich nicht dass man in der Sahara solche einsetzen würde


#9

Es ist tatsächlich Fakt (echter, kein alternativer ;), dass kleine Dosen das Immunsystem anregen.


#10

Hi,

Ein Meister der steilen Thesen ohne einen Beleg dafür zu liefern …
Ein Schwätzer der keinen blassen Schimmer davon hat, von dem was er da erzählt.

Erschreckend wenn man sich überlegt das den auch noch jemand glaubt …

Atti


#11

In der Sahara würde man keine Photovoltaik einsetzen, sondern Solarthermie. Das ist grundsätzlich die günstigere Technik und rechnet sich dort eher. Allerdings gibt es erst seit einigen Jahren entsprechende Rohre, die diese Belastungen aushalten können. Wir reden hier nämlich nicht über die Solarthermie die man bei uns auf dem Dach einsetzt, sondern über richtige Sonnenöfen, die mehrere Hundert Meter lang werden können.


#12

Also ich hab die Folge jetzt angefangen, ob ich sie komplett gucke ist ne andere Frage. Aber da ja die Diskussion hier schön läuft, sag ich mal meine Ansicht zu dem Thema.

Ich find Atomkraft gut und auch schlecht.

Gut: Sie liefert im ersten Moment sauberen Strom, ohne Abgase oder Treibhausgase, zudem muss man dafür z.b. keine Natur zerstören wie es z.b. für Kohle oder Öl der Fall ist.

Schlecht: Atommüll strahlt hunderte Jahre und es bleibt natürlich die Frage wohin damit.

Ich persönlich finde, das man die Energiewende hätte anders anpacken müssen. ICH hätte es so gemacht, das ich die Atomkraftwerke weiter in Betrieb gelassen hätte, eventuell auch ein paar weitere gebaut, aber derweil die Kohlekraftwerke hier dicht gemacht hätte. Das wäre zumindest schon mal ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Und währenddessen kann man sich auf Erneuerbare Energien konzentrieren und sobald man soweit ist, kann man auch hier die Atomkraftwerke abschalten.

Das wäre, meiner Meinung nach zumindest, eine deutlich bessere Lösung gewesen, damit man erst mal schnelle Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel hat und dann später auch die Atomkraft ablösen kann, während Erneuerbare Energien immer mehr übernehmen.

Die momentane Lösung find ich auch vollkommen bescheuert. Kohlekraft weiter, Atomkraft weg und Förderung für Erneuerbare Energien auch weg… Ehhhh? Ich glaube so wird das nix…

Außerdem find ich es auch dämlich, das man in der Bevölkerung so große Angst vor nem GAU in DE hat, während aber um uns herum genauso Atomkraftwerke stehen. Wenn da eins auch einen GAU bekommt, dann sind wir hier genauso drann… da kann man sie auch gleich aktiv lassen und als Übergangslösung nutzen… So müssen wir ja jetzt Strom importieren, zumindest so viel ich weiß, der eventuell eh von nem Atomkraftwerk kommt.

Aber das ist nur meine Ansicht der Dinge.


#13

Das hat man davon, wenn Apokalyptiker regieren. Deutschland hat erst den atomaren Super-GAU abgewendet und kämpft jetzt gegen den fossilen Weltenbrand.

Andere Länder forschen einfach fleißig. Sollte das Atommüllproblem mal gelöst werden, dann garantiert nicht hier.


#14

Is leider nix neues, das die wirklichen Forschungen und Technischen Fortschritte nicht aus Deutschland kommen. Siehe z.b. auch Alternative Antriebe bei Autos. Hybrid? Japan. Elektro? USA. Wasserstoff? Japan. Deutschland? Diesel Skandal… Aber das schweift jetzt vom Thema ab.


#15

Ähm. Schonmal was von Wismut gehört https://de.wikipedia.org/wiki/Wismut_(Unternehmen)#Umweltschäden_und_Sanierung


#16

So klar, wie es in dem Artikel scheint, ist es nicht. Es gibt sowohl Studien, die einen positiven Einfluss durch geringe Strahlungsmengen nahelegen, als auch welche, die einen monoton steigenden negativen Einfluss nahelegen.


#17

Wir bauen gerade die Technologie auf, Atomkraftwerke zu recyclen. Da auch in den Atomstaaten diese Kraftwerke irgendwann stillgelegt werden ist das durchaus ein Wissensvorsprung.

Der Grund warum andere Länder weiter auf Atomkreaft setzen hat größtenteils etwas mit Atomwaffen zu tun. Es geht dabei nicht nur darum, dass man in einem Kernkraftwerk tolles Plutonium produzieren kann (das funktioniert nicht mit allen Reaktoren), sondern damit, dass das wissen um diese Technologie nicht aussterben soll. Wer einen Atomreaktor bauen kann, der kann auch eine Atombombe bauen. So einfach ist das.

Wobei, das ist eigentlich nicht so schwierig

https://www.youtube.com/watch?v=dwRt74nzRmY


#18

die kurz angesprochenen Pumpspeicherkraftwerke (Mit überschüssiger Energie wird Wasser einen Berg hinaufgepumpt und bei Bedarf wieder hinuntergelassen und eine Turbine angetrieben) dienen neben anderen Energiespeichern allerdings schon heute dazu, kurzfristige Energiespitzen versorgen zu können, die AKWs dagegen lieferten bis dato tatsächlich nur die elektrische Grundversorgung. Und es wird derzeit alles durch Aufrüstung dafür getan, diese Grundversorgung mit erneuerbaren Energien zu decken. Also dieser “plötzliche” Blackout ist m.E. nach absolut unrealistisch


#19

Kurzer Einwurf.

Es gibt verschiedene Arten von Solaranlagen.
Die Anlagen, die Privatpersonen auf ihre Dächer bauen oder mitten auf irgendeiner Wiese stehen sind häufig Photovoltaik anlagen. Diese wandeln die Sonnenenergie durch die Solarzellen direkt in Strom um.
Solaranlagen, oder besser gesagt Thermische Solaranlagen, werden mit “Wasser” betrieben.
Diese Wärmeenergie wird dann durch Generatoren in Elektrische Energie umgewandelt.

Dass er das nicht erklären konnte zeigt mir, dass er sich mit erneuerbarer Energie durch “Solaranlagen” nicht wirklich beschäftigt hat.


#20

Hab mich drauf gefreut, mal gute Argumente pro AK zu hören… wirklich… und dann sitzt da einer von der BüSo :fearful::man_facepalming:

Gibt es AK-Befürworter nur noch unter den … seltsamen?

Jaja, guilt by Association, Blabla. Aber… BüSo!^^