Folge 106: Diskussion ums Gedächtnisprotokoll, Christopher Posch, Pan Tau

Das halte ich für in Ordnung. Auch wenn ich denke, dass Journalismus manchmal eben in Abgründe blicken dürfen muss, um eine bestimmte Meinung hervorzuheben. Bisher kam es mir jedoch nicht so vor, als würde er die rechte Szene in irgendeiner Form für sich gewinnen wollen oder ein Sprachrohr für eben jene Szene zu sein.

Ich denke auch, dass die Geschichte mit dem Weberknecht-Projekt eher so eine persönliche Sache war, die Holger am Herzen lag. Einfach um zu zeigen: „So macht man es richtig, Herr Weber. Wir können das wenigstens.“ Kann man natürlich auch kritisieren, dass man dort in eine rechte Szene die Schöpfkelle hält. Ich denke aber nicht, dass es seine Intention war.

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Ja. Ganz klar ja.

Außerdem wissen wir doch: Only a Nazi deals in absolutes. :innocent:

Wäre mir btw. nicht in den Sinn bekommen, nach dieser Diskussion. Mit dir kann man ja ganz normal reden und ich denke, wir haben unsere Argumente sinnvoll ausgetauscht. Da haben wir hier ganz andere Kaliber.

Na, ich denke bei anderen habe ich diesen Stempel schon aufgedrückt bekommen. Wenn ich so an die Spiel-Thematik denke. :smiley:

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Ich sehe das ähnlich, aber wenn man hier fragt dann ist ja der „Wert“ (von wem auch immer definiert) des gezeigten Material ausschlaggebend und „Schöpfungshöhe“ kein relevantes Kriterium und man selbst ein „Schwurbler“.

Ich würde fast jede Wette eingehen das MG diese Auslegung früher oder später mal so richtig auf die Füße fallen wird, die Grenzen des Zitatrechts, Urheberrechts, usw. werden hier (und ganz allgemein von vielen Creatorn/ Influencern/ etc.) meiner Meinung nach sehr häufig nicht nur bis an die Grenzen ausgereizt sondern klar übertreten, aber ich „schwurbel“ ja bloß…

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…Ist lecker. nur leider zu viele Kalorien. Einer pro Woche reicht…

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Da hast du natürlich Recht!

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Wodurch hat er ihn denn in den Schutz genommen? Er wies lediglich darauf hin, dass es bei Aussagen natürlich auf Kontext und Betonung ankommt. Ich hatte lediglich ein Beispiel angeführt, was aufzeigen sollte, dass es bei jeder Situation darauf ankommt und das ignorieren von Kontext und Betonung absurd ist.

Er hat in dem Beitrag auf der Meta-Eben über die Probleme des investigativen Journalismus gesprochen und ist hierbei sowohl auf das Problem der Beschaffung der Information eingegangen, als auch bei Problemen der anschließenden Interpretation.

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Was auch Offensichtlich ist - denn „Demokrat“ muss nicht „Anhänger einer Demokratie“ bedeuten sondern steht auch für die entsprechende linke Gruppierung.
Von Rechten kann man mit Fug und Recht (hihi!) behaupten, dass sie nicht links sind.

Andererseits kann man Rechten nicht automatisch unterstellen, sie seien „Gegner einer Demokratie“.

Merke: Wäre die AfD illegal hätte man sie auch nicht wählen können, da sie verboten wäre.
Ein Verbot hat man noch nicht mal bei der NPD geschafft.

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Naja, es ist halt ein Grundproblem der freien und demokratischen Gesellschaft, dass sie keine „starken“ Mittel zu Bekämpfung ihrer Feinde einsetzen kann ohne autoritär oder totalitär zu werden. Der Diktator kann oppositionelle Gruppen einfach verbieten, die Mitglieder verhaften und verschwinden lassen. Die freie Demokratie wäre bei einer Anwendung dieser Mittel auch gegen ihre Feinde keine freie Demokratie mehr.

Der Selbsterhalt der freien Demokratie basiert auf Aufklärung und Vernunft, die wiederum zu Überzeugung der Mehrheit der Menschen einer Gesellschaft dazu führt, dass diese der freien Demokratie folgen. Denn der Feind der freien Demokratie braucht zumindest zu Beginn Macht die ihm von anderen gegeben wird. Erst wenn er diese Macht hat kann er Gewalt anwenden zum Machterhalt einsetzen.

In Deutschland haben wir zum Glück den Konsens nie wieder einen autoritären Herrscher an die Macht zu lassen unter dessen Herrschaft Deutschland Europa mit Krieg überzieht und darüber hinaus in industrieller weise Völkermord begeht.

Darum blieb auch die NPD (die man nach meiner Meinung ohne weitere nationalsozialistisch nennen kann) immer politisch Bedeutungslos.

Das Thema AfD ist in meinen Augen komplexer. Hier hat man zum einen Konservative, die Positionen vertreten, die in den 1980er Jahren noch die CDU vertreten hat. Gleichzeitig hat die AfD aber auch Mitglieder wie Höcke, die in meinen Augen mit dem Nationalsozialismus kokettieren (mir kann zumindest keiner schlüssig erkläre, dass Wortwahl und Ausdruck bei einem Mensch der in Geschichte gebildet ist „Zufall“ sein soll), von der sich die Partei weder abgrenzt oder sie los wird. Ich selbst hab z. B. einen Freund verloren, der sich in der AfD radikalisiert hat (er hat im übrigen zu mir den Kontakt abgebrochen, ich nicht zu ihm). Aber die AfD lässt sich halt in der freien Demokratie nicht mit Verboten bekämpfen sondern einzig und allein mit Aufklärung und darauf aufbauender Vernunft.

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Und genau deswegen wird sie im Endeffekt immer verlieren. :frowning:

und

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Das Argument „Bedeutungslos“ war tatsächlich der offizielle Grund beim Gerichtsentscheid.
Man kann es aber auch so sehen: Wenn die Partei nicht verboten ist kann sie auch besser beobachtet werden.

Wenn die AfD klug handeln will, dann sollte sie sich von ihrem radikalen Flügel früher oder später trennen - erst recht von extremistischen.

Ein Problem, was ich sehe ist die Verwässerung von Begrifflichkeiten - auch und vor allem in den Medien. Da wird z. T. „Extremismus“ und „Radikalismus“ synonym verwendet.

Das „alte Rechts“ ist inzwischen „Konservativ“. Als ob der Begriff nicht auch auf Links zutreffen würde. Wer es nicht glaubt, der darf mal gerne vorschlagen den 1. Mai als Feiertag abzuschaffen.

Das „neue Rechts“ ist auf jeden Fall „Extremistisch“ - keine Differenzierung zu „normal“ und „radikal“. :roll_eyes:

Ich zitiere mal das Bundesamt für den Verfassungsschutz:

„Bei „Radikalismus“ handelt es sich zwar auch um eine überspitzte, zum Extremen neigende Denk- und Handlungsweise, die gesellschaftliche Probleme und Konflikte bereits „von der Wurzel (lat. radix) her“ anpacken will. Im Unterschied zum „Extremismus“ sollen jedoch weder der demokratische Verfassungsstaat noch die damit verbundenen Grundprinzipien unserer Verfassungsordnung beseitigt werden.“

Diese m. E. wichtige Unterscheidung in der Bewertung finde ich heutzutage weder in den Nachrichten oder Satire-Magazinen als auch von vielen Diskutanten - egal ob alte Medien oder Internet.

Mir persönlich ist es wuppe ob der Extremismus Links, Rechts, Liberal, religiös oder was auch immer ist. Es bezüglich der Behörden lediglich eine Priorisierungsfrage, wie viel Ressourcen für welche ideologisch bedingte Straftaten fliest.
Ich stelle halt nur fest, dass diese „Die Straftaten der anderen sind viel schlimmer als meine eigenen“-Relativierungen ständig getroffen werden.

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Schade das Holger Monte als „Asozial“ abstempelt und nichts Interessantes in der Person Montananblack findet. Zumal man dann jemanden wie Tim aka KuchenTV einlädt und ihn dann noch als „großen“ Youtuber anpreist.
Wenn jemand der „Heiße Shit“ in der Internet Welt ist, dann ist es ohne wenn und aber Monte, ob man ihn mag oder nicht.
Allein das die Stadt Buxtehude von ihm Profitiert und die Geschäfte einen höheren Umsatz verzeichnen können, weil er immer kräftig Werbung für Restaurants, Döner Buden etc macht, spricht Bände. Er durfte sich sogar in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Ich mochte ihn früher auch nicht, aber man muss da schon etwas mehr Zeit reinstecken, um die ganz Bandbreite seines Charakters zu verstehen. Wenn man auf Twitch mal einfach 10 min reinplumpst und er grad Sauer ist und rum brüllt, weil er in einem Shooter Game gekillt wurde, dann wirkt das Vermutlich wirklich befremdlich, aber seine Real Talk´s über diverse Themen, zeigt das er auch seine Netten Seiten hat und bei ihm mehr „Harte Schale, weicher Kern ist“.

@Hyper
Ich muss auch dich fragen: WARUM investiert man so viel Zeit in solche Influencer-Figuren? Was ziehst du daraus? Wenn ich interessante Storys oder Lebensweisheiten hören will, hab ich Leute in meinem Freundeskreis und meiner Familie, von denen ich sowas bekommen kann.

Du kennst diesen Menschen lediglich über die Kamera und hast keinerlei Kenntnisse darüber, ob er dir regelmäßig einfach nur klickrelevanten Bullshit auftischt. Du weißt nichts genaues über seine Vergangenheit und sein Privatleben, trotzdem scheinst du ihm ein Vertrauen und Interesse entgegenzubringen wie einem engen Kumpel.

Wie lässt sich das erklären? Hast du sonst vielleicht Schwierigkeiten, soziale Kontakte aufzubauen? Ich hoffe, die Frage ist nicht zu privat und du musst das nicht beantworten. Ich kann es eben nur absolut nicht nachvollziehen, wie man als erwachsener Mensch solchen Internet-Persönlichkeiten haufenweise wertvolle Lebenszeit widmen kann.
Wenn Teenager sowas machen, weil sie auf der Suche nach Identifikationsfiguren sind oder einfach noch auf diese Pseudo-Coolness reinfallen, versteh ich das halbwegs. Aber ich schätze mal, zu dieser Altersgruppe gehörst du nicht.

So schade das ist, aber es hat den Anschein das dies nicht nur für Teenager gilt und ein erschreckend großer Anteil Erwachsener immernoch soetwas braucht, ob nun als Politiker, Influencer, Star, oder sonst was.

Andere „anhimmeln“ wollen/können scheint sehr vielen Leuten ein Bedürfniss zu sein. Ich fand das schon immer armseelig.

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Ich konnte dieses Bedürfnis schon als Teenager kaum nachvollziehen. Klar, ich hatte Lieblingsmusiker und sowas. Aber keiner dieser Menschen war für mich so wichtig, dass ich ihnen täglich mehrere Stunden bei irgendwelchen Schwurbelmonologen („Meihne Meinunk!!“) hätte zuhören wollen. Dabei haben die alle wahrscheinlich ein wesentlich interessanteres Leben geführt als Montana Black. :smirk:

@BrainFister
Ist ja Interessant wie viel du da hineininterpretierst ^^ Ich hab nur die Frage aufgestellt, wieso Holger KuchenTV mag und Monte nicht, wo beide doch ungefähr das selbe Niveau haben.
Und damit hab ich ja selbst zugegeben, das Montanablack auch kein Heiliger ist, oder ??

Ja, ich habe einen Montanablack Altar und Bete jeden Morgen zu ihm. Und Natürlich habe ich keine Freunde oder Soziale Kontakte, sondern rede mir ein das eine Youtube Figur mein Freund ist, weil ich ab und an mal ein paar Videos von ihm mir ansehe.
Das Forum und seine User :upside_down_face:

Die Stelle wo ich geschrieben habe „Ich bin ein SOOOOO doller Monte Fan … und gucke jedes Video“ darf man mir auch ruhig gerne noch zeigen, die hab ich nämlich anscheinend verdrängt.

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Jup is bei mir genauso.

Auch als Teenager schon, klar man hörte gerne irgendeine Musik oder fand irgendeine Schauspielerin „toll“, aber alles jenseits von „Fan sein“ oder eigene Wünsche und Vorstellungen auf diese Leute projezieren oder durch deren „Highlive“ die eigene Unbedeutsamkeit erträglich machend.

Möglicherweise war mein Leben immer „aufregend“ genug um sowas nicht zu brauchen und ich mir selbst „genug“.


Ach Hyper, warum so vorhersehbar? Weder Fister noch ich haben gesagt das du ein seelenloser Montana Anhimmler bist…

Kurz:

Fister wollte wissen warum du dem Affen Zeit opferst und ich habe dir vor Augen geführt wie schwachsinnig dieses „man muss dran bleiben, der hat auch nette Seiten“ Zeuch ist.

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Okay, dann erkläre doch einfach, wo genau ich falsch liege. Dein Beitrag deutet eben sehr stark darauf hin, dass du dich intensiv mit MB beschäftigt hast. So intensiv, wie man es eigentlich nur als Fan solcher Persönlichkeiten tut. Ist jedenfalls mein Eindruck. Du hast dir anscheinend mehrere Stunden „Real Talk“ reingezogen, regelmäßig Ereignisse aus seinem Leben verfolgt usw…

Das macht man ja nicht einfach so bei jeder x-beliebigen Internet-Persönlichkeit. Es muss doch irgendeinen Grund geben, warum du dich ausgerechnet auf diesen Menschen fokussiert hast. Genau darauf zielten meine Fragen ab. Und jetzt darfst du gern noch versuchen, darauf weniger ausweichende Antworten zu geben, wenn du magst. :wink:

Ich glaub wir haben es kaputt gemacht. Stubs es mal mitm Stock. ^^