Englisch vs Deutsch

[QUOTE=Polarstorm;475266]
Rein deutsch generierst du potentiell mehr Zuschauer als mit einem Mix (sofern die Ausrichtung nicht explizit auf der von mchawk angesprochenen 1. Zielgruppe liegt). Es mag ja sein das der größte Redeanteil im Killer deutsch ist, allerdings verlierst du Zuschauer durch den nicht deutschen Anteil, den Beweis dafür siehst du hier im Forum und ganz allgemein gilt dieses Prinzip auch in anderen Bereichen. [/QUOTE]

Glaub mir, heutzutage kann man auch Zuschauer durch die Verwendung von Synchros verlieren. Synchro-Nazis sind ja keine komplette Erfindung. KA jedoch, wer ohne komplexe Marktforschung da die beiden Seiten aufrechnen will. Den größten Teil der Zuschauer dürfte beides natürlich jeweils nicht ernsthaft stören.

Narf Baru…

Auch ohne Forsa gefragt zu haben kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen das der Anteil der “Synchro-Nazis” im vergleich zu den “Synchro-Genossen” verschwindend gering ist. Die Beweisführung kann z.B. mittels Bestsellerlisten bei Büchern, mit Kinovorstellungen in Orig und Synch (mchawk), Fernsehsendungen und anderem erfolgen.

Das man allein schon darüber diskutieren muss bzw. es anscheinend ernsthaft Leute gibt die das zummindest anzweifeln zeigt eigentlich nur in was für einer Nische, welche sich selbst viel zu wichtig nimmt, wir uns hier bewegen.

Möchte übrigens noch anmerken das mir persönlich das völlig egal ist wie das im Killer gemacht wird. Ich kämpf hier nur im Namen des Mittelmaßes.

Kann man nicht. Die realistische Zielgruppe von Massengeschmack ist niemals ganz Deutschland bzw. müsste dann ganz vieles ganz anders gemacht werden. (“Was Holger in der nächsten Folge von Pasch-TV machen wird, wird euch schockieren!” “Wetten, dass ihr bei diesen 100 Outtakes von Netzprediger lachen werdet?!”) Und wie in dieser Zielgruppe dann das Verhältnis Synchro-Hasser <-> Synchro-Fanatiker ist, kann man schwer sagen. Wie gesagt, den meisten wird das eh egal sein, solange nicht die Sendung nur auf Englisch ist.

[QUOTE=Baru;475273]…bzw. müsste dann ganz vieles ganz anders gemacht werden…[/QUOTE]

EXAKT!

und wieviel man davon machen will um die Zielgruppe zu erweitern und dadurch eventuell eigene Vorstellungen zu verraten muss man entscheiden.

Aber das sagte ich bereits…

Ist “Serienkiller” eine Sendung, die es allen recht machen will? Will sie eine Quotennutte sein?

Nein, so wenig wie „Netzprediger“, „Sakura“, FK-TV" und andere Sendungen hier.
Natürlich darf die Abrufquote nicht ins Bodenlose stürzen, denn dann rechtfertigt es irgendwann die Kosten und den Aufwand nicht mehr.

Solange sich die Abrufzahlen aber auf einem akzeptablen Niveau befinden (und laut Holger im vorletzten MG Direkt gilt das
für alle aktuell laufenden Formate), werden diese erstmal nach den Vorstellungen der jeweiligen Macher gestaltet, wobei man natürlich auf Feedback eingeht und versucht sinnvolle Vorschläge umzusetzen.
Solange die halt an nicht an Grundsätzen und dem eigenen Selbstverständnis rütteln und das scheint hier in diesem speziellen Punkt doch der Fall zu sein.

Außerdem bitte ich zu bedenken, dass wir uns mit dem Angebot von MG naturgegeben sowieso in einer recht spitzen Nische bewegen und da kann es dann in der Tat sogar von Vorteil sein und zur Profilierung beitragen, sich dem äh, „Massengeschmack“ ein wenig zu verweigern. Was den einen verschreckt, weiß der andere um so mehr zu schätzen. :slight_smile:

Gute Entscheidung, finde ich.

Was war denn nun eigentlich das Problem mit Untertiteln?

[QUOTE=TomK.;475304]Was war denn nun eigentlich das Problem mit Untertiteln?[/QUOTE]

siehe

[QUOTE=Filmhistoriker;475084][…] Untertitel einblenden geht auch nicht, die lenken diejenigen Leute ab, die das englische Original genießen wollen. Man guckt ja doch unwillkürlich hin! […][/QUOTE]

Wieso sollte denn jemand die Untertitel lesen, wenn er eh die Sprache versteht?

Automatismus. Bei mir zumindest.

[QUOTE=TomK.;475307]Wieso sollte denn jemand die Untertitel lesen, wenn er eh die Sprache versteht?[/QUOTE]

[QUOTE=Scumdog;475310]Automatismus. Bei mir zumindest.[/QUOTE]

@ Scumdog: nicht nur bei Dir.

@ Scumdog und Tom: Verlinkt habe ich mal einen Test zum Stroop-Effekt:

Lest im ersten Durchgang die Worte laut vor, im zweiten Durchgang die Farbe, in der die Worte geschrieben sind. Sehr wahrscheinlich habt Ihr mit letzterem die deutlich größeren Probleme, weil Euer Gehirn schneller die Worte liest als die Farbe erkennt. (Im umgekehrten hättet Ihr gewaltige Leseschwierigkeiten, wovon ich mal nicht ausgehe.)

Hm… da habe ich die Existenzgründerin dieses Threads wohl komplett missverstanden. :wink:

Es ging mir auch weniger darum, ob das Englische verstanden wird - sondern dass eine größere Zielgruppe existiert, die lieber Produktionen komplett in deutscher Sprache konsumiert.
Wenn ihr die „Mission“ habt die Seh-/Konsumgewohnheiten von Menschen zu ändern, weil ihr der Meinung seit, dass die Stimmen der Schauspieler besser als die Stimmen der Synchronspecher sind, seid ihr auf dem richtigen Weg. Allerdings einem sehr steinigen. Wie gesagt: Es geht nicht ums verstehen - es geht um Vorlieben und Gewohnheiten.

Nebenbei: Mir ist es (mit ganz wenigen Ausnahmen) ziemlich wuppe ob Deutsch oder Englisch. Geht beides bei mir.
Nur haben wir anscheinend verschiedene Ansichten, mir welcher Methode man auf eine größere Zuschauergruppe zielt.
Wobei das ja auch nicht die Frage beantwortet, ob ihr das überhaupt beabsichtigt. Nicht jede Sendung muss die große, breite Masse als Zielgruppe haben.

Ist es technisch schwer, die Untertitel ein- und ausblendbar zu machen? Bei YT geht das ja auch, da sind die UTs sogar automatisch generiert (zwar manchmal kauderwelsch-ig, aber trotzdem verstehbar).

Aber dass dieser Thread hier momentan der schnellstwachsende des Forums ist, zeigt ja, dass das Thema die User tangiert. Ich war ja bisher ein Befürworter des Englischen, aber muss mir gleichsam auch eingestehen, dass ich einen Beitrag mit dänischen Serien-Ausschnitten wohl auch skippen würde, wenn die dänischen Sniplets da so lang sind wie die englischen es bisher immer waren.

[QUOTE=kylennep;475333]Ist es technisch schwer, die Untertitel ein- und ausblendbar zu machen?[/QUOTE]
Dachte ich mir auch gerade als ich den Thread gelesen habe. Bei optional einblendbaren Subs kann sich keiner mehr beschweren. Bzw. kann man dann darueber diskutieren ob die Subs standardmaesig ein- oder ausgeblendet sind :ugly.

Separate .srt Datei. :cool:

[QUOTE=Baru;475265]
Von native speaker spricht hier keiner. Es geht um rein passive Verständnisfähigkeiten. Viele der jüngeren Akademiker besitzen diese in ausreichendem Maße für die meisten Serien und Filme und der Rest sollte sich diese im Anbetracht das Englisch die Kommunikationssprache auf der Welt schlechthin ist, aneignen. Aber mach ruhig die anderen schlecht, damit du dich etwas besser fühlst.[/QUOTE]
Die Hauptklientel die sich Pasch-TV und Serienkiller anschauen sind also „junge Akademiker“? :smiley:
Ich muss keine Anderen schlecht machen, da gerade Deutsche im Ausland aufgrund dessen recht oft ausgelacht werden…

Sorry, was ich so gesehen habe an „Hochstudierten“ war geradezu erschreckend wenn es um einfache Dinge ging… früher nannte man sowas „Fachidioten“. :wink:

btw. Es geht darum, dass ich eine isländische / chinesische whatever Serie kompromisslos! im Original mir anschauen muss, wenn ich denn der ganzen Argumentation folgen will. Tun das die beiden MG-Serienkritiker denn dann auch? Also, keine Sync, keine UT, auf Grund der Authentizität die echte Originalsprache… WIE bitteschön fallen dann die Kritiken aus, wenn ich die Serie NUR anhand der Bilder beurteilen kann und nicht anhand Sprache?
Darum ging und geht es doch die ganze Zeit, richtig?

Im Eng ist es „easy“, dann man meint [sic!], dass es alle können (mehr oder weniger). Was aber nun, wenn es eine ganz tolle koreanische Serie es gibt?

[QUOTE=Lener;475379] Also, keine Sync, keine UT, auf Grund der Authentizität die echte Originalsprache?[/QUOTE]

In solchen Fällen tut es eine untertitelte Version. Habe ich gute Erfahrungen mit gemacht.

Wie wär’s mit einem anderen Beispiel, um auf Deubel komm raus des Teufels Anwalt zu spielen: Warum muss ich Fellinifilme in Originaltonspur gucken, wenn der Typ seine Darsteller in der Regel selbst nachsynchronisieren ließ? :ugly

[QUOTE=Lener;475379] Es geht darum, dass ich eine isländische / chinesische whatever Serie kompromisslos! im Original mir anschauen muss, wenn ich denn der ganzen Argumentation folgen will. Tun das die beiden MG-Serienkritiker denn dann auch? Also, keine Sync, keine UT, auf Grund der Authentizität die echte Originalsprache… WIE bitteschön fallen dann die Kritiken aus, wenn ich die Serie NUR anhand der Bilder beurteilen kann und nicht anhand Sprache?
Darum ging und geht es doch die ganze Zeit, richtig?[/QUOTE]

Nein. Falsch. Darum ging es nie. Bitte belege mir, wann und wo Olaf oder ich gesagt haben sollen, ein jeder käme in Beugehaft, sollten wie jemals erfahren, die Serien würden am heimischen Gerät nicht im Original gesehen. :shock:

Wenn ich zuhause beispielsweise Serien aus Norwegen oder anderswo anschaue, bin ich natürlich auch auf Untertitel angewiesen, ertappe mich allerdings dabei, die Serie mehr zu lesen anstatt sie anzusehen, was darauf hinausläuft, dass ich sie mir in der Regel zweimal anschauen muss, um auch den Bildern bzw. dem Agieren der Schauspieler gerecht zu werden.

Und falls irgendjemand (wie beispielsweise kylennep) der Meinung ist, er müsse gegebenfalls einen kompletten Beitrag vom Serienkiller künftig skippen, nur weil die Ausschnitte der Serie auf Dänisch sind, skippt damit ja auch Olafs und meine Einschätzung der Serie, welche in der Regel nicht auf Dänisch oder Sanskrit, sondern meistens auf Deutsch stattfindet, aber dann soll das eben so sein, so schade das auch ist.

Es bleibt für mich allerdings nach wie vor ein Mysterium, warum ein paar kurze Ausschnitte auf (bislang ja nur) Englisch hier für ein derartiges Politikum sorgen können, zumal wir jede gezeigte Szene in der Nachbetrachtung im Gespräch erklären und auflösen.

Das is eigentlich ganz einfach Nils, also jetzt mal ganz losgelöst von der Verständnisthematik und so. Die meißten wollen eine Sendung komplett in deutsch sehen ohne dabei (und sei es auch nur für 2 Minuten) im Kopf “umschalten” zu müssen. “Bequemlichkeit” is da unter anderem ein Stichwort und es spielt auch keine Rolle ob das gesehene danach noch erklärt wird.

Das “Politikum” entsteht hier aus der fordernden (manche würden sagen elitären Attitüde) Haltung einiger Poster und dem nicht zu Ende denken der eigenen Argumente.

Deutschland ist Synchroland, macht man es anders muss man mit Gegenwind rechnen.

Man könnte übrigens die Frage stellen warum ihr nicht einfach die deutschen Ausschnitte nehmt (weil ihr den Leuten das Orig näher bringen wollt, ich weiß, das is nich der Punkt), diejenigen die das Orig hören wollen, können sich das ja selbst besorgen. Das ist so ähnlich wie Frauen die immer sagen man soll die Brille wieder runterklappen, dabei könnten Männer genauso sagen das die gefälligst die Brille wieder hochklappen sollen.

Ach was solls, bin wieder raus…