Die Zerstörung von REZO (Folge 36 vorab)

Wenn dies erfolgen würde… wer konkret fragt, welche Handlungen denn durchführbar seien, auch unter Berücksichtigung der Konsequenzen, folgt ja nur Achselzucken und „das ist ja nicht mein Job, das zu wissen“. Die Gewichtigkeit, die diese Demonstrationen zuteil wird, wird der inhaltlichen Substanz der Forderungen überhaupt nicht gerecht.

Postilon hat spaß.

Die steigen müsste, wenn wir von heute auf morgen jegliche zentral-konventionelle Stromerzeugung einstellen. Oder wir kaufen einfach den billigen Atomstrom aus Frankreich, und reden einfach nicht drüber, wo es herkommt. Strom kommt aus der Steckdose, und das grüne Gewissen ist beruhigt. :wink:

Um den Kompromiss geht es mir nicht. Der ist vollkommen ok. Ja mehrere Verbände haben den Kompromiss erstellt. Aber, und das meine ich, wenn ich von dem Kompromiss der 100 Maßnahmen enthält (als Beispiel) dann nur 70 umsetze ist das halt fürn „Arsch“. Aus dem Kompromiss sollte alles umgesetzt werden. Denn eben der Kompromiss ist ja 100% Abstimmung. Ein Kompromiss vom Kompromiss ist recht sinnfrei.

Naja, aber das ist halt nicht das Ziel gewesen. Es gibt Dinge, die sind nicht vermittelbar. Und ob ein Tempolimit so viel bringen würde, wage ich mal zu bezweifeln. Das man das jetzt rausgreift sehe ich eher als einfachen erneuten Anlauf gewisser Kräfte um den Personenindividualverkehr weiter zu trietzen, in der Hoffnung das diese Bevormundung dann dazu führt, dass sich die Menschen in überfüllte, überteuerte und ständig zu späte ÖPNV setzen.

„Ausländer raus!“ ist auch keine gehaltvolle politische Forderung und dennoch sind sehr, sehr viele Politiker in Europa auf diesen Zug aufgesprungen. Mit der Klimajugend tun sie sich faktisch viel schwerer, auch wenn du mir in diesem Punkt nicht zustimmen wirst.

Ja. Argumentation kannst du da genauso anwenden. Worauf willst du hinaus?

Oder aber man beschränkt sich wirklich nur auf die 1.000 intensiven Unternehmen und nimmt die Subvention von den anderen mehr als 1.000 Unternehmen die EEG-Befreit sind zurück.
Oder noch bessere Idee, man führt eine CO2 Steuer ein. Die zahlen erst einmal alle und wie der Bürger kann sich ein Unternehmen dann im Nachgang das Geld zurück zahlen.

Atomkraft kann nicht die Lösung sein. Da ziehen sich die Kraftwerksbetreiber dank der Regierung doch auch schon aus der Verantwortung was Rückbau und Endlagerungskosten angeht. EON und RWE Gründen die Atomkraftwerke in eigene Gesellschaften aus mit wenig Kapital und lassen diese dann Pleite gehen. Dann muss der Staat nämlich für die Endlagerung aufkommen. Passiert heute schon unter Billigung der großen Koalition obwohl mal heute schon weiß, dass die gebildeten Rücklagen eben nicht ausreichen werden.

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Wird halt auch nicht so subventioniert wie Diesel, LKW-Unternehmen oder Kerosin.
Das gehört halt auch dazu.

Dass Politiker sehr gerne auf die „Stimme des Volkes“ hören, wenn es ihnen in den Kram passt, wie man im Fall der Ausländer- und Flüchtlingspolitik eindrücklich sehen kann.

ja, aber angenommen wir schalten die Kohlekraftwerke morgen ab und die AKWs bleiben aus. Die Kosten werden explodieren.

Können wir erstmal den Zertifikatehandel scharf machen und so einsetzen, wie er gedacht war, bis wir wieder ne sinnlose Steuer einführen? :confused:

Co2-neutrale Übergangstechnologie. Das ist halt einfach ein Fakt, und der Grund warum Frankreich und england besser dastehen (siehe Rezos großes Lob). Als wir entschieden haben, aus der Atomenergie auszusteigen, war das schon mit Ansage das wir das Pariser Ziel nicht einhalten werden können. Aber wer das damals gesagt hat, war ja ein ewiggestriger Atomfanatiker. Ich kenn die Debatte von damals noch.

Ja. Das wäre halt aber auch nochmal mit massiven Invest verbunden. Uns fehlt absurderweise die Infrastruktur, weil das Ministerium dort falsch plant. Und ja, i know. ist unseres.

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Ich bin da irgendwie gespalten, es wäre besser gewesen die Diskussion erst paar Tage später online zu stellen. Glaube selbst REZO wüsste nicht, wie er darauf nun reagieren sollte, da lädt jemand ein Beitrag hoch und danach wird der Beitrag in der eigenen Sendung schlecht geredet.
Für die Likes/Dislikes hat es aber geholfen, ansonsten wären mehr Dislikes auf YT vorhanden.

Ich halte Antimaterie ja für eine total tolle energie Quelle. Die ist ja ebenfall sauber.

Das nennt man Diskussionskultur.

Also ist in deinen Augen die Klimapolitik gerade das linke “ausländer raus!” ?

Joar, etwas grobschlächtig, aber kann man so sagen. aber ich verstehe immer noch nicht, wo das mir widersprechen soll.

In meinen Augen wurde da eine große Chance vertan. Klar, sich eine zweite Meinung einzuholen ist ja schön und gut, aber es war eindeutig der falsche Zeitpunkt.

Mittlerweile ist es unter Ökonomen herrschende Meinung, dass eine Co2 Steuer mach dem Vorbild der Umsatzsteuer (Also mehrwert uns vorsteuer) und einer anschließenden Verteilung der Einnahmen auf die Gesamtbevölkerung sehr viel Effektiver, gerechter und einfacher ist als ein Zertifikatehandel, bei dem man erst mal die Zertifikate erschaffen muss.

Aber was soll man den Experten schon glauben

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Sowohl inhaltlich als auch formell gibt es Unterschiede, zumal die Anliegen der Klimajugend durchaus eine Grundlage haben. Was ich an der Bewegung durchaus kritisiere, ist erstens dass oftmals konkrete Forderungen fehlen, dass zweitens gerade aus linker Perspektive andere Themen überlagert werden könnten, die auch wichtig sind, und dass drittens Demonstrationen in der Tat nicht ausreichen, um etwas zu ändern (wobei man dazu aber auch sagen muss, dass sich die Politik enorm stark gegen auch nur kleine Massnahmen für den Klimaschutz sträubt).

Ich bin nicht darauf aus, dir krampfhaft zu widersprechen.

Nö, es war exakt der richtige Zeitpunkt - deshalb ja auch der Upload zwei Tage früher.

Und genau da ist dein Problem: wenn sich jemand nicht von sich aus „rechts“, „mitte“ oder „links“ positioniert, dann übernimmst du das auf Basis deiner Annahmen. Übrigens völlig unabhängig davon, ob diese Einschätzung Sinn ergibt, denn Rezo produziert laut meinen Töchtern hauptsächlich unpolitische Videos.

Dabei ging es rezo nicht um „seine“ politische Heimat - er sagt in Interviews sogar ausdrücklich, das er selbst jetzt noch nicht weiß, was er wählen will

Er hat nicht alle CDU-Mitglieder als imkompetent bezeichnet. Lediglich die, die ganz oben in der Nahrungskette stehen, in der Öffentlichkeit regelmäßig Raum für die Präsentation ihrer Unkenntnisse erhalten und die, die wissenschaftliche Erkenntnisse mindestens ignorieren bis hin zum aktiven leugnen.

Populistisch? Vielleicht, ein wenig - aber schwach recherchiert/belegt? Wenn unsere Regierungsparteien wenigstens gelegentlich mal in gleicher Größenordnung recherchieren und belegen würden wie Rezo es in diesem Video gemacht hat, dann wäre uns Artikel 13 vielleicht erspart geblieben.

„SED-Nachfolgerpartei“.

Komischerweise hatten die Menschen vor ein paar Dekaden ein viel positiveres Bild von ihren Volksvertretern. Aber damals wurde die öffentliche Meinung auch nur von den Presseorganen bestimmt.

Die haben schon was erreicht: Aufmerksamkeit. Hätten sie bei Samstag-Demos nicht bekommen.

Genau. Hätte er mal besser gleich die Fresse gehalten… sigh

das sie durch ihre Politik mitverursacht haben und auch schon vor Rezo akut war.

die ihnen von den großen Parteien aber gar nicht mehr angeboten werden - klar, das siehst du anders, aber die CDU ist keine Partei, die in wesentlichen Punkten noch den den Bürger da draußen vertritt. Genausowenig wie die SPD übrigens.

„Früher war alles besser.“

Hab und Gut kann man nach einem Krieg wieder erwerben. Eine neue Erde nach einer Klimakatastrophe aber nicht - du reduzierst die Interessen von Jungen Menschen, die gegenwärtig jeden Freitag zu zehntausenden auf die Straßen gehen auf etwas, das die gar nicht einfordern und redest ihre eigentlichen Forderungen entweder weg oder klein.

Hat er doch. Hast du das Video überhaupt gesehen oder erwartest du jetzt ernsthaft ein „How to rescue the world for dummies“ von rezo?

Die CDU war nicht das Ziel wegen der Grafiken, sondern weil die CDU in den letzten dreißig Jahren die Partei ist, die den größten Einfluss auf die deutsche Politik hat.

Das bestreitet, glaube ich, niemand.

Immerhin hat er nicht gezielt zur Wahl einer bestimmten Partei geraten. Tatsächlich ist die Situation im Moment echt verzwickt: Wen kann man denn bitte wählen, wenn es einem um ehrliche Politiker und weniger um das konkrete Wahlprogramm geht? :smiley:

Ich glaube, das ist tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit, bis wir das erste Mal auf Landesebene eine Regierung erleben, wo weder CDU, noch SPD in der Regierung mit drin sind.

Nein, das siehst du völlig richtig: Die CDU nach dem zweiten Weltkrieg ist mit ihren Forderungen im politischen Spektrum etwa dort anzusiedeln, wo zuvor die Zentrumspartei war. Auch ein erheblicher Teil der ersten Mitglieder-Generation enstammten der Zentrumspartei.

So zu tun, dass Zentrum und CDU überhaupt keine Beziehungen zueinander gehabt hätten und etwas völlig unterschiedliches wären, mag auf den ersten Blick vielleicht zutreffen, hält aber einer genaueren geschichtlichen Bewertung einfach nicht stand.

Das ist nichts weiter als die gleiche, ins Gegenteil verlagerte, Denke, dass man die Linke auch heute noch als reinen SED-Nachfolger verstehen kann, der sich seit 1990 nicht weiter entwickelt hat und dort jedes Parteimitglied morgens ein Loblied auf den Sieg des Kommunismus anstößt und sich die Mauer zurückwünscht.

Aber die CDU hat schon ihr Scherflein dazu beigetragen, findest du nicht? Lustig ist das, weil niemand allein die CDU angegriffen hat (auch rezo nicht übrigens)

Weil seine Chance, auf einen Posten mit genügend Einflusszu kommen bei Null liegen?

Davon ab: es IST so einfach: Zur Bankenrettung von knapp 10 Jahren hat die Bundesregierung innerhalb weniger Wochen(!) mehrere hundert Milliarden Euro bereit gestellt. Da braucht mir niemand erzählen, dass man nicht auch auf einen kurzen Dienstweg genug Geld für ein ordentliches Bildungssystem und eine halbwegs gute Infrastruktur (Gebäude, Materialien, Personal, etc.) ausgeben könnte.

Stadtkind?

Man könnte natürlich auch einfach die massiven Energiesubventionen für die Industrie zurückfahren und mit dem so verdienten Mehreinnamen den gegenwärtigen Strompreis für den privaten Endverbraucher halten.

Und ich bezweifle stark, dass man automatisch bei Atomkraft rauskommt, wenn man Kohlekraft abschafft.

Schon irre, dass man ausgerechnet an einer Sache festhält, die überall sonst auf der Welt bereits etabliert ist und durchaus positive Auswirkungen zeigt, aber hierzulande ist man sich halt „nicht sicher, ob es was bringt“.

Gegen ein schlecht funktionierendes ÖPNV kann man durchaus was machen. Die Politik könnte zum Beispiel gesetzliche Vorgaben schaffen, die den Eigentümer der Bahninfrastruktur zu bestimmten Leistungsmerkmalen zwingt.

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