Abschied nehmen - der Kondolenz-Thread

Otto Sander war ein toller Schauspieler.
Ihm zu ehren werde ich mir heuteabend Der Mann im Pyjama anschauen.

Otto Sander ist mir noch als stets besoffener Kapitänleutnant Tohmsen in DAS BOOT in Erinnerung!

@TV-Dragon
und als Erzählerstimme im ersten Werner-Film.
Seine Stimme war echt der Hammer!

Viele Dokumentationen sind erst so richtig interessant geworden durch ihn als Off-Sprecher.

Marcel Reich-Ranicki ist heute im Alter von 93 Jahren verstorben :’(
Meldung auf Focus Online

Ich hab ihn und seine Art sehr gemocht und vor allem die Wortduelle, die er sich immer wieder im literarischem Quartett geliefert hat. :frowning: Ruhe er in Frieden.

:frowning: RIP Ranicki. Ohne Witz, er war auf jedenfall ein Rollenmodell.

Ein tatsächlicher Verlust.

Er war ein charismatischer Mann, der sagte, was er dachte. Ich schließe mich meinen Vorrednern an und hoffe, dass dort, wo sich seine Seele nun befindet, genügend ungelesene Literatur für sie bereit steht.

Ruhe in Frieden!

Schönrednerei war nie sein Ding. Wenn der Gute Literatur zum Kotzen fand, dann brachte er das auch deutlich zum Ausdruck.

Hier legendär: Marcel Reich-Ranicki über Martin Walsers “Es steht ein Pferd auf dem Flur”:

[…]

Schirrmachers Nachruf in der FAZ:


Und die Rede vor dem Bundestag:

//youtu.be/wzYN3TVXZtc

Normalerweise halte ich mich aus Personenkulte heraus, aber um Reich-Ranicki tut es mir Leid.

Im April erst Roger Ebert, jetzt Reich-Ranicki…für die Kritikerwelt ist 2013 kein gutes Jahr. Ruhe in Frieden.

Nun hat er sich verabschiedet, der Mann mit den drrrei rrrollenden Buchstaben im Namen.
Aber er hat uns einige nützliche Lebensweisheiten zurück gelassen:

Man kann einen Garten nicht düngen, indem man durch den Zaun furzt.

Kein Drama der Welt kann so übersichtlich sein wie ein Fußballspiel.

Man soll die Kritiker nicht für Mörder halten. Sie stellen nur den Totenschein aus.

Danke!

“Ich nehme diesen Tod nicht an!”

“Grrräggy, Grrräggy - wärrr ist denn diesserr Grrräggy überrhaupt und was ist das fürr ein unssäglichess Geschrreibsel?!”

Solche Kritiken wird es nie wieder geben, der Verlust ist unermesslich. Er war ein Leuchtturm im Meer der Mittelmässigkeit, dabei glaubte er immer an das Volk der Dichter und Denker anstatt der Richter und Henker, trotz der Ermordung seiner Familie durch die Nazis, denen er selbst nur mit sehr viel Glück entkam.
Nun endete sein dramatisches, ungewöhnliches, großartiges Leben.

R.I.P. Marcel Reich-Ranicki

WAS er sagte, war manchmal banal und austauschbar.
Aber WIE er es sagte, war oft genial und wird so schnell keine Nachahmer finden.

[QUOTE=Mamalupe;324114]dabei glaubte er immer an das Volk der Dichter und Denker anstatt der Richter und Henker, trotz der Ermordung seiner Familie durch die Nazis, denen er selbst nur mit sehr viel Glück entkam.[/QUOTE]

Genau das fand ich an ihm so bemerkenswert. Ich werde mir, sobald ich Zeit habe, seine Rede im Bundestag diesbezüglich ansehen.

Wisst ihr was ich gut finde

Dass endlich sich mal alle bei was einig sind. Mir war es nie in dem Umfang bewusst, wie anerkannt Ranicki eigentlich war, als Person und Kritiker.

Abgesehen von einigen Aussagen ist es vermutlich die unglaubliche Lebensgeschichte und der Respekt vor seiner Lebensleistung. Wer kann und will schon auf so ein Leben zurückblicken?

Einer der ganz wenigen Menschen, vor denen ich meinen Hut ziehe.
So jemanden würde ich einen Helden nennen. Ganz ohne Pathos.
Trotz so einer Geschichte niemals in Gram und Verbitterung zu versinken…das schaffen wohl die wenigsten.

Paul Kuhn ist gestorben
Wo immer du auch jetzt bist, ich hoffe es gibt dort Bier :wink: