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Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?


#1

Habe mich gerade gewundert, dass es einen derartigen Thread in dieser Form hier noch nicht gibt, weshalb ich mal den Anfang machen will. :wink: Bitte zu dem jeweiligen Film (bzw. auch gerne Filmen) eine Bewertung abgeben und diese begrĂŒnden, damit der Thread auf Filmtipps bezogen nĂŒtzlich ist und keinen reinen AufzĂ€hlungsthread darstellt. Diskussionen ĂŒber Filme sind selbstverstĂ€ndlich erwĂŒnscht.

Ich mache mal den Anfang mit:

Ziemlich beste Freunde

Nachdem ich nur gutes ĂŒber diesen Film gelesen und gehört habe, bin ich nun vor einigen Tagen endlich auch mal dazu gekommen ihn mir anzuschauen. Trotz einiger mMn SchwĂ€chen, ein ziemlich großartiger Film und bis jetzt fĂŒr mich die Komödie des Jahres.
Mal zunĂ€chst zu den StĂ€rken des Films: Unglaublich gutes Pacing und Timing zwischen den lustigen und emotionalen Szenen. Die Wechsel wirkten zu keinem Zeitpunkt unglaubwĂŒrdig und verliehen dem Film ein Teil seiner AuthenzitĂ€t.
Der andere Teil der AuthenzitĂ€t entstand dadurch, dass die Gags niemals ĂŒbertrieben oder so aufgesetzt wie in manch anderen Komödien wie z.B. Hangover wirkten. Ich habe mit den Charakteren mitgefĂŒhlt und teils allein aufgrund dessen gelacht, nicht nur speziell wegen dem Witz selbst. Dies gelingt auch nicht jeder Komödie, was mich schon zur Charakterentwicklung kommen lĂ€sst.
Sowohl Philippe als auch Driss nehmen wichtige Erfahrungen aus ihrer nach und nach entstehenden Freundschaft mit; dies wurde schlicht fabelhaft umgesetzt und verstĂ€rkt die Bindung zu den beiden Hauptcharakteren umso mehr. Dies macht sich besonders am Ende bemerkbar, wo man mit Philippe mitleidet als Driss geht und stattdessen verschiedene andere Pfleger kommen, die Philippe nur als Behinderten zu sehen und ihn zu bemitleiden. Umso mehr freut man sich, als Driss zurĂŒckkommt, um Philippe erneut aus seinen Depressionen zu befreien.

Die (wenigen) SchwĂ€chen des Films sind u.a. die Szenen mit Driss Familie am Anfang und spĂ€ter kurz vor dem Ende. Die Szenen am Anfang sind zu langatmig und fĂŒr die Story selbst m.E. nicht wirklich wichtig. Über die Vergangenheit von Driss erfĂ€hrt man auch spĂ€ter durch Philippes Freund etwas und den Bruch mit seiner Stiefmutter, sowie die schlechten LebensverhĂ€ltnisse hĂ€tte man auch spĂ€ter beilĂ€ufig erwĂ€hnen können. Wie Driss am Ende offensichtlich die kriminellen Probleme seines Bruders “löst” erscheint mir wenig plausibel und ist fĂŒr die Geschichte selbst ohnehin eig. irrelevant.
Desweiteren ist der Verlauf der Story zu vorhersehbar, was aber kaum ins Gewicht fĂ€llt, weil man trotzdem von Anfang bis Ende unterhalten wurde. Ein Twist hĂ€tte hier wohl sowieso nicht gepasst und natĂŒrlich kann ein Film, der auf realen Begebenheiten basiert, nicht zu stark von diesen abweichen.

Insgesamt hat mir Ziemlich beste Freunde sehr, sehr gut gefallen. Ich habe viel gelacht und war gleichzeitig hĂ€ufig emotional berĂŒhrt. Mir graut es schon vor einem möglichen Hollywood Remake, weil ich es mir wirklich nicht vorstellen kann, dass dieses das Feeling des Originals einfangen kann und sicherlich einige unpassende neue Elemente enthalten wĂŒrde, mich persönlich dementsprechend nur enttĂ€uschen könnte.

9,5/10


#2

Ich habe auch schon viel Positives von dem Film gehört, ich warte aber wahrscheinlich, bis der Film auf Blu-Ray kommt. Der Trailer und die Story wirken auf jeden Fall schonmal sehr interessant.

Vor einigen Tagen habe ich zum ersten mal “The Tree Of Life” gesehen.
Ich muss sagen, dass mich der Film sehr beeindruckt hat, optisch, sowie auch inhaltlich. NatĂŒrlich war der sehr spezielle ErzĂ€hlstil anfangs etwas befremdlich, das hat sich aber mit der Zeit gelegt. Auf jeden Fall sollte man mit den richtigen Erwartungen ran gehen, wer z.B. einen roten ErzĂ€hlfaden und ein konventionelles Drehbuch erwartet, wird sich vermutlich schnell langweilen, zumal man viel und oft interpretieren muss. Man sollte sich schon auf sowas einlassen können.

Ich wĂŒrde dem film sogar 10/10 Punkten geben, weil er mir lange in Erinnerung bleiben wird. Diesen Film darf man nicht schauen, man muss ihn erfahren.

Weniger anspruchsvoll ist “House of Wax” mit Paris Hilton. Obwohl diese etwa so gut schauspielern kann wie ein Klappstuhl und der Film fast ausschließlich negative Kritiken erhalten hat, fand ich den eigentlich gar nicht mal sooo schlecht. Meine Meinung dazu in ausfĂŒhrlicherer Form kann sich man hier anhören:

http://www.youtube.com/watch?v=SYlUXNLUcVA :smt006


#3

Hab mir letztens aus der Reihe “Klassiker die ich noch nicht gesehen habe” “The Great Escape - Gesprengte Ketten” zu GemĂŒte gefĂŒhrt und hab mich sehr gut unterhalten gefĂŒhlt. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und behandelt einen Ausbruch von amerikanischen und englischen Gefangenen aus einem deutschen Kriegsgefangenlager.

Was mir besonders gefallen hat ist mit wieviel Raffinesse die Macher des Films an die Planung des Ausbruchs herangegangen sind. Hier bleibt dem Zuschauer kein Detail verborgen was den Tunnelbau aus dem Lager angeht. Es wird erklĂ€rt woher die Gefangen die StĂŒtzen fĂŒr den Tunnel nehmen, wie sie eine Erstickungsgefahr vermeiden, woher sie die Zivil-Kleidung fĂŒr die Flucht nehmen usw. . Man hat das GefĂŒhl als wĂ€ren hier wirkliche Experten als Berater am Set tĂ€tig gewesen. Und das alles ohne auch nur ein StĂŒckchen Langweile zu versprĂŒhen, trotz des Alters legt der Film immer ein angenehm hohes Tempo an den Tag.

Auch ist die Herangehensweise an das Thema 2. Weltkrieg in diesem Film eine aus heutiger Sicht recht ungewohnte: das Kriegsgefangenenlager stellt zu keinem Zeitpunkt des Film eine Art Bedrohung dar und man hat das GefĂŒhl, die Insassen wĂŒrden sich darĂŒber freuen endlich wieder ein GefĂ€ngnis zu haben, aus dem sie ausbrechen können. Der Film zeigt den Krieg eher als großen Abenteuerspielplatz. Unterstrichen wird das durch die pfiffige weltbekannte Titelmelodie. Umso ĂŒberraschender dass es bei dem Film gegen Ende dann doch noch einen großen Stilbruch gibt, was aber sicher durchaus so gewollt ist.

Dass die schauspielerischen Leistungen jederzeit ĂŒberzeugend versteht sich bei diesem Cast von selbst: Hier hat man den Schauspiel-Olymp der 60er zusammengetrommelt und in einen Film gesteckt: Stars wie Steve McQueen, Richard Attenborough, Charles Bronson geben sich hier die Klinke in die Hand.

Das einzige was ich dem Film ankreiden könnte ist dass er zum Ende hin ein bisschen langatmig wird. Als ich dachte der FIlm ist vorbei, ging er dann doch noch eine halbe Stunde. Das ist meiner Ansicht nach auch der schwĂ€chste Part des Films, den man hĂ€tte ruhig 15-20 Minuten kĂŒrzer machen können, allerdings klĂ€rt dieser Teil, gemĂ€ĂŸ der wahren Begebenheit, auch ĂŒber das weitere Schicksal der Hauptcharaktere auf.

Insgesamt wĂŒrd ich dem Film eine 9/10 verpassen.


#4

Rain Man

Nettes Road-Movie mit einem ĂŒberragenden Dustin Hoffman. Der Film dĂŒrfte wohl jedem Film-Freund ein Begriff sein. Er behandelt die Krankheit des Autismus, die zu der Zeit in der der Film entstand wohl noch den wenigsten ein Begriff war. Nicht zuletzt diesem Film ist es, denke ich, zu verdanken dass diese Krankheit heute ein StĂŒck weit mehr im GedĂ€chtnis der Öffentlichkeit steht als das noch vor 25 Jahren der Fall war.

Neben der ausfĂŒhrlichen Schilderung eben dieser Krankheit, die auch zu einem großen Teil Dustin Hoffmans Darstellung zu verdanken ist, hat der Film meiner Ansicht nach nicht viel mehr zu bieten. Mit fast 140 Minuten Laufzeit auch ein bisschen zu lang geraten, finden sich vorallem im Mittelteil immer wieder LĂ€ngen, auch wegen einigen repetetiven Elementen:
Z.B. will Hoffman’s Figur jeden Tag seine Lieblingssendung sehen oder lĂ€uft davon. Sicher ist das eine realistische Darstellung der Krankheit und deswegen auch ein StĂŒck weit wichtig, nur dass das nicht immer spannend ist ist dann eben auch verstĂ€ndlich.

WĂŒrd dem Film 7,5/10 Punkten geben.


#5

Der letzte Film, den ich mir angesehen habe, war “Das Meer am Morgen” auf arte.

Mir hat der Film gefallen. Das einzige was mich ein wenig gestört hat, war das die französischen Personen" nicht synchronisiert wurden - die wurden einfach untertitelt. Es war etwas komisch, das dort deutsch und französisch gesprochen wurde.

Von mir bekommt der Film 8 von 10 Punkte. :smt023

Den Film kann man noch bis Freitag (30.03.) auf HP von arte sehen und der kommt nochmal am Mi. 04.04. um 14:55Uhr - auf arte.


#6

Gerade lÀuft hier der Abspann von

UHF

George Newman (“Weird Al” Yankovic) hat ein Problem mit seinen TagtrĂ€umen und fliegt aus einem Job nach dem nĂ€chsten. Doch dann bekommt er von seinem Onkel Harvey die Leitung des Provinzsenders U62 ĂŒbertragen und kann sein Potential auf einmal ausleben - mit so genialen Sendungen wie Wheel of Fish, Conan the Librarian (ich muss mir unbedingt mal ein Schwert besorgen 8)) oder Raul’s Wild Kingdom - wo Pudel fliegen lernen.
RJ Fletcher, Chef des bisherigen Platzhirschs Channel 8 gefĂ€llt Georges Erfolg natĂŒrlich ĂŒberhaupt nicht. Da kommt es ihm sehr zupass, dass Onkel Harvey mal wieder auf das falsche Pferd gesetzt hat und dringend Geld braucht.

Wenn man den Film sieht, mag man kaum glauben, dass er schon von 1989 ist.
Absolut banane, total genial und jede Minute ein Genuss - 9/10.

Supplies! :mrgreen:


#7

“Sieben”

http://www.imdb.com/title/tt0114369/

Einer meiner All-Time-Favorit Thriller. Das Buch (englisch) hat mir auch sehr gefallen und David Fincher ist einfach super!


#8

Wasser fĂŒr die Elefanten.

Tolle Schauspielerleistung, trotz kleiner SchwÀchen in der Story.

Hier meine gesamte Meinung : http://www.ofdb.de/review/205656,491227,Wasser-fĂŒr-die-Elefanten


#9

“Die Frau in schwarz”

Trailer

Hat mir (sehr) gut gefallen. Ich mochte vor allem die Stimmung und die Spannung. Allerdings gibt es auch sicher genug Angriffspunkte fĂŒr Kritik (Spannungsbogen, Tempo, etc.).

Von mir gibt es daher 7/10 Punkte. FĂŒr einen spannend, gruseligen Abend gut geeignet. :smt023


#10

hab gestern mal wieder gesneaked und siehe da ein Volltreffer:

50/50

[video]http://www.youtube.com/watch?v=x5rGJhB2Zr4[/video]

dem ziemlich irrefĂŒhrenden deutschen untertitel “freunde fĂŒrs (ĂŒber)leben” zum trotz, geht es hier um einen relativen durchschnittstypen, gespielt von joseph gordon-levitt, der krebs diagnostiziert bekommt. Das interessante an dem film ist dass man (oder zumindest ich) stĂ€ndig das gefĂŒhl hatte genau das selbe könnte mir auch passieren und so in etwa wĂŒrde ich auch reagieren. Der Protagonist ist eben kein millionĂ€r der am ende nochmal alles nachholt was er noch nicht gemacht hat oder ein genialer chemiker der anfĂ€gt meth zu kochen um fĂŒr seine familie zu sorgen, sonder ein ganz normaler junger mann der eigentlich nicht mal unglĂŒcklich ist nur eben auch nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig glĂŒcklich mit seinem leben ist und sich langsam damit abfindet, dass er zu 50% sterben wird. Dazu kommt noch, dass der film neben all seinen dramatischen momenten eigentlich eine komödie ist bzw. genau die richtige gratwanderung zwischen komödie und drama schafft, dafĂŒr sorgt eben auch der beste freund des protagonisten, gespielt von seth rogen, von dem so ziemlich jeder Gag einen zumindest zum schmunzeln und oft auch zum lachen bringt.
Ein Film den ich uneingeschrĂ€nkt jedem empfehlen wĂŒrde :smt023
9/10


#11

Duell

Der Erstling von Steven Spielberg aus dem Jahre 1971.

Hab dem Film schon lange auf meiner Liste und bin kĂŒrzlich endlich dazugekommen mir ihn anzusehen und kann jetzt wirklich sagen: Was fĂŒr ein toller Film!

Ein Otto-Normal-BĂŒrger fĂ€hrt auf einer einsamen Landstraße und wird plötzlich ohne besonderen Grund von einem anonymen Truckfahrer verfolgt und beinahe bis in den Tod gejagt.

Als ich vor dem Film von den Produktionsdetails des Films erfahren hab, hab ich mich mal auf einen klassischen Low-Budget-Film eingestellt, hab dann aber nach ein paar Minuten gemerkt: dem Film merkt man weder das geringe Budget, noch die kurze Drehzeit, noch den unerfahrern Regisseur an. Spielberg ist damals ein wirklich toller Film gelungen, der mehr auf subtilen Spannungsaufbau setzt als auf krachende Explosionen und Action setzt.

Der Film ist binnen nur 2 Wochen entstanden und alle Beteiligten mussten unter Hochdruck arbeiten um innerhalb dieser Zeit mit dem Film fertig zu werden, umso beieidruckender ist das Ergebnis. Die Kameraarbeit ist absolut spitze und dem Zuschauer wird immer ein gutes GeschwindigkeitsgefĂŒhl vermittelt, vor allem die Aufnahmen aus der Stoßstangen-Perspektive sind absolut gelungen. Zusammen mit dem tollen Schnitt wird so dafĂŒr gesorgt dass der Zuschauer immer gebannt in seinem Sessel bleibt und zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt, wobei diese Gefahr bei einem solchen Film immer besteht, immerhin passiert ja nicht sehr viel.

Die hohe Faszination die der Film versprĂŒht ist sicher auch dem Gegenspieler zu verdanken. Spielberg verleiht dem Truckfahrer kein Gesicht, vielmehr stellt er das Gesicht des Trucks mit seinen großen Scheinwerfer-Augen und der Stoßstange als Mund in den Vordergrund und dieser Aspekt der AnonymitĂ€t macht die Sache meiner Meinung nach auch viel interessanter.

Schauspielerisch gibt es ebenfalls nichts zu meckern: der mir bis dato unbekannte Dennis Weaver macht einen tollen Job als mit der Situation hoffnunglos ĂŒberforderter Durchschnitts-Amerikaner und ist jederzeit ĂŒberzeugend. Achja, und der Truck spielt auch sehr gut

Fazit: Das Spielfilm-DebĂŒt des heute erfolgreichsten Regisseur aller Zeiten machte damals schon klar, mit was fĂŒr einem Ausnahme-Regisseur es Hollywood hier zu tun hat und muss auf keinen Fall hinter seinen spĂ€teren Filmen verstecken, im Gegenteil.

9/10


#12

Ich habe gestern Abend Hitchocks “Das Fenster zum Hof” gesehen und war total begeistert! Dagegen ist das Remake ( Disturbia) Schwachsinn!

[video]http://www.youtube.com/watch?v=BqT8cS7ODW8[/video]

Der Film stammt aus dem Jahr 1954 und spielt, nur in einem Hof aus einer Sicht einer Person. Allein das ist schon großartig!

Inhalt (amazon.de):
Jeff (James Stewart) ist Pressefotograf und durch einen Beinbruch an den Rollstuhl und seine Wohnung gefesselt. Um der drohenden Langeweile zu entkommen, beobachtet er aus seinem Fenster zum Hof die Nachbarschaft und lernt sie so bestens und von allen Seiten kennen. Seine Freundin Lisa (Grace Kelly) ist zunĂ€chst wenig begeistert davon, aber schließlich ist die Neugier doch stĂ€rker. Als die beiden im Leben ihres Nachbarn von gegenĂŒber, Mr. Thorwald (Raymund Burr), einige MerkwĂŒrdigkeiten beobachten, keimt in ihnen der Verdacht, dass mit dessen Frau etwas nicht stimmt. Jeff wittert Mord und lĂ€sst den Hinterhof von nun an nicht eine Sekunde aus.

Ich kann diesen Film absolut jeden empfehlen! Er ist spannend, intelligent und genial! Wer jedoch aktion sucht, ist hier falsch am platz. :smt023


#13

Also ich habe ein paar Filme zuletzt gesehen, aber “Thomas Crown Affair” ist mit der unschlagbar beste Film ever!
Vor allem die Filmmusik ist ein absolutes Highlight und unvergessen. Einfach nur genial:
“Windmills of your mind”:
[video]http://www.youtube.com/watch?v=vB76C3IQ0eQ&feature=related[/video]


#14

Den Film kenn ich noch aus meiner Kindheit und hab ihn mir letztens auf DVD gekauft in einer Steve McQueen-Collection. Sobald ich mit der Game of Thrones Blu-Ray durch bin, werd ich ihn mir anschauen und damit sicher ein paar nostalgische GefĂŒhle wecken. Was den Song “Windmills of your mind” angeht kann ich dir nur zustimmen. Ein wunderschönes Lied das wohl der Hauptgrund dafĂŒr ist, dass mir der Film noch heute so genau im GedĂ€chtnis ist, obwohl es schon sicher mehr als 13 Jahre her ist, dass ich ihn gesehen habe.


#15

Ich glaube es war mal wieder “Thementag” auf Arte und ich war fasst verblĂŒfft, dass die den Film brachten. Na jedenfalls habe ich ganz komisch in meine “EinkaufAktuell” geguckt und sie stimmte mal ĂŒberein mit dem Programm. Also ich habe mich relaxt in mein Bettchen geworfen und mir den Film angesehen, den ich auch schon ĂŒber mindestens 10 Jahre nicht mehr gesehen hatte, und war wieder elektrisiert. Nicht nur durch die surreale Machart, sondern vor allem von der Musik war ich begeistert.
Die Story ist im Grunde sehr banal, aber die Bilder sind exorbitant und teilweise surrealistisch. Aber was wirklich bewegt und den Film ausmacht ist eben die Musik. Absolut passend und wundervoll.


#16

Der von mir zuletzt gesehene Film ist “Blue Valentine” mit Ryan Gosling und Michelle Williams. Mir passiert es selten, dass ich so sehr und lange im Nachhinein ĂŒber einen Film nachdenke wie ĂŒber diesen. Aber warum? Um was geht es eigentlich? Grob gesagt um das Lieben und einander verlieren. Die Story handelt von einem Paar welches nach 6 Jahren Ehe und einer kleinen Tochter kaum noch GefĂŒhle fĂŒr einander hegt. Der Film wechselt dabei zwischen der aktuellen Jetzt-Zeit und der Zeit wie sich die beiden kennenlernen und ineinander verlieben. Man bekommt hier allerdings keinen klassischen liebes-kitsch-Film geboten, sondern ein bittersĂŒĂŸes Liebesdrama mit der Betonung auf bitter, denn der Großteil des Films beschĂ€tigt sich mit dem Zerfall der Ehe. WĂ€hrend des Films muss man sich immer wieder daran erinnern das man einen Film schaut und keine reale Dokumentation, da die Machart und die nahe Perspektive dem Zuschauer das GefĂŒhl geben mitten zwischen den Protagonisten zu sein. Zudem sind die schauspielerischen Leistungen der beiden Haupdarsteller einfach nur bombastisch, wobei ich schade finde, dass Michelle Williams hierfĂŒr eine Oscar Nominierung erhalten hat, Ryan Gosling aber nicht. Man merkt den Schauspielern auch an das sie viel Freiraum zur Improvisation hatten und manche Szenen nach dem ersten oder zweiten mal im Kasten waren. Der einzige Kritikpunkt von mir ist eine inhaltliche SchwĂ€che, bei der nicht gezeigt oder angedeutet wird was in den letzten Jahren die entscheidenen GrĂŒnde fĂŒr das Auseinanderdriften waren. Aber das ist natĂŒrlich Kritik auf hohem Niveau, denn wie der geneigte Filmfreund weiß, ist Interpretationsfreiraum keine SchwĂ€che, sondern eine StĂ€rke.
Es ist kein Film wenn man ohnehin schon schlecht gelaunt ist. Außerdem braucht man schon eine gewisse Reife um mit dem Film etwas anfangen zu können sonst wird man mit großer Sicherheit einfach nur gelangweilt sein.

Blue Valentine hat mich zutiefst berĂŒhrt und bekommt von mir auf einer Skala von 0-100% satte 95. Solche Filme braucht das Kino!


#17

Ghost World (2001)
Director: Terry Zwigoff | Starring: Thora Birch, Scarlett Johansson, Steve Buscemi | Drama, Coming-of-Age, Black Comedy, Teen Movie

Ein ganz außergewöhnlicher Coming-of-age Film. Auf eine gewisse Art total ĂŒberzeichnet, aber trotzdem unfassbar realistisch und glaubhaft. Ein Film ĂŒber die Zeit nach dem Schulabschluss, wenn alle um einen herum irgendwie erwachsen werden und man selbst nicht weiß ob man das ĂŒberhaupt will und was man vom Leben erwartet.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Rating bei wiederholtem Ansehen noch steigt.

Trailer


#18

“Alles auf Zucker”

Gestern auf DVD gesehen und muss sagen bzw will sagen ein super Film.

Der Herr Zucker ist ein Jude, in entzweiernder Ehe, ohne jĂŒdisch zu sein und lebt, in der Zeit nach der Wende herum, in (s)einer Halbwelt aus Billiardspielen und Nichtssein (keine Kohle, nicht arbeitend etc) - bis dessen Mutter stirbt und er, um ans Erbe zu kommen, mit seinem, den jĂŒdischen Glauben auslebenden westdeutschen Bruder zusammenleben muss. Dabei lernt Zuckers Frau die Neugier des Lebens kennen und die Verwandten die Wirren der Zeit - Sex, Drugs and GlĂŒcksspiel.

Der Film ist in meinen Augen eine Millieu-Studie eines gescheiterten Mannes, der mit allen Mitteln versucht die Oberhand ĂŒber sein Leben zu gewinnen. Es geht zwar auch um Religion, aber ich, fĂŒr meinen Teil, sehe trotz aller Diskussionen (Juden in Dland) den Hauptschwerpunkt des Films eher darin, dass ein gescheiterter Held versucht sein Bild aufrecht zu erhalten und das destotrotz, dass der Gerichtsvollzieher schon lĂ€ngst vor der TĂŒr steht und die Ehe wegen etlicher kleiner LĂŒgen in die BrĂŒche geht.

Ist mir neben “Lenin” einer der Filme, die mir eine schön gezeichnete (nicht schöngezeichnete) Millieu-Studie liefern, was das Ost-West Thema (im Film Bruder vs Bruder) angeht.


#19

Delivery:

Trashig gehalten und grottige Synchro und viele schlechte Schauspieler. Doch dieser Film entpute sich als kleines Meisterwerk. Sicher kein Highlight aber auch kein “Blockbuster” (Die sind immer MĂŒll).
Matt Nelson war der einzige der seine Rolle gut gespielt hat. Ich meine, er spielt ne Figur die ein Kindheitstrauma hat, als Pizzalieferant arbeitet, von seinen Kunden verspottet und geachtet und so weiter. Er lebt echt in einer Welt mit Intoleranten und Perversen Menschen (Schwule und Transen gehören auch zu dem Pack).
Er findet sogar seine Liebe, doch der Chef vermiest ihm die Tour und der Bruder von der Freundin brĂ€t ihr eins drĂŒber.
Also 50 Min vom Film erlebt man wirklich nur, wie scheisse sein Leben ist und ein paar Szenen was in seiner Kindheit passiert ist als Alptraum. Dann hat er die Freundin und kurz obendrauf wird ihm sein GlĂŒck genommen und er rasstet total aus und rĂ€cht sich

Aber eine Szene im Ganzen Film war schon fast ein Klassiker, es wird ein Film gedreht und 2 Schauspieler sollten schauspielern doch man merkt das die es absichtlich schlecht spielen. Einfach eine göttliche Szene :ugly

Das problem an diesem Film ist einfach, man muss mit ihm mitfĂŒhlen können und was er durchlebt
 Sonst wird der Film euch nur anöden
 :smt023

Der Trailer ist irrefĂŒhrend, da er uns nur ein Psycho zeigt der amoklĂ€uft. Dabei ist es nicht mal so
 :smt011
[spoiler][video]http://www.youtube.com/watch?v=IYP8ij1qoE0[/video][/spoiler]

Gerade von ein paar Minuten Tim und Struppi gesehen, diesen Animationsfilm. Ehrlich? Ich hĂ€tte echt viel schlimmeres erwartet. Ich bin sogar mehr als ĂŒberrascht vorallem das Haddock flucht und sĂ€uft wie das letzte Loch. Auch die Action, waren fĂŒr einen Film ganz schön ordentlich und immer bombig.
Das Ende lĂ€sst sogar hoffen auf einen 2ten teil. Worauf ich mich sehr freuen wĂŒrde.
Nein, ich habe keine Rosarote Fanbrille an oder sowas. Sondern ich empfand ihn wirklich gut und Unterhaltsam. Auch wenn sie teiwlesie Fernab sind vom Original. Ich hatte meinen spass
 Aber natĂŒrlich kommen sie nicht an die beiden Realverfilmungen an. Die erzĂ€hlen eine Eigene Geschichte, aber sind noch Comictreuer als dieses Abenteuer. Die Gibt es in ner Box zu kaufen und beiden Filme wurden mal vor ein paar jahren auf Deutsch Synchronisiert und zwar so, das es sich anhöhrt als hĂ€tte man in den 60er ihn Synchronisiert. Also man hat sich mĂŒhe gegeben :slight_smile:


#20

Vorhin hab ich nach langer Zeit mal wieder den Sci-Fi-Klassiker “Saturn 3” angesehen. Wer ihn nicht kennen sollte, dem sei gesagt, dass es in dem Film darum geht, dass ein Wissenschaftler einen neuartigen Roboter zu einer Forschungsstation auf dem dritten Saturnmond bringt, wo zwei Biologen daran arbeiten, das Hungerproblem der Erde zu lösen, welches in dem Universum des Films massiv zu sein scheint. Leider erweist sich der Wissenschaftler als psychologisch instabil, was sich dann im Laufe des Filmes auf seinen Roboter ĂŒbertrĂ€gt und die Maschine zum Killer werden lĂ€sst. Insgesamt ein Film, bei dem ich mich frage, warum es sowas heute nicht mehr zu sehen gibt!
Allein die ersten 10 Minuten schlagen mit ihrer AtmosphÀre alles, was man bis dahin kannte! :wink:

Wer den Film sehen möchte, der kann ihn sich hier in voller LÀnge auf Youtube ansehen!

http://www.youtube.com/watch?v=yPo0domOnIo

Edit: Die Hauptrollen spielen ĂŒbrigens Kirk Douglas und Farrah Fawcett!