US-Präsidentschaftswahlen

Edit von Skafdir: Abgetrennt aus diesem Thread. Somit hat man hier nun einen offiziellen Ort um über merkwürdige amerikanische Politiker zu lästern.

gibt ein lustiges Twitter Zitat von der angeblichen Koreanischen Föderation: „Kim Jun Un lobt Trump für sein Stradegisches Verständnis und seine Menschen freundliche Politik“ ( ins deutsche übersetzt durch mich)
Ich denke mir allerdings auch, das die beiden ein Dream Team abgeben könnten.
Trump have the Mony and Kim the style !:wink:

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Ich fürchte trump wird President, er passt in eine lange reihe von western Helden!
Außerdem war es schon immer so, das Geld in Amerika wahlen gewinnt und Geld hat er!
Leider hat er bisher den Umfragen nach zu Urteilen auch gute Ergebnisse:(

@Icetwo

Oh mein Gott… sag bloß, der olle Johannes behält am Ende recht?!

sagen wir mal so. Die Pferde sind aus Trumps privaten Gestüt

The end is nigh!

Trump mag Geld haben, aber er ist bei den Republikanern unbeliebt.
Das bedeutet: Er kriegt einfach in der Vorwahl die Stimmen nicht.

Was passieren wird ist allerdings folgendes: Durch Trump können die Republikaner ohne Probleme einen Erzkonservativen ins Rennen schicken, weil der immer noch weniger schlimm als Trump ist.

Trump würde gegen Hillary verlieren, weil sie dann doch das “kleinere Übel” ist.
Aber wenn die Republikaner einen Kandidaten schicken mit dem Prädikat “besser als Trump”, dann wird es knapp für Hillary, weil wirklich beliebt ist die Frau auch nicht.
(Und das Prädikat “besser als Trump” ist nun wirklich keine zu große Hürde)

Abgesehen davon schafft Trump eine wunderbare “das wird man doch nochmal sagen dürfen Stimmung”.
Dadurch können sympathische Gruppen wie “WhiteGenocide” (VORSICHT: Link zum rechten Rand des amerikanischen Politspektrums) ihre Ideen verbreiten und schließlich dafür sorgen, dass kein Republikaner um diese Ideen drum rum kommt.
Trump hat es also jetzt schon geschafft die öffentliche Stimmung in den USA gewaltig nach rechts kippen zu lassen. Es ist vollkommen egal ob er am Ende wirklich der Präsidentschaftskandidat ist oder nicht, weil jeder andere auch ein Stück Trump sein muss. Mit dem Unterschied das andere Kandidaten eine reale Chance auf die Präsidentschaft haben.

Noch ein Grund warum Trump unwahrscheinlich ist: Trump wäre als einziger in der Auswahl dabei der George Bush Jr. auf intellektueller Ebene Konkurrenz machen könnte. Die Republikaner wissen das ein Vollidiot im Weißen Haus überhaupt einen schwarzen Präsidenten ermöglicht hat. Noch einmal werden sie das bestimmt nicht riskieren, zumal sich Trump viel schlechter als Handpuppe eignet, weil ihm sein eigenes Ego dafür schon zu sehr im Hinterteil steckt.

Politische Analyse der USA beendet. ^^

PS: Sollte Trump es allerdings wieder erwarten doch schaffen, dann gute nacht.

Ich bin schon fast geneigt zu glauben, dass er gewinnt.
Skafdirs Theorie, ihn als Torbrecher für weniger, aber kaum besserer Reformen zu benutzen, ist jetzt nicht übel, aber er bündelt so viel Aufmerksamkeit und Entertainment, dass die Republikaner kaum auf ihn verzichten können.

Die Demokraten haben höchstens Sanders. Clinton ist eine Irre, das sehen selbst viele Amis ein. Sanders hingegen öffnet in den USA die Gesellschaft für soziale Ideen, die vorher mit “Du dummer Kommunist” weggewischt wurden. Aber beide sind nicht so “strahlend” wie Trump. Wenn in Europa noch mehr passiert (Paris, Köln), dann hat er die perfekte Propaganda und somit auch die besten Chancen. Stellt euch die USA unter Trump mal vor… das ist so surreal.

Was wieso vorstellen, hast wohl noch nie “They Live” gesehen

[QUOTE=Kirin;437371]Was wieso vorstellen, hast wohl noch nie “They Live” gesehen[/QUOTE]
Die Aliens gehen [I]subtil[/I] vor.

ich könnte mir schon vorstellen, dass Trump zumindest die Vorwahlen gewinnt. Danach wird es aber sehr schwer für ihn. Gegen Clinton ist aber ein möglicher Weg zur Präsidentschaft sichtbar, nämlich der Kampf gegen das Establishment der Politik in Washington. Dieses ist sehr unbeliebt, weshalb Leute von “außerhalb” im Vorteil. Das trifft auf Trump zu (und bei den Demokraten auf Sanders), während Clinton die etablierte Politik geradezu verkörpert. Das könnte gefährlich werden. Gegen Sanders hat er m. M. n. kaum eine Chance.

Ich denke aber auch, dass Trump als politischer Schneepflug fungiert, der den Weg frei macht für massivste fremdenfeindliche Rhetorik. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dass eine Strategie der Republikaner als Partei ist. Bei einzelnen Kandidaten würde ich das aber schon sagen und zwar insbesondere bei Ted Cruz. Der ist ähnlich rechts außen wie Trump, aber gibt sich den Anschein des Seriösen (ganz im Gegensatz zu Trump). Er könnte von Trumps Wahlkampf profitieren, wenn Trump selbst fällt. Da muss Cruz jetzt aber langsam angreifen, allerdings waren seine Versuche bis jetzt eher erfolglos.

Jetzt mal ne grundsätzliche Frage (Ja ich weiß, das Wahlsystem funktioniert anders in den USA)… aber wer wählt so einen vor Geld stinkenden Demagogen? Der kleine Bürger, der eh schon nicht genug zum Leben hat? Ich sehe halt wieviele soziale Probleme es in den USA gibt, die sich zwar immer als Musterstaat hinstellen, aber ihre Innenpolitik überhaupt nicht im Griff haben…
Das passt nicht zusammen… es kann doch nicht sein dass man sich von so einer Show so blenden lassen kann…

Ich wähle doch nicht so einen Wall-Street-Heini wenn ich aus Hudson, OH komme, Fabrikarbeiter bin und sonst auch Angst habe, übern Haufen geknallt zu werden wenn ich irgendwo im Kino sitze.

Der Mann stellt doch gar nix von dem dar…

Umfrage: Sanders würde Trump in den Vorwahlen schlagen, und zwar mit größerem Abstand als Clinton. Ist natürlich nur eine Momentaufnahme.


Die Republikaner werden Trump nicht zurückziehen können, weil sie damit komplett gegen die Stimmung handeln würden. Dann können sie die Wahl gleich abhaken. Schließlich haben die USA schon einen mittelmäßigen Schauspieler als Präsidenten überlebt. Aber mal sehen, wie die ersten Vorwahlen ausgehen, vielleicht gibts ja noch Rückenwind für einen der anderen Kandidaten, und dann werden die anderen reihenweise zurückziehen und sich hinter ihn stellen.
Sollte Sanders es schaffen zur Wahl, dann hätte er sicher eine Chance, weil er weniger für das Establishment steht als Clinton. Trump natürlich noch weniger.

[post=437387]@James87[/post]: Auch die Mentalität ist eine andere. Ein guter Teil der Bevölkerung sieht eine Krankenversicherung tatsächlich als “nicht zulässigen Eingriff in die persönliche Freiheit”.
Amerikaner sind keine Europäer und man sollte nicht den Fehler begehen und europäisches Denken auf Amerika anwenden. Für uns ist Trump schlicht und ergreifend eine Karikatur.
In Amerika wird er auch so wahrgenommen, aber nur von einem Teil und nicht von allen. Es gibt durchaus einen konservativen Teil der Amerikaner denen nicht nach fremdschämen zumute ist wenn sie den Kerl sehen.

[post=437398]@Twipsy[/post]: Ich gehe stark von Jeb Bush aus. In einem Duell gegen Clinton würde er vermutlich gewinnen und er hat den Ruf als “Vernünftigster der Bushs” (Nicht das die Konkurrenz besonders schwer zu überholen war…)

Sanders: Ja fände ich persönlich nicht schlecht und vor allem überrascht es mich das er besser da steht als Clinton. Bislang hatte ich ihn immer nur als “den linken Wirrkopf” mitbekommen was die öffentliche Meinung angeht. Vielleicht geht da ja was.

Wer auch immer den Vorentscheid bei den Republikanern macht, Trump wird es wohl nicht sein. (Ted Cruz wäre wohl ein anderer chancenreicher Kandidat, ich glaube trotzdem eher an Bush, obwohl… oder vielleicht gerade weil er in den derzeitigen Umfragen hinten liegt)

Das er in derzeitigen Umfragen führt ist vergleichsweise unerheblich, das ist schon beinahe üblich in den USA. Man hat immer irgendwelche Leute die in den Umfragen weit vorne liegen aber nicht nominiert werden.

Edit: Hier ein Artikel der Washington Post der mir brachial widerspricht was meine Einschätzung von Bush als Kandidaten angeht. Aber ich bitte euch, warum sollte ein Amerikaner der als Politikjournalist arbeitet mehr Ahnung haben als ich?

[QUOTE=Skafdir;437402]Wer auch immer den Vorentscheid bei den Republikanern macht, Trump wird es wohl nicht sein. (Ted Cruz wäre wohl ein anderer chancenreicher Kandidat, ich glaube trotzdem eher an Bush, obwohl… oder vielleicht gerade weil er in den derzeitigen Umfragen hinten liegt)

Das er in derzeitigen Umfragen führt ist vergleichsweise unerheblich, das ist schon beinahe üblich in den USA. Man hat immer irgendwelche Leute die in den Umfragen weit vorne liegen aber nicht nominiert werden.[/QUOTE]

ich bin der Sache mit den Umfragen mal nachgegangen und auf dieses Video gestoßen:
https://www.youtube.com/watch?v=ui169NrcpOk (Achtung, lautes Geräusch am Ende)

Dass jemand zum jetzigen Zeitpunkt immer noch führt, ist also nicht so ganz ohne Aussagekraft. Die komischen Leute, die immer mal wieder vorne liegen, liegen wohl normalerweise nicht mehr kurz vor den Vorwahlen vorne. Ich könnte mir zwar gut vorstellen, dass es diesmal anders läuft und er sich trotzdem nicht durchsetzt, aber wer weiß…

Dass Umfragen vor Beginn der Primaries mit dem Endergebnis nur bedingt etwas zu tun haben, zeigt diese PDF zu den Vorwahl-Umfragen zwischen 1960 und 1996.

Wer neuere Zahlen mag, darf sich gerne erinnern an die Vorwahlen der Demokraten 2004 als Howard Dean schon wie der sichere Sieger aussah.
[I]By autumn of 2003, Dean had become the apparent front-runner for the Democratic nomination, performing strongly in most polls.[/I]

Beim letzten Mal ging Newt Gingrich als Favorit in die ersten Primaries, mit bekanntem Resultat
[I]But in the weeks before the Iowa caucus, Gingrich’s new-found lead began to quickly evaporate as super PACs sympathetic to Mitt Romney and others spent over $4.4 million in negative advertising targeting the former Speaker[/I]

Am deutlichsten zeigt das Beispiel von Bobby Kennedy, dass der Frontrunner nicht immer als erster ins Ziel gelangt.
… Donald, you’re fired!

Gar so schlecht fand ich Gerald Fords Performance im [I]Denver Clan[/I] nicht.

[QUOTE=James87;437387]Jetzt mal ne grundsätzliche Frage (Ja ich weiß, das Wahlsystem funktioniert anders in den USA)… aber wer wählt so einen vor Geld stinkenden Demagogen? Der kleine Bürger, der eh schon nicht genug zum Leben hat? Ich sehe halt wieviele soziale Probleme es in den USA gibt, die sich zwar immer als Musterstaat hinstellen, aber ihre Innenpolitik überhaupt nicht im Griff haben…
Das passt nicht zusammen… es kann doch nicht sein dass man sich von so einer Show so blenden lassen kann…[/QUOTE]

Jetzt können wir auch eine Frage beantworten, die Europäer alle vier Jahre wieder zur Verzweiflung treibt: Warum es viele US-Bürger scheinbar nicht interessiert, wer ihr Präsident wird. Die Wahlbeteiligung auf Bundesebene ist tatsächlich vergleichsweise niedrig. Der Grund liegt aber nicht in einem allgemeinen politischen Desinteresse der Amerikaner, sondern einfach daran, dass der Bund für das Leben des Durchschnittsbürgers kaum eine Rolle spielt. Wesentlich wichtiger für ihn ist die Politik auf Landes- und Kommunalebene, wo er zudem einen großen und direkten Einfluss hat.

Der Artikel erklärt recht anschaulich den Verwaltungsaufbau der USA. Im Index findest du auch einige Artikel zum Wahlsystem. https://usaerklaert.wordpress.com/index-der-eintrage-nach-themen/

[QUOTE=James87;437387]Jetzt mal ne grundsätzliche Frage (Ja ich weiß, das Wahlsystem funktioniert anders in den USA)… aber wer wählt so einen vor Geld stinkenden Demagogen? […]Ich wähle doch nicht so einen Wall-Street-Heini wenn ich aus Hudson, OH komme, Fabrikarbeiter bin und sonst auch Angst habe, übern Haufen geknallt zu werden wenn ich irgendwo im Kino sitze.
[/QUOTE]
Ohio ist ein Swing State, aber viele andere Ländern sind fest in der Hand von Demokraten bzw. Republikaner, da wird dann einfach der Kandidat der Partei gewählt und fertig.
Dadurch ist die Beteiligung im anderen Lager auch oft deutlich geringer, da eh keine Chance besteht.

[QUOTE=Skafdir;437037]Die Republikaner wissen das ein Vollidiot im Weißen Haus überhaupt einen schwarzen Präsidenten ermöglicht hat.[/QUOTE]
Falls du McCain meinst, dann ist das zwar ein alter Kriegsveteran und etwas Erzkonservativ und vll. auch durch den Krieg ein wenig mitgenommen, aber meiner Ansicht nach immernoch einer, nein, der Vernünftigste unter den Repub… *nochmal ein wenig tiefer recherchier bevor oh… naja, er ist immernoch besser als Palin meiner Ansicht nach und man muss ihm zugute halten, dass er als einziger Republikaner gegen Folter ist. http://www.cbsnews.com/news/mccain-japanese-hanged-for-waterboarding/
Ich denke wenn ich den USA leben würde wäre mir McCain sogar lieber als Trump, bei McCain hatte ich das Gefühl, dass er hier und da vll. ein klein wenig aus dem Unsinn den er fabriziert hat gelernt haben könnte.
Ich glaube allerdings auch, dass da keiner versuchen wird den Hype auf Trump noch auf irgendeinen anderen Republikaner umzulenken, Momentum ist in US-Amerikanischen Wahlen ziemlich wichtig, da bräuchte man wenn dann irgendein einschneidendes Ereignis um das überhaupt in Betracht zu ziehen.

Man könnte Amerika ja mal mit seinen eigenen Waffen bekämpfen!
"Wenn Trump Presidänt wird, bricht die EU sämmtlichen Zusammenarbeit mit der USA ab und wendet sich Russland zu!"
Ich denke späteßtens dann, würden sie es sich mit den Trump nochmal überlegen^^

[QUOTE=Mrchaos;437920]bricht die EU sämmtlichen Zusammenarbeit mit der USA ab [/QUOTE]

Die Regierungen von Polen und Ungarn finden Trump bestimmt töfte. Und wenn die Umfragen nicht lügen, reihen sich bald Frankreich und die Niederlande in die Achse der Doofen ein.

Du hast Österreich vergessen.