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TRIP Folge 1: Wie funktioniert ein Krematorium?


#21

Ich glaube, dass das demjenigen im Sarg so ziemlich egal ist :wink:


#22

Nein, aber wenn ich da bin, sehe ich mehr als vorher. Davon bin ich √ľberzeugt.


#23

streng genommen können ja Angehörige der Einäscherung beiwohnen. Aber ich sehe mir das dann trotzdem lieber objektiv als Außenstehender an.

Wunschliste f√ľr Technik-Au√üendrehs:

- Klärwerk
- Industriesterilisator (Ethylenoxid z.B. in der Medizinprodukteindustrie)
- BASF
- Atomkraftwerk
- Fertigungsstraße eines Automobilwerkes
- Ultra-Reinraum-Produktion (Halbleitertechnik z.B.)


#24

Du bist heute auf Krawall geb√ľrstet. Das ist ja noch schlimmer als eine Diskussion √ľber Haustiere!

W√ľrde mich aber auch sehr interessieren.

Ach ja:

  • intelligente Waffensysteme

#25

Nur die Technik, nicht die Marketingabteilung :smiley:
aber ich glaube, aus Sicherheitsgr√ľnden wird man da eh nicht reinkommen.


#26

Aber der Umwelt nicht - weswegen ja viele von den Dingern in möglichst abgelegenen Gegenden stehen…


#27

Meine Tochter hat ein Praktikum bei ‚ÄúDeutsche Gasru√üwerke GmbH‚ÄĚ gemacht, sprich die stellen Ru√ü f√ľr die Reifen- und Farbenindustrie etc. her und haben eine moderne Anlage.

Daher der Vorschlag meiner Tochter:

  • Besuch der Gasru√üwerke in Dortmund

#28

Ich fand die Folge interessant - und ich bin gar nicht sooo technikinteressiert. F√ľr mich hat das einen √§hnlichen Effekt wie ‚Äúfr√ľher‚ÄĚ die Sendung-mit-der-Maus-Beitr√§ge, bei denen einfach mal gezeigt wird, wie die Industrie bestimmte Sachen herstellt.


#29

Mir fehlt bei diesem Format eindeutig das Alleinstellungsmerkmal. Es erinnert mich viel zu sehr an die anderen 08/15-Wissensformate im Fernsehen. Man sollte da mMn noch viel mehr in die Tiefe gehen.


#30

Das Intro erinnert an alte öffentlich-rechtliche Wissenschaftsformate. Als hoffnungsloser Nostalgiker mag ich das sehr, kann aber nicht abschätzen, wie es bei späteren Generationen ankommt.

Thomas‚Äô relativ zur√ľckhaltende, ernsthaft interessierte Art gibt dem Format einen angenehm seri√∂sen Anstrich. Youtube-Zuschauern k√∂nnte es missfallen, dass er sich nicht st√§ndig in den Vordergrund dr√§ngt, schmutzige Witze rei√üt, seinen Interviewpartner verspottet und auf seine Eier hinweist. Auch fehlen die aufgesetzten Sensationen und die kurzatmigen Schnitte, die heutzutage so beliebt sind. Das Like-Dislike-Verh√§ltnis auf YT k√∂nnte daher nicht so toll ausfallen.

Positiv finde ich außerdem, dass das Thema nicht nur umrissen, sondern tatsächlich ausgelotet wird und auch Detailfragen gestellt werden. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass man von Sendungen dieser Art wie ein Erwachsener behandelt wird, der etwas lernen will, und nicht wie ein Kind, das etwas lernen soll.

Nat√ľrlich muss, wenn ein Thema gr√ľndlich besprochen wird, auch ein Grundinteresse beim Zuschauer vorhanden sein, also ist absehbar, dass ‚ÄúTRIP‚ÄĚ eines jener Formate wird, die nicht allzu viele Stammzuschauer haben, sondern einen gr√∂√üeren Stamm potenzieller Zuschauer, die von Folge zu Folge entscheiden, ob sie einschalten oder nicht.

Kurz: So eine Sendung sollte eigentlich GEZ-Gelder beantragen d√ľrfen, da sie ungew√∂hnlich viel Wert auf die Vermittlung von Wissen legt. Ich w√ľnsche Thomas viel Erfolg und werde erst einmal jeder Folge eine Chance geben; auch dann, wenn mich das Thema weniger interessiert.

Was seine Moderation angeht, sollte Thomas allerdings darauf achten, nicht so viele Wörter zu verschlucken. Besonders am Anfang fiel das auf, wobei sicherlich viel Nervosität im Spiel war.


#31

Na ja, ging so das neue Technikformat.
Irgendwo zwischen Sendung mit der Maus und Galileo.
Wie bei vielen MG Sendungen; Luft nach oben ist da.
Thomas hat seine Sache f√ľr die erste Sendung ganz ordentlich gemacht.

Die Verweildauer in der Brennkammer richtet sich also nach Gewicht …
Thomas wäre also schon in einer halben Stunde durch. :joy:

Das Krematorien in Gewerbegebieten stehen das kenne ich.
Vom technischen Gymnasium in Wilhelmshaven hat man eine gute Aussicht
auf der Krematorium. Immer wenn eine schwarze Wolke aufgestiegen ist gab
es den Witz; da ist wieder eine schwarze Seele in die Hölle gefahren. :sweat_smile:
Solch schlechte Filteranlagen wären heute auch nicht mehr erlaubt.


#32

Brennkammer… Ihr wisst, an welche Kammer ich direkt dachte. :slight_smile:


#33

Was mir grad noch einfällt.

Der Mann sagte ja er w√ľrde gerne Energier√ľckgewinnung betreiben und die W√§rme in Elektrizit√§t umwandeln.

Objektiv ist das eine gute Sache, aber auf der anderen Seite klingt das wie eine Idee f√ľr einen Film, bei dem die Protagonisten am Ende rausfinden das der Strom mit dem sie ihre Mikrowelle betreiben aus ‚Äúverheizten‚ÄĚ Menschen gewonnen wird. Nat√ľrlich ist das dann voll der Skandal und so und Amerika ist emp√∂rt bla bla. Erinnert ein wenig an Soilent Green.

Gehts nur mir so oder w√ľrdet ihr auch sch√§tzen das 80% aller Leute sagen w√ľrden ‚ÄúUnsere Toten d√ľrfen nicht verheizt werden damit mein Mixer l√§uft‚ÄĚ und das es einen riesen Skandal (Sturm der Entr√ľstung) geben w√ľrde wenn z.B. RWE sowas im gro√üen Rahmen versuchen w√ľrde?

Ich hab tats√§chlich mal kurz dr√ľber nachgedacht was ich eigentlich davon halte. Nach dem ersten reflexartigen ‚Äúhmm, sowas macht man doch nicht, was w√ľrden die Leute sagen‚ÄĚ, dachte ich mir ‚Äúklar, warum nicht, das ist sinnvoll‚ÄĚ.

Mich w√ľrde interessieren wieviel Energie man tats√§chlich umwandeln bzw. zur√ľckgewinnen k√∂nnte wenn man das deutschlandweit betreiben w√ľrde (ganz zu schweigen davon das es f√ľr die B√∂den gut w√§re usw). Wieviel MW Leistung k√∂nnte man aus den Toten eines Jahres zur√ľckgewinnen/umwandeln? Irgendwer mal ne Milchm√§dchenrechnung parat?

Nachtrag: Man k√∂nnte nat√ľrlich sagen das Verbrennung eine ungeheure Energieverschwendung und Rohstoffverschwendung ist, um diesen Faktor etwas abzuschw√§chen hatte ich gra dnoch folgende Idee.

Nach dem Verbrennen bleibt ja Asche und so √ľbrig. Asche kann als D√ľnger benutzt werden wenn ich mich recht entsinne. Mal angenommen man w√ľrde 80% der ‚ÄúReste‚ÄĚ als D√ľnger verkaufen und 20% wandern in die Urnen der Hinterbliebenen. W√§re das Volkswirtschaftlich und √∂kologisch sinnvoll und was w√ľrden die Leute dazu sagen wenn man ‚Äúmenschlichen‚ÄĚ D√ľnger kaufen k√∂nnte?


#34

Ist halt wieder so eine Idee, die stark nach mafiösen Multis klingt.

‚ÄúTote! Wir brauchen mehr Tote!‚ÄĚ
-‚ÄúAber Boss, die sind alle verheizt!‚ÄĚ
‚ÄúDann schaff neue her! Mir egal, wie! Noch ein paar Stromausf√§lle mehr, und unsere Kunden springen ab!‚ÄĚ

√Ąhnlich wie Pr√§nataldiagnostik, Euthanasie und Organspende. Man denkt irgendwie, sobald da eine Schleuse ge√∂ffnet wird, bricht der Damm der Zivilisation.


#35

Beachte meinen Nachtrag im obigen Post, Samt.

Hm, ja ich wei√ü was du meinst, aber je mehr ich grade dar√ľber nachdenke umso besser gef√§lt mir das.

Was spricht dagegen unsere Toten zu verheizen, die Energie zur√ľckzugewinnen und die Reste als D√ľnger zu verkaufen?

Abgesehen von irgendwelchem Moralquatsch doch eigentlich nichts oder?


#36

W√ľrde ich so nicht sagen. Aus rein mechanistischer Sicht gibt es daran nichts auszusetzen, aber ich halte es f√ľr falsch, die emotionale Komponente als Quatsch abzutun. Wer kein Problem damit hat, aus verstorbenen Verwandten D√ľnger, Strom oder Hackfleisch zu machen, soll das meinetwegen tun. Ich w√ľrde halt einen weiten Bogen um ihn machen und wollen, dass hin und wieder jemand nachsieht, ob er wirklich wartet, bis seine Verwandten auf nat√ľrliche Art sterben.

Von Staats wegen dazu gezwungen zu werden, so mit den √úberbleibseln geliebter Menschen zu verfahren, w√§re aus meiner Sicht allerdings nicht nur ein Unding, sondern eine offene Kriegserkl√§rung, denn es w√ľrde mich dazu n√∂tigen, innigste Gef√ľhle in den Dreck zu treten.

Mit ‚Äúabgesehen von Moralquatsch‚ÄĚ w√§re ich generell vorsichtig. Es besteht z.B. weitgehend Konsens dar√ľber, dass unkontrolliert wachsende Tierpopulationen verheerende Folgen f√ľr die Umwelt h√§tten und in schweren F√§llen kontrollierter Massenmord alternativlos sei. ‚ÄúMoralquatsch‚ÄĚ sorgt daf√ľr, dass der Mensch wenigstens f√ľr sich selbst eine Ausnahme macht.

Das eine muss nicht zum anderen f√ľhren, aber wenn mir erst einmal jemand eingetrichtert hat, dass es Quatsch sei, in Menschen mehr zu sehen als nur animierte nachwachsende Rohstoffe, dann k√∂nnte ich durchaus noch auf andere Ideen kommen - besonders wenn ich dazu gezwungen wurde, meine selbstgesteckten Moralgrenzen mit Gewalt niederzurei√üen.

(Was ich hier ausf√ľhren wollte: a) dass auch irrational begr√ľndete Wertvorstellungen den Menschen ausmachen, b) dass viel mehr Wertvorstellungen irrational begr√ľndet sind, als es auf Anhieb scheint, und c) dass es sehr gef√§hrlich werden kann, wenn man jemanden zwingt, das zu bespucken, was ihm heilig ist, oder gar einer ganzen Generation beibringt, dass es Quatsch sei, √ľberhaupt etwas ohne errechenbaren Grund f√ľr heilig zu halten.

Die drastische Formulierung ist darin begr√ľndet, dass mir bei vielen intellektuellen Deutschen eine fast unmenschlich roboterhafte K√§lte auff√§llt, die es f√ľr besonders wichtig h√§lt, alles, was mit Gef√ľhlen in Verbindung steht, nicht nur als primitiv zu verdammen, sondern auch entsprechend zu bek√§mpfen - und das, obwohl ich gar kein Pole bin. Daher neige ich von vornherein zu √ľberdramatisierenden Darstellungen.)


#37

Alter, das ist ja, als w√ľrde man Cloverfield gucken - √úbelkeit iz da!

Na ja, TRIP tr√§gt den Tod ja quasi schon im Namen, womit klar sein d√ľrfte, wo die Reise hinf√ľhrt‚Ķ ich konnte mich daf√ľr jetzt nicht begeistern (w√ľrde mich auch niemals verbrennen lassen, das ist ja, als w√ľrde man freiwillig ins H√∂llenfeuer springen) und denke auch nicht, dass man damit Neukunden fangen kann. F√ľr Fans von Thomas sicher ganz nett, aber mehr auch nicht.


#38

Muss sagen, hat mir wirklich gut gefallen. Das Intro finde ich toll, schlicht und nicht so verspielt wie die meisten MG-Intros.

Die Kamera fiel mir auch etwas negativ auf. Musste Daniel dringend auf Toilette? Vor, zur√ľck, links und rechts. Wirkte teilweise wie so ein Sensationsj√§ger, der einen besonders guten Blickwinkel erhaschen will.


#39

Es war doch davon die Rede, diese Energie f√ľr den eigenen Verbrauch der Krematoriums zu nutzen. Also die K√ľhlung etc.
Es wäre dann kein Gewinn. Man verbraucht nur Netto weniger Energie.


#40

Dann w√ľrde ich es aber f√ľr sinnvoller erachten, wenn man vor dem Verbrennen 80% des K√∂rpers abs√§belt und zu D√ľnger verarbeitet. Der N√§hrstoffgehalt w√§re dann einfach h√∂her.