Das wäre ja auch absoluter Unsinn. Einerseits wird immer wieder erwähnt, dass das Forum nur einen extrem kleinen Teil der Zuschauer/Abonnenten ausmacht und andererseits soll nun aufgrund einer kontroversen Diskussion ein ganzes Format, das sich großer Beliebtheit erfreut, eingestampft werden? Steht doch in keinem Verhältnis.
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass sich nun keiner mehr an den Tisch traut. Irgendwo hat Holger ja mal erwähnt, dass es ohnehin schwierig ist, vier Leute zusammenzubekommen für die Sendung.
Wer genau tut das denn in dieser Kombination?
Ein schlechter Witz wäre es eher, wenn du damit sagen willst, daß man sich als deutscher nicht über das N-Wort aufregen darf.
Und Du solltest dich auch einmal eingehend mit dem Thema Rassismus beschäftigen – und so es Dir gelingt, auf einem akademischen Niveau. Dieser Begriff ist nämlich nicht definiert durch und reduziert auf historische bzw. gesellschaftliche und politische Extreme der höchsten Kategorie, die Du auch weiter oben in der Diskussion herangezogen hast. Es gibt sehr viel mehr Feinheiten. Und es sollte durchgesickert sein, dass dich hier niemand als glühenden Rassisten bezeichnet und dich auf eine Stufe mit Neonazis stellt. Der Umgang mit dem Begriff „Rassismus“ ist übrigens ein Umstand, der auch auf den Begriff „Antisemitismus“ zutrifft. Für manche ist hier nämlich die Messlatte der Holocaust, und alles, was darunter stattfindet, ist kein Antisemitismus. In so einer missglückten Definition von Begriffen bist Du allerdings (leider) in „bester“ Gesellschaft… das sehen mitunter auch Richter so.
besteht deiner Ansicht nach darin, auszuticken, sobald jemand Alltagssprache benutzt, anstatt deine willkürlichen Regeln einzuhalten?
Anders gesagt: Du erwartest von anderen Menschen, dass sie deine Sprache sprechen, und wenn sie das nicht tun, sind sie deine Feinde, da nicht sozialverträglich? Das glaubst du doch selbst nicht.
(Mir ist klar, dass die über alle Maßen jungen und gebildeten Edelmenschen von der PC-Fraktion, die sich ärgerlicherweise für Linke halten, tatsächlich so denken. Aber du widersprichst doch gerade nur, weil du mir unbedingt widersprechen willst.)
Das liegt eher daran, dass das Konzept nur funktioniert, wenn man Themen tatsächlich diskutiert bzw. sie unterhaltsam aufbereitet. Das kann nun Mal nicht jeder so aus dem Stehgreif vor einer Kamera.
Wenn ich mir die von Dir herangezogenen Beispiele, um andere darüber zu belehren, „sich mal“ mit Rassismus auseinanderzusetzen, durchlese: JA. Dabei ziehe ich gar nich einmal den Umstand heran, dass Du die im Sonntagsfrühstück geäußerten Dinge nicht entsprechend auf der Rassismus-Skala einordnen kannst oder willst. Das ist meine Meinung, das kann man aber natürlich auch anders sehen.
Ich sehe jetzt keine größeren Konflikte mit meiner pointierten Zusammenfassung, nur von verschiedenen Seiten aus betrachtet. Und das trifft auch die Definition Zeitgeist.
Rassistisch ist halt nur das, was die Anderen gemacht haben, die richtig Schlimmen. Sich selbst hinterfragen, ob man vielleicht im Kleinen auch problematisch Gedanken und Meinungen hat und diese äußert, ob man vielleicht auch an gewissen Stellen zu Rassismus neigt, vorurteilsbehaftete Strukturen verstärkt, die zu realen Problemen führen, das ist natürlich unvorstellbar.
Dünnes Eis? Darauf lasse ich es ankommen. allerdings verschiebe ich meine weitere Beteiligung an der Diskussion, denn ich warte erst einmal MG Direkt ab.
Was Richter betrifft, so kann man Deine Aussagen über mich durchaus mal prüfen und sehen, ob Du Dich da nicht etwas zu weit aus dem Fenster wagst. Deine Abneigung zu meiner Person in allen Ehren, aber ich lasse mir sicher nicht alles gefallen und da bewegst Du Dich gerade auf sehr dünnem Eis.
Darum geht es: Dafür zu sorgen, daß Diskriminierung nicht alltagstauglich wird.
Das ist alles andere als willkürlich.
Schade, daß es für dich wohl zum akzeptablen Alltag gehört.
Wer rumrennt, was von „Kanaken“, „Behindis“ und „Niggern“ labert, der ist nicht sozialverträglich.
Disclaimer: Das bezieht sich jetzt nicht auf Viola oder Porni, sondern auf die verquere Argumentation
Warum sollte ich das sagen wollen? Es ist einfach ein sehr schlechtes Beispiel im deutschen Kontext. „Neger“ ist hier weniger negativ besetzt als „Nigger“ in den USA, weil es hier „nur“ eine rassistische Abwertung ist - so wie meinetwegen „Kümmel“, „Japse“ oder „Kartoffel“, aber mit keinem historischen Verbrechen in Verbindung steht, dessen Opfernachkommen mit uns zusammenleben.
Ich wollte das Thema eigentlich nicht erwähnen, aber wenn du unbedingt ein Beispiel willst, dann sieh dir an, wie hysterisch seitens der PC-„Linken“ auf Clemens Tönnies reagiert wurde, nachdem er eine „Afrikakritik“ formuliert hatte, die wesentlich harmloser war als das, was sich hier gewöhnlich „Israelkritik“ nennt.
Apropos Heuchelei:
Drüben in Schmatzlers Kreiswichsgrube hat sich ein viel vermisster älterer Herr besonders drastisch über Pornis und Violas „Rassismus“ beklagt. Da dürften einige Schrauben locker sein, denn wer wäre bei MG öfter mit polarisierenden Sprüchen aufgefallen als er?