Schnapp dir das Geld

Hallo,
durch Facebook bekam ich einige Hinweise, dass bei Schnapp dir das Geld (RTL) mit Fake-Kandidaten gearbeitet wird. Echt schade, das Konzept ist echt gut, wieso muss man es dann so kaputt machen?

Beispiel: Die heutige Sendung vom 8.12 um 22:15

Die Kandidaten: https://abload.de/img/bild1l5s8k.png

Und knapp 1 Monat vorher bei RTL2 in der Sendung Family Stories (FR. 04.11.2016 11:00) , wo die Mutter auf junge Männer steht: http://go.rtl2.de/sendung/family-stories/folge/mensch-mama-du-bist-keine-17-mehr

Außerdem vor kurzem bei Frauentausch (DO. 17.11.2016 21:15): http://www.tvnow.de/rtl2/frauentausch/folge-477-birgit-und-nicole/player

Kleiner Auszug: “Bei Birgit liegen gute Schwingungen in der Luft. Die Kommunikationstrainerin befasst sich gerne mit Esoterik. Wenn sie nicht gerade Karten legt, veröffentlicht sie auf ihrem eigenen YouTube-Channel das Wochenorakel! Räuchern gehört für sie wie das Duschen zum Alltag. Klar, dass man dabei im Uhrzeigersinn laufen muss. Auch Tochter Vanessa (20) möchte der nächste Stern am YouTube-Himmel werden. Ihr Metier sind Beautyvideos, in denen die Kellnerin die neusten Schminktipps vorstellt.”

Was hier noch interessant wäre, ob die “Ermittler”, eine davon ist übrigens Lydia Benecke, davon wussten? Es gibt für die Sendung keinen Bewerbungsvorgang, es wird gesagt, Annett Möller (die Moderatorin) würde sich auf der Straße nach geeigneten Kandidaten umsehen, und da trifft sie ausgerechnet auf solche? Ja klar…

[I](dacht’s mir doch, dass irgendwer einen Thread zur Sendung eröffnet hat)
[/I]

Hallo videoman96

danke für die Links zur Bestätigung. Ich dachte mir sowas schon.

Nicht nur, dass die “Tochter” sich verquatschte als es um “deren” Haus ging, auch das Verhalten von Mutter und Tochter zeigte deutlich, dass die beiden nur zusammen spielen.
Auch im Haus, keine persönlichen Sachen wie Fotos oder Bilder an den Wänden zu sehen.

Die Idee an sich zu der Sendung fand ich eigentlich auch nicht so schlecht.
Allerdings haben diese Sendungen für mich persönlich immer einen faden Beigeschmack. Geld wäre reichlich für alle da um anständig leben zu können.

Frau Benecke ist in dieser Serie nicht sehr überzeugend finde ich und bei Anwälte der Toten (oder wo sie gelegentlich ihren Senf dazu geben darf) kopiert sie mir zu sehr ihren Bruder, den ich wirklich gern sehe und höre.

Was die “Verhöre” angehen war das alles auch sehr fade… Aber schön zu sehen, wie genau die Damen und Herren bei Kripo und Co so im allgemeinen vorgehen… (und trotzdem versagen, wenn auch nur in einer Fakesendung)

[B]Zitat L. Benecke:[/B]

Aus aktuellem Anlass
„Schnapp dir das Geld“ ist KEIN Fake

Aufgrund der Beteiligung der Kandidatinnen Birgit & Vanessa an
unterschiedlichen TV-Formaten, entbrannte im Internet eine
(durchaus nachvollziehbare) Diskussion darüber, ob die Geschichten
der Sendung erfunden seien und es sich um „Scripted Reality“
handele.

1.) Klare Ansage unsererseits zur Authentizität:

Axel Petermann & ich würden keinesfalls bei einem „Scripted
Reality“ Format mitmachen.

Wir sind keine Schauspieler und wollen das auch nicht sein. Was
wir öffentlich darstellen sind authentisch wir und die Methoden,
die wir nutzen, sind die tatsächlich von uns auch in anderen
Kontexten genutzten Methoden.

Das Konzept der Sendung hat uns u.A. begeistert, da es ein
komplett echtes Spiel ist. Hierdurch standen wir (als Team) jedes
Mal aufs Neue vor der Herausforderung, mit unseren jeweiligen
Methoden zu versuchen, das Rätsel um den versteckten Koffer zu
lösen. Die Zeit war spannend, stressig, intensiv aber auch
unglaublich interessant und positiv als Lebenserfahrung.

Zu keinem Zeitpunkt haben wir den Eindruck gewonnen, dass irgend
etwas in der Handlung, die wir erlebten, manipuliert war.

2.) Zu den Besonderheiten der Anforderungen an die Kandidaten:

Wir haben bisher insgesamt vier Folgen gedreht, in denen stets
Kandidaten aus einem Streetcasting mitspielten. Das bedeutet, die
Personen wurden an öffentlichen Orten (z.B. in einem
Einkaufszentrum) in einem Vorgespräch zu ihrer Bereitschaft, an
einer Sendung mit bestimmten Anforderungen teilzunehmen, befragt -
ohne den konkreten Ablauf des Spieles vorher zu verraten.

Wie jeder, der die beiden bereits ausgestrahlten Sendungen gesehen
hat, bereits feststellen konnte, sind die Anforderungen an die
Kandidaten sicher nicht jedermanns Sache.

Kandidaten mussten u.A. dazu bereit sein:

  • Sich unter der Woche (also an normalen „Arbeitstagen“) für 2
    volle Tage Zeit für die Teilnahme am Spiel zu nehmen.

  • Sich für 30 Stunden alleine in einem Raum, den sie nicht
    verlassen konnten, festsetzen und dabei rund um die Uhr, u.A. bei
    der Bewältigung von Verhören, filmen zu lassen.

  • Ihre privaten Wohnräume für die „Homestory“ am Anfang filmen zu
    lassen und hierfür auch über sich als Privatpersonen Auskunft zu
    geben.

  • Personen, die sie über Telefonate und SMS während des Spiels
    kontaktierten, insofern in das Format mit einzubeziehen, als dass
    diese später im Rahmen des Spiels vom Ermittlerteam kontaktiert
    werden konnten.

  • Mindestens eine der beiden Personen musste über einen
    Führerschein verfügen, ohne den eine Teilnahme aus
    offensichtlichen Gründen nicht möglich ist.

–> All diese Anforderungen mussten gleichzeitig erfüllt sein,
damit eine Teilnahme grundsätzlich möglich war.

Es dürfte relativ offensichtlich sein, dass viele Menschen nicht all diese Anforderungen zu erfüllen in der Lage oder bereit waren.

Gerade aufgrund der bekannten Negativbeispiele von TV-Formaten, in denen Menschen auch für sie selbst teils peinlich dargestellt werden, haben verständlicher Weise viele potenzielle Kandidaten doch von der Teilnahme abgesehen, als ihnen bewusst wurde, wie umfangreich die Grundanforderungen waren.

Folglich setzen sich die Teilnehmer, welche zur Erfüllung aller genannten Anforderungen bereit und in der Lage waren, aus in ihrer Persönlichkeit tendenziell eher für ungewöhnliche Erfahrungen offenen, abenteuerlustigen Menschen zusammen, die sich eben nicht vor der Darstellung im Fernsehen scheuen. Psychologisch gesagt handelt es sich aufgrund der genannten Anforderungen also naturgemäß eher um Menschen, die bestimmte Eigenschaften aufweisen, welche nicht jeder in der Allgemeinbevölkerung in dieser Ausprägung besitzt.

Es war also von Anfang an klar (und sollte auch jedem denkenden Menschen nachvollziehbar sein), dass wir es - solange die Leute das Format nicht kannten und dahingehend durchaus nachvollziehbare Befürchtungen haben konnten - wie beschrieben mit einer in ihren Persönlichkeitseigenschaften spezifischen Stichprobe von Menschen zu tun haben würden. Folglich war auch klar, dass die beschriebenen Eigenschaften schlicht die statistische Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Spielteilnehmer sich grundsätzlich für die Teilnahme an TV-Formaten und anderen Formen öffentlicher Darstellung interessieren.

3.) Zusätzliche Spezifität des Castingstandortes Köln:

In Köln sind sehr viele Medienunternehmen ansässig, sodass die Chance, hier in der Stadt Kamerateams zu begegnen, die für irgendetwas (einen Kommentar zu Sachverhalt XY, eine Sendung oder was auch immer) Leute suchen, relativ hoch ist.

Menschen, die in Köln und Umgebung wohnen, relativ viel frei
einteilbare Zeit und gleichzeitig ein eher starkes Interesse
daran haben, im Fernsehen zu erscheinen, werden also in dieser
Gegend mit einem gewissen Ausmaß an Eigeninitiative wahrscheinlich erfolgreich sein. Besonders, wenn sie eine
medientaugliche Ausstrahlung und selbstbewusste Art aufzutreten
haben.

Es gibt also viele offensichtliche Gründe dafür, warum die
Wahrscheinlichkeit, an Mediendarstellung spezifisch interessierte
Menschen bei dieser Art von erstem Casting für eine noch völlig
unbekannte Show zu finden, auf jeden Fall erhöht ist.

Fazit:

Entscheidend ist für uns, dass wir zu keinem Zeitpunkt den
Eindruck gewonnen haben, die Handlung sei geplant, manipuliert
oder sonst irgendwie verfälscht worden. Alles was wir getan und
erlebt haben war völlig authentisch.
[B]
Zitat Ende[/B]

[QUOTE=Incognito;480513]
Frau Benecke… kopiert …mir zu sehr ihren Bruder
[/Quote]

Wenn du Mark Benecke meinst: der ist nicht ihr Bruder sondern Ex-Ehemann.

:shock:
oh. danke der Aufklärung! Ist ja 'n Ding.

Die Benecke hat sich s.o. ausführlich geäußert. Das klingt für mich leider nach einer Ausrede. Dem Zuschauer wird eingeredet, man sucht einen beliebigen, jetzt redet sie schon von Casting. Denke man hat es sich ziemlich einfach gemacht und Kandidaten aus einer Kartei ausgewählt. Natürlich verstehe ich, dass man jemanden sucht, der 30 Stunden Zeit zur Verfügung hat und auch körperlich in der Lage ist. Es wäre interessant, ob auch die Kandidaten aus Folge 1 bei solchen Produktionen mitgewirkt haben. Bisher sind erst 2 Folgen gelaufen. Hoffe Holger äußert sich in einem FKTV+ dazu.

Es ist wirklich faszinierend, wie viele Trolle sich in Foren wie diesem herumtreiben.

Auch wenn man Trolle eigentlich nicht füttern sollte, besonders wenn sie so offensichtlich wie hier ihr Versteck hinter ultra anonymisierten Profilen suchen, weil sie sich nicht trauen, mit echtem Namen und echter Identität zu den von ihnen geäußerten Meinungen zu stehen, so bin ich doch engagiert genug, um beim interessierten Mitleser, der nicht nur auf Frustrationsabbau nach Troll-Manier aus ist, einige vernunftorientierte Gedanken anzuregen:

„danke für die Links zur Bestätigung. Ich dachte mir sowas schon.“

Der Eindruck einiger Zuschauer ist von deren negativen Vorerfahrungen mit Privatsender-Formaten und den hiermit zusammenhängenden Grundannahmen (wie „alles im Privatfernsehen ist gestellt“) geprägt.

Ein schönes Beispiel für ein psychologisches Phänomen, das „Bestätigungsfehler“ genannt wird:


„Nicht nur, dass die „Tochter“ sich verquatschte als es um „deren“ Haus ging, auch das Verhalten von Mutter und Tochter zeigte deutlich, dass die beiden nur zusammen spielen.
Auch im Haus, keine persönlichen Sachen wie Fotos oder Bilder an den Wänden zu sehen.“

Danke für die Illustration des psychologischen Prinzips von Bestätigungsfehlern mithilfe dieser total unsinnigen und an den Haaren herbeigezogenen Interpretation.

Einfach verständlich auch hier schön erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=yfT7gnJHUZE


„Frau Benecke ist in dieser Serie nicht sehr überzeugend finde ich und bei Anwälte der Toten (oder wo sie gelegentlich ihren Senf dazu geben darf) kopiert sie mir zu sehr ihren Bruder, den ich wirklich gern sehe und höre.“

1.) Das ist nicht mein Bruder, wie die minamalste Internet-Recherche sofort aufgezeigt hätte. :wink:

2.) Ich kommentiere garnicht bei „Anwälte der Toten“.

3.) Ich bin Psychologin, Mark Benecke ist Biologe. Bei Wikipedia können Sie sich grob über die Unterschiede zwischen Biologen und Psychologen informieren. Ein Biologe kann keinen Psychologen kopieren und ein Psychologe kann keinen Biologen kopieren, weil es komplett unterschiedliche Studienrichtungen mit unterschiedlichen Inhalten sind.

Spätestens hier wird klar, dass der hinter einem anonymisierten Profil versteckte Schreiber sich offensichtlich (gemessen an den eigenen Aussagen) gerne basierend auch Fehlannahmen zu Sachverhalten Vor-Urteile bildet und diese auch äußert. Is ok, hat aber mit sachlicher, faktenbasierter Kritik nix zu tun. :wink:

Ein „Streetcasting“ bedeutet übrigens schlicht, dass Menschen auf der Straße angesprochen werden, ob sie bei irgendetwas mitmachen wollen - genau wie in der Sendung auch dargestellt. Unglaublich, dass selbst dies für einen Troll hier ein Anlass für weitere Verschwörungsthesen ist…

Danke immerhin für’s Zitieren meines Facebook-Textes (siehe: Redirecting... ), auch wenn ein anderer anonymer Troll hier subjektiv meine vernünftige und umfassende Erklärung für eine Ausrede hält (Bestätigungsfehler sind dieses Thema betreffend offensichtlich die Basis vieler Troll-Fehlannahmen).

Ich bin ganz zuversichtlich, dass nicht-trollige, sondern vernünftig und unvoreingenommen denkende und neuen Fernseherfahrungen gegenüber aufgeschlossene Zuschauer (und Leser) die Sendung realistischer bewerten werden, als die übellaunigen Kommentatoren hier. :slight_smile:

Den unverbesserlichen Trollen wünsche ich auch weiterhin viel Spaß beim von Bestätigungsfehlern geleiteten, die subjektive Weltsicht bestätigenden „Mimimimimi-Konzert“… :stuck_out_tongue:

Dazu schrieb ich Ihnen folgendes zur Antwort an anderer Stelle:

Zitat: „Hierdurch wurde ein völlig vorhersehbarer Stichprobenfehler begünstigt, was die Persönlichkeitsstruktur derer betraf, die zur Erfüllung der Anforderungen bereit waren.“ Zitat Ende

Das heißt nun was genau im Klartext? Man musste zwei Kandidaten aus der RTL-Mottenkiste holen weil alle anderen Befragten den Anforderungen entweder nicht entsprachen oder von selbst dankend ablehnten? QUATSCH

Ich zweifel ja gar nicht, an Sie, die Ermittler und die Rolle, die sie alle in der Show „besetzen“. Aber mir verkaufen zu wollen, die beiden Kandidaten seien Mutter und Tochter und zufällig gewählt und jeder Ottonormalo hätte die Chance, bei so einer Show mitzumachen wenn er denn nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und auch noch den Anforderungen entspricht… Bullshit!

Wo wir auch schon beim Bestätigungsfehler sind:

Richtig ist, dass auch ich durch die -„negativen Vorerfahrungen mit Privatsender-Formaten und den hiermit zusammenhängenden Grundannahmen (wie „alles im Privatfernsehen ist gestellt“) geprägt“- bin.
Also achte ich auf Kleinigkeiten. die meiner geprägten Vorstellung Bestätigung geben. :wink:

! Ich kannte die zwei Damen („Mutter & Tochter“) vorher NICHT!
Das Verhalten der beiden zueinander machte mich jedoch stutzig und gab direkt Futter für den „Bestätigungsfehler“.

Im Haus gab es kein Familienbild oder Bilder der Kinder. Bilder an den Wänden? Negativ. Fakehaus und Futter für den… ??? richtig. - Bestätigungsfehler…

Einzig die Arbeit(sweise) der Ermittler waren echt.

Warum muss man uns ständig für dumm verkaufen? Warum kann man nicht groß ausschreiben, dass Kandidaten für eine neue „super Crime Special Show“ gesucht werden die folgende Kriterien erfüllen müssen:

  1. zwei Tage unter der Woche weg sein können
  2. 30 Std. in’em Raum verbringen können
  3. psychisch stabil und belastbar sein
  4. die wohnungen zugänglich machen
  5. u.s.w u.s.f.

Das kann doch nicht so schwer sein?! lieber hofft man darauf, einige werden die zwei schon nicht erkennen und den Scheiß hier glauben.

Heute im Forum des Fernsehkritikers musste ich einfach nachlesen ob ich recht hatte mit meiner Vermutung, Und tatsächlich, (auf die Leute dort ist Verlass) postet jemand die Links zu den Damen in anderen Sendungen.
Ihre Bestätigungsfehlertheorie greift hier leider nicht

Man suggeriert uns, JEDER könnte mal DER Gewinner sein. Irrtum!
Niemand von uns Normalos hat in der Sendung „Schnapp Dir das Geld“ 30.000 Euro gewonnen. Warum nicht? Warum keine Ausschreibung? Warum wahllos auf der Straße? Und auch da kann ich mir NICHT vorstellen, dass sich keine zwei geeigneten Kandidaten gefunden hätten. Ehrlich nicht!
Das einzig Interessante in dieser Sendung für mich persönlich, nachdem ich den Fake für mich „erkannte“: Die Arbeitsweise der einzelnen „Darsteller“ um den Koffer zu finden.

Hm… also ohne die Sendung je gesehen zu haben oder mir irgendein Urteil über den Wahrheitsgehalt der Kandidatschaften bilden zu können oder zu wollen, nur kurz ein kleiner Einwurf:

Bei uns zu Hause hängen auch keine Bilder und ich habe auch aus dem Stegreif keinen Schimmer, wo ich jetzt suchen sollte, um hier im Haus irgendein privates Printerzeugnis mit unseren Gesichtern finden zu können.

Aber trotzdem ist das hier unser Zuhause. Wir haben es nur nicht so mit Fotos drucken und aufhängen.

[QUOTE=Lydia_Benecke;480545]

1.) Das ist nicht mein Bruder, wie die minamalste Internet-Recherche sofort aufgezeigt hätte. ;)[/QUOTE]

Da können Sie mal sehen, wie mich die Konstellation und das Interesse an Sie als Privatperson interessiert.

[QUOTE=Lydia_Benecke;480545]
2.) Ich kommentiere garnicht bei “Anwälte der Toten”.[/QUOTE]

Ich weiß. Tschuldigung. Auch das mit dem Senf. War nicht so gemeint!

[QUOTE=Lydia_Benecke;480545]
3.) Ich bin Psychologin, Mark Benecke ist Biologe. Bei Wikipedia können Sie sich grob über die Unterschiede zwischen Biologen und Psychologen informieren. Ein Biologe kann keinen Psychologen kopieren und ein Psychologe kann keinen Biologen kopieren, weil es komplett unterschiedliche Studienrichtungen mit unterschiedlichen Inhalten sind. [/QUOTE]

Beim ‘Kopieren’ sprach ich die Art und Weise an, wie Sie den Zuschauern die Dinge näher bringen und erklären. Die kleine Schwester lag da für mich näher.

Ich mach hier mal (lieber) Feierabend. Der Troll geht grinsend zu Bett. :ugly

Den angeblichen Bruder hat man auch schon des Öfteren in Scripted-Reality-Formaten gesehen (sagt jedenfalls meine Mutter, ich schaue sowas nicht, außer wenn Julian bei FK-TV ist), der hatte ja ein markantes Äußeres.

Es ist ja auch gar nicht schlimm solche Laiendarsteller zu nehmen, dann sollte es aber auch so kommuniziert werden. Und nicht so zu tun, dass die einfach von der Straße geholt wurden.

@Lydia_Benecke
Die Arbeit der beiden Ermittler, Axel und dir scheint mir aber authentisch, darauf kommt es mir in erster Linie an.

"Zitat: „Hierdurch wurde ein völlig vorhersehbarer Stichprobenfehler begünstigt, was die Persönlichkeitsstruktur derer betraf, die zur Erfüllung der Anforderungen bereit waren.“ Zitat Ende

Das heißt nun was genau im Klartext? Man musste zwei Kandidaten aus der RTL-Mottenkiste holen weil alle anderen Befragten den Anforderungen entweder nicht entsprachen oder von selbst dankend ablehnten? QUATSCH""

So weit mir bekannt ist, wurde niemand aus der “RTL-Mottenkiste” geholt.
Wie bereits ausführlich in meinem Facebook-Text geschildert (aber das scheint so schwer verständlich für einige zu sein, dass ich es nochmals verkürzt auf den Punkt bringe): Menschen mit spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen haben eine größere Wahrscheinlichkeit, ähnliche Verhaltensweisen zu zeigen (z.B. proaktiv nach Gelegenheiten Ausschau zu halten, sich öffentlich darzustellen und dabei auch wagemutig zu sein) und somit auch eher in ähnliche Situationen zu kommen.

Anekdotisches Beispiel aus einem völlig anderen Bereich: In der schwarzen Szene (zu der ich auch gehöre) sind auffällig viele Vegetarier und Personen in Helferberufen. Steckt da eine Verschwörung dahinter? Werden Vegetarier und / oder Leute aus schwarzen Subkulturen eher in Helferberufen eingestellt? Wohl kaum. Es liegt wohl eher daran, dass spezifische Persönlichkeitsmerkmale ähnliche Menschen zu ähnlichen Handlungen führen, was sich innerhalb der schwarzen Szene im kurios wirkenden Phänomen niederschlägt, dass sich auf entsprechenden Festivals immer wieder Menschen zufällig begegnen, die in ähnlichen Berufszweigen tätig sind und ähnlichen Essgewohnheiten haben.

Dass Menschen, die bereit sind, nicht unbeträchtliche Zeit und Energie zu investieren, um bei einer für sie noch nicht einschätzbaren (da für sie völlig unbekannten) Show mitzuwirken, eher Persönlichkeitseigenschaften aufweisen, die eine proaktive Selbstdarstellung auch in anderen Bereichen wahrscheinlicher machen, ist aus psychologischer Sicht nicht ernsthaft überraschend.

Mir wurde glaubhaft berichtet, wie viele Menschen über mehrere Stunden an öffentlichen Orten angesprochen wurden und aus besagten Gründen dann doch letztendlich nicht mitmachen wollten oder konnten. Das kann doch nicht ernsthaft irgendwen überraschen. Es wäre doch ausgesprochener Quatsch zu glauben, dass die meisten Menschen bei so einem Angebot unter den genannten Rahmenbedingungen einfach mal direkt zustimmen würden. Wie weltfremd (unter den dargestellten Umständen) wäre das denn???

“Ich zweifel ja gar nicht, an Sie, die Ermittler und die Rolle, die sie alle in der Show „besetzen“.”"

Wir haben keine Rollen “besetzt”, wir haben schlicht die uns durch unsere jeweiligen Ausbildungen und Berufserfahrungen zur Verfügung stehenden Kenntnisse im für uns so noch nie zuvor erprobten Kontext einer solchen Show angewendet.

“Aber mir verkaufen zu wollen, die beiden Kandidaten seien Mutter und Tochter”

Sie sind nachweislich Mutter und Tochter.

“und zufällig gewählt und jeder Ottonormalo hätte die Chance, bei so einer Show mitzumachen wenn er denn nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und auch noch den Anforderungen entspricht… Bullshit!”

Das ist eben kein Bullshit und warum das kein Bullshit ist, habe ich lang und breit ausgeführt.

“Wo wir auch schon beim Bestätigungsfehler sind: Richtig ist, dass auch ich durch die -„negativen Vorerfahrungen mit Privatsender-Formaten und den hiermit zusammenhängenden Grundannahmen (wie “alles im Privatfernsehen ist gestellt”) geprägt“- bin.
Also achte ich auf Kleinigkeiten. die meiner geprägten Vorstellung Bestätigung geben.”

Was eben zu Fehlinterpretationen führt.
Genau so funktionieren Bestätigungsfehler: https://www.youtube.com/watch?v=yfT7gnJHUZE

“! Ich kannte die zwei Damen („Mutter & Tochter“) vorher NICHT!
Das Verhalten der beiden zueinander machte mich jedoch stutzig und gab direkt Futter für den „Bestätigungsfehler“.”

Wenn Sie eine Sendung mit einer - bewussten oder unbewussten - Negativ-Grundeinstellung schauen ("alles im Privatfernsehen ist gestellt), dann werden Sie zwangsläufig alles auf diese Annahme hin interpretieren.

“Im Haus gab es kein Familienbild oder Bilder der Kinder. Bilder an den Wänden? Negativ. Fakehaus und Futter für den… ??? richtig. - Bestätigungsfehler…”

Ich weiß gesichert, 1. dass die beiden Frauen Mutter und Tochter sind und 2. dass es ihr Wohnhaus war, in dem gedreht wurde. Sorry, aber da haben Sie definitiv eine nachweislich unwahre Annahme gebildet.

“Einzig die Arbeit(sweise) der Ermittler waren echt.”

Wie bereits geschrieben: “Wir haben schlicht die uns durch unsere jeweiligen Ausbildungen und Berufserfahrungen zur Verfügung stehenden Kenntnisse im für uns so noch nie zuvor erprobten Kontext einer solchen Show angewendet”.

“Warum muss man uns ständig für dumm verkaufen?”

Es wurde niemand für dumm verkauft. Es kursieren nur leider viele Fehlannahmen über die Sendung.

Wenn Sie persönlich den Eindruck haben, “ständig für dumm verkauft” zu werden, dann könnte das auch eventuell mit Ihrer ganz eigenen Lebensgeschichte und hierdurch geprägten Persönlichkeit zusammenhängen. Denn Ihre subjektive Wahrnehmung ist natürlich (wie bei jedem Menschen) beeinflusst durch Ihre biographisch geprägte Persönlichkeitsstruktur.

"Warum kann man nicht groß ausschreiben, dass Kandidaten für eine neue „super Crime Special Show“ gesucht werden die folgende Kriterien erfüllen müssen:

  1. zwei Tage unter der Woche weg sein können
  2. 30 Std. in’em Raum verbringen können
  3. psychisch stabil und belastbar sein
  4. die wohnungen zugänglich machen
  5. u.s.w u.s.f."

Das werde ich in Erfahrung bringen. Mir fallen einige mögliche Gründe ein, doch da ich in diese Entscheidung nicht involviert war, möchte ich das gerne konkret herausfinden.

“Das kann doch nicht so schwer sein?! lieber hofft man darauf, einige werden die zwei schon nicht erkennen und den Scheiß hier glauben.”

Es ist eben kein Scheiß, sondern wie so oft ist offensichtlich die Komplexität der Realität zu schwierig für einige Menschen nachzuvollziehen und sie suchen simplere Erklärungen, die mit dem vorgeprägten Weltbild kompatibel sind.

“Heute im Forum des Fernsehkritikers musste ich einfach nachlesen ob ich recht hatte mit meiner Vermutung, Und tatsächlich, (auf die Leute dort ist Verlass) postet jemand die Links zu den Damen in anderen Sendungen.
Ihre Bestätigungsfehlertheorie greift hier leider nicht”

Haben Sie meinen Ursprungstext auf Facebook, der doch auch hier bereits steht, nicht gelesen oder nicht verstanden??? In dem Text gehe ich doch genau auf die Hintergründe dieses Sachverhalts ein!

“Man suggeriert uns, JEDER könnte mal DER Gewinner sein. Irrtum!”

Jeder, der an dem Kamerateam vorbeilief, welches potenzielle Kandidaten suchte, hatte diese Möglichkeit. Das ist eindeutig so.

Da Sie aber so extrem emotional in Ihrer Meinung festhängen, drängt sich mir die Frage auf: Haben Sie zufällig auch in anderen Bereichen Ihres Lebens den Eindruck, benachteiligt und / oder unfair behandelt zu werden und / oder worden zu sein? Reine Neugierde meinerseits.

“Niemand von uns Normalos hat in der Sendung „Schnapp Dir das Geld“ 30.000 Euro gewonnen. Warum nicht?”

Was ist das für eine Frage? Die Damen haben eine Versteckmethode benutzt, welche eine von ihnen (die Tochter) offenbar aus ihrer Zeit bei der Bundeswehr kannte. Vielleicht kommen jetzt Zuschauerproteste, die besagen, dass Menschen mit Bundeswehrausbildung hier einen Vorteil zu haben scheinen, da sie dort erworbene Methoden im Spiel nutzen können und ja somit wohl keine “Normalos” seien… Solchen und ähnlichen Quatsch können sich Leute natürlich immer aus den Fingern saugen, wenn sie grundsätzlich einfach irgendwas finden wollen, um ihre negativen Vorannahmen zu bestätigen.

Übrigens beinhaltet Ihre Frage doch eigentlich auch schon genau ein deutliches Indiz dafür, dass das Spiel eben nicht gestellt ist: Glaube Sie im Ernst, irgend eine Produktionsfirma würde für ein “Scripted Reality Format” den Darstellern 30.000 Euro “Gage” für eine Sendung bezahlen??? Das ist absurd! Das allein zeigt doch ganz klar, dass es sich eben keinesfalls um “Scripted Reality” handeln kann.

“Warum keine Ausschreibung? Warum wahllos auf der Straße?”

Ich werde das gerne genauer in Erfahrung bringen. Für gewöhnlich haben solche Entscheidungen logisch nachvollziehbare Gründe.

Ironischer Weise hätte aber auch eine Ausschreibung nix gebracht, denn dann hätte es wieder (von denselben Kritikern) gehießen: “Warum eine Ausschreibung? Warum nicht einfach auf der Straße Leute ansprechen?”

-> Wie man’s macht, letztendlich kann man es manchen Menschen eh nie Recht machen.

“Und auch da kann ich mir NICHT vorstellen, dass sich keine zwei geeigneten Kandidaten gefunden hätten. Ehrlich nicht!”

Ich hab auch nie “alle” oder “keine” geschrieben, sondern schlicht auf logisch nachvollziehbare Wahrscheinlichkeiten hingewiesen. Die beiden jungen Männer aus der ersten ausgestrahlten Sendung beispielsweise waren - so weit ich in Erfahrung bringen konnte - noch nie in irgendwelche TV-Produktionen involviert. Die waren schlicht jung, abenteuerlustig und hatten die Möglichkeit, sich für die Sendung passend Zeit zu nehmen.

“Das einzig Interessante in dieser Sendung für mich persönlich, nachdem ich den Fake für mich „erkannte“: Die Arbeitsweise der einzelnen „Darsteller“ um den Koffer zu finden.”

Es gibt weder einen “Fake” noch “Darsteller” (wenn sie hiermit Menschen meinen sollten, die eine Rolle spielen). Doch wer ein zementiertes, dichotomes Weltbild hat, den kann halt kein vernünftiges Argument der Welt vom Gegenteil seiner vorgefertigten Meinung überzeugen.

Lydia, wenn du die Zitate in [ quote ] Zitat [ / quote ] (ohne Leerzeichen in den Klammern) setzt, kann man deine Beiträge leichter lesen.

„1.) Das ist nicht mein Bruder, wie die minamalste Internet-Recherche sofort aufgezeigt hätte.“

„Da können Sie mal sehen, wie mich die Konstellation und das Interesse an Sie als Privatperson interessiert.“"

Mit fällt halt auf, dass Sie hier unwillkürlich eine eindeutige Fehlannahme gemacht haben, ohne diese zu prüfen, bevor Sie in einer Aussage eingebettet wurde. :wink:

„2.) Ich kommentiere garnicht bei „Anwälte der Toten“.
Ich weiß. Tschuldigung. Auch das mit dem Senf. War nicht so gemeint!“

Naja, auch das war halt eine spontan hier hingeschriebene, nachweislichliche Fehlannahme.

"3.) Ich bin Psychologin, Mark Benecke ist Biologe. Bei Wikipedia können Sie sich grob über die Unterschiede zwischen Biologen und Psychologen informieren. Ein Biologe kann keinen Psychologen kopieren und ein Psychologe kann keinen Biologen kopieren, weil es komplett unterschiedliche Studienrichtungen mit unterschiedlichen Inhalten sind.

Beim ‚Kopieren‘ sprach ich die Art und Weise an, wie Sie den Zuschauern die Dinge näher bringen und erklären. Die kleine Schwester lag da für mich näher."

Sie meinen die Art, möglichst ohne Fremdworte und mit anschaulichen Beispielen komplexe Sachverhalte zu erklären?

So wie es z.B. auch bei „Löwenzahn“, der „Sendung mit der Maus“ oder bei Ausführungen des Eckart von Hirschhausen der Fall ist?
Ich versichere übrigens an dieser Stelle, dass ich weder mit Eckart von Hirschhausen, noch mit Peter Lustig oder Armin Maiwald verwandt oder verschwägert bin oder war… :lol:

Vielleicht merken Sie meinen dezenten Wink mit dem Zaunpfahl, der darauf hinweist, mithilfe welcher Kommunikationsstrategien und Stilmittel man komplexe Wissensinhalte vermitteln sollte, damit sie bei interessierten Laien möglichst verständlich ankommen.

Zusammenfassend:

Es ist offensichtlich sehr einfach, ganz viele Fehlannahmen zu bilden. Oft stellt sich die Realität bei genauer Prüfung aber eben als überraschend anders als man dachte heraus. Häufig sind Ursachen für Sachverhalte in der Realität sogar komplexer, als man ursprünglich annahm… :wink:

„Ich mach hier mal (lieber) Feierabend. Der Troll geht grinsend zu Bett.“

Das würde ich mir ungefähr so vorstellen:
http://img00.deviantart.net/0495/i/2008/099/b/f/sleepy_troll_by_lovgreno.jpg :mrgreen:

Danke für den Hinweis. :slight_smile:
Wäre jetzt zu mühselig, das alles nachzuarbeiten, werde aber versuchen, das in Zukunft zu berücksichtigen.

:wink:

Also, wenn wir hier schon mal bei der Analyse von Verhaltensmustern sind… Lydia, wenn ich dich so lese, sehe ich so viel Verteidigung, dass sich mir schon der Gedanke an den getroffenen Hund aufdrängt. Das sage ich mal völlig wertneutral! Das ist einfach nur das, was beim Lesen bei mir ankommt, ohne dass ich gerade in der Lage bin, das zu hinterfragen. Reines Gefühlsding ohne jeden Bezug zur Sachlichkeit. Einfach nur mal kurz als Rückmeldung an dich, wie es halt einfach gerade spontan wirkt. (Also, du liest dich wie ein getroffener Hund, aber ich will dir nicht unterstellen, dass du einer bist. Außerdem ist das ja auch ganz normal, dass man „sein Baby“ oder eine Sache, mit der man sich identifiziert, ja gerne verteidigt und Manches auch mal persönlich nimmt.)

[Edit: Das nimmt dem Ganzen aber nicht den Beigeschmack dessen, dass du persönlich wirst, während Incognito sich ja eigentlich nur mit der Sendung beschäftigt.]

Egal, anderes Thema. Wenn ich mir vorstelle, mich würde so ein Fernsehteam auf der Straße ansprechen - und dann auch noch von RTL! Ich glaube, die würden mich gar nicht zum „Casting“ bekommen, weil ich so voreingenommen bin, dass ich denen eh nicht weiter traue als ich spucken kann. Und ob die mir 30k oder ne Million bieten, das alles wäre mir nicht das wert, was ich denen ungesehen zutraue! Das wäre mir die Verschleuderung meines Lebens einfach nicht wert. Und mit der muss man ja im Grunde immer rechnen, wenn RTL was machen will. (Schön, wenn es auch Sendungen gibt, wo das vielleicht nicht der Fall ist!)

Aber so Leute, die das alles schon kennen und für sich gute Erfahrungen mit RTL & Co. gemacht haben, machen sich solche Gedanken natürlich nicht.

Von daher ist das schon plausibel.

Aber ich möchte nochmal betonen: Ich kenne die Sendung gar nicht und kann mir kein Urteil darüber bilden. Ich kann gerade nur von dem ausgehen, was hier gesagt wird, und mir darüber meine Gedanken machen. (Aber wenn ich euch so lese, scheint es ja vielleicht auch keine Zeitverschwendung zu sein, vielleicht mal zu gucken, ob RTLNow heute mal bei mir laufen will…)

[Edit: Nö, RTLNow läuft bei mir immer noch nicht, zumindest nicht ootB und ich bin nach wie vor zu faul, mich der Sache anzunehmen und zu gucken, ob es nicht doch irgendwie geht…]

Erstmal vielen Dank für die Anmeldung im Forum Lydia. Ein Trollen sollte die Threaderstellung ganz sicher nicht gewesen sein, da gibt es weitaus schlimmeres und das wird hier von den Moderatoren im Forum beseitigt. Zur Anonymität: Die nutze ich sicher nicht aus, habe ich nicht nötig, in einem Forum ist man üblicherweise mit einem Nickname unterwegs.

Ich finde das Format wie bereits am Anfang schon geschrieben echt toll und hoffe einfach, dass es sich bei den 2 Damen um einen Einzelfall handelt. Erst durch die Hinweise von anderen bin ich da ja etwas skeptisch geworden, weil ich weder Frauentausch noch Familystories schaue. Aber genau für solche Hinweise ist dieser Bereich im Forum ja auch da. Fernsehkritik TV soll die Zuschauer über Missstände im deutschen Fernsehen aufklären und das mit Erfolg. Es ist auch wichtig, vieles wird als Reality TV verkauft, was komplett gescripted ist. Natürlich rede ich damit ihr Format schlecht und schiebe es in die Scripted-Reality Schublade, aber es sind Anzeichen dafür da. Wären die vor 10 Jahren bei RTL2 aufgetreten, dann wäre es mir egal, hier handelt es sich um aktuelle Produktionen und dann noch für die gleiche Sendergruppe.

Es wirkt für mich einfach in diesem Fall unrealistisch, das ausgerechnet die beiden überhaupt angesprochen werden, es gibt nur 4 Folgen und dann dieser Zufall. Aber da muss sich jeder selbst seine Meinung bilden. Hoffen wir einfach das beste :slight_smile: Ich wünsche Ihnen auch noch eine Quotensteigerung, damit man vielleicht eine 2.Staffel zu sehen bekommt.

Mir ist schon häufig aufgefallen, dass Menschen es als Rechtfertigung empfinden, wenn ein anderer seine Meinung selbstbewusst und mit vielen Argumenten gefüllt vertritt. Das ist wie du selbst auch weiter unten schreibst eine hauptsächlich emotionale Reaktion.

Emotionale Reaktionen und die Nutzung von Emotionen als Informationen bergen aus psychologischer Sicht viele Fehlerquellen. Siehe: Emotionales Schlussfolgern – Wikipedia

Überhaupt unterliegen Menschen allgemein sehr vielen Fehlern im Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen, siehe:

Für mich persönlich zählen ausschließlich sachliche Argumente und logische Argumentationslinien, nicht „gefühlte Wahrheiten“. War schon immer so, allerdings ist mir auch bewusst, dass ich mit dieser Art häufig im Widerspruch zu den Gefühls-, Gedanken- und Verhaltensmustern anderer Menschen stehe, die dann (naturgemäß) allerlei subjektive Interpretationen zu meinem Verhalten anstellen. Damit muss und kann ich gut leben. :slight_smile:

Dir ist die Bedeutung der Redensart, die du verwendest, doch sicher bekannt: http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~Getroffene%20Hunde%20bellen&suchspalte[]=rart_ou

Redewendungen sind häufig Ausdruck allgemein verbreiteter (manchmal schlicht auf dem Prinzip „Emotion als Information“ basierender) Meinungen, die nicht prinzipiell inhaltlich wahrer dadurch werden, dass sie allgemein verbreitet sind. :wink:

Auf meinem blogartigen Facebook-Profil ( Lydia Benecke ) habe ich schon zu vielen Themen Diskussionen mit Menschen geführt. Denn ich setze mich u.A. immer da ein, wo es aus meiner Sicht um durch beispielsweise kognitive Verzerrungen begründete Fehlannahmen in Bereichen geht, mit denen ich zu tun haben oder in denen ich mich auskenne.

Beispiele:

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1058813360904738&set=t.100003282523192&type=3&theater

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=946587812127294&set=t.100003282523192&type=3&theater

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=944950122291063&set=t.100003282523192&type=3&theater

Weil ich mich gerne gegen prüfbare Fehlannahmen einsetze und auf die Komplexität von Sachverhalten hinweise, welche durch ein dichotomes Erklärungsmodell meist nicht wahrheitsgemäß erklärbar sind, bin ich auch u.A. im Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften aktiv.

Wenn ich bei Projekten mitmache (und ich bin sehr aktiv, was viele Projekte in sehr unterschiedlichen Bereichen angeht), dann möchte ich auch dahinter stehen können. Was diese Show anging, hatte ich natürlich auch zuerst so meine Zweifel, doch ausführliche Informationen über das Konzept und den genauen Ablauf haben mich überzeugt.

Es war eine extrem anstrengende Zeit, die aber auch wirklich ne faszinierende Erfahrung war. So anstrengend aber auch faszinierend, da eben im gesamten Spielverlauf (den wir als Ermittlerteam innerhalb der 30 Stunden pro Sendung miterlebten), nichts am Spiel manipuliert wurde. Beispielsweise wurde sehr genau darauf geachtet, dass wir erst durch die „Festnahme“ erfuhren, mit welchen Spielern wir es zu tun hatten und dass wir genau von diesem Zeitpunkt an damit begannen, zu recherchieren, was für Menschen sie sind und wie wir am besten bei Befragungen vorgehen können.

Die Vorsichtsmaßnahmen vor Ort, damit wir als Ermittler keinerlei über die Grundspielregeln (wie GPS & Handydaten) hinausgehenden Hinweise auf den Verbleib des Koffers erhielten, die wir nicht eigenständig in Echtzeit erarbeiteten, waren enorm. Es wurde ein unglaublicher Aufwand betrieben, damit alles wirklich real ablief und alle unsere Überlegungen, Entscheidungen und Handlungen wirklich unbeeinflusst blieben.

Dieser krasse Aufwand und die harte Arbeit aller Beteiligten (auch der vielen tollen Menschen hinter der Kamera, welche ebenso wie wir ne sehr harte Arbeit geleistet haben), wird beschädigt durch die bei einigen in ihrer Wahrnehmung unkorrigierbaren Vorwürfe, es sei ein „Fake“. Klar ist das deprimierend für uns als Beteiligte, die wir den Aufwand und die Authentizität ja live 30 Stunden pro Folge erlebt haben.

Besonders deprimierend ist es auch, weil die Botschaft, die der Sender sich nun im schlimmsten Fall merken wird, die sein könnte: „Wofür so viel Aufwand, Arbeit, Zeit, Mühe und Geld in ein wirklich hochqualitatives, authentisches Format stecken, wenn die Leute das dann eh nicht glauben und nicht wertschätzen?“. Wenn das mal nicht ein tragischer Fall von selbsterfüllender Prophezeihung wäre.

In meiner Wahrnehmung hat „Incognito“ eine Aneinanderreihung von subjektiven, teils auf den ersten Blick falschen, häufig emotional vorurteilsbasierten Annahmen vertreten, die keinerlei alternative Sichtweise, unter Berücksichtigung der vernünftigen Alternativerklärung zu ihren Annahmen, zuließen. Natürlich kommt da bei mir der Eindruck auf, dass ihre stark emotional gefärbte Meinung eventuell nicht nur eine „sachliche“ Analyse einer Sendung ist, sondern möglicherweise von vorhandenen Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmalen beeinflusst wird.

Die mehrfache Nutzung von emotionalen Ausdrücken wie „Bullshit“ und „QUATSCH“ und persönlichen, emotionalen, subjektiven Wertungen (die Frau hat sich ja sowohl hier als auch auf meiner Facebook-Seite geäußert) wie „das allein zeigt schon, was man von uns Zuschauern hält. Wir sind dumme Schafe, denen man alles verkaufen kann“; „Warum muss man uns ständig für dumm verkaufen?“; „Man suggeriert uns, JEDER könnte mal DER Gewinner sein. Irrtum!“; „den Scheiß hier glauben“ ist so überdeutlich im Gesamtbild emotional gefärbt, dass ich mich natürlich frage, was der Hintergrund dieser Art von emotionaler Reaktion ist. Fühlen, Denken und Handeln sind schließlich bei allen Menschen von den individuellen Persönlichkeitseigenschaften, welche wiederum stark von biographischen Erfahrungen geprägt sind, beeinflusst.

Das beschreibt exakt das grundlegende Problem, welches ich in meinem Facebook-Posting auch vernünftig zu erklären versuchte.
Ich bin ziemlich sicher, dass die Bereitschaft einiger Menschen, sich doch bei einem Streetcasting als Kandidaten einzulassen, bei weiteren Folgen steigen würde. Da sie nun wissen, dass sie eben nicht lächerlich gemacht werden. Damit wäre die ganze Diskussion hier dann auch hoffentlich abgehakt.

[QUOTE=Nicki;480558]Aber so Leute, die das alles schon kennen und für sich gute Erfahrungen mit RTL & Co. gemacht haben, machen sich solche Gedanken natürlich nicht.

Von daher ist das schon plausibel.[/QUOTE]

Das ist genau was ich annehme.

      • Aktualisiert - - -

Die Linie zwischen ernstgemeinter, sachbezogener Kritik und trollartigem Verhalten, das eher von emotionalen Reaktionen gespeist wird, ist zuweilen schmal. Ich nehme inhaltliche Kritik gerne ernst und gehe auf diese ein (siehe meine zahlreichen Diskussionen auf Facebook, auf welche ich bereits verwiesen habe).

Bei allzu emotionalen und auf eine bereits bestehende Annahme festgefahrenen Argumentationslinien (siehe meine Ausführungen zu der Frau, die sich hier „Incognito“ und bei Facebook „Sasha Antonius“ nennt) merke ich aber irgendwann, dass es inhaltlich keinen Sinn mehr macht. Da ich zu sehr unterschiedlichen Themen bereist viele Erfahrungen mit kontroversen Diskussionen gesammelt habe, unterschiede ich heute deutlich schneller als früher emotionales Beharren auf subjektiven, gefühlten Annahmen (unkorrigierbar, da ist jede Diskussion zwecklos) von ernstgemeinter Sachkritik. Bei ernstgemeinter Sachkritikr bin ich immer gerne diskussionsbereit.

Diese Zweifel finde ich auch völlig nachvollziehbar. Doch ich (und da kann ich auch für meinen Kollegen Axel Petermann sprechen) würde nie bei einem „Scripted-Reality-Format“ mitmachen. Diese Sendung hat mich persönlich begeistert, weil sie versucht, von den alten Negativmustern des Privatfernsehens wegzukommen. Ich verstehe absolut die Zweifel, ich habe aber auch aus voller Überzeugung erklärt, welche (doch sicher grundsätzlich nachvollziehbaren) Faktoren bewirkt haben, dass leider eine große Anzahl von Menschen letztendlich doch nicht die Anforderungen der (noch vollständig unbekannten) Sendung erfüllen konnte oder wollte.

Sollte es weitere Folgen in Zukunft geben, bin ich optimistisch, dass die Befürchtungen potenzieller Teilnehmer (was Privatfernseh-Darstellungen ihrer Person angeht) durch die bereits gesehenen Folgen entkräftet werden und sich dadurch die Stichprobe von Personen, die hierzu bereit sind, in ihren Persönlichkeitseigenschaften weiter ausdifferenziert.

Das verstehe ich, aber es wurden ja nicht für die 4 Folgen nur 4 Paare angesprochen. Es wurden (so weit ich weiß) zwei Mal an unterschiedlichen Orten über mehrere Stunden sehr viele Menschen angesprochen. Sehr viele, die sich garnicht von einem RTL-Team ansprechen lassen wollten und sehr viele weitere, die im Laufe des Gesprächs oder sogar nach erster potenzieller Bekundung zur Bereitschaft anschließend abgesagt haben. Es ist also durchaus keine totale Zufallsstichprobe, sondern enorm viele Personen haben die Bereitschaft eben nicht gezeigt, aus nachvollziehbaren Gründen (siehe mein Ausgangsposting dazu).

Danke, denn ich persönlich glaube, dass in einer 2. Staffel wirklich deutlich mehr sehr unterschiedliche Menschen zur Teilnahme bereit wären, wodurch sich auf jeden Fall klar zeigen würde, wie absolut ernst gemeint und authentisch das Format ist.

Ich habe dir meine spontane und ungefilterte Reaktion geschildert, nicht um dich damit anzugreifen oder in eine Position zu bringen, wo du dich wieder verteidigen oder Dinge erklären musst, sondern um dir einfach zu sagen, was eben als erstes bei mir ankommt, weil das vielleicht auch bei Anderen so ankommen könnte und bei jedem vielleicht zu anderen Resultaten führt. Was du da schreibst, ist mir ja nicht wirklich neu. Na ja, was ich beabsichtigt habe, hat nicht wirklich funktioniert. Liegt vielleicht auch einfach daran, dass du hier schon ins Forum kommst und damit rechnest, dich hier erklären zu müssen . Bestätigungsfehler? :wink:

Hm… Also, ich finde, da gibst du dem Ganzen aber zu viel Gewicht. Ja, ich kann verstehen, dass das ein Schlag ins Gesicht ist. Aber egal, was du tust, du wirst immer irgendwen haben, der etwas dagegen sagt. Und je mehr Öffentlichkeit deine Sache hat, umso mehr Gegner hast du eben auch.

Jetzt mal unter der Prämisse, dass das alles kein Fake ist - sorry, aber ich kenne die Sendung bis jetzt immer noch nicht und die Supernanny will ja auch von nichts gewusst haben (und ich habe berufsbedingt in meinem Bekanntenkreis viele Leute, die sie persönlich kennen und Stein und Bein schwören, dass das auch so ist, während ich ihr genau wegen dieser Frage, was ich von ihr halten soll, bislang einfach aus dem Weg gegangen bin, weil sie polarisiert und ich mich definitiv für eine Ansicht entscheiden müsste, aber das ist ein anderes Thema) - wie gesagt, unter der Prämisse, dass es kein Fake ist, ich denke, der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ihr Beteiligten hattet sicher ein tolles Abenteuer, um das ich euch gerade wirklich beneide, wenn ich hier so lese. Und die Sendung kommt doch anscheinend mit dem Konzept richtig gut an und gilt wohl auch als eine der anspruchsvolleren Perlen des RTL-Programms?

RTL ist es gewohnt, aus Scheiße Geld zu machen. Der ganze Trash läuft ja wie ne Eins. Da könnte man fast sagen, der Aufwand wäre gar nicht nötig, weil man ja nach bewährten Mustern verfahren kann.

Hat RTL dann aber hier wohl nicht gemacht. Und das findet doch auch seinen Zuspruch.

Und auch wenn es dem Zuschauer vielleicht egal ist, ihr seid es doch, die sich hinterher noch im Spiegel angucken können, oder? Also von daher war es doch den Aufwand absolut wert oder nicht?

Oh, ich sehe gerade, im nächsten Absatz sagst du es schon selbst:

Besonders deprimierend ist es auch, weil die Botschaft, die der Sender sich nun im schlimmsten Fall merken wird, die sein könnte: „Wofür so viel Aufwand, Arbeit, Zeit, Mühe und Geld in ein wirklich hochqualitatives, authentisches Format stecken, wenn die Leute das dann eh nicht glauben und nicht wertschätzen?“. Wenn das mal nicht ein tragischer Fall von selbsterfüllender Prophezeihung wäre.

Das wäre in der Tat schade.

Das beschreibt exakt das grundlegende Problem, welches ich in meinem Facebook-Posting auch vernünftig zu erklären versuchte.
Ich bin ziemlich sicher, dass die Bereitschaft einiger Menschen, sich doch bei einem Streetcasting als Kandidaten einzulassen, bei weiteren Folgen steigen würde. Da sie nun wissen, dass sie eben nicht lächerlich gemacht werden. Damit wäre die ganze Diskussion hier dann auch hoffentlich abgehakt.

Ja, das wäre doch die wünschenswertere Konsequenz. Leider muss man aber trozdem weiterhin damit rechnen, beschissen zu werden.

Wie sieht das eigentlich mit den Verträgen bei dieser Sendung aus? Sind die auch so geheim wie bei dem Trash? Oder sind die transparent? Das wäre ja mal ein Kriterium, um vielleicht die Spreu vom Weizen zu trennen.

[QUOTE=Lydia_Benecke;480578]
Besonders deprimierend ist es auch, weil die Botschaft, die der Sender sich nun im schlimmsten Fall merken wird, die sein könnte: “Wofür so viel Aufwand, Arbeit, Zeit, Mühe und Geld in ein wirklich hochqualitatives, authentisches Format stecken, wenn die Leute das dann eh nicht glauben und nicht wertschätzen?”. Wenn das mal nicht ein tragischer Fall von selbsterfüllender Prophezeihung wäre. [/QUOTE]
Ja verdammt, woher kommt nur dieses völlig aus der Luft gegriffene Misstrauen?
Das ist eher ein nicht ganz so tragischer Fall von selbstverursachtem Glaubwürdigkeitsverlust.
Und dann hinterher rummimimimien, wenn’s keiner mehr glaubt :ugly

“Zu Hülf, ein Wolf!” :mrgreen:

[QUOTE=Scumdog;480582]Ja verdammt, woher kommt nur dieses völlig aus der Luft gegriffene Misstrauen?
Das ist eher ein nicht ganz so tragischer Fall von selbstverursachtem Glaubwürdigkeitsverlust.
Und dann hinterher rummimimimien, wenn’s keiner mehr glaubt :ugly

„Zu Hülf, ein Wolf!“ :mrgreen:[/QUOTE]

Den Post, in dem irgendwer behauptet hat, Misstrauen sei aus der Luft gegriffen, hab ich bisher nicht gefunden.
Kannst du mir bitte kurz das Zitat nennen, in welchem behauptet wird, Misstrauen sei hier prinzipiell aus der Luft gegriffen?

Ich hatte ja bereits im Ausgangsposting auf meiner Facebookseite aufgeschlüsselt, aus welchen nachvollziehbaren Gründen sowohl potenzielle Teilnehmer (bevor die Sendung bekannt war) als auch Zuschauer misstrauisch sein konnten. Wie ich z.B. auch im weiteren Verlauf schrieb: „Diese Zweifel finde ich auch völlig nachvollziehbar“.

Von daher kann ich wirklich nicht nachvollziehen, worauf genau deine Aussage bezogen ist.

Außer natürlich, du verbuchst das schlicht als „Antiterroranschlag des Asozialen Netzwerkes“ frei nach Marc-Uwe Kling (ich schätze „Die Känguru-Trilogie“ sehr). Dann werd ich natürlich nicht weiter darüber nachdenken. :wink:

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Ist doch völlig nachvollziehbar. Für mich ist nur nicht nachvolziehbar, warum es Verwunderung auslöst, wenn ich ernsthaft inhaltlich auf die Ausführungen eingehe. Wie bereits erwähnt kann ich es bei Diskussionen prinzipell nicht nachvollziehen, wenn sich hierüber gewundert wird. Ein Meinungsaustausch lebt doch (in meiner Wahrnehmung) vom Austausch unterschiedlicher Meinungen - würd ich meinen. :wink:

Ich habe mich hier angemeldet, weil mir der Link hierher von einem Leser geschickt wurde. Da ich sah, dass hier Meinungen gebildet werden, denen aber wesentliche Informationen zur realistischen Bewertung des Sachverhaltes fehlten, habe ich entschieden, diese fehlenden Informationen beizusteuern.

Einen Bestätigungsfehler kann ich meinerseits nicht erkennen, da ich aufgrund hier bereits vor meinem Erscheinen vorgetragener und diskutierten Fehlschlussfolgerungen (bedingt durch unvollständige Informationen der Diskutanten) beschlossen habe, die fehlenden Informationen beizusteuern und so den entstandenen Fehlschlussfolgerungen entgegenzuwirken.

Das bin ich gewohnt und finde es auch weder überraschend noch besonders tragisch. Nur gehöre ich eben prinzipell nicht zu der Sorte von Mensch, die eindeutig falsche Annahmen und Schlussfolgerungen unkommentiert stehen lässt, wenn ich definitiv weiß, dass es sich um Fehlannahmen handelt. Das mache ich so in allen Bereichen, mit denen ich mich schäftige, wie bereits erwähnt.

Leser (u.A. hier) können sich nur dann eine ausgewogene Meinung bilden, wenn sie alle Argumente aller unterschiedlichen Meinungsseiten kennen.

Ich habe niemals auch nur eine Folge dieser Sendung gesehen, weiß quasi nix darüber (außer, dass es eine polarisierende Sendung ist, wobei ich mich mit den Details nie befasst habe) und habe daher keine Meinung dazu.

So weit die Hoffnung bisher, auf dass qualitativ hochwertigere Produktionen sich zunehmend durchsetzen mögen.

[QUOTE=Nicki;480580]RTL ist es gewohnt, aus Scheiße Geld zu machen. Der ganze Trash läuft ja wie ne Eins. Da könnte man fast sagen, der Aufwand wäre gar nicht nötig, weil man ja nach bewährten Mustern verfahren kann.

Hat RTL dann aber hier wohl nicht gemacht. Und das findet doch auch seinen Zuspruch.[/QUOTE]

Das war auch der Hauptgrund, warum Axel und ich die Sendung als Idee unterstützenswert fanden.

Aus meiner Sicht auf jeden Fall und genau deshalb schalte ich mich auch bewusst in solche Diskussionen hier ein - um alle Perspektiven transparent und nachvollziehbar zu machen.

Das ist sicherlich richtig. Umso mehr hoffe ich, dass sich ein inhaltlicher Wechsel hin zu mehr guten Sendungen langsam aber sicher durchsetzen könnte. Denn ob es dem Bildungsbürger gefällt oder nicht: Privatmedien haben eine nicht zu vernachlässigende Wirkung auf bildungsferne Schichten. Diese einfach so abzuschreiben ist aus meiner Sicht eben keine besonders kluge oder hilfreiche Haltung. Siehe auch mein älteres Posting zum Thema: Redirecting...

Grundsätzlich sind Verträge im Bereich Medien auf Geheimhaltung bedacht. Das scheint (so mein subjektiver Eindruck) nach nem ähnlichen Prinzip zu funktionieren wie die Grundhaltung in Deutschland, dass die Leute nicht darüber reden, wieviel sie in ihrem Job genau verdienen. Nur sind die Hintergründe bei Verträgen von Firmen noch wesentlich komplizierter, wobei ich von Medienrecht und Co. absolut keine Ahnung habe und daher auch nicht viel mehr davon verstehe als jeder Durchschnittsbürger.

Allerdings gibt es da - so weit ich es bisher erlebt habe, ohne Anspruch auch objektive Daten, die mir dazu nicht vorliegen - keine für mich erkennbaren Unterschiede in der Geheimhaltung zwischen Sendungen fürs öffentlich-rechtliche oder private Fernsehen. Auch Verträge als Autor (ich bin z.B. bei Bastei Lübbe Autor) sind prinzipiell immer mit Geheimhaltungsklimbim ausgestattet. Wahrscheinlich, damit nicht eine Firma der anderen Ideen klaut usw. . Hierzu ist vielleicht auch hilfreich zu wissen: Es produzieren ja unterschiedliche Firmen unterschiedliche Formate, welche sie wiederum unterschiedlichen Sendern anbieten. Daraus ergibt sich, dass ich häufig mit Firmen zu tun hatte, die sowohl für öffentlich-rechtliche als auch für private Sender produziert haben. Dementsprechend macht auch Warner Bros. International Television Production (Germany), die „Schnapp dir das Geld“ produziert haben, wie es für diese Art von Firmen typisch ist, eben Sendungen für unterschiedliche Sender.

Es führt also kein Weg umhin, sich mit jeder Produktion einzeln genau zu beschäftigen und ihre Qualitätsmerkmale zu prüfen. Auch hier gibt’s eben nur komplexe und keine ganz einfachen Bewertungskriterien.