Schatzkammer Folge 243. Hier kann darüber diskutiert werden!
Mr. Kidd und Mr. Wint sind inzwischen fast sieben Monate alt - und somit nun auch geschlechtsreif. Damit ist es Zeit für die notwendige Kastration. Und auch ein neues Spielzeug entdecken die beiden mehr und mehr: Das Laufband macht ihnen immer mehr Spaß. Viel Spaß mit diesem neuen Einblick in die Welt der beiden Brüder auf acht Pfoten.
Steht oben schon, aber hier nochmal kurz zusammengefasst: Wenn dich das Markieren eines Katers stört, dann solltest du keinen Kater halten. Aus diesem Verhalten abzuleiten, dass man das Tier kastrieren muss, um dieses Problem zu lösen, ist egoistisch und es ist Tierquälerei.
Ich denke für die beiden wäre es schlimmer gewesen, sie hätten ihre Hoden behalten, aber keine Katze die sie besteigen können.
Lust haben, aber sich nicht ausleben zu können macht mehr Stress, als erst gar keine Lust zu haben.
Es gibt zig Gründe wieso die Kastration in deutschen Tierschutzgesetz erlaubt ist. Du tust hier so, als hätte Holger irgendwas illegales im Hinterzimmer gemacht.
Ich verstehe deinen Punkt – und ja, ich sehe das auch so: Für einen Kater ist eine reine Wohnungshaltung im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigend. Natürlich kann eine Kastration gewisse Probleme entschärfen, aber genau da liegt mein Kernpunkt:
Wenn ich schon vorher weiß, dass zwei unkastrierte Kater in einer Wohnung kaum funktionieren, dann muss die Konsequenz doch eigentlich lauten: Dann kann ich unter diesen Bedingungen eben keine Kater halten. Was ich als egoistisch empfinde, ist der Gedanke: Ich will aber unbedingt Katzen haben – also mache ich passend, was sonst nicht passt. Sprich: Das Tier wird an die Lebensumstände des Menschen angepasst, statt dass der Mensch seine Entscheidung an den Bedürfnissen des Tieres ausrichtet.
Und nein – es ist nicht die Aufgabe eines Tieres, allein zum Wohlgefallen des Menschen da zu sein, nur damit jemand was zum Knuddeln hat. Wenn meine Wohn- und Lebenssituation nicht zu den Bedürfnissen eines Tieres passt, dann muss das ehrliche Ergebnis sein: Dann halte ich eben keines.
Mir ist bewusst, dass Kastration erlaubt ist und es dafür gute Gründe gibt – insbesondere bei Freigängern (!), um unkontrollierte Vermehrung zu verhindern.
Etwas anderes wäre es, wenn Holger zwei schwer vermittelbare Tierheimkater aufgenommen hätte, die dort seit Ewigkeiten sitzen, und er sagt: Ich gebe denen ein Zuhause, aber eine Kastration ist nötig, damit das für alle funktioniert.
Aber zwei produzierte Zuchtkater in eine Wohnung setzen, obwohl man weiß, dass es so kaum funktioniert – und dann die Tiere „anpassen“, damit das Konzept aufgeht? Das wirkt auf mich einfach falsch herum gedacht.
Dann hoffe ich erstmal, dass du überzeugter Veganer bist. Ansonsten wäre es ja kritikwürdig, dass Tiere so angepasst werden, dass sie auf deinem Teller landen.
Beide Tiere sind sehr glücklich. Wenn ich sie jetzt freilassen würde, dann wäre das Tierquälerei. Katzen sind deshalb ja beliebte Haustiere, WEIL sie so anpassungsfähig sind. Und eine Kastration ist ein routinemäßiger Eingriff, den beide schon nach 2 Tagen problemlos überstanden haben.
In Hamburg gibt es übrigens ab dem 01.01.2026 eine Kastrationspflicht (für Freigänger). Du hast dann also die Wahl: Du lässt der Katze die Eier abschnippeln, dafür ist sie anschließend frei oder sie darf ihre Eier behalten und wird den Rest ihres Lebens eingesperrt.
Von dieser Pflicht habe ich auch gehört. Man könnte an der Stelle provokant fragen: Wäre das Problem der unkontrollierten Vermehrung nicht deutlich kleiner, wenn sich nicht jeder Hans und Franz einfach eine Katze zulegen würde?