Politischer Smalltalk

Würde ich so nicht sagen. Berücksichtigt man, dass die gesamte Welt einem irgendwann den Krieg erklärte, schlugen sich die Vorgänger der Bundeswehr verhältnismäßig gut.

Ähm… das hab ich irgendwie anders in Erinnerung… :wink:

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Ja, zu Beginn. Irgendwann erklärte uns aber die gesamte 1. bis 3. Welt den Krieg. Was ist denn das für ein Kriegssportgeist? Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

Ich weiß nicht, was an diesem Video unterhaltsamer ist. Wie ein Mensch so ruhig bleiben kann, wenn ihm JEDE Minute, bei jeder Frage versucht wird, jegliche Aussage im Mund herumzudrehen, man versucht ihn als Frauenhasser zu diffamieren oder schlicht Fakten verdreht werden. Oder wie eine hysterische, linke selbstgerechte Journalistin völlig dabei scheitert, einen hochintelligenten Menschen aus der Ruhe zu bringen, der sachlich und ruhig seine Argumente vertritt, sie nicht zur ultimativen Wahrheit erklärt und trotz wirklich minütlicher persönlicher Angriffe kein einziges Mal in Versuchung gerät, selbst auf dieses Niveau herabzusinken.

Man kann sich und seine Ideologie kaum mehr blamieren, wenn man nicht eine Sekunde sachlich bleiben kann und seinen Job als Journalist kaum so schlecht machen, wenn man nicht eine Sekunde dem Gast gegenüber nicht voreingenommen und prejorativ gegenübersteht. Und nein, die Frau ist nicht unerträglich weil sie eine Frau ist, sondern weil sie einer idiotischen und wissenschaftsfeindlichen Ideologie nachläuft, Fakten leugnet und keiner sachlichen Argumentation anders entgegnen kann als mit Diffamierungen und Falschdarstellungen.

So intelligent ist er auch nicht, wenn er sagt, dass Frauen more agreeable sind und öfters Berufe wählen, die weniger Einkommen bringen, aber dann so tut, als wäre das nicht direkt mit dem Gender verbunden, sondern als wäre Gender was getrenntes davon.

Ansonsten sehe ich jetzt nichts dramatisches in dem Interview. Ja, er wird hart angegangen von jemanden, der politisch woanders verortet ist. Wo ist jetzt das Problem?

Ist es eigentlich Absicht als Antwort auf ein Video, in dem jemandem ständig das Wort im Mund verdreht wird - die erste Reaktion allen ernstes eine Missrepräsentation seiner Aussagen ist?

Und er wird nicht “hart angegangen” sondern von einer hochaggressiven linsregressiven Ideologin in einer Tour attackiert, bewusst missrepräsentiert und verleugnet. Und trotzdem gewinnt er diese Diskussion mehr als eindeutig, weil er einfach wesentlich intelligenter ist als sich auf dieses SJW-Gekeifeund Faktenverdrehen einzulassen. Und das nötigt gerade nach ansehen des Videos echt Respekt ab. Ich wäre wahrscheinlich nach der dritten leeren Unterstellung, frauenfeindlich zu sein, gegangen.

Nö,

das ist so ziemlich genau das, was dieser „hochintelligente“ Mensch sagt. Er hat diese Sachen explizit NEBEN Gender als Ursachen für den Pay-Gap gelistet.

Ansonsten macht es wenig Sinn, sich über den Umgangston der Journalistin zu beschweren, wenn er selbst damit einverstanden war und sogar eher für wünschenswert hält auf der Suche nach der Wahrheit. Oder wollen wir nun ein Save-Space für die eher Rechts-Gelehnten?

Nö,ist es eigentlich nicht. Eigentlich gar nicht. Er sagt, dass der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen multivariable Gründe hat. Darunter unter anderem auch die Berufswahl. Für diesen Faktor liefert er eine mögliche wissenschaftlich belegbare Begründung: Unter anderem weil der Mensch eine geschlechterdimorphe Spezies ist und bestimmtes Verhalten vordeterminiert ist. So lässt sich auch der hohe Anteil an Frauen in Ausbildungs-, Erziehungs- und Pflegeberufen erklären. Es gibt in der Regel evolutionär bedingte Verhaltensweisen bzw. bestimmte Rahmen, in denen wir agieren.

Das ist wesentlich wissenschaftlicher als Verschwörungstheorien über abstrakte Entitäten wie dem eingebildeten "Patriarchat. Und ich finde es auch mutig einem Professor der Psychologie die Intelligenz abzusprechen, ohne auch nur irgendeine Begründung zu liefern.

Übrigens habe ich gerade überall gesucht, aber keinerlei Begründung oder Beleg gesehen, der irgendwie die Behauptung unterstützt, Peterson sei rechts. Ist man jetzt schon rechts, weil man Fakten äußert?

Jo, aussagen wie

Feminists support the rights of Muslims because of their „unconscious wish for brutal male domination.“

Sind hochintelligent, muss ich dir zustimmen. Das neue Buch von dem ist auch nicht wirklich intelligent.

Wenn du schon von reddit deine Meinung ziehst, dann gib wenigstens auch die Richtigstellung mit an.

„Come on guys this is a horrendous miss quote. If you go and watch the whole thing you would see that what he is really saying here is and i am going to paraphrase here a little bit „The reason that the radical feminists ignore the USA’s alliance with Saudi Arabia is their unconscious wish for brutal male domination.“ https://youtu.be/Q7L-YQy9Z44?t=6m3s from 6m 3s. If you guys are going to bash Peterson at least attack him for things is actual said.“

[…] „As has been pointed out below it is very much miss quoted. There is a world of difference between „Feminists support the rights of muslims because of their unconscious wish for brutal male domination“ and „The reason that the radical feminists ignore the USA’s alliance with Saudi Arabia is their unconscious wish for brutal male domination.“ It is clearly a hit job and to not admit that is dishonest. Now whether you agree with Peterson’s opinion or not is nether here nor there. I am certainly not educated enough to say either way but that wasn’t what I was talking about all i was saying was that it was a miss quote. If this sub is going to have a thread attacking Peterson at least have it be for something he actually said.“

Ich habs nicht von Reddit.

Und woher stammt das falsche Zitat dann?

Jordan Peterson hatte immerhin die Möglichkeit sich halbwegs ungestört und frei zu äußern. Normalerweise versuchen SJW sein Recht auf freie Meinungsäußerung durch Rufe, Lärmerzeugung oder das Sabotieren von Verstärkern einzuschränken.

  1. Nochmal: Er nennt zwischen Minute 5 und Minute 7 explizit agreeableness als einer der Gründe für die Gehaltsunterschiede und Gender ist ein weiterer von diesen 18 oder 19 möglichen Gründen. Das heißt, an der Stelle hat er eine Trennung von Gender und Sachen, die eindeutig zum Gender gemacht.
    Und zu behaupten, dass “bestimmtes Verhalten” “vordeterminiert” ist, ist natürlich völliger Unsinn. Das würde bedeuten, man hat ein bestimmtes Geschlecht und man MUSS sich dann auf bestimmte Weise verhalten. Aber ist ja hoffentlich deine Erfindung.

  2. Zum Zitat:
    Ist doch ziemlich egal. Der zentrale kritische Kern bei diesem ach so falsch zitierten Zitat ist: (Radical) Feminists have an unconscious wish for brutal male domination. Ob die deswegen Moslems verteidigen oder die Verbindungen zu Saudi-Arabien übersehen, erscheint mir in Anbetracht der gewagten anderen Aussage doch als ziemlich peripher.

  3. Ich finde es albern, bei dessen Äußerungen auch nur anzuzweifeln, dass er seine politische Richtung tendenziell nach rechts geht. Er geht in den Duktus, er hat die Themen und verlässt sicherlich auch jegliche Wissenschaftlichkeit, wenn er ahistorische Vergleiche von Transgender-Aktivisten mit Mao macht.

Edit:
Die Autoformatierung ist gerade nicht optimal.

Ja. Was ist dein Punkt?

Wenn für dich Evolutionstheorie, Biologie und Psychologie Unsinn sind, dann schon. Ansonsten kannst du bei geschlechtsdimorphen Spezies geschlechtsspezifische und evolutionsbiologisch definierte Rollenbilder finden. Er sagt ja nicht mal, dass es irgendeine Legitimation für Ungerechtigkeit wäre. Nur, dass man halt nicht nach dem Wetter und Tageslaune sein Geschlecht wechseln kann, genauso wenig wie man sein Alter jeden Tag neu definieren kann. Er sagt ja sogar explizit, dass es einen Spielraum gibt, eben weil es keine Begründung für die Zementierung bestimmter gesellschaftlicher Rollenbilder gibt. Nur, dass es teilweise auch evolutionär begründet ist und nicht in der „Unterdrückung durch das Patriarchat“. Einfach nur, um bestimmte Dinge einordnen zu können und nicht pauschal als „konstruiert“ zu verurteilen. Denn dort nimmt er eine Kontraposition zur Gender-Hypothese ein, sofern eine komplette Relativierung des Geschlechts als konstruiert damit einhergeht. Biologische Fakten lassen sich nicht einfach wegdiskutieren.

Du zitierst die Missrepräsentationen und Lügen über Äußerungen, die dieser Mann nie geäußert hat, und das ist dir auch noch „ziemlich egal“. Dir sind also Fakten „ziemlich egal“, weil er etwas sagt, was dir nicht in den Kram passt. Okay.

Ich muss die unumstößlichen Belege dafür in deinem Beitrag irgendwie übersehen haben.

Gut, das er das (so) nie getan hat und ihm in den Mund gelegt wird, ich hab das Video ja auch gesehen. Die Rede ist von autoritär, nicht faschistisch. Und die autoritäre Haltung kann man ja ganz einfach beweisen bzw. widerlegen. Ich warte mal auf Beispiele, die belegen, dass die These, radikale Feministinnen sind nicht autoritär, nicht stimmt. Außerdem ist nicht jeder autoritärer Mensch gleich ein Massenmörder, das ist eine absolut absurde Gleichsetzung.

Edit: Würde man sich die Stelle dort mal genauer anschauen, würde man vor dem Part auch hören „I don’t understand this people unless in a psychoanalytic way“, also nach der Theorie von Sigmund Freud. Leider geht man darauf gar nicht weiter ein, sodass es als unbedarfter Satz so stehen bleibt. Ich hätte da gerne eine Begründung gehört, warum er das so sagt.

Edit2: Wer sich so über den Mao-Vergleich aufregt, sollte sich ebenso über jeden AfD=NSDAP-Vergleich aufregen. Alles andere wäre doppelmoralisch.

Sachen, die auch direkt ZUM Gender gehören, rausgerechnet werden, damit der Einfluss von Gender auf die Bezahlung kleingerechnet wird.

Prädeterminiert heißt vorherbestimmt. Und das ist einfach nur Schwachsinn. Wir sind keine Tiere mehr, die gar keine Kontrolle über ihr Verhalten haben. Gewisse statistische Tendenzen zu einem gewissen Verhalten kann man nicht als prädeterminiert bezeichnen.

Bevor du mir also vorwirfst, dass ich die Evolutionstheorie für Unsinn halten würde, sei erstmal etwas begriffsfester.

Das ist einfach nur doof stellen. Gegen Political Correctness, gegen die bösen SJW, gegen böse Transgender-Aktivisten, gegen böse Feministinnen und er soll nicht politisch ins rechte Feld hin orientiert sein? Hältst du das ernsthaft für neutral oder gar links?

Er hat Transgender-Aktivisten mit Mao verglichen. Das streitet er auch nicht ab. Dass es ja nur um die autoritäre Haltung ging, macht es keineswegs besser, weil es trotzdem ein völlig unsachlicher ahistorischer Vergleich bleibt. Solche Vergleiche sind politisch geschwängert und wenig rational, zumindest solange nicht Transgender-Aktivisten den langen Marsch planen und danach uns in Gender-Umerziehungslager packen.

Der AfD-NSDAP-Vergleich ist da doch deutlich näher, wobei er von einem Wissenschaftler wohl auch eher wenig sachlich wäre. Aber immerhin handelt es sich bei beiden um Parteien, die Populismus verwenden, gegen eine Minderheit gerichtet sind, Unzufriedenheit der Gesellschaft instrumentalisieren und sogar partiell in einer relativ simplen Vater-Sohn-Beziehung stehen.

Nein. Das stimmt nicht. Aber die Diskussion zu Gender Pay Gap hatten wir schon, da hast du dich auch nicht mit Ruhm bekleckert.

Für dich gibt es wohl nur schwarz und weiß? Wenn für dich gegen unwissenschaftliche, hysterische und freiheitsfeindliche Ideologien und Ansichten einzutreten schon als „rechts“ gilt, dann ist Peterson wohl „rechts“.

Und warum? Mao = autoritär, SJW=autoritär.

Völlig absurde Aussage, wenn man den Mao-Vergleich aus dem gleichen Grund noch total kritisiert.

Er hat es getrennt gesetzt und dann gesagt, dass Gender ja nur ein kleiner Punkt von 19 sei, während die anderen Punkte aber auch zumindest teilweise auch zum Aspekt Gender gehören, womit Gender vielleicht doch nicht der kleine unbedeutende Teilaspekt, sondern ein recht zentraler Aspekt ist.

Ich habe ja fast den Verdacht, dass dieser „hochintelligente“ Mann an der Stelle vergessen hat, dass es ihm eigentlich um Sexismus bzw. Sexismus-Vorwurf gehen sollte.

Nein, weil er ganz spezielle Themen aufgreift und den passenden Duktus wählt, deswegen ist er eher rechts für mich.

Eine einzelne (postulierte) Gemeinsamkeit bei fundamentalen Abweichungen ist keine gute Vergleichsgrundlage. Eignet sich aber wunderbar für politische Agitation.

Habe ich ja begründet: Der Vergleich ist hier auf so viel mehr Ebenen tragbar.

Nein, tut es nicht, weil die Gender-Hypothese ja jegliche Unterscheidung zwischen mann und Frau als konstruiert ansieht. Dementsprechend kann für die Aussage des Gender Pay Gaps („Frauen bekommen weniger Geld als Männer weil Patriachat“) eben auch nur der Umstand des Geschlechts entscheidend sein. Und hier spielen viele weitere Faktoren eine Rolle, die teilweise zwar auch geschlechtsspezifisch, aber eben nicht aufgrund irgendeiner Unterdrückung der Frau konstruiert sind. Und genau das unterstellt ja die GPG-Diskussion. Peterson beschreibt hier einfach nur, das es viele Faktoren gibt, die in einen Unterschied reinspielen. Berufswahl, tendenziell schlechteres Verhandlungsgeschick bzw. stärkerer Risikoaversion (die sich evolutionsbiologisch begründen lässt), Familienwunsch (auch ein biologischer Druck, da kann ja kein Mann was für die biologische Uhr), Teil/Vollzeitarbeit, Familie/Karriere-Abwägung (Wo er auch begründet, warum überwiegend die superbezahlten Jobs halt auch sehr anstrengend und sehr zeitraubend sind - und fragt, ob das überhaupt erstrebenswert ist), etc. Er sagt ja sogar zu seiner Gesprächspartnerin, das man an ihr ja sieht, wie die Ausnahme die Regel bestätigt. Und er sagt auch, dass dies auch nur eine Aussage ist, keine Begründung oder Legitimation dafür, Frauen nicht die Möglichkeit einzuräumen, diese Karrierewege zu beschreiten. Er hinterfragt lediglich, ob das als eine für alle Frauen tendenziell erstrebenswerte Zielsetzung ist, was ja genau die Ziele des 3rd-Wave-Feminism zu sein scheinen. Und das ist es eben nicht, sieht man ja am geringen Akzeptanzgrad dieser Ideologie unterhalb vieler Frauen. Die wollen nämlich ungern als „patriarchalisch-gesteuert“ gebranntmarkt werden, weil sie einen Kinder- und Familienwunsch pflegen. Das sagen mir übrigens auch alle Frauen in meiner Umgebung. Keiner will nur eine Zahl in einer fucking Statistik sein, sondern aufgrund von Qualifikation nach oben kommen.
Und der einzige Grund, warum das Thema überhaupt aufkommt ist weil die „Journalistin“ nicht das bereinigte Pay-Gap nennt, sondern das unbereinigte. Und das ist einfach für eine politische Aussage bzw. Forderung in dieser Art und Weise komplett wertlos. Und das hatten wir schon mal alles…

Also entscheidest du dich für die guilt-by-association-fallacy.

Aber ein ebenso absurder AfD=NSDAP-Vergleich ist hingegen natürlich nichts dergleichen. Manchmal sind solche Beispiele auch einfach nur eine Veranschaulichung anhand eines Extrembeispiels. Und in dieser Weise ist diese Aussage dann auch genauso legitim wie die AfD mit der NSDAP zu vergleichen. Wenn man das eine aber ablehnt, muss man das andere genauso ablehnen. Es ist dasselbe, einfach nur für das jeweils andere politische Spektrum. Das ist doch mehr als offensichtlich.

Es sei denn natürlich, man will die Aussagen Petersons diskreditieren, weil sie die eigene Ideologie hinterfragt. Das darf natürlich nicht sein. Verbrennt den Ketzer!