Politischer Smalltalk 3.0

Den Börsen geht es gut, die WIrtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit hat stark abgenommen und diese Abnahme betrifft gerade die benachteiligten Gesellschaftsschichten. Schlechter geht es nur bestimmten Presse-Schaumschlägern, in deren Elfenbeintürme nicht genügend Horrormeldungen flattern, um die privilegierte Vorstadtklientel bei Laune zu halten.

Who’s to blame? Why, Satan himself of course.

Achgut im Gespräch mit Abraham Cooper, dem stellvertretenden Direktor des Simon Wiesenthal-Centers, der unter anderem interessante Einblicke in die Denkweise von Heiko Maas gibt.

Um die Sache ganz deutlich zu machen, möchte ich folgende Begebenheit erzählen: Es ist wahrscheinlich fünf Jahre her, vielleicht etwas länger, es war der Tag nach der Demonstration am Brandenburger Tor, an der die Kanzlerin teilgenommen hatte. Ich kam in dieser Nacht an. Ich brauche keine Feste zu feiern, ich muss mich um Probleme kümmern. Am nächsten Tag traf ich mich mit Heiko Maas, dem damaligen Justizminister, und ich sagte – und das war fünf Jahre vor der massiven Steigerung – ich habe nur eine Frage an Sie: Was unternimmt Deutschland im Umgang mit dem antisemitischen Gepäck, das so viele der neuen Migranten nach Deutschland mitbringen? Er hatte keine Antwort.

Als ich das nächste Mal um ein Treffen bat, bekam ich eines im nächsten Jahr. Sie kamen mit sechs Anwälten. Und so etwas tat ein Mensch, der öffentlich gesagt hat, dass er wegen der Lehren aus Auschwitz in die Politik gegangen sei. Man muss nur diese Informationen miteinander verbinden und erhält ein Bild, das nicht nur innenpolitisch gilt. Es ist auch wahr, dass Maas der Hauptbefürworter von engen Beziehungen mit den Iranern ist.

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Ach watt, das ist eigentlich ein total netter Typ.

Lauterbach und Spahn treiben ihre Ausschlachtungspläne ja wirklich mit Elan voran. Mir persönlich dreht sich bei dem Gedanken, dass ich automatisch Organlager für die Gesellschaft werde, falls ich nicht explizit widerspreche, der Magen mehrfach um. Das Gedankengut dahinter ist zutiefst unethisch, antiliberal und widerwärtig.

Versteh ich nicht. Was genau willst du mit deinen Organen nach dem Tod machen?

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Denkt denn niemand an die armen Würmer?! :smile:

Wer sich so wenig mit dem Thema beschäftigt, dass er nicht Organe spenden will, einen solchen Wisch auszufüllen, der kann ja schlecht damit argumentieren, das ihm das wirklich so wichtig wäre.

Wir haben ein großes Problem mit fehlenden Organspenden und nachweislich basiert das bei vielen Menschen nicht auf Vorbehalten, sondern auf Faulheit und Compliance. Daher ist der Gesetzesvorschlag richtig gut.

Und im Grunde auch sehr christlich.

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Eben. Ich bin bis heute kein Organspender, weil ich keinen Bock habe diesen Ausweis dauernd mit mir rumzutragen und weil mir eh egal ist was nach meinem Tod ist. Aber gleichzeitig seh ich rational gesamtgesellschaftlich ein, dass es gar keinen Grund dafuer gibt Organe, die anderen Menschen das Leben retten koennen unter der Erde verrotten zu lassen. Deshalb ist eine Opt-Out Strategie das Mindeste. Ich wuerde glaube ich noch einen Schritt weitergehen und Menschen nach ihrem Tod von ihren Organen zwangsenteignen, es sei denn irgendjemand erklaert mir verstaendlich was man Tolles mit seinen Organen nach dem Tod anstellen kann.

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Du musst ihn nicht ständig in der Hand halten, im Portemonnaie reicht :wink:

eher nich so. Ich sehe keinen Grund, warum hier ein Opt. out illiberal sein sollte. Ein Leichnam hat idR keine Präferenzen, seine Freiheit kann also nur schwerlich begrenzt werden. Falls doch, kann er nen Wisch ausfüllen (im Idealfall prämortal)

Sorry, aber nach den ganzen Organspendeskandalen der letzten Jahre denke ich nicht im Traum daran, hier auch nur eine Hautschuppe zu spenden. Ab wann und vor allem wie dann im Fall des Falles der Tod festgestellt wird, ist ja auch immer noch ein Streitpunkt. “Hirntot” ist nämlich ziemlich anfällig für unabsichtliche oder auch absichtliche Fehldiagnosen.

Der reine Nutzen wurde darüber hinaus auch schon widerlegt, da auch in Ländern mit diesem Modell (Schweden zum Beispiel) die Organspenden nicht signifikant gestiegen sind. Und nur mal so, auch jetzt haben über 20 Millionen Deutsche einen Organspendeausweis. Dass dennoch nicht mal 1000 gespendete Organe pro Jahr bei rumkommen, könnte daher auch an anderen Faktoren liegen - der miserablen Effizienz des Verteilungssystems zum Beispiel.

Aber zum Glück wird die Widerspruchslösung wohl auch nicht durch den Bundestag gehen, da Stand heute nicht mal 40% der Abgeordneten für diese maximalradikale Lösung stimmen würden.

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Dazu hast du ja in einem Opt-Out Modell auch das Recht. Wo ist dein Problem?

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Dann kannst du dich ja austragen. Es gibt keine valide Argumentation dafür, wenn man von denen, die sich elaboriert dagegen stellen zu spenden NICHT verlangen könnte, ein Formular auszufüllen und ins Amt zu bringen. Kein einziges.

Nein. Das ist absoluter Schwachsinn. @Libertas dein Einsatz.

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Mein Problem ist, dass mich der Staat als ausschlachtbares Organlager ansieht, sofern ich nicht aktiv widerspreche. Mir gehts hier einfach um das dahinter stehende Gedankenkonstrukt, das mich diesbezüglich so lange als Eigentum ansieht, wie ich nicht nein sage.

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Nicht Eigentum, Allgemeingut ^^
Und auch nur deine fleischliche Hülle.

Das’ aber auch ganz schoen asozial, gell.

Aha. Larifari also. Und welchen praktischen Nachteil hat man bei einer Widerspruchslösung? Inwiefern wird die Welt dadurch schlechter?

Natuerlich. Egoistisch halt.

Ich habe gehofft, er zieht die Hirntod-Karte nicht. :pensive:

Der Hirntod ist der unumkehrbare Ausfall aller Hirnfunktionen, es gibt kein Zurück und auch kein „das kann so bleiben“. Im Gegensatz zum Koma ist das, was man als den Menschen kannte, unwideruflich zerstört, die Festplatte sozusagen gelöscht. Selbst WENN man es rebooten könnte (was man nicht kann), wäre das Individuum vermutlich ausgelöscht und nur noch die vegetativen Funktionen vorhanden, da das Großhirn in solchen Fällen idR Läsionen aufweist, der Teil, wo die Persönlichkeit sitzt, also zerstört ist.

Für die Diagnose müssen u.a. zwei Fachärzte unabhängig voneinander eine dreißigminütige Nulllinie im EEG feststellen, das heißt es wird doppelt festgestellt, dass es keinerlei elektrische Reizleitung im Hirn gibt, also bei fehlender maschineller Erhaltung der Körperfunktionen durch eine Herzlungenmaschine der sofortige Organtod eintreten würde. Weitere Diagnosen unterstützen diese Erkenntnis.

Es gibt gute Gründe, Menschen, die eine gewisse Zeit klinisch tot waren (Herzstillstand), nicht mehr zu reanimieren, da das Hirn bereits erheblichen Schaden genommen hat. Das zeigt schon wie fragil und existentiell das Hirn für das Leben ist. Wenn dort keine elektrische Funktion mehr vorhanden ist, existiert die Person, die man kannte faktisch nicht mehr. Gone forever.

Es gibt keine medizinischen Gründe, den Hirntod nicht als endgültigen und faktischen Tod des Menschen anzusehen.

Dann dürftest du nach den Hygieneskandalen auch keine sonstige ärztliche Behandlung mehr in Anspruch nehmen. Skandale sind insofern gut, als dass sie eine Katharsis sein können und man Dinge entsprechend verbessern kann.

edit: Ich hab keine Problem damit, wenn dieser Post in der kommenden Organspendediskussion bzgl. Veto zitiert wird, da werde ich mich nämlich aus Blutdruckgründen raushalten :smiley:

#alsob

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Nicht wirklich. Anzahl an weltweit verzeichneten Fällen von Fehldiagnose Hirntod: 10

Tatsächlich kommt es zu viel weniger Organentnahmen als die verteilten Organspendeausweise suggerieren würden. Denn es eignet sich nicht jeder Tote für die Organspende. Im letzten Jahr waren es in D übrigens 995 Tote denen insgesamt 3.113 Organe entnommen wurden. Vor einigen Monaten gab es erst eine Studie dazu. Das Gesetz soll auch bei den Missständen im Melde- und Verteilungssystem helfen.

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Danke. :slight_smile:

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