Ne. Deine Logik: Solange man nicht alle Seiten immer perfekt gleichmäßig beachtet, sollte man bitte nicht die Rechten beachten.
nö, einfach nur beide. nicht eine, nicht keine. alle.
Also ja. Entweder alle möglichen Gefahren gleichmäßig oder ansonsten die Klappe halten. Auf keinen Fall darf einfach erstmal eine Broschüre zu einem akut gesellschaftlich relevanten und diskutierem Thema erscheinen, wenn man nicht auch die andere Seite gleichzeirig genauso viel an gleicher Stelle beachtet.
es gibt kein ansonsten. alle. ende. da kannste dich wälzen, wie du willst.
Und ja, diese Broschüre in dieser Form ist die Folge linksblinder Zeitgeistpolitik.
Seufz
Gut, ich spiel mal mit, auch wenn die mir nicht sonderlich sympatisch scheinen:
Als Gegenleistung dürfen die Delinquenten keine Aussagen bei der Polizei machen und müssen sich verpflichten, auch nach verbüßter Strafhaft den „revolutionären Straßenkampf“ fortzusetzen.
„Als Gegenleistung dürfen…“ ist schonmal Quatsch.
Die Aussageverweigerung ist keine „Gegenleistung“:
Und die Behauptung, man würde sich verpflichten müssen „den ‚revolutionären Straßenkampf‘ fortzusetzen“ wurde wohl hieraus abgeleitet, insofern eine sehr gewagte Behauptung:
2. Die Rote Hilfe ist keine karitative Einrichtung
Die Unterstützung für die Einzelnen soll zugleich ein Beitrag zur Stärkung der Bewegung sein. Jede und Jeder, die sich am Kampf beteiligen, soll das in dem Bewußtsein tun können, daß sie auch hinterher, wenn sie Strafverfahren bekommen, nicht alleine dastehen. Ist es der wichtigste Zweck der staatlichen Verfolgung, diejenigen, die gemeinsam auf die Straße gegangen sind, durch Herausgreifen Einzelner voneinander zu isolieren und durch exemplarische Strafen Abschreckung zu bewirken, so stellt die Rote Hilfe dem das Prinzip der Solidarität entgegen und ermutigt damit zum weiterkämpfen.
An sich finde ich es eine gute Sache, Leuten, die es nötig haben, Rechtsbeistand und Betreuung zu bieten. Daran ist erstmal nichts verwerfliches.
Was bleibt, ist die (angebliche) Solidaritätsbekundung mit den RAF-Tätern.
Daraus kann (und sollte) man natürlich ableiten, daß für die RH militante, gewalttätige Aktionen in Ordnung sind und damit schiessen die sich ins Aus, sollte das stimmen.
Aber selbst beim VS klingt alles relativ harmlos:
https://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/extremismus/linksextremismus/sonstige_linksextremistische_gruppen/rote_hilfe_ev/54262.html
Die scheinen mir insgesamt wenig gefährlich (ausser ideologisch) und naja…
Es ist Seehofer! ![]()
Bullshit, sie ist eine Folge des immer mehr in der gesellschaftlichen Mitte ankommenden Rechtsextremismus.
Du hast gerade noch zitiert, wie der Innenminister die Rote Hilfe verbieten will. Willst da ernsthaft weiter der Narrative anhängen, es ginge nur gegen die bösen Rechten?
Was ist deine konkrete Forderung? Unter welchen Bedingungen dürfte denn so eine Broschüre veröffentlicht werden? Wenn eine nur Islamismus diskutieren sollte, würdest du da auch nur eine Sekunde das als was schlechtes abtun?
Genau das, was diese Rote Hilfe macht, ist eine Art von linker Gesinnung, mit der ich überhaupt nichts anfangen kann. Damit das unmissverständlich geklärt ist. Nur betrachte ich eben Linksextremismus gegenwärtig als absolutes Randphänomen, während der Rechtsextremismus wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Das ist ein Unterschied, Punkt.
Inwiefern?
Jetzt mal die RAF-Vorwürfe beiseite: Was tun die böses?
Herzchen! ![]()
Ich zitiere mal Wikipedia: " Die Rote Hilfe erwartet von unterstützten Personen, dass sie in der Regel die Aussage, ob als Zeuge oder Beschuldigter, bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft und vor Gericht verweigern. Nach Einzelfallprüfung kann der Bundesvorstand die Unterstützung streichen oder kürzen, wenn sich die Antragssteller von ihren Taten distanzieren oder andere Personen belasten. Zudem können die Regelsätze auf Unterstützung gekürzt oder gestrichen werden, wenn sich der Beschuldigte entschuldigt oder Reue zeigt (z. B. durch Täter-Opfer-Ausgleich), auch hier findet eine Einzelfallprüfung durch den Bundesvorstand statt. Beispielsweise wurde einem Verurteilten, der sich vor Gericht für einen Flaschenwurf gegen Polizisten entschuldigte und Reue zeigte, die Prozesskostenunterstützung gekürzt. In ihrer Mitgliedszeitschrift schrieb der Verein zu dieser Praxis 2010, dass in Fällen, „bei denen es eine Distanzierung von der vorgeworfenen Tat oder eine Entschuldigung bei Polizist/-innen gab, […] in der Regel die Unterstützung abgelehnt oder gekürzt“ werde."
Jeder möge sich daraus ein eigenes Bild machen.
Ah, okay, Wikipedia war (fast) die einzige Quelle, die ich nicht konsultiert habe 
Ja, das ist natürlich scheisse. Weg damit.
Und wie immer reicht es, sich einfach zu überlegen, wie der Aufschrei wäre, gäbe es eine Organisation auf der anderen Seite, die genau dasselbe tut, um die grassierende Doppelmoral zu entlarven.
Und wie immer irsst du dich gewaltig.
Es gibt auf der Gegenseite solche Organisationen und auch einschlägige Anwälte.
Ist aber legitim, sich wo auch immer Rechtsbeistand zu holen.
Aber nicht, wenn die erklärte Absicht eines Vereines nicht Rechtsbeistand sondern Sabotage bei der Aufklärung von Straftaten ist. Ein solches Äquivalent wirst du rechts nicht finden, weil es gar nicht auf die gleiche Weise wahrgenommen werden würde.
Die erklärte Absicht ist Rechtsbeistand.
Den Teil mal bitte etwas ausführen oder umformulieren, den verstehe ich nicht.
Und die AfD hält sich für eine Alternative für Deutschland. Selbstwahrnehmung ist kein Argument.
Es würde keine „rechtsextreme“ Organisation mit e.V. geben, mit der gleichen Zielsetzung der Sabotage von Aufklärung rechtsradikaler Straftaten, die nicht sofort Entrüstungsstürme zur Folge hätte.
Nochmal:
Die ERKLÄRTE Absicht! Das IST die Selbstwahrnehmung!
Es gibt keine rechtsextreme (wieso jetzt die Anführungszeichen?) Organisation mit e.V., weil die sowas nicht brauchen. Die Rechtsextreme ist sehr gut vernetzt und organisiert, für sowas benötigen die keinen eigenen Verein, das ist in die Strukturen integriert.
Die Linken dagegen bestehen zumeist aus irgendwelchen Splittergruppen oder Einzelpersonen.
Die in diesem Falle aber offensichtlich einen wesentlichen Bestandteil der eigenen Arbeit ausklammert.
Ich sagte ja schon: Meinetwegen können die weg in der Form.
Und ich habe dir gesagt, dass das kein Argument ist.
Und die Linksextremisten auch. Hör doch auf mit deinen Märchen vom verwirrten Einzeltäter, nur weil dir die Wahrheit nicht passt.
Das sollte kein „Meinetwegen“, sondern selbstverständlichkeit sein.
Alter, deine Ausgangsaussage war:
„Aber nicht, wenn die erklärte Absicht eines Vereines nicht Rechtsbeistand sondern Sabotage bei der Aufklärung von Straftaten ist.“
Und darauf habe ich geantwortet.
Nein, tatsächlich nicht.
Okay, seit Internet etwas mehr als früher, das stimmt schon.