Philosophischer Smalltalk

jetzt fängst du auch noch damit an.

Nein, denn eine Abtreibung ist individuell und ein Genozid ist universell. Es wird nicht das einzelne Leben abgewogen, sondern die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Das ist essentiell.

selbst aus der befruchteten nicht. Dazu braucht es eine Gebärmutter. Die Grenze ist auch willkürlich.

Es ist ein Kriterium, wenn es BIOLOGISCH unmöglich ist, und das ist hier nicht die Diskussionsgrundlage.

So hätten die Nazi äh… Spartaner das auch begründet.

Pedanterieforum.

Ich komme aber darauf basierend zu einem anderen Schluss als die Damen und Herren der… Antike.

Ich liebe diesen Thread jetzt schon fraktal. Je näher ich es betrachte, desto mehr mag ich ihn :wink:

So pauschal kann man das sicherlich nicht sagen. Im Übrigen: Was sind das für Eltern, die ein Kind nicht wollen, das nicht ihren Wunschvorstellungen entspricht? Dafür habe ich persönlich kein Verständnis.

Danke für den Hinweis, das war unglücklich formuliert. Daher der Versuch einer neuen Formulierung: Für mich sind alle Menschen gleich viel wert. Gerade im behindertenrechtlichen Kontext muss ich diesen Satz immer wieder betonen.

Zumindest in der Schweiz sind solche Stimmen immer wieder zu hören. Vielleicht bekomme ich aber als Direktbetroffener auch einfach mehr davon mit als andere. Es würde mich explizit freuen, wenn es nicht so wäre.

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Es ist aber potenziell möglich.

Also erstmal muss jedenfalls gefickt werden. Ohne natürlich. Wer das nicht tut ist potenzieller Mörder! :grin:

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Nein, ist es nicht. :roll_eyes:

Aber ich denke deine Position ist klar, du willst hier nur aus Prinzip wieder meine Meinung diskreditieren und machst das mit offensichtlich lächerlichen Übertreibungen einer nach wie vor validen Aussage, die du auch gar nicht entkräften kannst, deswegen ja dieses Affentheater hier. Denke das ist jetzt jedem auch klar geworden.

Das ist das Problem mit den abtreibungs Gegner. Warum sollte man sein Kind nicht lieben? Es ist biologisch so nicht vorgesehen, aber leider oft praxis in der realität. deswegen ist es mir lieber, wenn Kinder eine bewusste entscheidung sind…
Die Kirche geht ja noch ein schritt weiter und ist eigentlich sogar gegen verhütung…
Ich denke da halt gerne an Afrika und an all die Kinder die verhungern… Ich denke es wäre da oft humaner gewesen, wären weniger Kinder geboren wurden.

Lass doch mal deine Strohmänner. Niemand advokiert hier komplett gegen Abtreibungen.

Klausi wie immer. Es ist einfach ein extremum. Und es ist Biologisch halt wirklich so, dass jedes Sperma potenzial ein Leben werden könnte. Eine befruchtete Eizelle wiederum endet auch nicht immer in einen Leben. Es kann einiges schieflaufen in den ersten entwicklungsphasen der Zellteilung.

Ich muss mich aber Fragen, warum nicht. Ändert sich das Potential nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft?

edit: auch die von Stella-Sar erwähnten häufigeren Komplikationen am Anfang ändern nichts am grundsätzlichen Potential einer eingenisteten, befruchteten Eizelle.

Ich bin kein Abtreibungsgegner, ich bin aber für eine strenge Regulierung von Abtreibungen. Die Präintamplationsdiagnostik, um die es hier gerade geht, ist ein Spezialfall.

Dafür gibt es Kondome.

Nur weil wir mit unserer ohnehin schon im weltweiten Vergleich niedrigen (aber zumindest in der Schweiz steigenden) Geburtenrate mehr Kinder abtreiben, überleben nicht mehr Kinder in Afrika.

Ja, nur deshalb bin ich hier. Ich will Klaus zerstören.
Das Prinzip ist hier nicht, deine Meinung zu „diskreditieren“, sondern zu widersprechen, wenn ich anderer Meinung bin. Das sind Prinzipien einer sog. „Diskussion“.
Zum Beispiel widerspreche ich heftig dem Passus

, weil o.g. Validität vor allem in ihrem Kontext bereits widerlegt ist.
Unter Zuhilfenahme des Stilmittels der Übertreibung. Sollte dir bekannt sein.

Übrigens interessant zu beobachten, wie sich die Lager hier gerade so ziemlich verschoben haben. :smiley:

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Das ist der Klaus-Effekt.

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Das ist aber sehr gut, weil es zeigt, dass es keine ideologischen, sondern sachbezogene Lager sind. Das hält die Diskussion frisch. Deswegen wäre auch mal eine Minderheitsregierung gut, wechselnde Mehrheiten beleben die Debatte.

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Nein.

Hört doch mal jetzt endlich mit diesem Schwachsinn auf, Herrschaftszeiten. Es wird nicht wahrer, nur weil ihr es immer wiederholt. :roll_eyes:

Erstens weil es keiner getan hat bisher und zweitens weil es gute Gründe für Abtreibungen gibt.

Nein, du hyperbolisierst meine Argumentation, um sie lächerlich zu machen. Das ist eine Diskreditierung, weil wir beide wissen, dass die Argumentation in der Hyperbole schwachsinn ist. Und du implizierst, dass diese beiden Behauptungen und ihre Schlussfolgerungen äquivalent sind. Das sind sie natürlich nicht.

Was nur dann valide als Stilmittel ist, wenn die anfänglichen Grundannahmen überhaupt ernst genommen werden, und das tust du hier ja nicht. Du stellst ja ernsthaft die Behauptung auf, dass es vollkommen äquivalent sei, ob überhaupt eine Befruchtung (Also die allererste Anforderung) vorliegt und man daraus eben keine klare Definitionsgrenze ableiten kann. Das ist natürlich Schwachsinn, du schiebst die Definitionsgrenze willkürlich nach vorn, wo du sie dann schön lächerlich machen kannst.
Problem: Du widerlegst nichts, du offenbarst nur deine Intentionen.

Wenigstens einmal heute Abend kann ich dir zu 100 Prozent zustimmen. :smiley:

Ja, weil es schlussendlich so ist.

Die Prämisse ist mir aber neu. Ich muss etwas ernst nehmen, um es zu widerlegen?
Wühlmäuse tanzen in ihrer Paarungszeit zu Dubstep und bemalen sich mit Fingerfarben!

Problem: Du verkennst meine Intentionen, ergo ist dein Problem keines. Oder so.

Ich kann das nachvollziehen, aber der Schluss ist, dass deine Definition der moralische Grenze, ebenso willkürlich gesetzt ist, wie jede andere, die nicht absolute Erlaubnis oder absolutes Verbot besagt.

Wir machen Fortschritte. :smiley:

Nein. (What can be asserted without evidence can be dismissed without evidence)

Sie ist kein bisschen willkürlich. Woher kommt hier die Behauptung der Willkür eigentlich jetzt her? Sie ist doch ganz klar begründet darin, dass wir eben schon über befruchtete Zellen sprechen. Daraus wird ohne Eingriff und ohne irgendwelche tragischen Komplikationen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit irgendwann mal ein Mensch bzw. etwas, was nach einer gewissen Zeit auch definitiv deine Definitionen von sapienten Leben entspricht, wo dann deine Annahmen eben nicht mehr passen, weil dort über sapientes Leben entscheiden wird. Und der einzige Unterschied ist eigentlich, dass du dieses Potential einfach ausblendest.

Und ich sehe da keinen Unterschied, aus welchem Grund fehlenden Potentiales menschliches Leben für unlebenswert erklärt wird, was nicht auch 1:1 mit Euthnasie begründet werden könnte. Da ist für dich halt biologisch gesehen kein Potential und in Sparta hat sich halt die Postnatale Diagnostik potentiell lebenswerten Lebens etabliert, wahrscheinlich auch weil es damals noch keinen Ultraschall gab.

Du legst das ja bewusst so früh an bzw. willst die temporale Dimension (unter eigener Aussage „willkürlich“) einfach ausblenden. Wieso muss ICH mich jetzt wegen angeblicher Willkür verantworten, wenn die offensichtlichste willkürliche Grenzziehung ja durch euch Abtreibungslibertarisierungsbefürworter erfolgt?