Ja sicher, ich hab das schon verstanden. Es bot sich nur einfach auch als typisches Beispiel an bei dem fast jeder zuerst (ohne groß nachzudenken) sagen würde er würde nie Menschen essen. Bei den meissten dürfte, wenn sie drübe rnachgedacht haben, dann aber die Einsicht kommen das sie es doch tun würden eben weil es elementar ist zu überleben.
Naja, möglicherweise hängt das in deinem Fall mit den speziellen Umständen zusammen, denn z.B. das Bedürfnis vom Vater weiterhin Annerkennung zu bekommen, von der Mutter Liebe, vom Bruder tiefe Freundschaft usw. sind schon starke Motivationen würde ich sagen.
Die Behauptung man kenne seine Emotionen ist auch ziemlich wackelig würde ich sagen. Ein Beispiel:
Ich seh im Fernsehen ein Zugunglück bei dem 200 Menschen starben und ich seh die unzensierten Leichen usw. das lässt mich perösnlich total kalt. Ich bin dann nicht traurig, schockiert, „berührt“ oder sonstwas. Wenn aber mir selbst genau dies passieren würde, ich also z.B. dieses Unglück überlebt hätte, dann ist es schon relativ wahrscheinlich das mir das nahe geht und ich meine damit nicht mein eigenes Überleben, sondern das Leid der Anderen. Etwas das durch die Distanz vorher eben nicht ausgelöst werden konnte und von dem ich dennoch nicht sagen könnte ob es wirkliuch so wäre. Also ob es mich berühren würde wenn ich dabei wäre oder ob es mir weiterhin egal wäre.
Anderes Beispiel: Mein Vater wird in schätzungsweise 5-10 Jahren wohl sterben. Ich weiß nicht wie ich darauf reagieren werde. Ich halte mich einerseits für einen sehr rationalen Menschen, neige aber auch dazu mich zu Gefühlsausbrüchen hinreißen zu lassen bzw. mich „berühren“ zu lassen (z.B. Heulen bei Filmen oder sowas). Insofern könnte ich dir nicht sagen wie ich reagieren werde obwohl ich das Spektrum an Emotionen die ich für gewöhnlich so aufbringe kenne.