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Patriotismus


#1

Braucht dieses Land wieder einen ausgeprägten Patriotismus?
Und können links-grüne Gutmenschen überhaupt so etwas empfinden?


#2

Patriotismus ja, Nationalismus Nein.


#3

Naja Ich kenne aber auch kaum positive Beispiele für Patriotismus. Bei Sport und ähnlichen ist es okay und eine gesunde Rivalität. Aber mehr brauch es auch nicht.

z.B. Ich kann Deutschland als meine Heimat bei der WM/EM anfeuern, ohne ein schlechtes gewissen zu haben. Aber viele wollen ja an liebsten überall Fahnen hängen haben.


#4

Zu Frage 1: Die Antwort lautet, unabhängig davon was der Fragesteller mit “dieses Land” meint immer und in jedem Fall: NEIN!
Zu Frage 2: Diese Frage enthält eine pauschalisierte Vorverurteilung und ist somit nicht beantwortbar da bei einer Beantwortung dieser Frage das pauschale Vorurteil vom Beantwortenden übenommen würde.

Dieser ‘:shit:-sein-ist-doch-nicht-schlimm-Thread’ kann nun gerne wieder geschlossen werden.


#5

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. […] Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.

-Schopenhauer

schon gar nicht

gähn

Eine positiveGrundeinstellung zum eigenen Land ist durchaus nichts schlechtes. Es gibt Dinge, über die man froh sein kann (Demokratie, Wohlstand, der Fakt, dass das Land nicht von Nationalisten regiert wird), aber stolz? meh.
Ich mag mein Land, lieben tu ich lieber wichtige Dinge.

edit: die Spackos, die immer behaupten, das Land am meisten zu lieben, sind immer die, die das, was ich an dem Land eigentlich mag, abschaffen möchten. Vorwiegend weite individuelle Freiheiten. Insofern sind Patrioten allein deswegen schon mit Skepsis zu betrachten.


#6

Und was ist an schwarz-rot-goldenen Fahnen so schlimm? Es kommt doch am Ende darauf an, wofür diese Farben stehen. Genau deshalb hängt man ja diese Farben hin und nicht schwarz-weiß-rot oder Adolfs Kreuz.


#7

Interessant. Patriotismus ist für mich eine positive Einstellung zu diesem freiheitlich-demokratischen deutschen Rechtsstaat.
Wenn du das offensichtlich ablehnst, was sagt das dann über dein Demokratieverständnis aus…


#8

Nichts, deine Definition ist nicht maßgeblich für andere.


#9

Also, ich hoffe, dass ich nicht der einzige in diesem Land bin, für den Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat positive Dinge sind…


#10

und wieder: deine Definition von Patriotismus ist nicht universal. Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat haben primär nichts mit Patriotismus zu tun. Du versuchst das zu konnotieren, um deinen Standpunkt anderen abzuringen. Funktioniert so aber leider nicht.

Pa·t·ri·o·tis·mus
Substantiv, maskulin [der]

  • [begeisterte] Liebe zum Vaterland; vaterländische Gesinnung

Demokratie, Rechtsstaat und ganz besonders Freiheit funktionieren hervorragend ohne begeisterte Liebe zum Ort, an dem man zufällig auf den Boden gefallen ist.


#11

Nein.

Nein.

Waere dann ja geklaert. Kann geschlossen werden.


#12

Schwarz rot Gold sind die Farben des Hambacher Festes und sind nicht ohne Grund aus dem Nationalsozialistischem Deutschland entfernt worden. Das aus Dummheit und/oder geschichtsvergessenheit diese Farben mit Nationalsozialismus in Bezug gebracht werden ist ebenso ärgerlich wie dämlich.


#13

Und warum soll man sein Land dann nicht lieben dürfen? Schließlich ist es genau dieses Land, was einem diese Freiheiten garantiert.
Dein Post suggeriert doch wiederum nur, wenn man sein Land liebt, würde man gleichzeitig andere Länder dafür verachten. Hier schmeißt du aber genau Patriotismus und Nationalismus in eine Ecke.
Ich mag mein Land, habe aber genau so viel für die Kulturen anderer Länder übrig.


#14

Übrigens: Ob ein Thread erledigt ist oder nicht, entscheidet nicht ihr. Also spart euch diese unproduktiven Kommentare, nur weil der Eröffnungspost gleich getriggert hat.

Wer kein Interesse an der Debatte hat muss ja nicht führen. Ganz einfach.


#15

darf man doch, gegenteilige Aussagen von mir gerne zitieren. Ich darf übrigens auch noch sagen, dass Landesliste ne fragwürdige Sache ist.

bitte die Stelle zitieren. Ich sagte lediglich, dass ich Liebe zu einem Land generell für überflüssig halte,

löblich, dann brauchen wir also nicht noch mehr Patriotismus.


#16

Achgottchen… ja, DU darfst entscheiden [darfste stolz drauf sein wie auf Deine Nation]. Ob eine Kommentierung hier “unprodukitv” ist entscheidet jeder Leser für sich. Zumindest sollte das so sein sonst wäre es Bevormundung. Oder hat da was getriggert?

Aha… und Österreich liebst Du auch… und die Schweitz, Italien glaube ich garantiert auch diese Freiheiten… Großbritannien, Frankreich… ect. pp. Gut die letztgenannten sprechen und schreiben wohl etwas anders… Aber Freiheiten die haben sie doch alle… sogar Russland und die USA behaupten das von sich… Kannste alle liebhaben.


#17

Dafür, dass du das hier so unproduktiv findest, beteiligst du dich aber ganz schön an dieser Diskussion…


#18

Wenn du diese Diskussion unnötig findest, zwingt dich keiner daran teil zu nehmen.


#19

Nein. Das ist in Deutschland nicht möglich, denn aus irgendeinem Grund artet es immer aus. Damit kann sich ja mal ein Völkerpsychologe befassen, falls es einen gibt, der nicht selbst deutschnational ist.

Was dieses Land braucht, ist ein wehrhafter, selbstbewusster und vor allem säkularer Liberalismus, der die Werte der Aufklärung hochhält und die Freiheit des Einzelnen ins Zentrum stellt. Der darf gerne, ja sollte sogar unbedingt auch ein soziales Antlitz haben. Kurz: Wir brauchen das, was wir gemäß der Märchen, die die vorgeblichen “progressiven Linksliberalen” (die eigentlich regressiv, autoritär und elitär sind) gerne erzählen, schon haben - nur eben wirklich.

Ob wiederum das in Deutschland mit seinem pathologischen Weltherrscher- bzw. Weltretterkomplex (je nach militärischer u. wirtschaftlicher Stärke) möglich ist, ist die große Frage. Ich denke, eher nicht.


#20

wie das kleine dicke Kind, dem man immer nur ein einzelnes Eis aus der Großpackung geben darf. Dann muss man die Packung unter dem TK-Gemüse verstecken und hoffen, dass es zu doof und/oder unförmig ist, um darunter nachzusehen. Denn wenn man es nicht versteckt oder ihm sagt “hol dir ruhig ein Eis raus”, dann kommt man später in die Vorratskammer und da liegt es in einem Berg aus Eisstäbchen und Plastikfolienschutzverpackungen mit einem kakaohaltige-Fettglasur-Bart und hat 10 Juden interniert. Dann muss man es wieder waschen, die Kammer aufräumen und sich bei der Weltgemeinschaft entschuldigen. Das nervt vielleicht.

Ansonsten: das, was Samt sagt.