Neonazi-Demo in Köln - Hat die Polizei hier versagt?

Das Motto ist also “Hooligans gegen Salafisten”.

Man würde ja meine, dass Ziel dieser Demonstranten wäre dann erreicht wenn es weniger Salafisten geben würde, oder man diese irgendwie einschränkt/verbietet/was auch immer.

Jetzt feiert man einen großen Sieg, weil man 13 Polizisten vermöbelt hat. So viel zu den politischen Zielen dieser Gruppierung :roll:

Ich verstehe nicht was euch an dieser Formulierung so viel Kopfschmerz bereitet. Die politische Dimension dieses Desasters zu unterschätzen wird der Situation nämlich nicht gerecht.
In diesem Fall gibt es nämlich eine politische Botschaft: Die Verbreitung von Fremdenhass unter dem Deckmantel der vermeintlich gesellschaftlich tolerierten Ablehnung gegen Salafisten.

Beim Anblick einer Horde kräftiger, schwitzender Kerle, die voller Hass durch Köln marschieren, ist Else ganz feucht geworden. Und mal wiederbesonders kreativ bei der Überschriftsfindung. Am 9. November geht es dann also in Berlin weiter mit dem unverkrampften Patriotismus - Für den Frieden!

Da muss ich allerdings auch sagen: “politisch” ist die Sache tatsächlich.

Vor allem auch “politisch” motiviert.

Allerdings ist “politisch” erst einmal eine Nullaussage.
Wikipedia zitiert dazu:
Politik ist,

Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln

Thomas Bernauer et al.: Einführung in die Politikwissenschaft. Studienkurs Politikwissenschaft. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009, S. 32.

Haben wir “soziales Handeln”? Da “sozial”, wenn man es wertfrei betrachtet, was man für dieses Zitat wohl tun muss, nichts anderes bedeutet als “gesellschaftlich” und “Handeln” tatsächlich jede Form von “Handlung” meint. Ja.
Wir haben hier eine gesellschaftliche Handlung.

“auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet”? Offensichtlich auch, es scheint darum zu gehen, dass die Entscheidung herbeigeführt werden soll, dass “Salafisten” aus “Deutschland verschwinden” sollen. So oder ähnlich ist der Beweggrund der Demo.

“allgemein verbindlich”? Joa… offensichtlich sollen allgemein alle Salafisten verschwinden. (Und anscheinend alles andere was einem Salafist ähnlich sieht… vielleicht sollte ich mich sicherheitshalber mal wieder rasieren.)

“Zusammenleben von Menschen”? Gut naja… von “zusammen” kann man ja offensichtlich nicht reden. Aber irgendwie ist ja auch die Forderung nicht zusammen zu leben, eine Methode das “Zusammenleben von Menschen zu regeln”.

Also nach dieser Definition haben wir es eindeutig mit einer politischen Angelegenheit zu tun. Das würde ich auch tatsächlich nicht in Abrede stellen.

Wir haben hier politisch motivierte Rechtsextreme die versuchen unsere freiheitliche Grundordnung zu untergraben. Jeder Versuch das anders zu deuten, erscheint mir wie der Versuch einer Verharmlosung.

Klar an der Demo waren Hooligans beteiligt, also waren da bestimmt auch sehr viele bei, denen die “Politik” dahinter einfach vollkommen egal war. Die wollten halt einfach nur Gewalt ausüben. Aber wenn ich eine Gruppe unpolitischer Gewalttäter vor meinen Karren spannen würde, damit die für mich die Drecksarbeit erledigen, dann nennt sich auch das Politik.

------ Das nur zur Begriffsklärung ------
Eigentlicher Inhalt:

Ganz ehrlich:
Die Dimension der Gewalt dahinter interessiert mich eigentlich recht wenig. Passiert ist (glücklicherweise) sowieso recht wenig. Einige “verletzte” Polizisten. Wobei “verletzt” bei der Polizei bedeutet, dass sie sich einen Nagel eingerissen haben.
Im Radio, WDR2, hörte ich heute, dass angeblich nur 2 der “verletzten” Polizisten überhaupt ins Krankenhaus mussten und auch die beiden nur ambulant. Das bedeutet: Bei allen anderen hat ein Pflaster und Pusten ausgereicht. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann konnten die beiden die im Krankenhaus waren auch heute schon wieder arbeiten. Also scheint auch da nichts ernsthaftes passiert zu sein.
Klar Gewalt ist blöd und schrecklich (Disclaimer beliebig fortsetzen) aber wenn man von “verletzten” Polizisten hört, dann sollte man doch immer erst einmal hellhörig werden. Meistens bedeutet das nämlich nichts anderes, als dass sie sich nach einem Schlag einmal untersuchen lassen mussten.
[Das ist zwingend notwendig, weil man selber nicht wirklich bewerten kann wie ernsthaft eine Verletzung ist. Nur wird bei der Polizei jeder der sich als “vielleicht verletzt” meldet, sofort in die “verletzt” Statistik aufgenommen.]
[SPOILER]Beispiel: Ich hätte während eines Sparing einen Kampf nach einem Rückentreffer fortgesetzt. Weil, außer ein wenig Pochen im Arm war ja nichts. Das nach einem Rückentreffer “ein wenig Pochen im Arm” auf eine Verletzung der Wirbelsäule hinweisen kann, wusste ich nicht und es hat sich auch wirklich nicht danach angefühlt. Ich mache also verordnete Zwangspause, eine halbe Stunde später (nach Adrenalinabbau) fängt mein Rücken an weh zu tun, als hätte mir gerade jemand nen Vorschlaghammer da rein gezimmert. Passiert war nichts, aber hätte ich weiter gekämpft und noch so einen Treffer kassiert, hätte es übel enden können.}
Wäre ich Polizist im Einsatz gewesen, wäre ich nun als “verletzt” aufgetaucht. Was zwar für die spontane Situation im Einsatz durchaus der Wahrheit entsprochen hätte, für meinen allgemeinen Gesundheitszustand aber überhaupt keine Relevanz gehabt hätte.[/SPOILER]

Soviel also zu meinem Exkurs zum Thema “verletzte Polizei”.

Das was mich bei dem Thema wirklich interessiert ist eben die politische Dimension.

Und die ist übel.
Die Rechtsextremen sind offensichtlich in der Lage eine gefährlich große Anzahl an gewaltbereiten Schlägern hinter sich zu scharren. Der rechte Sektor wird nicht nur gewaltbereiter sondern auch mutiger und vor allem, so scheint es, organisierter.
Die Rechten und die “bürgerliche Mitte” haben mit den Salafisten einen gemeinsamen Feind gefunden.

Während die einen bei der Sache nichts anderes wollen als ihren Hass ausleben, sind die anderen bereit unsere Grundrechte auf dem Altar einer angeblichen Sicherheit zu opfern.

Diese Demo hat nichts mit einem wie auch immer gearteten “Sieg” für die Rechten zu tun. Sie kann aber sehr schnell zu einem Sieg für die religiösen Fundamentalisten werden.
Indem nämlich genau dieser Vorfall ausgenutzt werden kann um die Versammlungsfreiheit einzuschränken oder andere wichtige demokratische Grundrechte abzuschwächen.

Der nette Bürger von nebenan sieht sich nun bedroht von Faschisten und Fundamentalisten. Und so kann sich ein NRW-Innenminister hinstellen und ungestraft folgendendes vom Stapel lassen:

“Die Demonstration ist vom Veranstalter abgebrochen worden”, sagte Jäger weiter, “aber die ehemaligen Teilnehmer haben sich geweigert, das Veranstaltungsgelände zu verlassen.” Die Polizei habe daraufhin alle zum Hauptbahnhof geleitet. “Das war eine schwierige Situation gestern in Köln”, so Jäger. Neue Ausschreitungen dieser Art könne er nicht ausschließen, weil das Demonstrationsrecht im Grundgesetz verankert sei. “Ein einfaches Verbot” sei nicht “ohne Weiteres” möglich. Es müsste vielmehr das Bundesverfassungsgericht überzeugt werden, “dass hier das Recht auf Demonstration als Grundrecht einzuschränken wäre”, sagte Jäger.

Zitiert nach SpOn

Meine Frage nun:
Vor wem soll ich mehr Angst haben.
Salafisten?
Faschisten?
Durchgeknallten Innenministern?

[QUOTE=Skafdir;383188]Im Radio, WDR2, hörte ich heute, dass angeblich nur 2 der “verletzten” Polizisten überhaupt ins Krankenhaus mussten und auch die beiden nur ambulant. Das bedeutet: Bei allen anderen hat ein Pflaster und Pusten ausgereicht.[/QUOTE]

Du machst das hier so lächerlich, dabei ist es ganz normal. Schließlich [U]arbeiten[/U] die Polizisten auf den Demos und genauso wie du bei eigentlich jedem noch so kleinen Betriebsunfall (Wie das Schneiden an einem Stück Papier) das der Berufsgenossenschaft und dem Betriebsarzt melden musst, ist es auch bei Polizisten.
Das hat nicht nur statistische, sondern auch arbeitsrechtliche Gründe und Polizisten setzen sich bei Missachtung dieser Richtlinien und doch einer schwereren Verletzung, die sich erst später herausstellt, durchaus der berechtigten Frage aus, warum man das denn nicht gemeldet hat.

[QUOTE=Skafdir;383188]Wir haben hier politisch motivierte Rechtsextreme die versuchen unsere freiheitliche Grundordnung zu untergraben. Jeder Versuch das anders zu deuten, erscheint mir wie der Versuch einer Verharmlosung.
[/QUOTE]

Verharmlosend ist die Behauptung, das dies überhaupt nicht politisch motiviert wäre denn das wäre einfach quatsch! Und es steht durchaus in Frage ob es überwiegend um politisch motivierte Aggression ging oder um bloßen Agressionsabbau und “Stress ohne Grund” seitens der "Hooligans"
Offensichtlich scheinen da einige aber zu sehr von sich auf andere zu schließen, wenn sie bei Demos diesem Ausmaßes gleich davon ausgehen das diese Menschen dort nur zum “Krawall machen” gewesen wären.
Mitnichten geht es doch darum, das zu verharmlosen! Die Verharmlosung findet dann statt, wenn die politische Dimension dieses sagen wir mal Aufmarsches verkannt wird, denn das passiert wenn man nur von “Stress ohne Grund” spricht.

Die Polizei hat hier ganz offensichtlich die Dimensionen verkannt und sich nicht entsprechend darauf vorbereitet. Bei den meisten Demos kennt man seine steinewerfenden “linkspolitischen” Hanswürste ja irgendwann, aber wie viele Journalisten es schon treffend beschrieben haben: Sowas hat keiner erwartet, das gab es in diesem Ausmaß nicht in den letzten Jahren.
Nur ein Idiot macht der Polizei dann den Vorwurf, das wäre irgendwie Absicht gewesen oder ähnlicher Klamauk. Auch wenn einige das ja schon wieder dazu instrumentalisieren völlig falsche Schlüsse über die Polizei zu ziehen.
Gerade wenn man sich die lächerlichen Demos der Nazis in den letzten Jahren mal anguckt, wo die Polizei eher die Nazis vor den Antifaschisten beschützen musste, weil die drei zu eins überlegen waren von der Anzahl her, kann man durchaus nachvollziehen das niemand bei der Bewertung geglaubt hätte, das da plötzlich untereinander verfeindete Hooligans und Nazis zusammen kommen und vor allem in dieser großen Zahl. Und wenn da tausendmal ne Nazi-Band spielt, das hat doch überhaupt keine Qualität darüber ob die Veranstaltung größer oder kleiner ausfallen könnte.

Man KONNTE es einfach nicht sehen und hier zeichnet sich eine ganz neue Qualität des rechtsradikalen Gefährdungspotentials auf Demonstrationen ab, die schon bald mit den “legendären” Straßenschlachten des 1 Mais mithalten können. Bisher, und das muss man zur Einordnung sich auch nochmal in Gedanken rufen, war das rechtsradikale Gewaltpotential eher weniger auf Demonstrationen selbst zu finden , wo wie schon oben gesagt mehr Gegendemonstranten anwesend waren als Rechte.
Für das was dann passiert ist, ist aber keine Polizei bundesweit alleine gerüstet. Normalerweise wird dann schon vorher Amtshilfe von anderen Polizeidirektionen und die BePo angefordert, was natürlich schlecht ist wenn die Demonstration aus dem Ruder gerät und viel zu wenig Beamte da sind. Ich denke kaum das die Polizei da sitzt und sich freut wie der Innenminister, die werden ziemlich angepisst sein das ganze nicht rechtzeitig abgebrochen haben zu können.

Aber für jemanden für den Polizisten sowieso alle nur Nazis in Uniform sind, ist das natürlich wieder ein gefundenes Fressen.

@ezzendy:

Das die Bewegung das als Erfolg betrachtet, sagt auch viel über ihre politische Situation aus. Die Polizei ist der Staat, der Feind. Also ähnlich wie beim schwarzen Block, aus derselben Begründung. Gewalt gegen Polizisten ist durch den Fakt das ein Polizist ein Stückweit immer “den Staat” und die staatliche Ordnung repräsentiert, auch ein politisches Statement. Das sage ich auch ohne jegliche Bewertung, sondern als ganz nüchterne Einschätzung. Wenn ich lese das sich Linke nach dem 1. Mai damit brüsten “endlich wieder ein paar Drecksbullen verkloppt” zu haben, kann man daraus auch nicht nur bloße Gewalt ablesen. Man tut sich meines Erachtens gerade bei der Bewertung dieses Vorfalls absolut keinen Gefallen damit, das politische nur zum “mittel zum Zweck” zu deklassieren. Die politische Botschaft von den Hooligans/Nazis aus Köln ist hier ziemlich eindeutig.

Ich wollte überhaupt nicht abstreiten, dass diese Aktion im Kern politisch war. Ich muss aber zugeben, dass mein letzter Satz das suggeriert, besonders weil der Post direkt nach dem von ExtraKlaus steht, eigentlich aber nicht direkt darauf Bezug nehmen sollte.

Ich denke nur, dass das politische Ziel für einige/viele dieser Szene bloßer Vorwand ist um zu randalieren. Die gibt es bei den Linken natürlich auch, aber ich würde mal tippen, ganz ohne Statistik oder so, dass der Anteil an gewaltbereiten Menschen die sich selbst als Hooligans bezeichnen sehr hoch ist.

@Skafdir: Die Innenpolitik nimmt sowas natürlich immer wieder zum Anlass nach härteren Gesetzen zu schreien. Das Demonstrationsrecht zu beschneiden wäre allerdings fatal. Das darf nicht passieren.

[QUOTE=ExtraKlaus;383190]Du machst das hier so lächerlich, dabei ist es ganz normal. Schließlich [U]arbeiten[/U] die Polizisten auf den Demos und genauso wie du bei eigentlich jedem noch so kleinen Betriebsunfall (Wie das Schneiden an einem Stück Papier) das der Berufsgenossenschaft und dem Betriebsarzt melden musst, ist es auch bei Polizisten.
Das hat nicht nur statistische, sondern auch arbeitsrechtliche Gründe und Polizisten setzen sich bei Missachtung dieser Richtlinien und doch einer schwereren Verletzung, die sich erst später herausstellt, durchaus der berechtigten Frage aus, warum man das denn nicht gemeldet hat.[/QUOTE]

Man hat das gefühl du hast den Rest nicht gelesen. Skafdir sagt exakt das selbe. Nur betont er eben, dass dadurch die Statistiken so absurd ausfallen.

[QUOTE=ExtraKlaus;383190]Verharmlosend ist die Behauptung, das dies überhaupt nicht politisch motiviert wäre denn das wäre einfach quatsch![/QUOTE]

Mir ging es in dem Post nicht darum ihnen die politische Motivation abzusprechen. Mich störte es einfach, dass du hier ohne Probleme ihnen eine politische Motiation zuschreiben kannst, wärend du jeden linken Demonstranten als einen unpolitischen Randalierer bezeichnest, der eigentlich nur Bullenschweine killen will.

[QUOTE=ExtraKlaus;383190]Nur ein Idiot macht der Polizei dann den Vorwurf, das wäre irgendwie Absicht gewesen oder ähnlicher Klamauk. Auch wenn einige das ja schon wieder dazu instrumentalisieren völlig falsche Schlüsse über die Polizei zu ziehen.[/QUOTE]

Die einzigen die hier zur Zeit etwas instrumentalisieren sind die Innenminister. Statt der Konsequenz etwas gegen Rechtsextremisten [B]und[/B] Salafisten zu tun, sollen Grundrechte eingeschränkt werden oder es wird einseitig betont nun mehr gegen Salafisten tun zu wollen.

[QUOTE=ExtraKlaus;383190]Gerade wenn man sich die lächerlichen Demos der Nazis in den letzten Jahren mal anguckt, wo die Polizei eher die Nazis vor den Antifaschisten beschützen musste, weil die drei zu eins überlegen waren von der Anzahl her[/QUOTE]

Drei zu eins wären wohl noch eindeutig zu viele Nazis. Warst wohl nicht bei vielen anwesend, oder? Hat insbesondere damit zu tun, dass jedes mal linke mobilisiert haben und nicht durch ein paar wunderschöne Lichterketten. Die Nazis sind es mittlerweile einfach Leid zu zehnt eine Kundgebung abzuhalten, wärend drum herum 500 Antifaschisten stehen. Gerade deshalb ist diese Demonstration so gefährlich gewesen. Sie hat gezeigt, dass sie durchaus wieder Gehör finden können.

[QUOTE=ExtraKlaus;383190]Bisher, und das muss man zur Einordnung sich auch nochmal in Gedanken rufen, war das rechtsradikale Gewaltpotential eher weniger auf Demonstrationen selbst zu finden , wo wie schon oben gesagt mehr Gegendemonstranten anwesend waren als Rechte.[/QUOTE]

Da hast du Recht.

[QUOTE=ExtraKlaus;383190]Also ähnlich wie beim schwarzen Block, aus derselben Begründung. Gewalt gegen Polizisten ist durch den Fakt das ein Polizist ein Stückweit immer “den Staat” und die staatliche Ordnung repräsentiert, auch ein politisches Statement.[/QUOTE]

Da kommt wieder deine Eindimensionalität. Der schwarze Block mag vielleicht auf Demos wie eine einheitliche Masse wirken, ist sie aber nicht. Es gibt innerhalb der Linken immer wieder heftige Debatten über Gewalt gegen Polizisten und Gewalt im Allgemeinen. Nur eine Minderheit spricht sich für Gewalt im Allgemeinen oder im speziellen gegen Polizisten aus. Insbesondere nach der Roten Flore gab es diese Debatten, welche auch damals schon mehrheitlich gegen Gewalt waren. Auch innerhalb des schwarzen Blocks ist die Meinung zweigeteilt. Ich kenne einige die da öfter mit dabei sind (und ich war es auch schon) und weiß von manchen (und mir), dass sie (und ich) niemals Gewalt anwenden würden und diese auch ablehnen.
Und dies Unterscheidet Linke von Rechten. Rechte sind von Grund auf Menschenfeindlich, wegen ihrer Ideologie. Ausländer/Schwarze/Juden sind weniger Wert und so wird von den meisten auch die Gewalt gegen diese begründet. Ob diese legitim ist steht dort garnicht zur Debatte.

Jetzt mal ehrlich Hooligans verkloppen Polizisten, das ist ja was ganz neues. Hitlergruß?
Klingt nach nen Normalen Fußballspiel in Deutschland. Mehr Bullen als echte Fans unterwegs.

Normalerweise verkloppen sie die Bullen, weil sie die anderen Fans beschützen, wollen, Großteils ebenfalls besoffene Hools, mit den selben IQ (knapp unter Zimmertemperatur). Jetzt die Salafafisten, hat sich nix geändert selbes Kaliber.

Statt Demos sollte man vlt auch öffentliche Fußballspiele verbieten. :roll:

Nun haben sie neue Gruppe gefunden mit der sie sich kloppen wollen. Ich finde das sollte organisierter ablaufen. Alle ins Fußballlstadion rein, Tür zu, Eintritt verlangen und wer noch als letzter steht, darf wiederkommen.

[QUOTE=menag;383204]wärend du jeden linken Demonstranten als einen unpolitischen Randalierer bezeichnest, der eigentlich nur Bullenschweine killen will.[/QUOTE]

Das stimmt so ja auch nicht. Ich habe auch in dem Beitrag geschrieben das es ebenso eine politische Dimension hat, weil die Polizei halt auch den Staat repräsentiert. Und natürlich gibt es einige die das nicht nur als Grund vorschieben sondern ernst meinen. Auch bei Linksextremisten.

[QUOTE=menag;383204]Die Nazis sind es mittlerweile einfach Leid zu zehnt eine Kundgebung abzuhalten, wärend drum herum 500 Antifaschisten stehen. Gerade deshalb ist diese Demonstration so gefährlich gewesen. Sie hat gezeigt, dass sie durchaus wieder Gehör finden können.
[/QUOTE]

Richtig. Genau das habe ich gemeint. Und gerade weil man davon ausgeht das 10 Nazis auf so einer Demo auftauchen und nicht so viele, hat man wohl auch so wenig Polizisten auf Bereitschaft gehabt. Andere Demos, wie z.b. 1. Mai sind ja überhaupt kein Vergleich, weil sich sowohl Demonstranten und Randalierer wie die Polizei Wochen darauf vorbereitet. Darauf war die Polizei nicht vorbereitet.

[QUOTE=menag;383204]Und dies Unterscheidet Linke von Rechten[/QUOTE]

Da gibt es überhaupt keinen Unterschied. Natürlich hört das keiner gerne, aber Links- und Rechtsextremisten sind fast dasselbe. Wer Gewalt vorzieht um eine Meinung zu vertreten ist ein Haufen scheiße, da ist es völlig egal ob man linker oder rechter ist. Das ist meine Meinung dabei. Da braucht sich keiner einzubilden was besseres zu sein weil der eine Rassismus als Begründung vorschiebt oder nicht.

[QUOTE=ExtraKlaus;383207] Und gerade weil man davon ausgeht das 10 Nazis auf so einer Demo auftauchen und nicht so viele, hat man wohl auch so wenig Polizisten auf Bereitschaft gehabt. [/QUOTE]

Durch einige Fußballspiele mit “Problemfans” waren die eigentlich auf Bereitschaft stehenden Polizisten zudem schon anderweitig gebunden. Da hätte man wieder über die Nachbarbundesländer was organisieren müssen und das ist bei “normalen” Demos ja eher unüblich.

[QUOTE=ExtraKlaus;383207]Da gibt es überhaupt keinen Unterschied. Natürlich hört das keiner gerne, aber Links- und Rechtsextremisten sind fast dasselbe. Wer Gewalt vorzieht um eine Meinung zu vertreten ist ein Haufen scheiße, da ist es völlig egal ob man linker oder rechter ist. Das ist meine Meinung dabei. Da braucht sich keiner einzubilden was besseres zu sein weil der eine Rassismus als Begründung vorschiebt oder nicht.[/QUOTE]

Das zeigt mir, dass du es nicht verstanden hast. Extremismus bedeutet nicht grundsätzlich Anwendung von Gewalt. Ein friedlicher Kommunist oder Anarchist ist mir ziemlich egal. Er bedroht niemanden und lässt alle leben. Anders bei Rechtsextremen. Rechtsextremismus ist allein auf Grund der Ideologie Menschenfeindlich und deklassiert ganze Menschengruppen, wodurch Gewalt gegen diese rechtfertigt wird.

Plus sind in der Praxis die Gewaltqualitäten sehr unterschiedlich.

[QUOTE=ExtraKlaus;383207]Und gerade weil man davon ausgeht das 10 Nazis auf so einer Demo auftauchen und nicht so viele, hat man wohl auch so wenig Polizisten auf Bereitschaft gehabt. [/QUOTE]

Nicht ganz so, man hat ja schon mit ca. 1500 Demonstranten (=Hools) gerechnet, das ist schon nicht wenig. Dass es dann 2- oder sogar 3-mal so viele waren hat dann die Polizei überfordert. Da fehlten Informationen: die Hools haben sich wie üblich im Vorfeld, gut vernetzt wie sie sind, abgesprochen, und ihre Kräfte in Köln zusammengezogen - anders als die Polizei in diesem Fall. Und das wäre imo der richtige Ansatz: z.B. die sozialen Netzwerke zu beobachten, die NSA hilft doch bestimmt gern mit Informationen aus, wenn die Deutschen nett fragen. :ugly

[QUOTE=ExtraKlaus;383207]
Da gibt es überhaupt keinen Unterschied. Natürlich hört das keiner gerne, aber Links- und Rechtsextremisten sind fast dasselbe. Wer Gewalt vorzieht um eine Meinung zu vertreten ist ein Haufen scheiße, da ist es völlig egal ob man linker oder rechter ist.[/QUOTE]

Gerne würde ich nicht sagen, aber ich stimme insofern zu: bei Gewalt ist es mir auch völlig latte, welche “guten Absichten” angeblich dahinterstecken, mit denen bekanntlich der Weg in die Hölle gepflastert ist.

Der schlimmste Hool / Radikalinski / Salafist ist in diesem Fall allerdings NRW Innenminister Jäger, der sich schon bei der “Aufklärung” der Katastrophe bei der Love Parade imo nicht mit Ruhm bekleckert hat. Ein law-and-order-Typ ohne Fortune, der beweist, dass man nicht rechts- oder linksextreme Parteien bzw. Gruppierungen, religiöse Fanatiker oder dgl. braucht, um den demokratischen Rechtsstaat und die Grundrechte zu torpedieren. Die SPD tut’s auch.

@Scumdog Gewalt hat eine Qualität? Erzähl mal :ugly

@Scumdog:
In meiner Wahrnehmung tun die sich beide nicht viel. Steine, Feuerwerk und Vandalismus wird doch von allen genutzt. Dazu müsste man aber mal die Demos beider Seite in vergleichbarer Größe betrachten. Hast du da was an Nachweisen?

@Corbeau:
Die Zahl der Anmeldungen hat zur Zahl der Hools gepasst, da braucht man keine NSA. Das war einfach eine falsche Einschätzung, weil die Verantwortlichen vermutlich dachten, das geht in die Richtung der typischen Pro-Köln Demo, wo die Anmeldezahlen immer deutlich gepusht wurden.
Das ist jetzt einmal passiert und halbwegs gut ausgegangen. Von Versagen würde ich erst sprechen, wenn jetzt nicht angemessen auf die aktuellen Entwicklungen reagiert wird.

[QUOTE=Mindflare;383215]@Scumdog:
In meiner Wahrnehmung tun die sich beide nicht viel. Steine, Feuerwerk und Vandalismus wird doch von allen genutzt. Dazu müsste man aber mal die Demos beider Seite in vergleichbarer Größe betrachten. Hast du da was an Nachweisen?[/quote]

Du hast recht, auf den Demos nimmt sich das nicht viel.
Ich meinte eher die ausserhalb von Demonstrationen auf die jeweiligen Feindbilder gerichtete Gewalt - Faschos schlagen schon mal einen “Kanaken” tot, während linke vornehmlich Sachen kaputt machen.
Wann hat der militante Flügel der Antifa zuletzt jemanden ermordet?

@Mindflare Das mit der NSA war natürlich nur ein Witz. In der Tat hatte die Polizei mit ca. 1.500 gerechnet, obwohl der Veranstalter im Vorfeld von 5.700 Anmeldungen sprach, sieht man z.B. hier.
Was ich meine: man hätte die tatsächlichen Bewegungen beobachten müssen, und nicht einfach davon ausgehen, dass da “eh wieder nicht so viele kommen”, wie man es offensichtlich gemacht hat.
Die Krone setzt dem aber der imo völlig inkompetente Innenminister Jäger auf :mad:

NRW-Innenminister Ralf Jäger verteidigte das Konzept der Sicherheitskräfte jedoch: Die Polizei habe bei mehr als 7000 Online-Anmeldungen zu der Kundgebung mit etwa 4000 Teilnehmern gerechnet, sagte er im ZDF-“Morgenmagazin”. Diese Einschätzung sei “ziemlich präzise gewesen”, das Konzept habe funktioniert.

Ja - genau wie bei der Love Parade, wo er zwar noch nicht verantwortlich war (er kam 10 Tage danach frisch ins Amt), aber dennoch sofort wusste: die Polizei hat alles richtig gemacht. Was für ein… toller Politiker. Moment hat er denn da nicht grad[-] offen gelogen[/-] etwas anderes gesagt, als der Pressesprecher der Polizei kurz vor der Demo?
Zudem: wenn das Konzept so toll funktioniert hat, worüber reden wir dann hier? Ach ja: Demos abschaffen, dann braucht man gar kein Konzept. Mein Fehler.

Der Verfassungschutz hatte nen Auge drauf, das erklärt natürlich die Überraschung.

Nettes Zitat.

… Aber es ist im Moment nach der Einschätzung der Sicherheitsbehörden keine rechtsextreme, sondern eine gewaltbereite Hooligan-Szene

Ja den alles nich so schlimm.

[QUOTE=Wayfarer;383237]Nettes Zitat.

… Aber es ist im Moment nach der Einschätzung der Sicherheitsbehörden keine rechtsextreme, sondern eine gewaltbereite Hooligan-Szene

Ja den alles nich so schlimm.[/QUOTE]

Jap. es gibt ja schließlich auch keinen Rechtsterrorismus. Nur die Linken sind böse.

Die böse manipulative Systempresse hat wieder zugeschlagen! Moment, wohl doch nicht.

Gefunden auf der Facebookseite von Rayk Anders

Achtung Bullshit! https://www.google.co.uk/search?q=pi+news+lügen+tsunami+gegen+globalisierungsgegner

Schade daß diese Woche kein Netzprediger ansteht.

PS.: Selbst wenn die “aufrechten verfassungstreuen Bürger” das Horst Wessel Lied singen würden, wären es für die PI-Hetzer auch keine Rechten. Aber ja, die SA marschiert wieder…

Ist PI nicht diese Seite, wo die Kinder alle Bernd heißen? :x