Nächster Gast in VETO: Uwe Wicha

Uwe Wicha ist Drogenexperte und Leiter der Suchtklinik „Alte Flugschule“ in Sachsen.
Er steht der von der Ampelkoalition geplanten Freigabe von Cannabis kritisch gegenüber und hält es für einen Fehler.
Ein spannender Gast - teilt hier bitte bis Sonntagabend eure Fragen und Anmerkungen zum Thema mit.

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Vielleicht als kleine Einstimmung auf das Thema und den Gast:

Ich bin bezüglich der Freigabe auch kritisch, vor allem weil ich ein bisschen Angst habe, daß zukünftig zu den ganzen alkoholisierten Irren auch noch die Bekifften auf den Straßen rumwuseln.
Mittlerweile arbeite ich im ÖPNV und mir reichen schon die paar, die sich um nichts scheren und sich deshalb bereits jetzt offen bekifft im öffentlichen Raum bewegen.

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Wie steht der Gast dazu, dass unverhältnismäßig viele Polizeikapazitäten für die Verfolgung von geringen Menge Cannabis aufgewendet werden

Du scheinst von Cannabis überhaupt keine Ahnung zu haben. Also ein Bekiffter wuselt nicht auf der Straße rum, sondern chillt wie eher zu Hause auf der Couch, zockt, hört Musik, schaut Filme und schaufelt sich dabei eine Packung Chips und anschließend eine Tafel Schokolade rein. Keine Ahnung, was du da für ein Bild von solchen Leuten im Kopf hast.

Und wie willst du überhaupt feststellen, ob jemand bekifft ist? Einem Betrunkenen sieht man es direkt an, bei einem Bekifften kannst du das nicht unbedingt. Gerötete Augen sind jedenfalls kein Indiz dafür und ein auffälliges Verhalten legt so jemand in den allermeisten Fällen auch nicht an den Tag. Und gewaltbereit und auf Krawall gebürstet sind solche Leute schon Mal gar nicht.

Entweder hast du den letzten Satz nicht gelesen oder nicht richtig verstanden…

Fakt ist, dass mir ständig irgendwelche Freaks vor die Bahn latschen, die vorher an der Ecke merkwürdige Stängelchen mit markantem Geruch geraucht haben (das war ironisch).
Und 50t hält man nicht eben so an wie einen PKW.
Aber sei es drum. Wenn du meinst, es gäbe kein Problem mit den ZUSÄTZLICH zu den Betrunkenen auftretenden Bekifften, kann ich daran nicht so recht glauben. Jedes Rauschmittel stellt ein Problem dar, wenn die Nutzer anschließend im öffentlichen Raum agieren.
Dass die Cannabis-Raucher nach deiner Einschätzung eher zuhause „chillen“, liegt vielleicht auch daran, dass der Besitz bisher strafbar war und daher eher in privatem Umfeld konsumiert wurde.

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Sorry, ich kapere gerade mal den Thread für ein Kleines-OT.

:+1::partying_face:

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