Mediendiskussion um Sarah-Lee Heinrich

Und was mir dazu auch noch einfällt ist, dass es mir so vorkommt, dass Afrika für Sarah-Lee Heinrich nur Projektionsfläche diffuser Bedürfnisse zu Wünsche ist. Denn wenn sie meint, dass in Afrika nette Menschen leben, die nicht rassistisch sind, dann kennt sie leider die Geschichte und Vorkommnisse auf dem Kontinent nicht. Hier wäre als das wohl schlimmste Ereignis der Völkermord in Ruanda zu nennen.

Da schlachteten die Hutus die Tutsis ab. Beides wohlgemerkt Mitglieder der fiktiven POC-Community. Oder man schaue sich einfach mal an, wie Leute die von südlich der Sahara kommen in Nord-Afrika so behandelt werden.

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In den Köpfen von Sarah-Lee & Co. ist an solchen Konflikten und Massakern stets der weiße Mann schuld. Der ist für PoC-Gläubige das Äquivalent zur biblischen Figur des gehörnten Höllenfürsten. :smiling_imp:

Solcherlei Argumentation erlebt man aus diesem Milieu durchaus. Da wird dann gesagt, dass die ganzen Konflikte auf der Welt gar nicht da seien, wäre der Weiße Mann nicht gekommen.

Den Vertretern diese Ideologie fällt dabei gar nicht auf, dass sie damit alle anderen bis auf die Weißen zu Edlen Wilden deklassieren die vorher in einem Naturzustand nach Rousseau wie naive Kinder gelebt hätten und sich nichts sehnlicher wünschen, als in diesen Zustand zurück zu kehren. Das dem natürlich nicht so ist, sieht man daran, dass Araber um 600 rum Spanien erobert hatten, die Türken mal vor Wien standen und Dschngis Khan das mongolische Reich bis an die Grenzen Europas ausgedehnt hatte.

Was mir auch noch auffällt ist folgendes: Wenn Sarah-Lee Heinrich sagt, sie würde mit einem Besen durch Afrika durchgehen und alle Weißen aus Afrika werfen, dann strebt sie ja nichts anderes an, als ethnisch homogene Gesellschaften. Das ist eigentlich genau das, was auch Ethnopluralisten fordern. Könnte dann nicht eigentlich irgendwann eine Rochade stattfinden und Sarah-Lee Heinrich wird zur Frontfrau der Identitären Bewegung und Martin Sellner wird Vorsitzender der Grünen Jugend?

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Wieso? Gibt doch überall Grüppchen dieser Art wie die Mallorca-Auswanderer bei „Goodbye Deutschland“, ich denke VOX zeigt das gut. Und die POC organisieren sich, genauso wie wir zwei Deutsch-Russen mal hatten, die beide deutsch konnten und gegenseitig angefangen russisch zu sprechen. Die Vietnamesen treffen sich auch mehr untereinander. Also es gibt schon verschiedene Gruppen, wobei halt die POC die sind, die am lautesten öffentlich schreien.

Was mir immer noch nicht sagt, wer diese POC sein sollen?

People of Color = Also Schwarze

Ne, das ist nicht die Bedeutung. Sonst gäbe es nicht Begriffe wie BPoC oder BIPoC.

Hmmm… sagen wir mal so: Gerade bezüglich Afrika wurde mir vor Jahren schon eine Statistik zugespielt, aus der hervor geht, dass die Sterblichkeit von Afrikanern während der Kolonialisierung runter ging - und danach wieder hoch.
Grund: Sklaven als Arbeitskräfte waren zu wertvoll um sie zu töten.
Die Stammeskriege davor/danach hatten diesen Grund nicht.

Das ist zwar keine Rechtfertigung für die Sklaverei und den Kolonialismus - zeigt aber schön das eindimensionale und letztendlich auch rassistische Denken als „Schwarze sind die besseren Menschen“.

Das kommt noch dazu!

Nein damit werden eigentlich alle „Nicht-Weißen“ zusammengefasst. Also alle Menschen mit einer nicht-weißen Hautfarbe bzw. Herkunft.

Das finden Vertreter der jeweiligen ethnischen Gruppen oft auch gar nicht so toll, dass sie alle in einen Topf geworfen werden. Denn die unterschiedlichen Gruppen haben auch unterschiedliche soziale und gesellschaftliche Probleme.

Generalisiert von PoC zu sprechen empfinden viele der Betroffenen also gar nicht unbedingt als Fortschritt.

POC = nicht weiß, also nicht kaukasisch. So schwierig ist das nicht herauszufinden.


Dieser ganze Rummel um diese „Wo kommst du her?“ Frage lässt sich doch eigentlich mit wenigen Worten beenden. Natürlich ist diese Frage prinzipiell OK. Es wurden hier schon einige Beispiele dazu genannt.

Ich kann dem noch hinzufügen, wie das in den USA läuft — da wo die ganzen pösen Begriffe wie POC und Identiätspolitik herkommen: Da dort so ziemlich jeder ein Einwanderungskind der X-ten Generation ist, ist man generell stolz auf die eigene Familiengeschichte und aus welchem Land die Eltern ursprünglich herkamen. Die „Wo kommst du her?“ Frage wird dann oft mit dem „Herkunftsland“ beantwortet, auch wenn das schon viele Generationen zurückliegt.

Ob man sich an der Frage stört oder nicht, lässt sich doch ganz einfach damit erklären, ob die Frage abwertend gemeint ist oder nicht. Ob die Frage suggeriert, dass man trotzdem vollwertiges Mitglied der Gesellschaft ist oder nicht. Bei diesen Diskussionen (egal aus welcher Richtung) wird immer so getan, als spielt dieser Aspekt keine Rolle. Als ob man diese Frage immer stellen dürfen sollte, oder nie.

Sei kein Arsch. Feddich.

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Bist du Amerikaner/in?

Nein.

Sehe ich genauso. Solange man diese Frage freundlich und aufgeschlossen stellt, habe ich kein Verständnis dafür, dass man das als „rassistisch“ oder „abwertend“ empfindet.

Natürlich gibt es Betonungen und Implikationen die diese Frage rassistisch machen können. Mit abwertendem Ton, Blick, Geste, etc. kann es zu einer beleidigenden Frage werden.

Aber es gibt ja auch Menschen, die die freundliche Variante rassistisch finden. Und dafür habe ich absolut NULL Verständnis. Wenn jemand so aussieht, dass er nicht aus dieser Region kommt, dann nimmt man das zwangsläufig war. Das ist ganz normal. Wenn ich im Urlaub bin bekomme ich diese Frage auch häufig gestellt. Aber ich bin noch nie auf die Idee gekommen, mich daran zu stören.

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In welchem Jahrhundert und in welchem Dorf lebst du bitte?

Es geht nicht um: man würde es hören, das ist was anderes. Es geht um: was wäre, wenn du da geboren wärst, du einwandfreies Japanisch sprichst und die Leute dann doch immer wieder fragen?

Man hört ja wie du selbst sagst typischerweise, ob jemand Muttersprachler ist. Keine Ahnung, warum hier so getan wird als würde man die Frage im luftleeren Raum stellen.

Ja und welchen Bezug hast du dann zu den USA, dass du uns hier aufklärst, wie es da so läuft? Ich hab zumindest die Erfahrung gemacht, dass die sehr sparsam mit dieser Frage sind, eben weil erstmal jeder Amerikaner ist.

:man_facepalming:

Du meinst es kommt darauf an, ob man in irgendeinem Dorf lebt? Du willst mir also sagen, dass wenn du jemanden triffst, der z.B. afrikanische oder asiatische Merkmale hat, dir dann denkst: Jep, eindeutig ein Oberbayer? :crazy_face:

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Das war mal Luschtig. In der Volksmusik. Und Takeo Ischi hat sich davon die Brötchen leisten können.

Das hat aber eben nur funktioniert, weil es diverse Klischees gab und gibt. Und nein, er macht nur Schuhplattler…

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Der Axel Reitz hatte eine sehr lange Diskussion mit einer dunkelhäutigen zum Thema.

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Ich denke nicht, dass VOX in einer ausschließlich zur Unterhaltung gedachten, sicherlich stark gescripteten Serie gut zeigt, was in der Realität passiert. Genauso wenig wie „White Lotus“ das zeigt. Solche fiktiven/gecripteten Serien zeigen bestenfalls winzige Teilchen der Realität. Im Fall von VOX werden die Teilchen präsentiert, die den größten Unterhaltungswert versprechen. Im Fall von „White Lotus“ werden die Teilchen aufbereitet, die dem linken Zeitgeist entsprechen.

Beides bietet unterm Strich einen sehr zynischen Blick auf die Welt, weil wir zum Erfüllen des Serienziels permanent Protagonisten gezeigt bekommen müssen, die eigentlich nur noch auf ihre negativsten Eigenschaften reduzierte Karikaturen sind. Ich würde demnach nie auf die Idee kommen, solche Serien als ernsthaftes Argument heranzuziehen. Für dich scheint das aber tatsächlich Teil deiner Alltagsrealität zu sein. Was es mir wiederum leider etwas schwer macht, deine Argumente ernstzunehmen.

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Es ist lediglich ein Ansatz.

Und welchen Mehrwert soll ein so weit gefasster Begriff haben?

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