Wenn man sich an der Begrifflichkeit stört: Du stellste eine Behauptung auf! Beweise dieses!
Kannst du nicht, gelle? Wo wir beim gl. Ergebnis wären. Ihr seid echt ein paar Knaller
Warum unterschlägst Du eigentlich Punkt 2 im Duden, marwie?
(in der dialektischen Argumentation) Behauptung, der eine Antithese (1) gegenübergestellt wird
Tut sie das wirklich oder ist das mehr ein Pauschalempfinden? Die beste musikalische Komposition hat gewonnen. Die Schweiz hat den Preis für die beste Komposition erhalten, gewählt von den teilnehmenden Komponisten.
Fünfter beim Publikum mit nur einem Punkt Unterschied zum 4. Platz beim Publikum.
Schweiz ist auch der aus meiner Sicht beste musikalische Beitrag gewesen. Und die Leistung von Nemo auf der Bühne war gigantisch. Voll abgeliefert.
Da das ein Musikwettbewerb ist, habe ich alles Nebensächliche ausgeblendet bei der persönlichen Bewertung.
Das stimmt, das war eine gute Nummer und führte möglicherweise dazu, dass das Vereinigte Königreich als Nummer 2 als Vertretung der Ukraine das Gastgeberland sein durfte.
Ja, die Vermutung/These taucht über die letzten 15 Jahre immer wieder mal auf. Aber da muss man sehr vorsichtig sein und wirklich alle Lieder des jeweiligen Jahres unter die Lupe nehmen - musikalisch.
Denn es kam schon mehrmals vor, dass ich zunächst einige Siegerlieder persönlich abgelehnt und furchtbar fand, nur um später zu realisieren, dass ich mich gar nicht wirklich mit der Musik auseinandergesetzt habe und der musikalischen Leistung. Folglich bin ich später mal zur Erkenntnis gekommen, dass mein Eindruck von der äußeren Wahrnehmung oder einem kollektiven Echo fehlgeleitet wurde und dann doch der musikalisch beste Beitrag gewonnen hat. Seit dem versuche ich diesen Fehler zu vermeiden, in dem ich entweder so gut es geht versuche die Titel aufmerksam und mehrmals zu hören bzw. den Wettbewerb aufmerksam zu verfolgen oder aber in dem ich mich meinen ersten Eindruck kritisch konserviere, wenn ich mal den Wettbewerb nicht aufmerksam verfolgt habe um dann irgendwann später einmal wenn ich die Zeit und Lust habe ein richtiges Urteil bilden zu können.
Das mal als meine Erfahrung aus meiner Sicht. Natürlich ist es öfters vorgekommen, dass nicht die beste Komposition oder der beste Song gewonnen hat. Das kann man auch gut an dem vergebenen Marcel-Bezençon-Preis – Wikipedia vergleichend sehen. Da es einen Live-Auftritt mit Bühnenbild, Akteuren und Showeffekte gibt, wirkt das alles natürlich zusätzlich mit bei der Bewertung.
Ich glaube eher um einen Musikwettwerb? Der Gesang wäre eher DSDS z.B. Der Gesang spielt natürlich eine wichtige Rolle bei der Bewertung, gerade die Jurys achten darauf, ob der Interpret live abliefern kann und was er leisten kann. Den Siegerpreis am Ende nehmen aber die Komponisten mit nach Hause und nicht der Interpret, wenn es unterschiedliche Personen sind. So ist die Regel.
Inwiefern sagen die Charts etwas über musikalische Qualität aus? Und überhaupt: was ist musikalische Qualität?
Ist es nicht eigentlich naheliegend, dass der ESC nur einen geringen Einfluss auf die Charts hat? Es wäre doch sehr seltsam, wenn nach einem ESC die Charts von ESC-Liedern dominiert würden in Anbetracht der musikalischen Konkurrenz. Und den Hype um den ESC darf man nicht überbewerten. Das ESC-Finale hatte zwar einen Marktanteil von 36 %, was heutzutage sehr gut ist, aber dieser extrapolierte Wert steht ja in keiner Relation zu tatsächlichen Musikhörern, die die Lieder direkt in ihre Playlists packen oder Downloads kaufen.
Hat der ESC und ehemals Grand Prix Eurovision de la Chanson! einen Anspruch drauf „charttauglich“ zu sein?
Die Veranstaltung ist per Definition eine eigene Veranstaltung / ein interner Schlagerwettstreit. Hat mit den Charts also exakt NULL zu tun. Ob Lieder dann daraus charttauglich werden ist eine andere Frage…
Manche haben hier eine Vorstellung die wieder mal vollkommen krude und unsinnig ist.
Ich habe mich hier auch bei einigen kritischen Beiträgen die seit dem letzten ESC verfasst wurden gefragt, warum ständig mit Charts und Ähnlichem hantiert wird bei der musikalischen Bewertung.
Ich höre heute noch zig Lieder vom ESC nach zig Jahren tausendmal lieber als den Radiomüll, der sich in Dauerschleife totläuft. Ich höre Musik bewusst und nicht um mich im Hintergrund davon berieseln zu lassen. Der Erfahrung nach sind immer paar kleine Juwelen dabei, die aus der Masse des Wettbewerbes herausstechen. Und die müssen auch gar nicht hoch platziert sein und trotzdem gut.
Eben. Dass manche verkennen oder bewusst übersehen, dass das hier ein Wettbewerb ist, der unter künstlich hergestellten Bedingungen veranstaltet wird. Als erstes springen doch die Limitierung auf praktisch exakt drei Minuten ins Auge. Warum sollte sich ein Künstler bei der Herstellung seines „Werkes“ auf eine fast exakte Minutenangabe zwingen wollen, wenn er nicht an so einem Wettbewerb teilnehmen möchte. Allein dadurch entstehen musikalische Veränderung in der Gestaltung der teilnehmenden Lieder.
So etwas wie Bohemian Rhapsody, das als herausstechendes Meisterwerk gilt, wird folglich nicht Teil vom ESC sein können. Allein wegen der Regeln des Wettbewerbes.
Ja. Einige liefen oft im Radio.
Hast du Beispiele, wenn du an „etwas wirklich (!) Beeindruckendes“ denkst. Nur um etwas konkret vor Augen zu haben.
Finde ich eine bedenkenswerte Kritik. Taylor Swift höre ich persönlich nie, sodass ich keinen ihre Songs benennen könnte, noch sagen könnte, warum sie so musikalisch erfolgreich sei. Vielleicht finde ich ihre Musik auch nicht ansprechend, wodurch sie mich nie bewusst erreicht hat. Warum das also wie du sagst eher gespielt wird, als interessantere ESC-Beiträge, liegt wohl an der berühmt-berüchtigten, in unseren Kreisen eher verpöhnten „Radiotauglichkeit“ oder unterhaltungsindustriellen Amerikanisierung?
Alles? Ist dem so? Ich würde das nicht für alle Beiträge behaupten wollen. Oder kannst du das noch ausführen, damit ich das besser nachvollziehen kann. Weil behauptest du, dass es prozentual im ESC musikalisch dünner sei, als außerhalb dessen? Welchen Wert hätte diese Behauptung, wenn man zum Schluss käme, dass es auf der ganzen Welt musikalisch „alles einfach nur dünn“ wäre, was quantitativ veröffentlicht wird?