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Klimawandel und Klimaskeptiker

#1

Da mir @Baru erlaubt hat den Klimawandel/Klimaskeptiker Thread neu aufzumachen werde ich das jetzt mal machen. (Ich hatte das schon mal aufgemacht,m doch dann wurde der wieder gelöscht weil das zu der zeit bei kurz kommentiert diskutiert wurde)

Leider erfordert die Erstellung eines Threads auch das ich meine eigene Meinung kundtue, die ich gar nicht so wirklich habe. Alles was ich dazu in diesem Zusammenhang sagen möchte ich: Wir sollten nicht in Panik verfallen. Ich finde die Zeit ist besser angelegt, wenn wir uns Gedanken darüber machen wie man die Küsten in der Zukunft Schützen, und ein einigermaßen sicheres leben, inklusive der Lebensmittelversorgung sicherstellen können. Bis China oder die USA einlenken etwas am CO2 Haushalt zu verändern ist es eh zu spät, oder (wenn die Skeptiker recht haben) bringt es sowieso nichts. Deswegen sollte man sich doch eher darauf vorbereiten was die folgen sein können und sich frühzeitig anzupassen. In den Niederlanden, (Die ja ohne vernünftige Deiche auch ohne Klimawandel nur noch von Fischen bewohnt werden würden) Baut man beispielsweise Schwimmende Häuser.
Außerdem verdrängt dieses Thema andere Umweltthemen und nimmt auch bizarre Züge an, wie zum Beispiel das man mit dem Treibstoff E10 Nahrungsmittel für das Autofahren verwendet. Oder die „Abwrackprämie“, Wo doch jeder weiß das die Herstellung und Verschrottung eines Autos unglaublich energieintensiv ist, und das Reparieren für die Umwelt immer besser ist als neu machen. Oder das durcheinanderwerfen von Themen, wie zum Beispiel den Feinstaub. Feinstaub soll angeblich Krebs verursachen, hat aber mit der Klimathematik überhaupt nichts zu tun (es ist ja kein Treibhaus Gas, sondern ein Feststoff), dennoch denke viele das sie guten Gewissens Gas geben können nur weil sie einen Rußpartikelfilter haben

Und zuletzt noch das Problem das sich die Westliche Gesellschaft (und danach auch alle anderen) vom Öl Abhängig gemacht haben. Es ist aber Gewissheit, das das Öl irgendwann zur neige gehen wird. Die Prognosen wann das soweit sein wird sind zwar bisher alle falsch gewesen, aber das es dazu kommen wird ist sicher. Langfristig dürfte es also besser sein sich darauf in Ruhe und Ohne Panik Vorzubereiten, in dem Man die erneuerbaren Energien ausbaut, und langsam immer weniger Öl verbraucht, bis man irgendwann bei 0 angekommen ist. (Öl ist ja auch ein wichtiger Rohstoff in der Kunststoffherstellung und eigentlich viel zu wertvoll um verbrannt zu werden).
Bei den erneuerbaren Energien muss man allerdings auch wissen das es Verschwendung von Ressourcen in Deutschland Solaranlagen zu bauen, solange die einen so schlechten Wirkungsgrad haben. Deutschland ist ein Land in dem Man am besten auf Windenergie setzt. Es gibt mittlerweile auch kleine Windkraftanlagen für zuhause. Bei Solaranlagen muss noch eine menge geforscht werden. So Lange sind diese eher in Südeuropa oder in Nordafrika besser aufgehoben.

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#2

Da will ich doch noch einmal die Chance nutzen, meine Position auch noch einmal klarzustellen (als pöser Klimaskeptiker).

Klimawandel: Okay, ich bin nicht in der Position einen Klimawandel zu leugnen, wie weit der Mensch jetzt damit zu tun haben mag, kann man nur mutmaßen. Allerdings, und das war eigentlich auch die ganze Zeit mein Standpunkt, wird hier unglaublich übertrieben, polemisiert und diffamiert (Wie man gerade hier im Forum gesehen hat) .
Ich mahne dazu, alles etwas gelassener zu nehmen, und , auch wenn es unbequem ist, die Quellenkritik nicht nur bei der Gegenseite zu suchen. Palaver im Sinne von: Der wurde nur von der Öllobby bezahlt und derartige Verschwörungstheorien tragen kein bisschen zur Sachlichkeit dieser Dabatte bei.

EEG / Öko-Strom:
Hier sieht man einmal, wie verlogen diese ganze Debatte ist. Schon nach Fukushima habe ich mich oft gefragt, was man nun eigentlich machen will. Will man eine sekundäre oder eine primäre Gefahr sehen? Was ist wahrscheinlicher? Das uns ein Atomkraftwerk um die Ohren fliegt (Weil wir hier ja so viele AKWs in Küstennähe und tektonisch gefährlichen Gebieten haben…) oder ob der Klimawandel wichtiger ist.
Aus dieser Prämisse heraus kann ich z.b. keinen so recht ernst nehmen, der gleichzeitig AKWs abschaffen und das Klima retten will: Das wird einfach nicht klappen!
AKWs haben einen Co2-Ausstoß von nahezu 0% und erneuerbare Energien haben noch nicht ansatzweise die Leistungsfähigkeit konventioneller Kraftwerke, zumal hier sehr sehr viele Risiken einfach unter den Tisch geschoben werden.
Dazu kommt noch, das wir z.b. jetzt erst Netzwerke und Netze schaffen, die mit einer dezentralen Energieversorgung umgehen können (Intelligent Grid) und mit der massiven Zunahme von lokalen Anbietern von Strom (z.b. durch Einspeisung von Solaranlagen) , zum Beispiel durch die Schaffung eines virtuellen Strommarktes, um die Anbieter zu entlasten (Die Momentan viel zu viel bezahlen müssen für Solarstrom).

Windkrafträder: Da ich weiß, wie “umweltfreundlich” die Herstellung von WKR ist, sehe ich diese besonders kritisch.
Dazu kommt noch die Nutzung von seltenen Erden aus China (für die Motoren der Turbine) - sehr grün, die Herstellung aus Glaswolle und anderem Zeugs(auch sehr sauber und ungefährlich… ) oder das die Folgen gerade für Tiere (Vögel/Vogelschlag) noch überhaupt nicht durchdacht bzw. erforscht worden sind.
Es gibt bei uns schon seit Jahren Windkrafträder, daher gehören sie bei uns zum landschaftlichen Bild dazu, allerdings sieht das nicht überall gleich aus und nicht überall kann man so viel Platz zu bebauten Gebieten lassen…
Was mich dazu bringt, das psychologische Auswirkungen auch noch nicht durchdacht sind,z.b. durch Schlagschatten.

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#3

Die gesamte Öko-Debatte ist verlogen. Wie ExtraKlaus schon ausgeführt hat, sind Atomkraftwerke eben keine Klimakiller, und sollten deswegen nicht sinnlos abgeschaltet werden, nur weil am anderen Ende der Welt, in einem ausgewiesenen Erdbebengebiet, zufälligerweise eine Sturmflut ein Kraftwerk schwer beschädigte. Die unglaubliche Hetze, die nach diesem Unglück in Deutschland einsetzte, war ohnegleichen in der westlichen Welt. In keinem anderen Land wurde so intensiv Stimmung gemacht wie hierzulande. Man hätte meinen können, dass etwas ähnliches jederzeit bei uns hätte passieren können. Manchmal haben die, die am lautesten brüllen und von sich denken die Mehrheit zu repräsentieren, zum Glück eben nicht die Mehrheit (Stuttgart 21), aber im Fall des Atomstroms waren komischerweise alle Parteien kurz vor der inneren Kernschmelze.

Und was haben wir jetzt? Mehrkosten für die privaten Haushalte in saftiger Höhe und Energieengpässe, die dafür sorgen, dass Atomstrom aus tschechischen Schrottreaktoren importiert werden muss. Schön ist auch, wie oft diese hübschen Windräder als ultimative Heilsbringer angepriesen werden. Komischerweise erwähnt aber keiner der Öko-Futzis, dass jährlich Abertausende geschützter Vögel von diesen Mixern zerfetzt werden. Neulich hab ich auch gelesen, dass irgend so ein politischer “Würdenträger” ein Wasserkraftwerk einweihte, aber dabei nicht zur Sprache brachte, dass ebenfalls täglich hunderte Fische in den Turbinen verenden. Na ja, Fische sterben zum Glück sehr leise! :wink:

Von der Verspargelung der deutschen Kulturlandschaft fang ich mal erst gar nicht an.

Edit: Dieser Beitrag entstand auch unter dem Eindruck der mir heute zugestellten Strom-Jahresendabrechnung.

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#4

Der Begriff “Klimaskeptiker” regt mich alleine schon auf. Das ist wieder mal so ein typischer Begriff einiger Umweltschützer/Umweltverbänden/Umweltindustrie, um die Gegenstimmen ins Lächerliche zu ziehen.
Aber keiner leugnet doch, dass es ein Klima gibt oder dass dieses Schwankungen unterworfen ist. Im Gegenteil. Hört man so manchen “Klimaschützer”, so hat man das Gefühl das Klima wäre immer konstant. In Wirklichkeit haben die Menschen aber einfach nur Glück gehabt, dass das Klima so lange so außergewöhnlich lange relativ konstant und gemäßigt war.

Die Klimadiskussion ist aber die größte Volksverdummung, die zur Zeit im Gange ist. Anscheinend ist heute jedes Mittel recht “für einen guten Zweck” (so wird es einem zumindest weisgemacht) den Menschen dumm zu halten. Man kann ja kaum noch Klimaforschung und Esoterik auseinander halten. Und sieht oder hört man so manchen Beitrag aus dem Fernsehen oder Radio möchte man einfach nur in die Tischkante beißen. Es ist nämlich schon erstaunlich, dass für alles negative die Klimaerwärmung schuld ist (und hier ist die Phantasie wirklich stark ausgeprägt), ist aber mal etwas normal, dann ist es eine Ausnahme, die man nicht auf das Klima schieben kann.

Und klar, dass sich darum eine riesige Industrie aufgebaut hat. Hier steckt viel dummes Geld drin. Wenn man Beispielsweise bis zu 15fache ausbezahlt bekommt, als was etwas wert ist, dann ist es doch klar, dass viele daran festhalten wollen, für den Umweltschutz versteht sich. :roll: Photovoltaik hat kaum einen Nutzen, dafür geben wir aber am meisten Geld aus. Und das alles für den Umweltschutz.
Auch irrsinnig, dass der Umweltschutz es möglich macht, dass Autos mit Batterien fahren sollen. Das Auto fährt ja ohne CO2 Ausstoß… hört man zumindest immer wieder. Oder es werden in einem Auto zwei Motoren eingebaut, weil es ja so umweltschonend ist, viel Gewicht mitzufahren. :roll: Dass dann ein guter Verbrenner weniger Verbrauch hat interessiert dann keinen mehr, im Gegenteil, die Firmen die solche effizienten Verbrenner entwickeln werden dann sogar noch beschimpft.

Und wenn ich dann noch sehe, wie der ZDF-Klimaexperte betroffen in die Kamera winselt, aber selbst mit den Politiker halb um die Welt fliegt, dann hat das schon eine gewisse Ironie.

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#5

Ich sage aber trotzdem das man darüber nachdenken kann ob man nicht auf jede straßenlaterne einen vertikalrotor stellt, So wie das in London auf dem Olympiagelände gemacht wurde. http://de.wikipedia.org/wiki/Vertikalrotor_(Windturbine). Mehr strom als die Laterne braucht Produziert das auf jeden fall und es wäre ja schon gut wenn man hier und da einige einsparungen vornehmen kann.

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#6

Natürlich! Es ist ja auch keinesfalls so, das diese erneuerbare Energien falsch oder verkehrt sind. Nur der Wandel findet unüberlegt, überhastet und gründet aus einem Ereignis, welches tausende Km von hier entfernt geschehen ist.
Und genau das ist der Punkt. Und viele wollen auch einfach nicht sehen, wie viel Geld da aus der Panik der Menschen gezogen wird.

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#7

Meiner bescheidenen Meinung nach können wir den Dreck nicht schnell genug abschalten. Jeden Tag wird dafür neues radioaktives Material benötigt welches wir anschließen irrsinnig lange lagern müssten ohne überhaupt zu wissen wie wir das denn machen sollen.

Wenn man die Kosten dafür den Energieversorgern aufdrücken würde und nicht dem Staat wie bisher bräuchte es auch keinen gesetzlichen Atomaustieg. Die würden die Dinger noch am selben Tag ausschalten.

Und @Hurz: “Skeptiker” sind eigentlich ein ziemlicher vernünftiger Kreis von Menschen die sich kritisch mit allen möglichen Dingen auseinandersetzen und das frei von Dogmen, ergebnisoffen und vor allem nach wissenschaftlichen Maßstäben und Methoden. Es gibt da eigentlich in jeder größeren Stadt Clubs und Treffen. “Klimaskeptiker” ist also noch ziemlich nett, da viele dieser Veröffentlichungen die eben genannten Maßstäbe kaum erfüllen.

EDIT: Bevor noch einer fragt: Ja, ich würde auch im Dunkeln sitzen oder noch mehr für Strom bezahlen wenn dafür alle AKWs abgeschaltet werden würden. Mit Kusshand.

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#8

EDIT: Bevor noch einer fragt: Ja, ich würde auch im Dunkeln sitzen oder noch mehr für Strom bezahlen wenn dafür alle AKWs abgeschaltet werden würden. Mit Kusshand.

Das gilt aber nicht für alle Menschen.

Meiner bescheidenen Meinung nach können wir den Dreck nicht schnell genug abschalten. Jeden Tag wird dafür neues radioaktives Material benötigt welches wir anschließen irrsinnig lange lagern müssten ohne überhaupt zu wissen wie wir das denn machen sollen.

Dann doch lieber wieder Öl- und Kohlekraftwerke! :ugly

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#9

Aber es stimmt so, “Skeptiker” wird of als Pejorativ benutzt, wenn der Begriff von Gruppen kommt, die dem “Skeptiker” fundamental widersprechen. Der Islam kennt das, das Christentum kennt das (“Ketzer”), die Esoteriker kennen das.

Und dann ist da noch Richard Dawkins, der Oberskeptiker. <3

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#10

Das gilt aber nicht für alle Menschen.

Ja. Und? :smt017

Dann doch lieber wieder Öl- und Kohlekraftwerke! :ugly

Definitiv das kleinere Übel wenn du mich fragst, aber weit entfernt vom Optimum.

@Nakkinak: Für Menschen die mit den Prinzipien des Skeptizismus (Logik, Wissenschaftlichkeit, etc.) nichts anfangen können ist es natürlich ein Pejorativ (auch ein tolles Wort, musste ich googlen :P).

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#11

Definitiv das kleinere Übel wenn du mich fragst, aber weit entfernt vom Optimum.

Weil die CO2-Emissionen von KOHLEKraftwerken ja so gut sind. :ugly

@Nakkinak: Sehr gut gesagt!

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#12

Weil die CO2-Emissionen von KOHLEKraftwerken ja so gut sind. :ugly

ICH halte es für BESSER CO2 in die Atmosphäre zu pumpen als radioaktiven Müll unsicher auf dem Planeten zu lagern. BESSER heißt nicht GUT. Daher schrieb ich ja auch “weit entfernt vom Optimum”.

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#13

kurze zwischenfrage (ernst gemeint nicht rhetorisch): kennt irgendjemand eine gesicherte quelle die aufschluss darüber gibt wie lange die (potentiellen) Uranvorkommen noch reichen?
Ich finde im Internet nur sehr widersprüchliche Berichte mit fraglicher Seriösität.

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#14

@Kautschuk:
“sichere” Quellen gibts wohl zu dem Thema aufgrund seiner polarisierenden Natur kaum (trau keiner Statistik…usw.)
Vor einiger Zeit hab ich mir allerdings mal die selbe Frage gestellt und bin auf folgenden Artikel und insbesondere den Kommentar (mit einigen interessanten Quellenangaben) gestoßen:
http://www.theoildrum.com/node/4558#comment-413193
In dem Artikel gehts kurz gesagt um die Extraktion von Mineralien aus Meerwasser. Da durch Erosion unter Wasser immer wieder neues Erdreich in Kontakt mit Meerwasser kommt und sich die darin enthaltenen Mineralien im Meerwasser lösen könnte man mit effizienten Filtrationsmethoden quasi unbegrenzt lange zB. Uran in ausreichenden (nach heutigen Verbrauchsmaßstäben) Mengen gewinnen ohne dass der Preis unverhältnismäßig hoch wird. (Zu genaueren Angaben den Link aufsuchen)

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#15

Ich bezweifle, inwiefern es Sinn macht, im Internet über so ein Thema zu diskutieren. Konnte irgendjemand von euch schon einmal in einer Forendiskussion über ein beliebiges Thema mit stark verhärteten Fronten einen von “der anderen Seite” von seiner Position abbringen?

Wie dem auch sei. Ich beschäftige mich als Geophysiker in erster Linie mit Vulkanen, aber auch viel mit Klima und kenne die Diskussion vielleicht aus einem anderen Blickwinkel als jemand, der sein Wissen von Blogs und Youtube-Videoschnipseln hat. Am menschengemachten Klimawandel und seiner Gefährlichkeit habe ich nicht den geringsten Zweifel und bin bisher auch erst 2 Leuten begegnet, die das anders sehen. Die nächsten Jahrzehnte werden sehr spannend werden.

Allerdings kann man zu recht über die politischen Implikationen streiten - die AKWs würde ich am liebsten auch weiter laufen lassen und überstürztes Zupflastern mit Solarkraftwerken kann man auch kritisch sehen. Ich hoffe ja irgendwo, dass die Fusionskraft doch irgendwann mal nutzbar wird :smiley: Aber allein an der völligen Zurückhaltung privater Investoren wird deutlich, wie wenig Hoffnung selbst Fachleute darin setzen. Realistischer sind da wohl AKWs der dritten und vierten Generation oder doch irgendwann PV-Panels die so billig wie Wandfarbe sind. Auch in CCS setze ich viel Hoffnung, wobei die gesellschaftliche Akzeptanz in Deutschland dafür so ziemlich gestorben ist. Vielleicht eher in China.

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#16

@ExtraKlaus:
Also damit du heute ganz viel von dem ach so günstigen Atomstrom haben kannst sollen alle kommenden Generationen nen Riesenaufwand treiben um den Müll im Griff zu halten?
Denn auf nichts anderes läuft das hinaus, oder glaubst du ernsthaft man könne das Zeug vergraben und dann ist es sicher?

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#17

ICH halte es für BESSER CO2 in die Atmosphäre zu pumpen als radioaktiven Müll unsicher auf dem Planeten zu lagern. BESSER heißt nicht GUT. Daher schrieb ich ja auch “weit entfernt vom Optimum”.

Es gibt eine anerkannte unabhängige Studie, die die verschiedenen Energiequellen nach dem Risiko für den Menschen einstuft. Dort wird beispielsweise berücksichtigt wie viele Menschen daran erkranken oder sterben, aber auch zukünftige Risiken, wie durch die Lagerung.
Nach dieser Studie ist die Energieumsetzung mit Kohle die für den Menschen mit Abstand riskanteste. Das liegt unter anderem an den hohen Todeszahlen und Erkrankungen, die die Kohle verursacht. Kohle ist aber für jeden Menschen begreifbar und wahrscheinlich deshalb nicht so beängstigend wie die Kernkraft.

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#18

Nein. Wie ich bereits eingangs erklärt habe, ist es imho eine Entscheidung von 2 Wegen. Entweder man verzichtet auf AKWs und gleichzeitig auch damit auf die Hoffnung, bei gleichbleibendem Energieaufwand diese Nachfrage klimagünstig erbringen zu können (Denn es wird darauf hinauslaufen, das man Kohlekraftwerke und Co. nutzt…)
ODER
Man lässt die AKWs einfach erst einmal an und sorgt für einen geregelten und nicht zuletzt rationaler orientierten Energiewandel. Denn das was wir heute haben ist einfach nur eine übereilte Entscheidung.

Es geht auch nicht darum, das Atomstrom so günstig ist. Es geht darum, das es einfach die meiner Meinung nach einzige klimafreundliche(!, nicht zwangsläufig umweltfreundliche) Möglichkeit ist, den derzeitigen Energiebedarf in .de abzudecken.
Damit das funktioniert (also die Energiewende) brauchen wir ein flexibleres Stromnetz, fairere Preise für erzeugten Strom aus Privathaushalten (Windräder, Solaranlagen in privater Hand), sowie neue Strategien und Techniken die mit einem dezentralen und nicht immer im gleichen Maße vorhandenen Stromangebots klar kommen.
Denn wer ernsthaft behauptet, man könne einfach nur für jedes AKW ein paar tausend Windräder hinstellen und schon ist alles okay, der verkennt die Realität. Es wird einfach damit enden, das wir den Strom aus anderen Ländern beziehen - Und das ist ja auch nicht wirklich Sinn und Zweck der Sache?!

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#19

Ist es nicht so, dass bei Kohlekraftwerken mehr Radioaktivität freigesetzt (= in die Umwelt entlassen) wird, als in einem AKW? Mir fehlt da leider gerade eine Quelle zu. Wäre super, wenn da jemand was zu hätte!

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#20

Dort wird beispielsweise berücksichtigt wie viele Menschen daran erkranken oder sterben, aber auch zukünftige Risiken, wie durch die Lagerung.

Die Studie würde mich mal interessieren, also wenn du sie hast: Immer her damit.

@Mindflare: Das habe ich auch mal gehört, aber dabei geht es ja um die Strahlung die von einem AKW ausgeht. Gäbe es eine perfekte Welt in der die Brennstäbe einfach an Bäumen wachsen würden und man sie anschließend zu Dünger verarbeiten könnte hätte ich auch kaum ein Problem mit Atomstrom.

Die Hauptprobleme sehe ich aber im Abbau und vor allem in der Entsorgung. Das sind einfach irrwitzig lange Zeiträume die das Denkvermögen sprengen. Diese Abfälle müssen teilweise länger gelagert werden als die Menschheit, ja sogar länger als der Planet existiert. Ein Wort wie “Endlager” ist daher blanker Hohn, nichts hält so lange. Und es kommt ja immer mehr Müll hinzu und dafür fällt hinten keiner Weg. D.h. wenn sie ein Endlager mal voll ist brauchen wir schon ein neues. Den Müll einfach ins All zu schiessen funktioniert auch nicht, das zerstört die Energiebilanz sofort.

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