Endlich mal ein gutes Thema.
Wrestling: Ich finds immer Traurig, wie herabwertend auf das Wrestling geguckt wird. Das sind voll austrainierte Sportler, die jede Woche X-Stunden im Gym schwitzen, um diesen Körper zu bekommen/halten.
Dazu noch die viele Reiserei - es gibt nicht wenig Wrestler die in Interviews sich darüber beklagten, mehr in fremde Hotel Betten zu Schlafen, als im eigenem Zuhause.
Top Stars sind mehr als 300 Tage im Jahr On the Road. Neben den Live Shows Raw und Smackdown, kommen noch diverse House Shows dazu, weswegen nicht wenige 3,4 Länder innerhalb einer Woche abklappern.
Dann immer dieses „Show“ Argument, keiner behauptet das nicht vorher klar ist wer Gewinnt/Verliert aber man spricht nicht darüber, um eben diese „Magie“ zu behalten und es vor allem Kindern nicht zu versauen. Was aber ECHT und keine Show ist, sind die harten Bumps und kleinen wehwechen, die jeder Sportler mit sich rumschleppt.
Künstliche Hüfte, Rückenschmerzen, kaputte Knie und diverse andere Folgeschäden sind keine Seltenheit. Es ist erschreckend wie viele Wrestler sehr früh gestorben sind, da Medikamenten, Alkohol und Drogen, oft der einzige Weg waren, um den Schmerz zu unterdrücken.
Heute wird bestimmt auch noch massig Tabletten geschluckt, auch wenn es wesentlich besser geworden ist. Dennoch gilt, wenn du heutzutage ein Star werden willst und die Bosse nicht verärgern willst, dann schleppst du halt mal ne kleinere Verletzung ein paar Monate mit dir rum, um oben dran zu bleiben.
Klar sind das alles keine armen Menschen, aber im Vergleich zum Fußball, ist das Kleingeld was die alle bekommen und dafür wird der eigene Körper Woche für Woche verschlissen.
Dart: Mit dem Formel1 Argument „die Sitzen im Prinzip ja auch nur im Auto“ habt ihr eigentlich schon genau das ausgesprochen, was ich mir immer denke, wenn es um die „Was ist eigentlich Sport“ Thematik geht. Sport muss nicht immer körperlich sein, sondern findet eben auch im Kopf statt.
Mentale Stärke, auf den Punkt funktionieren, dass alles ist für mich auch Sport und daher kann eben nicht jeder X-Beliebige Dicke Typ, ne WM gewinnen.
Gerade Dart ist ne Sportart die ne menge Training erfordert, ich würde sogar soweit gehen, dass sich das Dart Spielen beibringen auf einem hohen Niveau, mehr Fleiß erfordert als das eines Fußballers … Warum ? weil es nicht Selten vorkommt das Profis jeden Tag mehr als 3,4 Stunden vor der Scheibe stehen.
Phil Taylor meinte sogar mal das er als Anfänger Täglich 8 Stunden trainierte, da er eben kein Gott gegebenes Talent hatte, sondern er mehr über das Training kam.
Beim Fußball hab ich immer das Gefühl, wenn jemand Richtig Talent hat, dann geht er so und so seinen Weg, natürlich müssen diese Jungs auch Trainieren, aber wenn du einfach 2, 3 Klassen besser bist als der Rest, dann fällt es dir wesentlich leichter.
Gerade weil Fußball ein Mannschaftsport ist, während Schach, Dart und Co Einzelsport ist und alle Augen auf dich sind, wenn du Versagst dann bist du raus, auch eine Sache die man nicht Unterschätzen sollte.
Ansonsten gut das Volker noch Football angesprochen hat. Was leider kein Thema war, sind die vielen Unterbrechungen im US-Sport. Beim Fußball haben wir 45 min keine Werbung, keine Musikeinlage etc aber beim Football und Basketball wirst du alle paar Minuten rausgerissen, auch eine Sache die der „Ami“ gewohnt ist, während wir in Europa da andere Sehgewohnheiten haben.