Folge 90: Erfahrungen mit Finanzamt und KSK

Sonntagsfrühstück Folge 90. Hier kann darüber diskutiert werden!

Tja, Ärger mit Behörden hat vermutlich jeder schon mal erlebt. Speziell das Finanzamt kann da sehr unangenehm werden, etwa wenn es schmerzhafte Steuernachzahlungen gibt. Holgers Spezialthema ist dazu die Künstlersozialkasse, die er nicht zum ersten Mal als seinen Lieblingsfeind definiert - aber diesmal tut er es wenigstens auf Wunsch der Zuschauer.

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Alle Erfahrungen in einem Klassiker zusammengefasst:

Asterix erobert Rom - Das Haus, das Verrückte macht.3gp - YouTube

:wink: :laughing:

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Wo steht die Saftpresse? :laughing:

Mach jedes Jahr meine Steuererklärung mit dem Aldi Steuer Programm für 5€ (BuhlData). Hab am 1.1.22 abgegeben.
Wer kein Arbeitszimmer sein eigen nennt aber einen Kleingarten mit Heizung besitzt der kein Betonfundament hat kann dies geltend machen.
Das Kinozimmer ist ja auch ein Arbeitszimmer;-)^ Für Pantoffelkino müssen ja Filme geschaut werden.
Geschäftlich ist das ja noch eine ganz andere Hausnummer.

KSK, FSK^

Schau ich heut Abend.

Edit: !CF Die Nebenkosten können auch von 2020 sein. Ist erlaubt da ja bei vielen die Nebenkostenabrechnungen erst sehr spät im Jahr eintrudeln, wie du schon sagtest.

Ein schönes Thema für mich, ich habe ein paar Jahre an der Telefonhotline für Elserformular gearbeitet.

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Olli kam mir heute am Tisch irgendwie verloren vor…

Mit der Steuer habe ich als normaler Angestellter eigentlich nie Probleme gehabt. Lief bisher immer alles durch und die Rückerstattung war so, wie bei Elster berechnet. Die von @AusrufezeichenCF angesprochene Sache mit den Mietnebenkosten (für Hausflurreinigung und andere Dienstleistungen) ist dann wirklich immer abhängig vom Vermieter. Ich bekomme die Abrechnung immer in der 2. Januarhälfte. Kenne aber auch andere Fälle, in denen das Monate dauert.

Im Thema Künstlersozialkasse bin ich zu wenig drin. Ich könnte mir aber vorstellen, dass manche Künstler händeringend eine Festanstellung mit sozialer Absicherung suchen (und gerade nicht die Vorteile von Projektarbeit sehen), dabei aber immer leer ausgehen. Die Zahlpflicht pro freiem Mitarbeiter soll dann die Einstellung gerade dieser Leute weniger attraktiv machen. Kenne das Problem auch von Leuten aus dem Verkauf, die gerne sozialversicherungspflichtig arbeiten wollen, aber ständig nur Minijobs angeboten bekommen. Die Läden suchen sich das attraktivste Beschäftigungsmodell aus, die Leute im Minijob erwerben sich aber keinerlei Ansprüche in der Sozialversicherung, müssen beim JobCenter aufstocken und fallen später in der Rente direkt in die Grundsicherung.

Ich verstehe natürlich Holger wenn er sagt, dass er gerne fest einstellen würde, wenn er doch nur könnte. Fraglich ist eben, wie das in der gesamten Branche aussieht. Wird vermutlich auch genug Fernseh- und Radiosender, Veranstalter usw. geben, die sich eine Festanstellung leisten könnten, dies aber nicht wollen - mit Absicherungsnachteilen für die unfreiwillig frei beschäftigten.

Ich fürchte, dass das Feld am Ende doch komplexer ist, als rein aus Holgers Sicht - die für ihn natürlich im individuellen Fall genau richtig sein kann.

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Ich sag mal so: Ne Steuererklärung zu machen, wenn man keine Kinder und kein neues Haus an der Backe hat und nicht als Freiberufler arbeitet, ist in den letzten Jahren sehr einfach geworden. Seitdem die meisten Daten elektronisch übermittelt werden, sind das noch 3 Zahlen, die ich eintrage.
Was mich nur angekotzt hat, dass (wie Holger erwähnte) Elster nur für Windows existierte und nicht für den Mac. Und bis jetzt war ich noch zu faul, mich für das neue Web-Portal anzumelden, da ja freiwillige Steuererklärungen noch analog abgegeben werden dürfen.

Stress hatte ich eigentlich nur 2x mit dem Finanzamt: beim ersten mal war ich so doof und habe mehr als 230 Arbeitstage angegeben (es gab mal ein Jahr, da durfte ich keinen Urlaub nehmen und musste den rüber nehmen). Da wollten die innerhalb von einer Woche eine Bescheinigung von der Buchhaltung per Fax haben. Die hat sich dann auch gefreut…
Und einmal hab ich vergessen, zu unterschreiben. Das war aber nicht ganz so dramatisch. Da wurde mir nur ein Formblatt zugeschickt, welches ich nachträglich unterschrieben habe.

Kacke fand ich auch, als die mir 20 Pendel-km gestrichen haben, weil irgendjemand auf die Idee gekommen ist, die Strecke mal per Google Maps nachzumessen. Klar: es war der kürzeste Weg. Den bin ich aber nie gefahren, weil der 20 km längere Weg schneller ging.

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Ich geb zu, dass ich aufgrund meiner sehr gepflegten privaten Buchhaltung in einem gewissen Maß sogar Spaß an meiner Steuererklärung habe, da es relativ stressfrei über die Bühne geht.
Das hab ich alles von meinem Vater übernommen, der insgesamt pro Jahr 6-7 Steuererklärungen macht (für Familie, GbR und 2 ältere Nachbarn)
Nebenkostenabrechnung schätze ich auch gemessen am Vorjahr, Änderungen kann man ja auch weit nach der Abgabe noch übermitteln.
Zudem hab ich seit Jahren ein Steuerprogramm, welches mir zum einen die Arbeit erleichtert, und wo zudem (und das macht die Sache aus) alle Vorjahreswerte zunächst mal übernommen werden.

Was mir allerdings auffällt, ist, dass sich die Finanzämter sehr in der Bescheiddauer unterscheiden. Das ging bisher von 2 Wochen bis zu 5 Monaten.

@AusrufezeichenCF Du kannst jeweils die Nebenkosten Abrechnung des Vorjahres einreichen. Also jetzt einmal aussetzen (weil die von 2020 hast du ja schon eingereicht) und dann nächstes Jahr die Nebenkosten Abrechnung von 2021 einreichen. Dann musst du nicht mehr bis Mai warten.

Und zum Thema Bürokratie in an anderen Ländern: ich glaube, da haben wir es in Deutschland noch gut. In Italien z.B. dauert alles ewig, ist chaotisch und undurchschaubar.

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Der Eindruck tätuschte definitiv nicht.

Ich hatte zu dem Thema nichts zu sagen und wollte daher auch gar nicht dabei sein, !CF und Mario haben sich auch nicht drum gerissen. Aber es war gewollt, dass zumindest eine Runde am Tisch sitzt und so habe ich mich aufs Frühstücken beschränkt, geschmeckt hat es mir zumindest.

Zum Glück hat dann !CF einiges zu sagen gehabt, so dass die Sendung dann doch noch etwas wurde. Ich hätte gerne verzichtet.

Da es ja primär dem Vorschlagenden wohl darum ging, Holgers Geschichten mit der KSK zu hören, verstehe ich auch nicht, warum das als Sonntagsfrühstück vorgeschlagen wurde.

Um solche Fragen zu beantworten und auch ausführlicher auf Themen einzugehen, hat Holger schließlich MG Direkt, wo er ja auch kürzlich seine Beamer-Story erzählt hat.

Vielleicht wird ja nächsten Monat das Thema „Erfahrungen mit Holgers Saftpresse“ gewählt, da kann Holger dann erzählen und die anderen frühstücken. :smiley:

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Dann kann Holgers O-Saft immerhin noch in der Blindverkostung gegen Onkel Dittmeyer und co bei euch Dreien antreten :wink:

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Frischen schmeckt doch jeder heraus das ist doch nicht schwer.

Die kürzeste Strecke bei einfacher Entfernung ist nun mal maßgebend. Sonst könnte ja jeder kommen und behaupten er würde die längere Strecke fahren weil…
Du kannst nur dann eine längere Strecke ansetzen, wenn die kürzeste Entfernung (nachweisbar) bspw. wegen einer Baustelle nicht befahrbar war.

Zumindest was die Nachbarn angeht, darf er das aber eigentlich nicht (egal ob mit oder ohne Bezahlung). Das ist eine Ordnungswidrigkeit und kann bei Entdeckung mit einer Strafzahlung belegt werden.

Wem der Steuerberater zu teuer ist und/oder die Steuererklärung nicht selber in Angriff nehmen will, dem kann ich zur Mitliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein raten. Die sind i.d.R. deutlich günstiger als ein Steuerberater. Diese können aber keine Fälle betreuen, bei denen eine selbständige Tätigkeit vorliegt. !CF wäre hier also schon mal raus.

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Eine kleine Erläuterung zum Thema Steuerklärung. Holger hat sich erregt, dass man selbst für Fehler, die der Steuerberater bei der Abfassung und Einreichung der Steuererklärung /Unterlagen macht, verantwortlich ist. Dies ist juristisch leicht zu erklären. An dieser Stelle hätte sich auch Olli erklärend einschalten können. Die Pflicht zur Steuerklärung besteht ja hier auf Seiten von Holger. Dass er zur Erstellung der Erklärung die Unterstützung eines Steuerberaters in Anspruch nimmt, ist ggü dem Finanzamt irrelevant. Mit Unterzeichnung der Steuererklärung gibt Holger sie als seine eigene ggü dem Finanzamt aus. Etwaige Fehler oder Versäumnisse gelten ggü dem Amt als die von Holger. Relativiert wird dies dadurch, dass jeder Fehler des Steuerberaters, der zu einer Strafzahlung von Holger führt, eine Leistungspflichtverletzung im Vertragsverhältnis zwischen Holger und dem Steuerberater darstellt. Der Steuerberater macht sich schadensersatzpflichtig und muss Holger alle Strafzahlungen etc die Holger ggü dem Finanzamt leisten muss, ersetzen. Umso frecher eig das Angebot des Steuerberaters man könne ja „Halbe/Halbe“ bzgl der 2k Euro Strafzahlung machen. Unsinn! Der Steuerberater hätte Holger die volle Strafzahlung erstatten müssen. Exkurs Ende :slight_smile:

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Software: Wiso Steuer-Sparbuch. Ist auch erforderlich, weil wir 2 Kleinunternehmen haben, die zwar wenig umsetzen (nebenberuflich) aber auch irgendwie besteuert werden müssen. Trotzdem habe ich noch nie irgendeine Umsatzsteuererklärung abgeben müssen (auch keine jährliche) und das obwohl die Unternehmen dem Finanzamt bekannt sind und bei der Einkommensteuer auch versteuert werden. Da es sich um Kleinunternehmen handelt, würde aber ohnehin keine Umsatzsteuer anfallen.
KSK: Als ehemaliger Buchhalter eines Staatsbetriebes war ich Leidensgenosse von Holger.

@Querkie Absolut richtig!

@karlkaefer

Das stimmt, aber grundsätzlich muss auch dann eine Umsatzsteuererklärung abgegeben werden, in der aber nur die Umsätze des Vorjahres und des aktuellen Jahres eingegeben werden. Das dient dazu zu prüfen, ob die Grenzen eventuell überschritten wurden und man umsatzsteuerpflichtig ist bzw. wird. Das sieht das Finanzamt zwar eigentlich auch anhand der eingereichten EÜR, aber trotzdem muss man eine Erklärung einreichen. Ich habe es aber auch schon oft erlebt, dass bei Leuten, die ihre Steuererklärungen selbst machen, das nicht unbedingt noch vom Finanzamt angefordert wird.

@GuentherStoll

Es gibt doch auch noch andere Mitwirkende bei MG. Ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, sich dann in die Sendung zu setzen und sich überhaupt nicht zu beteiligen. Es ist vielleicht nicht das spannendste Thema, aber sicherlich interessanter als so manches Thema, was hier schon in der Vergangenheit besprochen wurde.

Das Hauptthema war Erfahrungen mit dem Finanzamt. Das mit der KüSoKa war nur eine kleine Ergänzung dazu.

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Gerade wenn @DeanStag er einzige mögliche Nutznießer der KSK ist, wäre er doch ideal gewesen.

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Ich hoffe du wirst nicht zur Teilnahme verpflichtet . Bei anderen Themen war deine Teilnahme sehr wohltuend und erfrischend

Richtig. Es ist zwar schön, wenn alle zsm am Tisch sitzen, aber bevor man Leute zwangsweise hinsetzt, die keine Lust bzw zum Thema nichts beizutragen haben, dann sitzt Holger lieber alleine am Tisch und schaltet Gesprächspartner per Zoom zu, die etwas zu sagen haben, aber vlt zufällig grade nicht im Studio sein können. Bei circa 15 Mann MG Team, sollten sich ja bei jedem Thema mind. 1-2 Interessierte finden lassen

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Selbstverständlich! Aber es ist eben eine Frage der Verfügbarkeit der Leute, sowie der Bereitschaft, an der Sendung teilzunehmen.

Wie ich schon geschrieben habe, es war nicht meine Idee, bei der Sendung dabei zu sein, ich hätte gerne verzichtet. Wäre ich nicht an dem Tag ohnehin im Studio gewesen, wäre meine Teilnahme gar kein Thema gewesen. Holger wollte eine Vierer-Runde und hatte mich gebeten, dabeizusein. Dass ich zu dem Thema nichts beizusteuern habe, hatte ich klar artikuliert.

Auch das ist selbstverständlich und ich bin froh, dass nicht schon wieder Verschwörungstheorien gewählt wurden. Nur war es bei dem Thema schwer, Leute zu finden, die Lust hatten, daran teilzunehmen, sonst wäre es ein wenig abwechslungsreicher geworden.