Hier noch ein Nachtrag zu der Aussage „Die Frau ist Germanistikprofessorin.“, was wohl implizieren soll, dass das Interviewthema nicht zu Prof. Priscilla Laynes Fachgebiet gehört.
Frau Layne ist als Professorin u.a. auf folgende Themen spezialisiert: „Critical Race Studies, Popular Culture, Turkish-German and Afro-German, Gender Studies […]“ (Quelle: https://carolina-duke-grad.german.duke.edu/people/priscilla-layne). Außerdem veröffentlichte sie ein Buch mit dem Titel „White Rebels in Black: German Appropriation of Black Popular Culture“.
Ihre gesamte Arbeit, auch in der Germanistik, steht also im Zusammenhang mit Rassismuskritik. Dementsprechend wurde sie auch kürzlich erst in der ZEIT als Rassismus-Expertin vorgestellt: „Sprechen im deutschen Fernsehen die Richtigen über Rassismus? Wir haben zwei Expertinnen gefragt: die Deutsche Céline Barry und die US-Amerikanerin Priscilla Layne.“ (Quelle: https://www.zeit.de/campus/2020-06/rassismusdebatten-deutschland-usa-talkshows-priscilla-layne-celine-barry).
Von einer Professorin mit dieser Spezialisierung kann man erwarten, dass sie in einem Interview mehr als nur oberflächliches Geschwurbel zu bieten hat. Auch mit kurzer Vorbereitungszeit. Hinzu kommt: Layne wusste, für welches Thema sie eingeladen wird, und hätte das Interview ablehnen können, wenn sie dafür tatsächlich mehr Vorbereitungszeit benötigt hätte.
Grundsätzlich kann sicherlich jeder über Rassismus diskutieren. In diesem Fall ging es aber speziell um Rassismus gegenüber Schwarzen bzw. um rassistische Vorfälle in den USA. Was das betrifft, waren die eingeladenen Gäste tatsächlich nicht besonders gut ausgewählt.
(An die Admins: Mir fiel nun schon mehrmals auf, dass die Foren-Software immer wieder automatisch Zitate löscht, auf die ich in meinem Beitrag antworte. Dies wird dann in der Bearbeitungs-Historie so abgebildet als hätte ich das Zitat selbst entfernt. Diesmal wurde das Zitat von Historian vollständig gelöscht. Vielleicht ein Bug o.ä.?)
Ein großes Problem sehe ich darin auch nicht unbedingt, allerdings kann ich die Kritik an diesem Punkt zumindest nachvollziehen. Es ist grundsätzlich fragwürdig, warum in diesen Talkshows ständig dieselben Nasen eingeladen werden und warum es keine größere Vielfalt an Gästen gibt.
Die Gästeauswahl sollte eine Vielfalt von thematischen Perspektiven abbilden. Eine dieser Perspektiven ist die Sicht eines Betroffenen. Fünf weiße Menschen werden in der Regel nicht von strukturellen Rassismus betroffen sein (wenn sie nicht gerade in Südafrika aufgewachsen sind) und können daher diese Perspektive nicht bedienen.
Es scheint ja in den Talkshows nur auf ihre Hautfarbe anzukommen, nicht auf ihre tatsächlichen Erfahrungen. Ist das nicht eher eine Form der Diskriminierung?
Da es lt. Extra3 nicht seine sonder nur eine Bibel war… nun im Gesamtkontext gehe ich nicht davon aus, dass er sie mal aufgeschlagen - geschweige denn geschmökert hätte.
Och Du musst nur die politischen Schreiber ausblenden und vielleicht den Darwin Award abonieren. Dann wird es erträglicher.
Ansonsten frage ich mich die ganze Zeit, warum der Beitrag „Bei Pocher nichts Neues“ mich deutlich mehr geschmerzt hat als der Beitrag „Wi der Weiße von der Farbe“. Sollte es nicht anders rum sein?
Betroffene von Rassismus einzuladen ist nicht rassistisch, die Leute die sie betroffen machen sind es. Es macht in dem Fall nur Sinn, die Leute die sich damit auskennen einzuladen, und das sind eben meistens die, die es selbst erfahren. Hier würde nicht der Sender auf Hautfarbe reduzieren, sondern die Menschen die Schwarze aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminieren.
Okay, man kann Trump neben seiner oftmals bescheuerten Rhetorik also vorwerfen, dass er „friedliche Demonstranten wegräumen“ ließ und „peinlich mit ner Bibel posiert“ (findest du das bei Politikern anderer Religionen eigentlich genauso peinlich? ) hat.
Stellen wir dem mal einige Taten der „Demonstranten“ gegenüber:
einen pensionierten Polizisten erschossen, der verhindern wollte, dass ein Laden ausgeraubt wird
einen behinderten Mann aus seinem Rollstuhl gezerrt (der wahrscheinlich Plünderer aufhalten wollte) und verprügelt
einen älteren Mann (wahrscheinlich Kriegsveteran) gemeinschaftlich verprügelt, weil er eine amerikanische Flagge gehalten hat
einen Mann, der auf diese Tat lautstark kritisch reagiert hat, über die Straße gejagt, ihn zu Boden geworfen und mit voller Wucht gegen seinen Kopf getreten; im Hintergrund rufen einige „Aktivisten“ begeistert: „Black Lives Matter, you Faggot“
einen Ladenbesitzer, der sich schützend vor seinen Laden gestellt hat, in einen wütenden Mob gezerrt und gemeinschaftlich brutal verprügelt
die Matratze eines Odbachlosen angezündet und ihn daran gehindert, das Feuer zu löschen und damit seinen wahrscheinlich wertvollsten Besitz zu retten
mehrere Journalisten vorm Weißen Haus attackiert, so dass diese ihre Arbeit abbrechen und fliehen mussten
etc.
Ist natürlich echt schwierig, zu begreifen, warum viele US-Bürger, Politiker und Polizisten solche Demonstranten inzwischen nicht mehr als „friedlich“ betrachten. Liegt bestimmt nur daran, dass diese Amis einfach zu viel in der Bibel lesen und voll die Hinterwäldler sind.
Pocher ist wirklich immer noch furchtbar. Wann genau und warum bitte hat der eigentlich ein Comeback geschafft?
Eine reine Pocher-Sendung wie hier in der Mediatheke gezeigt, würde ich gar nicht einschalten. Aber ich habe gestern mal 'ne halbe Stunde in „5 gegen Jauch“ reingezappt, auch weil Holger schon mal meinte, da sei er noch erträglich. Zumindest gestern war das auch ein schreckliche Sendung: Unsympathische Gäste, extrem alberne Spiele - ich dachte eigentlich das sei ein Quiz - und ein unglaublich nerviger Pocher. Jauch tat mir fast leid - ich weiß nicht, warum er sich das antut.
Das Verhalten von aufbegehrenden Bürgern direkt mit dem eines amtierenden US-Präsidenten zu vergleichen, passt in diesem Fall m. E. nicht. Da sollten doch unterschiedliche Maßstäbe angesetzt werden. So komme ich auch zu dem Schluss, dass beide Verhaltensweisen, also unnötiges Zurückdrängen von Demonstranten für reine PR-Zwecke eines Präsidenten und ein marodierender Mob von Bürgern mit der Ausübung diverser Straftaten, zu kritisieren sind.
Du würdest als Politiker in Anbetracht dieser extremen Gewalteskalation also nicht einschreiten? Bzw. würdest du vor dem Einschreiten zunächst mal jeden Demonstranten freundlich fragen, ob er friedliche Absichten verfolgt oder ob er eventuell auch mit dem Gedanken spielt, den Kopf eines Mitbürgers zu zertreten? Kleiner Tipp: wir reden hier nicht nur von „marodieren“ (ich verstehe den Wortsinn, dennoch klingt es fast schon zu harmlos für das, was in den letzten Wochen passiert ist), wir reden im wahrsten Sinne des Wortes von Mord und Totschlag, kombiniert mit schwerstem Vandalismus.
Echt, das ist in der jetzigen Lage wirklich wichtig? Ob Trump (in einem zu großen Teilen christlich konservativen Land) mit einer Bibel gewedelt hat? Da werden unschuldige Menschen auf der Straße gelyncht und wir wollen über solchen Unsinn diskutieren?!
Da hast du dich doch neben der “bescheuerten Rhetorik” selbst drauf bezogen als du den Vergleich mit den Bürgern aufgebracht hast. Die Rhetorik finde ich übrigens nicht unwichtig. Diese aufheizende Rhetorik ist ja Teil des Problems und trägt nicht zur Lösung bei. Was die reinen Handlungen angeht, darauf bezog ich mich gar nicht und da ist auch fraglich, wie sehr man das Trump zuschreiben kann. Das scheint ja ein generelles Problem zu sein mit der Polizeigewalt in den Staaten. Diese PR und Rhetorik muss man aber Trump schon vorwerfen.