Irgendwie lebst du wirklich in einer völlig anderen Realität. Die wenigsten Männer würden zugeben, dass sie Pornos schauen. Wer es dennoch tut, wird häufig als notgeiler Loser abgestempelt. Erwischt dich deine Freudin beim Pornos gucken, kannst du als Kerl zudem damit rechnen, dass die Beziehung beendet ist. Sobald deine Familie und Verwandtschaft davon erfährt, ist das in den meisten Fällen sicherlich eine sehr peinliche Angelegenheit, die dir wahrscheinlich jahrelang nachhängen wird.
Also nix mit „Huiiii“, sondern auch ganz viel „Pfuiii“. Ich meine das übrigens nicht wertend. Geht mir nicht darum, dass Männer für diese Umstände Mitleid verdient hätten. Ich beschreibe einfach nur simple Tatsachen. Es mag ein paar Assis geben, bei denen das anders ist, aber im gesellschaftlichen Durchschnitt sind Pornos auch für Männer immer noch ein großes Fettnäpfchen.
Du sprichst mit jemandem, der keine andere Meinung als seine eigene aktzeptiert. Und er nennt sich auch noch selbst „Nazijäger“, und das wahrscheinlich auch noch ohne Selbstironie.
Wenn dieser Typ wüsste, wer Simon Wiesenthal war und was dieser geleistet hat, würde er es wahrscheinlich noch nicht einmal verstehen.
Deine Bemühung in allen Ehren, es ist aber sinnlos, mit so einem zu kommunizieren.
Nein, das tust du.
Du rechtfertigst Mobbing einzig damit, daß jemand in der Öffentlichkeit steht - dann braucht man auch keinerlei Empathie aufzubringen.
Doch, das ist ein menschliches Armutszeugnis, wenn die Empathiefähigkeit derart verkümmert ist.
Also sind nicht die Arschlöcher schuld, sondern sie selbst
Verstehe.
Weil du Opferumkehr betreibst.
Völliger Blödsinn.
Aber was ist mit dir?
Du scheinst diesbezüglich Probleme zu haben.
Den Titel habe ich wie gesagt verliehen bekommen…
…und deshalb habe ich ihn behalten.
Scheint ja zu funktionieren, damit gewisse Typen zu triggern.
Ich kann mich nur wiederhohlen. Prostitution ist aus diesem Grund so gut bezahlt weil das gesellschaftliche Stigma Teil des Berufs ist. Genau so ist es im Influencer Bereich: Das Influencertum ist eine Vermarktung des Egos, der Person, nicht der Leistung und dann soll man sich gefälligst auch nicht wundern wenn die Vergangenheit nach aussen gekehrt wird.
Es geht hier nicht um die Prostitution. Glaubst du Pocher hätte ein Video über die Dame gemacht wenn sie irgendwo in einem Bordell arbeiten würde? Es gibt kein Opfer in dieser Geschichte. Sie hat diese Entscheidungen getroffen und niemand anders.
Da verwechselst du was. Die Frage des Obs ist kaum noch relevant. Dass Männer in deutlicher Mehrheit regelmäßig Pornographie konsumieren, ist kein Geheimnis. Klar, dabei erwischt zu werden, ist natürlich peinlich. Ist das erwischt werden bei Sex aber auch. Probleme entstehen nur dann, wenn der Pornokonsum dem Bild, was man ansonsten von sich vermittelt, komplett wiederspricht. Oder wenn man dies am falschen Ort tut. Oder wenn man die Partnerin darüber systematisch belogen hat. Oder wenn rechtlich bedenkliche Sachen getan werden.
Pornhub ist im Netz schon omnipräsent und das Marketing von denen ist sehr geschickt. Widerliche Begriffe wie MILF und Cuck finden flächendeckende Verbreitung. Nachrichtenseiten diskutieren feministische Pornographie. Game of Thrones nutzte in den ersten Staffeln eine Soft-Porno-Ästhetik. Filme wie Nymphomanic erreichen schon den Mainstream. Und glaubt man Pornhub, dann sind zwar 75 % der Nutzer Männer, aber immerhin 25 % der Nutzer Frauen - was bei der durchschnittlich unterschiedlichen Wirkung von Pornographie auf Männer und Frauen schon recht viel sein dürfte.
Probleme durch massenhaften Konsum von Pornographie werden auch diskutiert. Als Nebeneffekt bekommen Communities wie No-Fap mit unwissenschaftlichem Unsinn Auftrieb oder auch Bullshit wie No-Nut-November. Gleichzeitig dürfte es aktuell schon Probleme geben, männliche Masturbation überhaupt noch getrennt von Pornographie zu betrachten. In popkulturellen Vorstellungen ist das eng miteinander verwoben.
Sexting - sowohl einvernehmlich als auch aufgezwungen - ist ein verbreitetes Phänomen und die Grenze zur Pornographie ist da sehr schwierig auszumachen.
Die gesellschaftliche Auswirkung, ob man als Porno-Konsument geoutet wird oder ob man als Porno-Darstellerin ausfinding gemacht wird, dürften sich fundamental unterscheiden.
Na, dann sag das mal den Sexarbeiterinnen, die auf dem Straßenstrich arbeiten: Vergewaltigung, Gefahr von Geschlechtskrankheiten und wenig Geld ist (nicht bloß dort) an der Tagesordnung.
Du biegst es dir so zurecht wie du’s brauchst. „Game of Thrones“ wurde für seine Schmuddelszenen sehr häufig kritisiert und hat diese im Laufe der Staffeln entsprechend zurückgefahren. Filme wie „Nymphomaniac“ sind auch heutzutage immer noch kein Mainstream. Deine Beispiele sind leider nicht sehr überzeugend und stellen die ganze Thematik zu einseitig dar.
Am Ende verstrickst du dich obendrein in einige Widersprüche: Du willst mir in dreieinhalb Textabschnitten erläutern, warum Pornographie inzwischen gesellschaftlich anerkannt und enttabuisiert ist, bestärkst am Ende dann aber trotzdem deine These, dass Pornodarsteller immer noch mit einem schweren Stigma behaftet seien. Ja, was denn nun? Wenn diese Leute in einer Branche arbeiten, die deiner eigenen Wahrnehmung nach inzwischen so normal und alltäglich geworden ist wie der Brötchenbäcker von nebenan, wo ist dann das Stigma?
Ja, du behauptest, das Stigma für Porno-Darsteller wäre „fundamental“ höher als das für Porno-Konsumenten. Überzeugend belegen konntest du diese Behauptung nicht. Gib bei Google einfach mal „Pornos Trennungsgrund“ ein. Wenn du dir die Artikel und Threads alle durchliest, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, wirst du den restlichen Sonntag gut beschäftigt sein.
Du selektierst die Suche so, dass du deine Meinung bestätigt findest. Wenn das in 0,1 % der Beziehungen ein Problem ist, ergibt das immer noch hunderte Seiten.
Und selbst da wo es ein Problem ist, müsste erstmal nach den genauen Problemen differenziert werden. Oft ist entweder die genaue Art der Pornos das Problem oder das systematische Verschweigen oder die Kombination mit Problemen beim Sex oder dass Partnerinnen sich weniger begehrt fühlen und einen Verlust ihrer Anziehungskraft daraus interpretieren.
Immer noch überzeugender und handfester als „Aber Nymphomaniac!!“.
Ich weiß ja nicht, wieviele Erfahrungen du und Stardogg mit Frauen haben, aber falls euch das noch bevorsteht, kann ich euch jetzt schon versichern, dass ihr auch heutzutage nur sehr wenige Mädels finden werdet, die mit regelmäßigem Pornokonsum in einer Beziehung einverstanden sind. Es mag sein, dass diesbezüglich inzwischen ein klein wenig mehr Toleranz und Gelassenheit in unserer Gesellschaft vorhanden ist, aber wirklich viel hat sich da in den letzten 20 Jahren nicht geändert. Vielleicht oberflächlich in der Attitüde, jedoch nicht im direkten zwischenmenschlichen Umgang.
Auch in der Soziologie wird immer noch festgestellt, dass der Konsum von Pornographie zwar deutlich zugenommen hat, der öffentliche Umgang damit aber nach wie vor eher verschämt und tabuisiert ist. Damit beschäftigt sich bspw. dieser Artikel:
Hier wird wiederum beschrieben, dass es auch für junge Menschen (die ja eigentlich mit der freien Verfügbarkeit von Pornhub & Co. aufgewachsen sind) heutzutage immer noch große Probleme verursachen kann, wenn innerhalb einer Beziehung Pornos konsumiert werden:
„Why I stopped watching porn“ ist mit fast 20.000.000 Klicks auf Youtube übrigens einer der meist gesehenen (und meist gelikten) TED-Talks:
Ein TED-Talk, der die gesellschaftliche Normalisierung und Enttabuisierung von Pornographie klar ablehnt. Sozusagen die Sonntagspredigt für die Online-Generation.
Am Ende völlig absurd, das mit jemanden zu diskutieren, der sich selbst Brainfister genannt hat …
Edit: Und deine Links beweisen auch nicht, dass männliche Pornokonsumenten noch einem Stigma unterliegen, ganz im Gegenteil. Das Problem entsteht bei der Thematisierung der Vorlieben. Den Tedtalk habe ich nicht gesehen, aber auch der scheint ja meine Ansicht der Normalisierung zu unterstützen, auch wennber das als problematisch sieht.