Folge 82 - Ein Lichtblick am Casting-Himmel

Hier kann über diesen Beitrag diskutiert werden!

Ich habe die Sendung nicht verfolgt, wenngleich ich von vornherein hörte, dass es dieses Mal ein “ehrliches” Konzept geben soll.

Danke also zunächst an Holger für die Zusammenfassung =) Wir “Nicht Fernsehzuschauer” wissen dann, was man sich u.U. mal anschauen kann ohne gleich die Hände über dem Kopf zusammen schlage zu müssen.

Das Konzept, nicht auf äußeres zu reduzieren - (Zitat Dieter Bohlen: Du siehst scheiße aus!) - ist in diesem Bereich “neuartig” bzw. endlich wiederbelebt worden.

Faire Kritik u.ä. war man wohl zuletzt von den von Stefan Raab “verkauften” Shows gewohnt. Offenbar hat dieses Konzept - endlich mal WIRKLICH zu versuchen, Können zu zeigen - gewirkt und die Angst vor dem Quotenzusammenbruch beim Abrücken vom RTL Konzept gedämpft.

Zur Kritik kann ich nur sagen:
Fair und Sachlich! Die “Drama Einlagen” dienen wohl zur Emotionalisierung des Publikums und sind eher Stilmittel, das sehe ich nicht so eng. Wird doch mittlerweile fast überall gemacht - wer neu in den Medien erscheinen will, muss erstmal die Hosen runterlassen.

Die Idee mit den “unsichtbaren” Kandidaten ist sicher interessant, zumal einige “Fans” sich dann wundern, wenn irgendwelche “Hackfressen” eine Stimme haben, die ihnen ungewollt die Hose auszieht.
Leider wird das wieder mit dem Konzept Fernsehen kollidieren - die Menschen brauchen eben doch noch etwas für die Augen.

Daher ist die Show ja auch so hochgezogen worden… Alles für die Quote =)

netter bericht und man hat ja auch schon in anderen medien (spiegel online etc) die freude darüber vernehmen können, dass es jetzt mal eine “gute” castingshow ohne demütigungen usw. gibt. nur was mich persönlich dabei immer stört, ist, dass dieses jahr bereits die 2. staffel von xfactor in deutschland lief und ich war bereits letztes jahr sehr angetan davon, wie sehr einfach wirklich die musikalische qualität im vordergrund steht und bin seitdem definitiv fan, vor allem auch durch die sehr sympathische jury (sogar sarah connor!). auch die einspieler der kandidaten drehen sich noch viel weniger um deren privatleben, als das schon wieder bei den mit hurt usw unterlegten einspielern bei the voice der fall war, meistens handelt es sich dabei nur um eine momentaufnahme und nicht auf ein “auf die tränendrüse drücken” der sympathie für die kandidaten willen. trotzdem fand xfactor in den medien so gut wie gar keine beachtung, ausgenommen quotenberichte auf dwdl vielleicht. finde ich ziemlich schade, das wäre sicher anders gewesen, wenn die sendung auf pro7/rtl/sat1 gelaufen wäre und nicht auf vox.

@ borednow: Meine volle Zustimmung! :smt023

(sogar sarah connor!)…

Das ist die Frau, die ihre mittlerweile erfolgsbefreite Gesangskarriere endgültig dadurch torpediert hat als sie ihre Hochzeitsplanung als Dokusoap vermarktete…

@Topic: Der Beitrag hat mir gut gefallen. Ich interessiere mich zwar generell nicht für diese Formate aber es war schön zu sehen, dass es auch besser geht als bei DSDS oder Popstars. Auch wenn mir Nena unglaublich auf den Sack geht, aber das ist ne persönliche Sache…

Die Berichterstattung, rund um X-Factor, war hier definitiv ok. Liegt aber auch daran, dass der aktuelle Gewinner eben aus unserer Region kommt, da ist das normal. :wink:

Ich mag prinzipiell keine Casting-Shows.
Wenn ich sehen will, wie irgendwelche unbekannten Leute Chartmukke vortragen, geh ich in ne Karaokebar.
Mehr haben diese Sendungen auch nicht zu bieten.
Ich stoße mich daran, dass da “Künstler” gesucht werden, obwohl es am Ende nur Interpreten sind. Keiner von denen bekommt beigebracht, wie er selbst ein Musikstück schreibt - obwohl ich genau das mal interessant fände.

Wie dem auch sei: Nur weil in einer Sendung keine Menschenrechte verletzt werden, handelt es sich noch nicht um ein gutes Format.
Vor allem Xavier Naidoo ging mir beim Betrachten auf die Nerven, weil er scheinbar nur ein Wort kennt: “geil”. Auch alles andere, was die “Coaches” sagen, ist Gelaber, keiner glänzt irgendwie mit Fachkenntnis oder Hintergrundwissen zur Theorie von Gesang/Musik. Alle sind immer nur “geflasht”, “berührt”, “mitgenommen” oder so.
Das Publikum darf den Gesang gerne auf die Gefühle reduzieren, von einem professionellen Coach, der den Kandidaten was beibringen soll, erwarte ich etwas mehr sachliche Kompetenz - Vor allem der Naidoo erfindet gerne mal Pseudo-Fachbegriffe für seine Bewertungen (“Mikromelodien” WTF?).

Grundsätzlich ist die Sendung nicht so abstoßend wie alle anderen Castingsendungen, das stimmt schon, aber es ist aber eben auch nichts viel besseres. Mich nervt die Aufmachung, das laute Gejubel und Gekreische hier genauso wie bei DSDS.
Ich muss Holger aber auch damit Recht geben, dass ich das Format als “Musik hinter der Schattenwand” besser gefunden hätte, denn der durchschnittliche Musikkonsument ist inzwischen so sehr auf die Show fixiert, dass heutzutage der größte Mist produziert wird, wenn nur die Kostümierung verrückt genug ist…

Tut mir leid, ich kann Casting-Shows - egal ob offensichtlich Trash (DSDS) oder auf Hochglanz polierter Trash (the Voice) - einfach nichts abgewinnen. Ich sehe den Sinn dahinter nicht: Bisher ist noch keiner damit groß rausgekommen, alle Sendungen laufen nach dem gleichen Schema ab, man hört Lieder, die man alle schon mal viel besser von einem Originalinterpreten gehört hat und muss sich von einer mehr oder minder kompetenten Jury erzählen lassen, was nun gut war und was nicht. Zu Kunst uns Kultur - auch Popkultur - gehört meiner Ansicht nach mehr - mehr Einsatz, mehr Grips, mehr Kreativität…

Hallo!

Ich fand deine Kritik echt klasse.
Und ich hab mich sehr gefreut, dass gerade eine Sendung, auf die ich mich persönlich seit Monaten gefreut habe, da ich schon als kleines Mädchen Xavier Naidoo hörte und das Konzept mich direkt ansprach, in den Genuss kam, von dir gelobt zu werden!
Die Sendung hält, was sie versprochen hat. Wenn es zu Kabbeleien zwischen den Juroren kommt, merkt man sofort, dass das freundschaftliches Herumgenecke mit guten Prisen von professioneller Kritik ist.

Dass sie allerdings wieder diese Herumheul-Szenen von den Kanditaten dazu genommen haben, fand ich echt blöd.

Ich persönlich gucke das alles genau aus den Punkten gerne, die du auch positiv in deinem Betrag eingefügt hast und den Resttrash der Sendung hätte man mit gutem Gewissen weg lassen können… ohne an Quote zu verlieren, wie ich denke.

Alles in allem: :smt023

Solange solche Sendungen noch immer mit “der” riesigen Karriere prahlen, ist und bleibt es für mich ein Lügenkonstrukt. Die Werbung, die an Kinder gerichtet ist, ist stark reguliert, wieso nicht solche Sendungen? Die sprechen nämlich genau die gleiche Klientel an. Ausserdem bezweifle ich, dass hier die Knebelverträge fehlen. Popstars war ja das perfekte Beispiel, von genau dem gleichen Medienkonzern.

der durchschnittliche Musikkonsument ist inzwischen so sehr auf die Show fixiert, dass heutzutage der größte Mist produziert wird, wenn nur die Kostümierung verrückt genug ist…

Genau, nur Aufgrund des verrückten Outfit (schwarzes Kleid, dunkle Strumpfhose und schwarze Schuhe mit hohen Absätzen) konnte die gecastet Lena Meyer-Landrut den ESC gewinnen. Widerlich! 1979 stand noch die Musik und nicht die Show im Mittelpunkt des Grand Prix Eurovision de la Chanson:

[spoiler][video]http://www.youtube.com/watch?v=J40RrqIKsMI[/video]Früher war alles besser. Sogar die Zukunft[/spoiler]

Super Beitrag! Sei mal dahin gestellt, ob nicht noch einiges an Mist zu Tage kommt (Jury hat Kandidaten vorher schon gekannt etc.)
Allein die Art des Beitrags… Viele haben das Ausbleiben von „positiver Kritik“ vermisst. Ich glaube, mehr als einen solchen Beitrag wollten die alle nicht…

Jede zweite Sendung so was, dann gibts in der Hinsicht wohl nichts mehr zu meckern :slight_smile:

Denke auch das the voice of germany hiermit tatsächlich mal etwas Sehenswertes zeigt, wenngleich ich mir so etwas nicht unbedingt gerne anschaue. Wobei die Neugier anfangs schon siegte, doch mittlerweile ist mir das Lob, was verteilt wird, schon zu viel. Auch wenn es im Fall der Talente dort angebracht sein sollte, für meinen Geschmack zu viel. Allerdings wie Holger selbst meinte, um Weiten besser als der “restliche” Bulls***.

Edit

Das Ausbreiten irgendwelcher Familiendramen zeigt mir, dass die Show dann doch nur der übliche Casting-Mist ist. Darauf zu verzichten hat bisher nur USfO geschafft - da hatte man dann ja sogar ein paar Leute, die in der Lage waren eigene Songs zu singen, nicht irgendwas, das sie bei Singstar einstudiert haben…

Da muss ich dir zustimmen. Bei dem ganzen Castingmüll im TV ist “Unser Star für Oslo”, jedenfalls bei mir, vollkommen in Vergessenheit geraten, liegt aber wohl eher daran, dass es schon etwas her ist.

Das Ausbreiten irgendwelcher Familiendramen zeigt mir, dass die Show dann doch nur der übliche Casting-Mist ist. Darauf zu verzichten hat bisher nur USfO geschafft - da hatte man dann ja sogar ein paar Leute, die in der Lage waren eigene Songs zu singen, nicht irgendwas, das sie bei Singstar einstudiert haben…

Zudem finde ich diese “wir sehen dich nicht”-Nummer zweifelhaft - ich kann mir nicht vorstellen, dass die Jury vorher keine Bewerbung/Bild/Hörprobe zu Ohren bekommen hat…

Zur Jury: Die Besetzung klingt ja auch nicht so super - ein halbwegs erfolgreicher Sänger einer Teeny-Rockband, ein Sänger der ohne Klinsmann vielleicht garnicht mehr im Geschäft wäre, eine Cover-Band mit einer Musikrichtung, die in Deutschland so populär ist wie Rodeo oder Hurling und dann noch Nena, bei der ich irgendwie Zweifel daran hab, dass sie weiß wovon sie spricht…

Die Stimme von Deutschland.!?

Ich mag keine Casting Sendungen. :smt009 Ich kann dem nichts abgewinnen. Ständig dieses “Menschen-Bewerten” geht mir langsam aber sicher auf den Keks.
Die Eine ist vorbei…kommt die nächste auf RTL oder Prosieben und jetzt sogar auf Sat1. Kann man stattdessen nicht mal iwas Neues bzw Interessantes bringen?

Nach so vielen Casting-Shows…haben wir da nicht mal endlich genug “Voices of Germany”?

Ein gutes hat The voice of germany dennoch…es läuft nicht auf RTL.

Der Beitrag ansich aber war gut! ^^ Es gibt halt auch positive Kritik. Ist ja nun nicht alles schlecht.

Das war wirklich eine sehr unterhaltsame Zusammenfassung, die uns der Fernsehkritiker da beschert hat, hut ab! :smt023

Hat mich sogar beinahe ein wenig neugierig auf die Sendung gemacht, vielleicht schaue ich sie mir mal an. Hab demnächst Urlaub. :smt025

Allerdings, womit ich mit abfinden müsste: Xavier Naidoo — schüttel. Findet eigentlich sonst niemand außer mir, daß das ein fast unerträglicher Schnösel ist, der sich für unglaublich wichtig und weise hält? Ich kann den Typen nicht lang ab, tut mir leid …

Volle Zustimmung! :smiley: Finde ihn auch ganz schrecklich.

Ansonsten guter Beitrag!
Finde The Voice eine sehr gute Castingshow, die wirklich mal Wert auf die Stimme legt. Vor allem finde ich es super, dass man keinerlei schlechte Teilnehmer zeigt, die wurden vorher schon „aussortiert“.
Finde es ehrlich gesagt auch nicht schlimm, dass ab und zu eben diese emotionalen Einspieler kommen. Abgesehen davon, dass sie nur bei vereinzelten Kandidaten kommen (im Gegensatz wie z.B. DSDS, wo ja gefühlt jeder Kandidat drei Krebskranke in der Familie hat), finde ich sie auch nicht wirklich aufdringlich und störend. Was mich eigentlich nur stört, sind diese ganzen Einspieler, wo die Leute erfahren, dass sie in die Blind Auditions eingeladen wurden. In der Zeit hätte man lieber zwei Kandidaten mehr zeigen können. Außerdem dieses Rumgekreische der Mitgereisten draußen vor den Monitoren, wenn einer singt. Das geht mir richtig auf die nerven. Ich will hören wie der singt und nicht, wie der Bruder draußen Nena am Monitor anbrüllt, dass sie den Knopf drücken soll.
Aber das sind für mich eher unwichtige Kritikpunkte. Ich finde, mit The Voice of Germany hat Sat 1/Pro 7 eine wirklich sehr gute Sendung hervorgebracht.

Ausgerechnet beim Versuch, auch mal etwas positives zu berichten, eine Casting-Show zu nehmen, die sich hauptsächlich dadurch auszeichnet, dass sie nicht ganz so viel falsch und primitiv macht wie andere Casting-Sendungen?

Lässt bei mir etwas die Überlegung aufkommen, ob das nicht eigentlich die bisher herbste und vernichtendste Kritik am deutschen TV-Programm bei fernsehkritik.tv war. Gab es nichts anderes, was vorrangig Lob verdient hätte?

Gut, mir fällt gerade auch nicht viel ein.

Eben, was soll man da anführen außer den üblichen Verdächtigen? :mrgreen:

Ich mag ihn auch nicht, wir sind also mindestens drei. PS: http://www.youtube.com/watch?v=6Ii9m6LBcZ8 :ugly

Der Ansatz der Show ist ja durchweg positiv, aber wie du schon sagtest Holger, nicht wirklich konsequent durchgezogen.

Was mir auch auf den Sack geht ist das permanente Nachäffen von bekannten Songs…
Warum nutzt man nicht die Möglichkeit Vollblutmusiker auf dieser Medienplattform ranzuzüchten die eigene Instrumente spielen, eigene Songs schreiben… also Leute die von Anfang an etwas eigenes verkörpern dürfen.

So habe ich wieder das Gefühl, dass man sie am Ende in ein Vermarktungskonzept reinhämmert…

Genau das beschriebene habe ich bei SSDS…AD - also dieser Castingshow von Stefan Raab im Jahr 2006 so zu schätzen gelernt.
Zwar gabs da auch Interpretationen bekannter Songs zu hören, aber man hat die Leute auf Wunsch auch eigene Sachen singen lassen…

Das fand ich toll…

Wenn ich die Wahl hätte, würde SSDS…AD noch immer besser abschneiden als The Voice of Germany…
weil da auch einfach die penetrante Vermarktung nicht so im Vordergrund stand.

Alleine Raabs Castingshow hat für mich 3 Ausnahmekünstler hervorgebracht
Stefanie Heinzmann, Gregor Meyle und Max Mutzke
Und warum muss die Sendung eigentlich “the voice of germany” heißen und nicht “die stimme deutschlands”…
mir gehen diese Anglizismen mittlerweile reflexartig nur noch auf den Sack…

Beitrag hat die Pros und Kontras schön zusammengefasst. Es wäre aber schön gewesen wenn man noch diesen X Factor Krempel mit in den Vergleich reingenommen hätte, wo doch jetzt grad wieder ne Staffel rum is (die ich aber gar nich vervolgt habe und daher gar nix über xfucktor weiß wie das da so abläuft)

Lena ist eine Ausnahme: Sie kann nichts und sieht noch dazu langweilig aus… Respekt dafür!

Mit den ganzen Raab-Stars kann ich genauso wenig anfangen wie mit den DSDS-Klonen, sorry, aber nur weil sie nicht durch den Bohlensumpf gekrochen sind, sind sie noch lange keine seriösen Künstler.
Castings-Stars haben zurecht einen miesen Ruf, sie haben nicht für ihren Erfolg gearbeitet - gekämpft , gelitten meinetwegen -, sondern sich fürs Fernsehn prostituiert. Klar erreicht man gleich ein viel größeres Publikum, wenn man sich ins Fernsehn stellt, als wenn man sich von der Dorfkirmes zum Stadtfest hocharbeitet - aber der schnelle Ruhm und die geringe Erfahrung sorgen dafür: a) dass man finanzell und vertragstechnisch über den Tisch gezogen wird und b) dass das Publikum sofort das Interesse verliert, wenn ein neuer Star gesucht wird.
Dort werden Leute verheitzt, egal wie seriös, die Sendung aussieht. Eine Musikshow ist für mich was anderes…