Mal davon abgesehen, wer hier vielleicht irgendwie oder auch nicht in irgendeiner Weise recht hat oder auch nicht, was mich einfach generell an dieser Sache stört, und es ist nicht nur Trump nur wird der im Moment besonders extrem aufgebauscht, es ist abwechselnd auch mal Israel und Gaza oder Russland und Ukraine.
Mein Problem an diesen ganzen Dingen ist, dass da wochenlang und tagelang die Nachrichten damit zugekleistert werden, als gäbe es kein anderes Thema. Spiegel Online hat im Moment mal wieder ganz oben auf der Homepage eine extra Rubrik Trump. Dort wird jeder Furz, den der Typ lässt reingeschrieben, egal ob es irgendeine Relevanz hat oder nicht.
Und mein Hauptproblem daran ist, dass egal, was der Typ da drüben in Amerika mit der komischen Frisur macht, wen er erschießen lässt, wen er nicht erschießen lässt, was für Gesetze er macht, ob er morgens gut kacken kann oder nicht, scheißegal. Trotzdem muss ich jeden Morgen aufstehen, arbeiten gehen, und samstags einkaufen gehen. Solange niemand den dritten Weltkrieg vom Zaun bricht, ändert sich egal was in Israel oder in der Ukraine oder in Amerika oder sonst irgendwo auf der Welt passiert in meinem Leben null Komma gar nichts.
Und trotzdem gehen einem die Medien andauernd so dermaßen auf den Sack mit jedem Quatsch und prophezeien jeden Tag eine neue Steigerung des Morgen doch endlich hoffentlich bald kommenden Weltuntergangs, dass man so langsam einfach irgendwie nur noch genervt von all dem und total Nachrichtenmüde ist….
Es ist diese Diskrepanz zwischen medial herbeigeschrieben im Weltuntergang und absoluter Normalität in meinem Alltag, die mein Kopf einfach irgendwie nicht zusammen bekommt.
Das ist extrem unterkomplex gedacht. Alleine, was du beim Einkaufen zahlst, geht natürlich mittelfristig auf das zurück, was der orangene Troll (und natürlich auch andere Autokraten) so anstellt.
Und darüber hinaus kann man ja auch mal über die eigene Nasenspitze hinausschauen. Du wirst in deinem Alltag offensichtlich nicht von Trump penetriert. Das wäre aber anders, wenn du ein halbwegs hispanisch aussehender Mensch in Minnesota wärest - wenn dieses Leute für dich keinen Nachrichtenwert haben, dann tut es mir leid um deine Empathie.
Wenn man am Ende der eigenen Sachargumente ist bleibt einem nur noch die Überheblichkeit Nur zu Schade, dass bisher von dir nicht sonderlich viel mit Substanz kam.
Ja, bin ich aber eben nicht. Und wenn ich in Johannesburg im Ghetto leben würde, müsste ich auch Angst darum haben hinterrücks abgeknallt zu werden. Tue ich aber nicht, weil ich dort nicht lebe.
Das ist ja genau das, was ich gesagt habe, dass das alles hat mit meinem Alltag nichts zu tun.
Und ja, ich gebe ja zu, ich habe tatsächlich ein Problem Empathie für Menschen zu empfinden, die ich nicht kenne. Das sehe ich teilweise zunehmend tatsächlich als Problem an.
Wenn ich morgen in den Nachrichten lesen würde, dass die Oma von drei Straßen weiter die ich jeden Samstag zufällig vom einkaufen sehe, vom Bus überfahren worden wäre, würde mich das genauso berühren, wenn ich lese, dass in Amerika jemand von der Einwanderungsbehörde erschossen wurde. Gar nicht.
Das kann man kritisieren an mir aber ich kann es eben mal nicht ändern.
Du weißt selbst sowieso, dass sowas nur zum trollen dient, und die StA das in den Mülleimer befördert.
Edit: Hat auch nichts mit der Polizei zu tun, einfach direkt alles an die StA, geht auch viel sauberer, KI macht einem das ordentlich. Tipp für die Zukunft.
Ansonsten ist das Thema Anarchie und Gefängnis natürlich sehr umfassend diskutiert.
Und bei dir ist schon mal gar nichts angekommen nachdem du dich entschuldigt hast, obwohl du mich da sowieso verarscht hast und sehr wohl mich gemeint hast. Und jetzt hast du schon wieder “vergessen”, dass du deshalb gar keine Party hattest. Das ist halt wieder diese Unehrlichkeit, dafür sollte dir halt schon mal jemand ins Gesicht boxen (also nicht ich, das merkst du ja nicht).
Weil du den ersten Teil meines Beitrags weggelassen hast, indem ich dir darlegte, dass du die Auswirkungen (nicht nur) der US-Politik natürlich in deinem Geldbeutel spürst.
Ich für meinen Teil melde mich mal hier zu Wort, denn ich war ja derselben Meinung.
Ich muss schon sagen, dass ich die Gefährlichkeit von Trump aufgrund seiner ja insgesamt glimpflich abgelaufenen ersten Amtszeit (in der er ja auch außenpolitische Erfolge hatte, z.B. die Vermittlung diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den UAE, Marokko und Sudan) wirklich unterschätzt habe.
Dass er kein Transatlantiker ist, war ja bekannt, aber dass er so viel Porzellan zerschlägt, NATO-Mitgliedern mit Krieg droht und den ukrainischen Präsidenten beispiellos bloßstellt, hätte ich nicht für möglich gehalten. Auch nicht, dass er die USA so skrupellos an den Rand des Bürgerkriegs bringt. Viele meiner Aussagen aus der Wahlnacht würde ich daher heute nicht mehr treffen.