Mal direkt zu deinem Gast, bevor ich mir dann den Rest anschaue:
Sich für Politik interessieren, aber keine Ahnung von Politik haben, großartig! Zudem eine Nebelkerze nach der anderen zünden, das ist doch alles sehr suspekt und wenn es ihm um Hamburg und lokale Politik ginge, sollte er solche Unterstellungen lassen. Bei Holger hat es in der Abmoderation ja offenbar schon gewirkt. Was er da treibt, ist genau das Spiel der neuen Rechten, die erst einmal Grenzen des Sagbaren verschiebt und alles unter dem Deckmantel des angeblich kritischen Bürgers, der ja nur harmlos Fragen stellt oder Behauptungen in die Welt setzt.
Einerseits finde ich es in Ordnung, ihn zu interviewen, da er sich meines Erachtens nach durch seine Aussagen erheblich entblößt hat. Andererseits sollte man eben nicht das Spiel mitspielen und Leute wie ihn über Inhalte stellen (allein seine Faszination für Kriegsspiele und gleichzeitige pazifistische Einstellung klingen doch absurd und sind so nicht in Einklang zu bringen, das hat Holger gut gemacht).
Ich mache es einfach mal wie dein Interviewgast und diagnostiziere frei Schnauze und völlig ohne tiefere Kenntnis (aber weil ich mal was über Persönlichkeitsstörungen gelesen habe und vertrauliche Quellen habe, darf ich das einfach so behaupten): Dein Gast ist ein hemmungsloser Profilneurotiker, der mangelndes Wissen aufgrund seiner narzistisch veranlagten Persönlichkeit mit einer aggressiven Strategie der juristischen Einschüchterung zu übertünchen versucht und damit zugleich seine naive Weltsicht offenbart.
Und damit Holger hier nicht belangt wird, kennzeichne ich obiges noch gewitzt als Satire und fertig ist die Laube. Toll, wie man den Diskurs von den Inhalten weg zur persönlichen Ebene führt. Ganz toll…