Folge 73: Transgender - Gast: Nadia Brönimann

Veto Folge 73. Hier kann darüber diskutiert werden!

Nadia Brönimann ist eine der bekanntesten Transgender-Aktivistinnen in der Schweiz. Und sie ist in der Trans-Community nicht unbedingt nur beliebt, denn die Forderung mancher, auch Minderjährige dürften bereits über eine Geschlechtsanpassung bestimmen können, lehnt sie entschieden ab. Und dass Transgender derzeit so ein „hippes“ Thema ist, sieht sie ebenfalls skeptisch.

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Schade, dass sie zu den eben kritischen Folge-Fragen (Frauenhäuser, Sport) keine Stellung bezieht und es als „man kann es nicht jedem Recht machen“ abwiegelt.

In Kombination mit z.B. Frauenquoten ist es natürlich auch interessant, wie einfach man in Zukunft mglw. sein Geschlecht bestimmen kann, um berufliche Vorteile zu erhalten. (Vielleicht sollte man das Anton Hofreiter mal stecken) Das wurde leider nicht angesprochen.

Ansonsten sehr interessant. Vielen Dank.

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DISCLAIMER - Habe die Folge noch nicht gesehen

Aber schonmal dazu: Wäre das denn nicht Betru g :wink: , wenn man einfach behauptet etwas zu sein, was man nicht ist? :face_with_monocle: :innocent:

Offtopic: Die Blacklist bleibt wohl auf ewig aktiv? ■■■■■■ ■■■■■■■■ :joy:

In dieser gesamten Transgender-Sache würden mich mal die Aussagen von Giuliana Farfalla und Co interessieren, die sich als Frauen sehen und von dem Thema - so scheint es - einen anderen Blick haben. Es stehen bei dem gesamten Transgender-Thema Aktivisten im Vordergrund, die ihre Sicht auf das Thema haben. Habe aber schon andere Sichtweisen gehört.

Dacht für eine ganz kurze Zeit des das unsere liebe Anna ist^

Ein angenehm entspanntes Interview.

Aber irgendwie fehlt mir in letzter Zeit das „Veto“ (ist dafür aber vielleicht auch nicht das richtige Thema).

Für mich zeigt sich in diesem Aktionismus immer eine gewisse Schizophrenie.
Oder „Bleichgesicht sprechen mit gespaltener Zunge!“. :wink:

Einerseits wird die Vielfalt bzw. „Buntheit“ angepriesen und gegen Schubladendenken gewettert.
Andererseits wird mit Phrasen " Ich fühle mich wie eine Frau" genau dieses Schubladendenken propagiert. (Als ob alle Frauen glaich fühlen würden und es sich an Gefühlen festmachen ließe… :man_shrugging:)

Und auch hier gilt wieder: Wollt ihr, dass ihr als möglichts normal und „nicht besondern“ wahrgenommen werden wollt, dann überbetont Themen nicht.

Das Thema „Ist nicht anti-demokratisch, wenn eine Minderheit über die Mehrheit bestimmen möchte? Und sei es nur beim Wording…“ sollte man auch mal anfangen nachzudenken. :man_shrugging:

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dieser entscheid obliegt den politiker nicht dem transpöbel-otto/otta-normal.
und viel spass dabei bei der änderung deiner daten

Es gibt auch zahlreiche Transgender, die sich als Frauen sehen, Hormone seit Jahren nehmen, die Frauen-Toiletten nutzen und sich in der Öffentlichkeit gesellschaftslich heraus halten und ihr Leben leben. Frau Ganserer sagte ein paar wichtige Dinge wie körperliche Unversehrtheit, aber sie nutzt natürlich auch das Thema für den Wahlkampf.

DAS wundert mich allerdings auch. Diverse Umfragen zeigen ja immer eine eindeutige Mehrheit
GEGEN z.B. das sprachliche „Gendern“. Trotzdem wird es medial und auch an Universitäten etc.
immer mehr verbreitet.

Quellen: (hier: 86% dagegen)

Wichtigstes Zitat: „Zwei Drittel der Wahlberechtigten (65 Prozent; +9) lehnt deren Verwendung in Medien und Öffentlichkeit jedoch ab. Die zunehmende Präsenz einer gendergerechten Sprache in Medien und Öffentlichkeit hat deren Akzeptanz nicht gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Ablehnung gestiegen.“

Und auch bezüglich deines anderen Punktes („Buntheit“) gebe ich dir Recht.

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Guter Gast* mit besonnen Blick auf das Thema.

*Das Wort Gast beinhaltet für mich sowohl Frau und Mann. Leider wird dies oft - für meinen Geschmack ohne Notwendigkeit - oft gegendert und so verliert es mit jeder Verwendung von „Gästin“ an Mehrdeutigkeit. Das Gendern hier führt dazu, dass der Begriff Gast zunehmend männlich wird.
Ähnlich auch bei „Zuschauer“ und „Teilnehmer“.
Auf der anderen Seite gibt es sicherlich Begriffe wo gendern hilfreich sein kann, aber da wird zuwenig unterschieden.

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Also jetzt mal im Ernst. Du kannst dir dein Geschlecht nicht aussuchen und zu sagen, dass es mehr als die körperlichen Merkmale brauch um eine Frau zu sein ist Schwachsinn und kontrafaktisch. Ich möchte mal erwähnen, dass Transsexuallität eine psychische Erkrankung ist, die der ICD-10 als sexuelle Identitätsstörung definiert und das auch zutreffend. Dies ist der Grund, warum die Krankenkassen die Geschlechtsangleichung übernehmen. Das finde ich auch richtig und wichtig, weil bei Trans-Menschen ein großer Leidensdruck herrscht. Was aber Quatsch ist, ist, dass man sich sein Geschlecht aussuchen kann, und das sein kann, was man möchte, denn dann, wäre ich ein Vampir. Fazit: Transmenschen sind in keinem Fall zu 100% eine Frau, oder zu 100% ein Mann, sondern eine Transfrau oder ein Transmann und das ist auch gut so :slight_smile:

Wie ist das bei Menschen wie Guiliana Farfalla?

Du meinst bei ihr würde ICD-10 nicht greifen? :thinking:

Sie ist eine Transfrau

Sie hat bei „Adam sucht Eva“ gesagt, sie sieht sich als Frau.

Nur schließt gerade DAS für mich eine psychische Störung erst recht nicht aus. (Obwohl das hier dann weniger mit dem Gender zu tun hat.) :smiling_imp:

Du bist nicht up to date, es gilt bereits das ICD-11.

In der 11. Version des ICD wurde bereits 2019 die Diagnose „Störungen der Geschlechtsidentität“ ersetzt durch die Fachbezeichnung „geschlechtsspezifische Abweichung“ (gender incongruence); [6] ICD-11 tritt aber erst ab 1. Januar 2022 in Kraft. Auch ist die Diagnose nicht mehr als psychische Störung eingeordnet, sondern als „Zustandsform der sexuellen Gesundheit(condition of sexual health) .

Der Zusatz ist übrigens lustig. Haste das Ding kontrollgelesen und dann den Medizinern gesagt „ja, ist richtig, kann man so lassen?“

Fand das Interview ganz toll! Nadia ist auch eine sehr sympathische und interessante Gesprächspartnerin.

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Danke für das Update, ändert trotzdem den Inhalt meines Kommentars nicht