Im großen und ganzen gutes Top-Ten-Ranking. Ein paar Dinge sind aufgefallen:
-Super-GAU: dazu hat mein Vorredner schon alles gesagt
Ich ebenso ![]()
- Wetter: da verstehe ich die Kritik nicht. Natürlich waren die Leute, auch die Journalisten, in der weitergefassten Nähe von Fukushima, z.B. in Tokio, froh so lange der Wind von ihnen wegblies. Wo ist da jetzt der Punkt? Verstehe ich nicht.
Willst du ernsthaft behaupten, man ist vor nuklearer Verstrahlung sicher, solange der Wind bläst? :roll:
- NTV: hübsch gemacht, und so weit ja auch richtig. Nur: die Nachrichten wurden halt so von Tepco und der Japanischen Regierung verbreitet - ich hab sie in der selben Reihenfolge auch gehört, und ich hab an dem besagten Freitag überhaupt kein N-TV geschaut. Die Nachrichten wurden so herausgegeben - mehr als weitertragen können die Sender sie ja nicht. Und das haben so ziemlich alle Medien weltweit dann halt auch so gemacht. War in der Tat ziemlich irre, immer abwechselnd Panik und entwarnung - aber den Schuh müssen sich eindeutig die Japaner anziehen.
Nein, zu den Aufgaben von Redaktionen und Journalisten gehört es, Nachrichten und Neuigkeiten zu bewerten und nicht einfach so rauszuhauen, um dann zwei Stunden später das Gegenteil zu behaupten. Das ist unseriös und nur Sensationshascherei.
- Wegwerfarbeiter: wie es genau in Fukushima jetzt aussah - keine Ahnung. Allerdings muss man dazu sagen, dass Arbieter von Drittfirmen engagiert wurden, z.B. sollen die Arbeiter die in die Brühe gelaufen sind keine Tepco-Arbeiter gewesen sein. Und Exakte Informationen zu Arbeitsvorschriften etc. gibt es wohl nur über die Tepco-Arbeiter.
„Wegwerfarbeiter“ in dem Sinne gibt es wohl überall, wo Atomanlagen betrieben werden, in Deutschland und vor allem Frankreich auch. Dagegen spricht auch gar nichts, so lange die Vorschriften eingehalten werden, es bedeutet nämlich nur das die Arbeiter ein Dosimeter tragen, und sobald der Grenzwert den ein Arbeiter in seinem Leben aufnehmen darf überschritten ist, darf er eben nicht mehr eingesetzt werden. Und wenn man davon ausgeht, dass das korrekt gemessen wird, und die Grenzwerte in Ordnung sind, sollte davon dann keine Gesundheitsgefahr ausgehen. Es bedeutet aber, dass für kritische Aufgaben eben auch Leute eingesetzt werden, die wenig oder keine Erfahrung mit solchen Anlagen haben, das ist der Punkt der kritisch ist. Es gab mal eine gute Arte-Dokumentation zum Thema Atomarbeiter in Frankreich, wurde neulich von Fefe verlinkt, werde mal schauen ob ich den Link noch finde.
Hetkämper sprach von Obdachlosen, Arbeitslosen und Minderjährigen und nicht von Arbeitern aus Drittfirmen - und diese Behauptung ist schlichtweg dummes Zeug und mit nichts zu untermauern.